Bayern: "Meine" Nazis?
Im fränkischen Gräfenberg hatte ein Bürgerforum rechtsextreme Aufmärsche erfolgreich bekämpft. Warum die Menschenrechtsfeinde trotzdem weitermachen können, analysiert Michael Helmbrecht.
Na, Herr Helmbrecht? Wann kommen denn Ihre Nazis wieder?«, fragte mich meine Metzgerin in Gräfenberg – jener fränkischen Kleinstadt, die über drei Jahre hinweg Schauplatz von fast 50 Aufmärschen rechtsextremistischer Gruppen war. Ich war damals Sprecher des Bürgerforums Gräfenberg und unsere Initiative hatte mit kreativem und beharrlichem Widerstand deutlich gemacht, dass diese Stadt demokratisch ist und der öffentliche Raum Menschenrechts-Feinden nicht überlassen wird. So beharrlich war die demokratische Gegenwehr und so demaskierend für die Nazis, dass sie schließlich ihre Aufmärsche einstellten.
Die Frage der Metzgerin nach »meinen« Nazis beschäftigt mich seither. Sie bringt die Wahrnehmung, Gesinnung und Haltung eines Teils der bundesdeutschen Gesellschaft, mancher Behörden und mancher politischer Entscheidungsträger auf den Punkt. Meine Metzgerin geht – wie ein Großteil der Bevölkerung – in die Publikumsrolle: Das Problem »Rechtsextremismus« – die bedrängende Wirklichkeit eines um sich greifenden Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit in Deutschland – geht sie eigentlich nichts an. Sie sieht es bestenfalls als Randphänomen an, für dessen Bekämpfung, wenn es denn überhaupt nötig sein sollte, andere zuständig sind: der Staat und die Polizei. Die da oben jedenfalls. Weil sie eine Fränkin ist und keine Türkin, wird sie auch keinen Ärger mit Nazis bekommen. Solange sie halt den Mund hält und andere für das Gemeinwohl sorgen lässt.
»Wir ignorieren die!« – das war und ist die einfältige Losung vieler Gemeinden, wenn sich Rechtsextremisten anschicken, »Nationaler-Sozialismus-jetzt!« skandierend durch die Stadt zu ziehen. Von Rostock bis nach Garmisch-Partenkirchen rufe ich dazu auf: Aktive Ignoranz-Bürger, lasst die Jalousien herunter, versteckt euch dahinter und würdigt die Braunen keines Blicks. Tut so, als ob ihr sie nicht sähet! Dann nämlich, ja, was dann? Dann sind sie so traurig diese rassistischen Gestalten, dass sie sich im Nichts auflösen werden, weil sie sich sagen müssen: »Hat doch keinen Sinn unser Aufmarsch, weil keiner uns liebt« et cetera? Das Gegenteil wird leider der Fall sein.
lehrt an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Soziale Arbeit und ist ehrenamtlicher Vorsitzender der »Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg«, eines Zusammenschlusses von über 120 Städten und Gemeinden sowie über 100 Initiativen und Verbänden.
Sie werden das Schweigen als Zustimmung interpretieren, die Stadt wird ihnen gehören, und in ihr werden sie das Gewohnheitsrecht institutionalisieren, Andersdenkenden und Andersaussehenden gelegentlich eins auf die Fresse zu geben. Würde ich meiner Metzgerin das sagen, dann würde sie vermutlich denken, dass sie doch im Grunde genommen alle gleich seien, die »Linken« und die »Rechten« und man seine Ruhe hätte, wenn die »Linken« nicht so einen Lärm machen würden um die »Rechten«. Und dass dieser Lärm es sei, der die »Rechten« erst in die Stadt locke. Sagen freilich würde sie es nicht, sonst könnte ich ja womöglich draufkommen, dass sie mich für einen »Linken« hält – und das wäre aus ihrer Sicht wenig kundenfreundlich. »Links oder rechts?« – das haben mich aber schon manche (nicht alle!) Polizisten gefragt, wenn ich an den Toren der bei Aufmärschen abgeriegelten Stadt Einlass zum Versammlungsort begehrte. Und es gab einen, der wurde richtig grantig, als ich ihm entgegnete, dass ich Demokrat sei und für die Menschenrechte auf die Straße ginge.
