KrebsrisikoDie fette Gefahr

Lange unterschätzt: Übergewicht ist eine der Hauptursachen für Krebs. von 

Seine Waage besteigt Rudolf Kaaks inzwischen mit leichtem Unbehagen. Acht Kilogramm hat er zugelegt. "Dabei dürfte es sich kaum um Muskulatur handeln", befürchtet der Krebsforscher. "Das ist nicht gesund."

Dabei ist Kaaks gertenschlank. Bei 1,88 Metern bringt der 52-Jährige es auf 81 Kilogramm, sein Body-Mass-Index (BMI) ist 23. Perfektes Normalgewicht also. Und acht Kilogramm weniger wog er vor 34 Jahren – als Abiturient.

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Dennoch bietet bereits diese Gewichtszunahme Anlass zu Besorgnis, das weiß der Epidemiologe vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg aus seiner eigenen Recherchetätigkeit. Kaaks gehört zu einer Handvoll Experten weltweit, die in jahrelanger Detektivarbeit eine weithin verkannte Gefahr des Übergewichts enttarnt haben. Ihre Resultate müssten die Mehrzahl der Deutschen eigentlich in helle Panik versetzen: Speckbäuche sind nicht nur ein ästhetischer Makel – die Polster sind regelrecht lebensgefährlich.

Dicken drohen nicht nur Bluthochdruck, Schlaganfall und Herzinfarkt, dazu Diabetes , Demenz, chronische Rückenschmerzen und Gelenkerkrankungen. Sie bekommen auch viel häufiger Krebs als die Dünnen. Jährlich dürften in Deutschland Zehntausende Tumordiagnosen auf das Konto der Fettleibigkeit gehen. Schon mit wenigen Kilogramm über Normalmaß steige dieses Risiko, warnt der Epidemiologe Kaaks. "Echtes Übergewicht ist ein sehr wichtiger Faktor für Krebs insgesamt und für bestimmte Krebsarten im Besonderen."

BMI

Es gibt mehrere Formeln, um Körperfett zu bewerten. Oft wird der BMI, der Body-Mass-Index, benutzt: Gewicht in Kilogramm, geteilt durch Körpergröße in Metern im Quadrat. Beispiel: 81 kg : (1,88 m x 1,88 m) = 23 kg/m2. Als übergewichtig gilt, wessen BMI höher als 25 ist.

Verhältnis Taillenumfang zu Körpergröße

Besser geeignet ist das Verhältnis Taillenumfang zu Körpergröße in Zentimetern. Der Quotient sollte unter 0,5 betragen. Der Körperfettanteil steigt im Alter. Er sollte zwischen 10 und 23 Prozent bei Männern und 21 und 30 Prozent bei Frauen liegen. Zuverlässiger als mit Waage und Maßband kann er durch elektrische Widerstandsmessung oder Computertomografie ermittelt werden.

Im Grundsatz ist die Gefahr seit Jahren bekannt, sie wurde jedoch bislang drastisch unterschätzt. Noch 1996 hatten Gesundheitsforscher der Harvard University in einer Untersuchung eine krebsfördernde Wirkung des Übergewichts lediglich als Spekulation eingestuft. Stattdessen lastete man toxischen Stoffen in Nahrungsmitteln fast ein Drittel des Gesamtrisikos an – ebenso wie dem Rauchen.

Nur sechs Jahre später bezifferten dieselben Fachleute den Risikobeitrag der Fettleibigkeit bereits mit 10 bis 20 Prozent. Inzwischen sei "ein regelrechter Paradigmenwechsel" bei der Bewertung des ernährungsbedingten Risikos zu verzeichnen, sagt Rudolf Kaaks. Die Zahlenwerke zeigen: Die chronische Überfütterung der Bevölkerung , nicht das Dioxin im Ei verschärft die Lage an der Krebsfront drastisch. Schadstoffe in der Nahrung spielen bei Krebserkrankungen insgesamt eine geringe Rolle – statt in Mikrogramm bemisst sich das Tumorrisiko in Kilojoule.

Infografik: Krebs und Übergewicht

Klicken Sie auf das Bild, um die ganze Grafik zu sehen.

Allein in den Vereinigten Staaten sterben jährlich bis zu 115.000 Menschen an einem durch Fettsucht ausgelösten Tumor – damit ist wohl jeder fünfte Krebstote dort letztlich seinem Übergewicht zum Opfer gefallen. Auch in Deutschland ist für die Hälfte der 470.000 jährlichen Neuerkrankungen ein tödliches Trio vermeidbarer Krebsauslöser verantwortlich: Rauchen, Infektionen und Übergewicht, verbunden mit Bewegungsmangel. Bei einer Reihe von Krebsarten lasten die Experten zwischen knapp 20 und mehr als 50 Prozent der Fälle allein den Speckschwarten an. Und, versichert Kaaks: "Die Liste wächst." Schon bald könnte das Rauchen seinen Rang als Krebsrisikofaktor Nummer eins an das Körperfett verlieren. "Fettleibigkeit müssen wir als Krebsursache mindestens so ernst nehmen wie das Rauchen", mahnte DKFZ-Chef Otmar Wiestler im Frühjahr.

Glaubt man den Statistiken, die den BMI als Grundlage nehmen, sind gut 50 Millionen Bundesbürger übergewichtig. Rund 20 Millionen müsse gar Fettsucht attestiert werden, stellt das Berliner Robert Koch-Institut in seiner soeben veröffentlichten Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS) fest. Allein im Jahr 2009 mussten mehr als 21.000 Bundesbürger wegen ihrer Fettsucht stationär behandelt werden – ein Anstieg um 12 Prozent gegenüber 2004.

Die Verfettung ist keineswegs nur ein Problem der Europäer und Amerikaner. Auf dem Globus leben 30 Prozent mehr übergewichtige als unterernährte Menschen. Forscher der London School of Hygiene and Tropical Medicine errechneten kürzlich, dass Dicke weltweit mindestens 18,5 Millionen Tonnen überflüssigen Speck mit sich herumtragen. Im vergangenen Jahr erklärten die UN, dass in der Geschichte der Menschheit zum ersten Mal anstelle von Infektionen die Folgen des Übergewichts zur weltweit größten Gesundheitsgefahr geworden seien. 35 Millionen Tote jährlich gehen demnach auf das Konto von Diabetes, Herz-Kreislauf-Leiden – und Krebs . Adipöse und Diabetiker trügen nicht nur ein weit höheres Risiko für einen Tumor als Gesunde, warnte das Fachblatt Science erst im Januar, "wenn sie Krebs bekommen, dann sterben sie auch häufiger daran".

Leserkommentare
  1. Okay, das ist nicht so überraschend. Die Neuigkeit ist nun, dass auch das Krebsrisiko steigt. Aber auch das hätte man sich denken können, wenn man sich die Inhaltsstoffe der "Fettmacher" anschaut. Hinzu kommen dann noch ungesättige Fettsäuren auch Pommes, Burgern u.ä.

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    • Elite7
    • 22. August 2012 14:29 Uhr

    Schließlich ist lange bekannt, dass Übergewicht das Krankheitsrisiko in jedweger Hinsicht erhöht und die Vermutung lag doch recht nah. Abgesehen davon sind in den meisten "Dickmachern" eben auch krebserregende Stoffe bzw. Stoffe, von denen man es annimmt, dass sie es sind.

    • F.K.
    • 07. August 2012 8:31 Uhr

    Vielleicht wissen die Hausärzte selbst, dass die von der Pharma-Industrie zur Verfügung gestellten Richtlinien nicht ganz ernst genommen werden müssen. Denn sie fördern eher den Absatz von Produkten, wie die beiden direkt unter dem Artikel platzierten denn die Gesundheit der Patienten. Ein Schelm, wer da was Böses denkt.
    Damit möchte ich jedoch nicht der Fettleibigkeit und dem Sessel-Sport das Wort reden. Aber in der Realität muss man für eine rundum gesunde Lebensweise relativ wenig beachten werden, dies aber konsequent umgesetzt. Nicht rauchen, 2 mal die Woche 20.15 Uhr statt Fernseh-Berieselung eine Stunde spazieren gehen (20 km-Läufe in 200 Euro teuren Laufschuhen unnötig!), Wurst- und Fleischkonsum (teilweise) durch Obst, Gemüse und Milchprodukte ersetzen (Vegetarier werden unnötig!). Muss man für solche Trivialitäten einen Kurs belegen?