Für den »normalen« Bürger ist in diesem Weltbild der richtige Platz hinter der Jalousie und nicht auf der Barrikade. »Ihre Nazis« – das klingt im Übrigen nach einem leicht missratenen Spielgefährten, mit denen man sich im Sandkasten kloppt, während die Mutter Metzgerin auf der Parkbank sitzt und sogar ein wenig das spätpubertäre Treiben genießt, weil es sich Gottseidank bald auswachsen wird. Ich weiß nicht, ob es sie sehr erschreckt hat, dass mutmaßlich gute Bekannte »unserer« Spielgefährten neun Menschen aus rassistischen Motiven hingerichtet haben und eine Polizeibeamtin dazu. Meine Metzgerin hatte ja zwischenzeitlich auch die Umtriebe der Wehrsportgruppe Hoffmann im Nachbardorf, das Oktoberfest-Attentat und den Mord an Shlomo Lewin und seiner Gefährtin im benachbarten Erlangen vergessen. Es ist ihr vermutlich nie zu Ohren gekommen, dass die Rechtsextremisten seit dem Mauerfall über 180 Menschen auf dem Gewissen haben. Wie auch – waren ja Obdachlose und Ausländer.






wie die Demokratie diesen Schlaf der Selbstgerechten ueberstehen soll. Es ist doch seltsam, dass der Großteil der Deutschen auf der einen Seite ein liberales und weltoffenes Weltbild vertritt und auf der anderen Seite in den allermeisten Faellen weder den Mut, noch die Kraft aufbringt, sich dafuer einzusetzen. Ich glaube, dass die meisten Deutschen verdraengen, dass Demokratie immer anfaellig ist und sie scheitern wird, wenn es nicht genug Mutige wie Sie gibt.
Opportunismus
...der Irrglaube ist doch, dass die verschwinden, wenn man ausreichend gegen sie demonstriert. Reine Symptombekämpfung.
Wenn massenweise glatzköpfige arbeitslose Jgendliche zu einer Gefahr werden, dann wurde schon soviel versäumt, dass es richtig teuer wird das Problem wieder in den Griff zu bekommen. Der Wille dazu ist aber politisch gar nicht vorhanden, man ist da mehr mit seinen eigenen Verfassungsbrüchen beschäftigt.
Und natürlich muss auch die Zivilgesellschaft aktiv werden, aber das kann sie überhaupt nur, wenn sie Rückhalt von Polizei und Co bekommt. Wenn ungestraft persönliche Bedrohung und Vandalismus stattfinden können, dann ist das KEINE Aufgabe der Zivilgesellschaft mehr, denn genau dafür gibts Polizei und Justiz.
Ich würde das Problem auch nicht auf Rechtsradikale verengen, derartige Tendenzen können von jeder Seite kommen, immer wieder zum Problem wird z.B. die organisierte Kriminalität. Auch Linksradikale, fanatische Gläubige/Sekten etc.
wo angesetzt werden soll: an der Wurzel oder an den Auswüchsen?
Opportunismus
...der Irrglaube ist doch, dass die verschwinden, wenn man ausreichend gegen sie demonstriert. Reine Symptombekämpfung.
Wenn massenweise glatzköpfige arbeitslose Jgendliche zu einer Gefahr werden, dann wurde schon soviel versäumt, dass es richtig teuer wird das Problem wieder in den Griff zu bekommen. Der Wille dazu ist aber politisch gar nicht vorhanden, man ist da mehr mit seinen eigenen Verfassungsbrüchen beschäftigt.
Und natürlich muss auch die Zivilgesellschaft aktiv werden, aber das kann sie überhaupt nur, wenn sie Rückhalt von Polizei und Co bekommt. Wenn ungestraft persönliche Bedrohung und Vandalismus stattfinden können, dann ist das KEINE Aufgabe der Zivilgesellschaft mehr, denn genau dafür gibts Polizei und Justiz.
Ich würde das Problem auch nicht auf Rechtsradikale verengen, derartige Tendenzen können von jeder Seite kommen, immer wieder zum Problem wird z.B. die organisierte Kriminalität. Auch Linksradikale, fanatische Gläubige/Sekten etc.
wo angesetzt werden soll: an der Wurzel oder an den Auswüchsen?
Nun, der Kampf gegen Extremisten ist wichtig, geht uns alle an und muss ständig weitergeführt werden. Ansonsten muss man damit rechnen, dass in einem dialektischen Prozess eines Tages tatsächlich wieder Rechts- oder Linksextremisten an die Macht kommen. Werte können umgedeutet, Geschichtsbilder anders interpretiert werden. Man muss nur nach Ungarn schauen um zu sehen, wie schnell ein solcher Prozess einsetzen kann.
Unser derzeitiges System mag in vielen Teilen korrupt und verkommen sein, trotzdem gebe ich Churchill recht:
"Demokratie ist die schlechteste Regierungsform - außer all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind."