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    http://www.youtube.com/wa...

    und im Prinzip auch diese Dokumentation über Autismus und die Rolle der Bakterien http://www.youtube.com/wa...
    Eine ganz wesentliche Rolle spielt offenbar Milch dabei!

  2. Das Leben ist einfach ungesund. Ich bin zwar selbst nicht fettleibig, ziehe aber vor, vor Eintritt von Alzheimer o.ä. das Zeitliche zu segnen.

    Das Problem ist doch viel mehr, dass unser Körper inzwischen länger gesund erhalten wird als unser Geist. Und was haben wir davon, wenn wir alle 100 Jahre alt werden, aber ab 85 nichts mehr davon mitbekommen? Vielleicht sind dann ein paar Kilogramm zu viel gar nicht so schlecht, um geistigen und körperlichen Verfall gleichzeitig zu gestalten...

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    Es ist mittlerweile erwiesen, dass eine gesunde Lebensweise auch das Risiko mindert, im hohen Alter dement zu werden. Risikofaktoren für geistigen Abbau scheinen Alkoholkonsum (in hohem Maße), Übergewicht, Bewegungsmangel, und fehlende geistige Stimulation im Alter zu sein.

    Soll heißen, die Rechnung ist nicht so einfach, zumal man, wenn man ungesund lebt, ja nicht einfach nach einer vorher definierten Zeit einfach spontan den Löffel abgibt. Die geringere Lebenserwartungen von Menschen, die einen ungesunden Lebensstil führen, erklärt sich v.a. daraus, dass sie öfter krank werden und deshalb früher sterben.

  3. jetzt die "Fetten". Wir werden in die Norm gepresst ob wir wollen oder nicht.
    Und was kommt dann? Die Grossen, die Kleinen, die Dummen???

    Das lustige ist ja, sterben werden wri trotzdem müssen auch wenn uns immer wieder scheinbar ein ewiges Leben vorgegaukelt wird.

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    • joG
    • 07. August 2012 8:56 Uhr

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke, die Redaktion/ls

    • Sven88
    • 07. August 2012 9:32 Uhr

    Ob fette Menschen sexy sind, liegt im Auge des Betrachters.
    Ich führ' meinen Teil ziehe es vor, andere Leute so leben zu lassen wie sie wollen.
    Man kann Leuten, deren Leben einem nicht passt einfach aus dem Weg gehen und sich in sein Fäustchen lachen, wie toll man doch selber ist.
    So mache ich das. Und ich komme ganz gut damit klar.

  4. Fertigprodukte für das Essen und Trinken enthalten eine Menge an künstlich erzeugten Zusatzstoffen. Wie geht mein Körper damit um? Wie kann er etwas verstoffwechseln, dessen Informationen er über den Weg Pflanze - Tier - Mensch nicht in seinem Gen-Bereich erkennt? Was muß er mit Reststoffen tun, die über die Entgiftungsorgane nicht ausgeschleust werden können? - Bevor Produkte den Körper vergiften, wickelt er sie in Fett ein und deponiert sie. Zu den künstlich veränderten Stoffen sammeln sich die Giftstoffe, mit denen die Luft, das Wasser, die Erde angereichert wurden. Wenn sie nicht ausgeschieden werden können, werden sie deponiert; damit es nicht stört, in Fett. - Dazu die Bewegungsverlagerung: sitzende Berufe, Auto, Bus, Bahn, Schulen außerhalb - von Generation zu Generation weitergegeben: Da soll ein Körper nicht an seine Grenzen kommen? - Auch bei Impfungen wird nicht darauf geachtet, daß Stoffwechselgifte wieder ausgeschieden werden. - Das Wunderwerk Leben ist beim menschlichen Körper vom Menschen derartig belastet worden, daß es mit einem Abspecken nicht getan ist. - Das Abspecken muß begleitet werden, um die frei werdenden Giftstoffe auch auszuscheiden; wäre solche Begleitung bei mir nicht geschehen, als aus zwölf Zähnen die Quecksilberamalgame entfernt wurden, wäre ich auf der Intensivstation gelandet; so aber konnten die Ablagerungen in meinem Binde- und Fettgewebe schrittweise aufgelöst und kontrolliert ausgeschieden werden, was praktische Ärzte überraschte. -