...erstmal Demokratie, die jetzigen Systeme kann man nur mit viel "Augen zu drücken" so bezeichnen.
Zumal die Politik selbst keinerlei Interesse an einer Verbesserung bzw. Aktualisierung des unbefriedigenden Systems zeigt und auch insgesamt wenig Selbstreflektion betreibt.
Reines Beschwören der Alternativlosigkeit überzeugt aber irgendwann niemanden mehr, spätestens dann, wenn man selbst nicht mehr viel zu verlieren hat (wie viele in Ungarn).
...erstmal Demokratie, die jetzigen Systeme kann man nur mit viel "Augen zu drücken" so bezeichnen.
Zumal die Politik selbst keinerlei Interesse an einer Verbesserung bzw. Aktualisierung des unbefriedigenden Systems zeigt und auch insgesamt wenig Selbstreflektion betreibt.
Reines Beschwören der Alternativlosigkeit überzeugt aber irgendwann niemanden mehr, spätestens dann, wenn man selbst nicht mehr viel zu verlieren hat (wie viele in Ungarn).
Warum wählen Menschen Nazis? Warum sympathisieren Menschen mit Nazis? Nun, das passiert immmer dann, wenn sie merken, dass etwas komplett falsch läuft in ihrem Land. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an Stadtteile in deutschen Großstädten, die nicht mehr von der hiesigen Polizeit kontrolliert werden. Oder an die ESM-Debatte, bei der ein paar hundert ahnungslose Abgeordnete für den Ausverkauf dieses Landes stimmten, obwohl sie keinen blassen Schimmer hatten, was das für Deutschlands Zukunft bedeutet.
Es sind derartige Situationen/Gegebenheiten, die Menschen anfällig für Nazis macht, denn Menschen sind nicht von Natur aus böse/schlecht.
Richtig, deswegen in Europaweit Rechte auf dem Vormarsch.
Gibt es wirklich eine relevante Anzahl an Menschen, die so neben der Spur sind, dass sie annehmen, NPD-Sympathisanten oder gar Politiker haetten Loesungen fuer unsere Probleme parat? Gibt es denn noch nicht genug Anzeichen dafuer, dass das Ziel der Rechtsextremen nicht nur eine Politik der harten Hand ist, sondern dass diese Hand auch durchaus mal ordentlich zuschlaegt ohne die rechtsstaatlichen Prinzipien ernst zu nehmen? Der Mord an unschuldigen Familienvätern wird auf Demonstrationen mit dem Paule-Panther-Lied gefeiert und der deutsche Buerger denkt nur: "Wenn die Polizei nicht fuer Ordnung sorgen kann, dann machen die das..."? Das ist eine Minderheit, die gefaehrlich ist, die es aber in jeder Gesellschaft gibt. Das Entscheidende ist, wie das Buergertum darauf reagiert. Der Artikel liegt richtig. Es wird verharmlost. Die Gefahr unterschaetzt.
"Ich erinnere in diesem Zusammenhang an Stadtteile in deutschen Großstädten, die nicht mehr von der hiesigen Polizeit kontrolliert werden."
Welche sollen das sein? Ich kenne keinen solchen und wohne selber in Neukölln, welches ja fürchterlich böse ist :-))
Zumal in den Vierteln, die diesen Ruf genießen kaum NAzis leben. Die leben zumeist irgendwo in der Provinz, auf dem Land, unter sich, ohne eine nennenswerte Anzahl an Ausländern in Sichtweite. Wo leben denn Sie?
"Oder an die ESM-Debatte, bei der ein paar hundert ahnungslose Abgeordnete für den Ausverkauf dieses Landes stimmten, obwohl sie keinen blassen Schimmer hatten, was das für Deutschlands Zukunft bedeutet."
Ja. Sicher. Und Sie haben den Durchblick? Ähnlich wie bei den nicht mehr von der Polizei kontrollierten Stadtbezirken? Und das heißt nicht, daß ich ESM, o.ä. voll und ganz zustimme.
"Es sind derartige Situationen/Gegebenheiten, die Menschen anfällig für Nazis macht, denn Menschen sind nicht von Natur aus böse/schlecht."
Anfällig werden die Leute für den Braunen Mist, weil sie der von ihnen aufgezählten Propaganda folgen. ein wenig weniger BILD und RTL täten den Menschen gut. Und statt dessen mal den Blick über den eigenen Tellerrand wagen, bzw. die Bildzeitungs-, RTL- und Deutsche Stimme-Propaganda mal auf Stichhaltigkeit im eigenen Umfeld überprüfen.
Richtig, deswegen in Europaweit Rechte auf dem Vormarsch.
Gibt es wirklich eine relevante Anzahl an Menschen, die so neben der Spur sind, dass sie annehmen, NPD-Sympathisanten oder gar Politiker haetten Loesungen fuer unsere Probleme parat? Gibt es denn noch nicht genug Anzeichen dafuer, dass das Ziel der Rechtsextremen nicht nur eine Politik der harten Hand ist, sondern dass diese Hand auch durchaus mal ordentlich zuschlaegt ohne die rechtsstaatlichen Prinzipien ernst zu nehmen? Der Mord an unschuldigen Familienvätern wird auf Demonstrationen mit dem Paule-Panther-Lied gefeiert und der deutsche Buerger denkt nur: "Wenn die Polizei nicht fuer Ordnung sorgen kann, dann machen die das..."? Das ist eine Minderheit, die gefaehrlich ist, die es aber in jeder Gesellschaft gibt. Das Entscheidende ist, wie das Buergertum darauf reagiert. Der Artikel liegt richtig. Es wird verharmlost. Die Gefahr unterschaetzt.
"Ich erinnere in diesem Zusammenhang an Stadtteile in deutschen Großstädten, die nicht mehr von der hiesigen Polizeit kontrolliert werden."
Welche sollen das sein? Ich kenne keinen solchen und wohne selber in Neukölln, welches ja fürchterlich böse ist :-))
Zumal in den Vierteln, die diesen Ruf genießen kaum NAzis leben. Die leben zumeist irgendwo in der Provinz, auf dem Land, unter sich, ohne eine nennenswerte Anzahl an Ausländern in Sichtweite. Wo leben denn Sie?
"Oder an die ESM-Debatte, bei der ein paar hundert ahnungslose Abgeordnete für den Ausverkauf dieses Landes stimmten, obwohl sie keinen blassen Schimmer hatten, was das für Deutschlands Zukunft bedeutet."
Ja. Sicher. Und Sie haben den Durchblick? Ähnlich wie bei den nicht mehr von der Polizei kontrollierten Stadtbezirken? Und das heißt nicht, daß ich ESM, o.ä. voll und ganz zustimme.
"Es sind derartige Situationen/Gegebenheiten, die Menschen anfällig für Nazis macht, denn Menschen sind nicht von Natur aus böse/schlecht."
Anfällig werden die Leute für den Braunen Mist, weil sie der von ihnen aufgezählten Propaganda folgen. ein wenig weniger BILD und RTL täten den Menschen gut. Und statt dessen mal den Blick über den eigenen Tellerrand wagen, bzw. die Bildzeitungs-, RTL- und Deutsche Stimme-Propaganda mal auf Stichhaltigkeit im eigenen Umfeld überprüfen.
ist weder wegbereitend noch vorausschauend
"Die Gefangenen sollen lernen, dass alles, was sie der Natur, den Tieren und Menschen tun, auf sie zurückwirkt."
mutige Vorbilder für Humanismus _ starke Ansätze zu Resozialisierung
http://www.zeit.de/2009/1...
Amadeu Antonio Kiowa
möge er unser Wohlwollen für Zusammenleben
verzeihen und uns Mahnung bleiben
???
und manch anderer suggerieren meiner Ansicht nach, dass man in Deutschland nur zwei Alternativen hat: entweder ist man durchweg und überall Aktivist gegen Rechts - oder man gehört mindestens latent zum omnipräsenten braunen Sumpf.
Ich weiß nicht, inwieweit dies etwas bringt, wenn es darum geht, tatsächlich vorhandenem Rechtsextremismus Einhalt zu gebieten - und nicht stattdessen das Potential hat, jene (zahlreichen) zu vergraulen, die sich zwar im Kampf zurückhalten, mit antidemokratischen Haltungen jedoch nichts am Hut haben.
Richtig, deswegen in Europaweit Rechte auf dem Vormarsch.
...oft sind es Opfer des Wirtschaftssystems und in vielen Ländern zusätzlich Opfer von Oligarchen und Korruption, insbesondere in den ehemaligen Ostblockländern.
Wenn alle von Demokratie reden, während man von der Mafia regiert wird, führt das fast zwangsweise dazu, dass man sich jemanden wünscht, der mal richtig aufräumt. Und die Auswahl in repräsentativen Systemen ist idR gering, meistens kommen die Aufräum-Rhetoriker von rechts und haben ein etwas einfaches Weltbild. Hat man sie einmal gewählt, wird man sie nicht wieder los, selbst wenn man es längst bereut...
...oft sind es Opfer des Wirtschaftssystems und in vielen Ländern zusätzlich Opfer von Oligarchen und Korruption, insbesondere in den ehemaligen Ostblockländern.