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    Schlimm, daß dieses Zeug immer noch in Zähne geschmiert werden darf! Schlimm für Patienten und schlimm für die Zahnärzte selbst, denn die Quecksilberdämpfe durchbrechen die Blutschranke zum Gehirn und das Gift reichert sich dort an! Ich habe die Gründe für meine schrecklichen permanenten Nervenschmerzren damals selber herausfinden müssen, die Schulmediziner waren zu unwissend und für Alternativmedizin hatte ich nicht immer das Geld! Ich habe insgesamt mindestens 15 Jahre unter (unaufgeklärten) Zahnschmerzen leiden müssen und mindestens noch einmal so lange damit zu tun gehabt, mich von diesen Nervengiften wieder soweit zu reinigen, daß ich mich nicht mehr davon direkt belastet fühle! Ja, es genügt dann nicht mehr, sich das Zeug aus den Zähnen bohren zu lassen. Man muss Ausleitungskuren machen und zwar so viele wie möglich in meinem Fall. Grüner Tee ist da auch angesagt und Algen und reine pflanzliche Ernährung(Vegetarierin war ich damals schon, aber Milchprodukte sind da aiuch nicht gut). Klar ist schon lange, daß in den industrieländern vielzu fett gegessen wird!Ganz allgemein ist diese hier verbreitete Ernährung völlig wahnsinnig.Überraschend viele sind ja schon so dick, daß ich mich wundere, daß die überhaupt noch herumlaufen können!

    • joG
    • 07. August 2012 8:56 Uhr
    6. [...]

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke, die Redaktion/ls

    Antwort auf "Erst die Raucher ..."
    • Huck
    • 07. August 2012 9:01 Uhr

    Das ist mal wieder ein Artikel, der den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität ignoriert.

    "A verursacht B" ist eine Aussage, zu deren Beweis eine Kausalkette bewiesen werden muss. Bis auf wilde Hypothesen über entzündungsfördernde Botenstoffe, die dann Krebs verursachen sollen, ist von einer solchen Kausalkette im Artikel nicht die Rede.

    "A ist ein Risikofaktor für B" ist dagegen eine Aussage, die keine Kausalität impliziert, sondern nur die Beobachtung, dass, wenn A vorliegt, häufiger B beobachtet wird, als wenn A nicht vorliegt. Das ist Korrelation.

    Im letzten Fall sagt das über eine Kausalität überhaupt nichts aus, ausser, dass vielleicht Anlaß besteht, nach einer solchen zu suchen. Die Korrelation kann aber - häufiger Fall - durch einen unbekannten dritten Faktor C verursacht werden, der sowohl A wie auch B kausal beeinflußt.

    Alkoholiker sterben häufiger an Lungenkrebs als Nichtalkoholiker. Das liegt aber nicht daran, dass Alkohol Lungenkrebs verursacht. Es liegt daran, dass Alkoholiker viel häufiger rauchen als Nichtalkoholiker.

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    Dazu eine Frage:

    Lässt sich mit streng wissenschaftlichen Methoden überhaupt eine Kausalität feststellen? Normalerweise kann ich doch Theorien, und die daraus abgeleiteten Hypothesen nur falsifizieren. Kausalitäten, die von der Theorie vorhergesagt werden können niemals bestätigt werden. Bleiben dann letztlich nicht immer nur Korrelationen, die ich zur Theoriebildung heranziehen kann? Und die wissenschaftliche Aufgabe bestünde eben darin, Experimente zu finden, die "dritte Ursachen" auszuschließen vermögen.

    Ihr Text macht wieder einmal deutlich, dass viele Dinge sich allein durch genaue Betrachtung selbst erledigen.
    Es ist das Versagen von Generationen Mathematik-Lehrern&Studienräten, dass in unserem Land so viel Unfug aus Zahlen herausgelesen werden kann.
    Da werden die unsinnigsten Statistiken für Ernst genommen, da wird immer an den Mittelwert geglaubt, wenn der Median errechnet werden müsste, und es wird auch nie nach den Original-Daten gefragt (da gibt es Studien, die an 10 Personen weltweite Effekte für 7 Mrd. Menschen belegen wollen).
    Trauerspiel Mathematik in Deutschland.