Wenn alle von Demokratie reden, während man von der Mafia regiert wird, führt das fast zwangsweise dazu, dass man sich jemanden wünscht, der mal richtig aufräumt. Und die Auswahl in repräsentativen Systemen ist idR gering, meistens kommen die Aufräum-Rhetoriker von rechts und haben ein etwas einfaches Weltbild. Hat man sie einmal gewählt, wird man sie nicht wieder los, selbst wenn man es längst bereut...
Gibt es wirklich eine relevante Anzahl an Menschen, die so neben der Spur sind, dass sie annehmen, NPD-Sympathisanten oder gar Politiker haetten Loesungen fuer unsere Probleme parat? Gibt es denn noch nicht genug Anzeichen dafuer, dass das Ziel der Rechtsextremen nicht nur eine Politik der harten Hand ist, sondern dass diese Hand auch durchaus mal ordentlich zuschlaegt ohne die rechtsstaatlichen Prinzipien ernst zu nehmen? Der Mord an unschuldigen Familienvätern wird auf Demonstrationen mit dem Paule-Panther-Lied gefeiert und der deutsche Buerger denkt nur: "Wenn die Polizei nicht fuer Ordnung sorgen kann, dann machen die das..."? Das ist eine Minderheit, die gefaehrlich ist, die es aber in jeder Gesellschaft gibt. Das Entscheidende ist, wie das Buergertum darauf reagiert. Der Artikel liegt richtig. Es wird verharmlost. Die Gefahr unterschaetzt.
Ich bin mir gar nicht mal so sicher, ob sich die Wähler der NPD überhaupt die Frage stellen, ob die NPD die gegenwärtige Situation besser lösen könnte. Viel eher habe ich den Eindruck, dass im Rechtsradikalismus viel über den Bauch und nur wenig über den Kopf abläuft. Viele Menschen trauen den großen Parteien einfach nicht mehr und fühlen sich gleichzeitig ohnmächtig und schwach. Für solche Menschen hat der Rechtsradikalismus durchaus eine gewisse Attraktivität, der er eine Möglichkeit des Auslebens von Aggressionen zur Überwindung von Minderwertigkeitsgefühlen bietet. Gleichzeitig verwechseln viele Menschen sehr oft Kameradschaft mit echter Freundschaft, was auch eine gewisse Nestwärme bietet, die mit Sicherheit von vielen Rechten als höchst angenehm empfunden wird.
Aus diesem Grund halte ich Menschlichkeit und gegenseitigen Respekt auch für die mächtigsten Waffen gegen einen neuen Nationalsozialismus.
Ich bin mir gar nicht mal so sicher, ob sich die Wähler der NPD überhaupt die Frage stellen, ob die NPD die gegenwärtige Situation besser lösen könnte. Viel eher habe ich den Eindruck, dass im Rechtsradikalismus viel über den Bauch und nur wenig über den Kopf abläuft. Viele Menschen trauen den großen Parteien einfach nicht mehr und fühlen sich gleichzeitig ohnmächtig und schwach. Für solche Menschen hat der Rechtsradikalismus durchaus eine gewisse Attraktivität, der er eine Möglichkeit des Auslebens von Aggressionen zur Überwindung von Minderwertigkeitsgefühlen bietet. Gleichzeitig verwechseln viele Menschen sehr oft Kameradschaft mit echter Freundschaft, was auch eine gewisse Nestwärme bietet, die mit Sicherheit von vielen Rechten als höchst angenehm empfunden wird.
Aus diesem Grund halte ich Menschlichkeit und gegenseitigen Respekt auch für die mächtigsten Waffen gegen einen neuen Nationalsozialismus.
"unsere Initiative hatte mit kreativem und beharrlichem Widerstand deutlich gemacht, dass diese Stadt demokratisch ist und der öffentliche Raum Menschenrechts-Feinden nicht überlassen wird."
Solange die NPD (oder wer auch immer diesen Aufmarsch organisiert hat) nicht verboten ist muss man als echter Demokrat leider ertragen daß auch diese Leute ein Recht auf die Nutzung öffentlicher Räume, Versammlungen und Demonstrationen haben. Wer ihnen dieses Recht streitig machen will* erweist der Demokratie einen Bärendienst. Demokratie sollte eine Bühne sein auf der jeder die gleichen Chancen hat.
* damit sind nur derartige Äußerungen und Aktionen die am Gesetz vorbeigehen (nicht daß Herr Helmbrecht an solchen teilnimmt) gemeint, nicht Gegendemos.
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