    Während zur Kausalität hier nicht direkt Stellung genommen wird, liefert der Artikel genug Hinweise und Anreize für Menschen wie mich (die sich nicht kontinuierlich mit dem Thema beschäftigen) bei gewecktem Interesse durch eigenständige Recherche mehr zu erfahren.

    "Epidemiologische Studien belegen, dass die Erhöhung der zirkulierenden Insulin- und IGF-Mengen im Blut ebenso mit erhöhter Krebsgefahr verbunden ist wie Übergewicht und Diabetes. Offenbar liebe Krebs das metabolische Umfeld in Fettleibigen, sagt der kanadische Tumorexperte Michael Pollak von der McGill University in Montreal."

    Für alle die es dann gerne ein wenig genauer hätten, hier der direkte Link zu sämtlichen Publikationen von M.Pollak et.al.:

    http://www.mcgill.ca/poll...

  5. Mein Grossvater war 1.90 gross, wog 145Kilogramm, ass zeitlebends mit Vorliebe Speck,Eier, Kuchen und verzichtete fast vollständig auf Obst und Gemüse; er mochte es einfach nicht.

    Er starb daran. Mit 93 Jahren nach einem Treppensturz. Organisch war er bis dahin vollkommen ok.

    Es kommt immer auf die Disposition eines Menschen an, gesundheitlich. Der eine verträgt Unmengen von Nahrungsgift, ohne jemals krank zu werden, ist dick und kugelrund. Der andere lebt "gesundheitsbewusst", raucht nicht, trinkt nicht, ißt fettarm und stirbt mit 50 am Infarkt.

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    • saja
    • 07. August 2012 9:14 Uhr

    ... ob man diesen 6er im genetischen Lotto gezogen hat? Für jeden, der mit der glücklichen Konstitution Ihres Großvaters gesegnet ist, gibt es doch ein Gegenbeispiel, und statistisch betrachtet erkranken Übergewichtige häufiger.

    • Infamia
    • 07. August 2012 10:16 Uhr

    Helmut Schmidt ist Raucher und 93 Jahre alt. Trotzdem wird niemand bestreiten, dass der Großteil der Raucher eine verkürzte Lebenserwartung hat und zwar um durchschnittlich 10 Jahre. Es ist ja nett, dass jeder irgendjemand kennt, der ein Lotterleben führt und dabei steinalt wird. Aber der überwiegende Teil der Betroffenen wird früher und wahrscheinlich auch unangenehmer sterben als jemand, der ein gesundes Leben führt.

    Letztlich sterben wir alle, die Frage ist nur wann und wie. Ich lebe relativ gesund und führe ein angenehmeres Leben als so manch anderer meiner Altersklasse, die schon bei 2 Stockwerken ins Schnaufen geraten. Es ist halt eine Frage der persönlichen Lebensqualität. Ich treibe viel und vor allen Dingen gerne Sport und es ist einfach ein angenehmes Lebensgefühl, wenn man nach einer anstrengenden Sporteinheit nicht den Rest des Tages völlig erschöpft auf dem Sofa leidet. Jeder Dicke wird mir natürlich erzählen können, wie geil es doch ist, alles in sich hinein zu stopfen und darauf zu hoffen, dass man trotzdem steinalt wird. Das Geschnaufe, wenn jemand drei Schritte mehr gehen muss, zeigt mir allerdings, dass dieses Leben ziemlich anstrengend und auch schmerzhaft ist. Aber am Ende gilt, jeder wie er mag. Er soll nur nicht sagen, er hätte es nicht besser gewusst.

    ...man machts verkehrt !
    Mein Onkel hat nicht geraucht(was in den 70er Jahren unter Männern echt die Ausnahme war), nur mässig getrunken(2 Flaschen Bier auf Familienfeiern)und ist 6 Monate nach seinem Renteneintritt jämmerlich an Magen-Darmkrebs eingegangen !
    Hätte er Zigarren gequalmt und an Whiskyverprobungen teilgenommen, hätte er oben auf der Wolke wenigstens etwas zu erzählen gehabt, aber so....?
    Wenns passiert, dann passiert es ! Dieser ewige Zick-Zack - Kurs, auf was man alles achten muss; ganz ehrlich...es ist einfach nur noch langweilig !

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