Neue Degeto-Chefin: Fluch und Segen
Als Chefin der ARD-Tochter Degeto ist sie eine der mächtigsten Fernsehmanagerinnen. Dass sie keine Angst hat, verdankt sie ihrem Vater Wolfgang Schäuble.
Wenn eine wie sie so schnell Karriere macht, dann stellen die Leute Fragen: Ist sie wirklich so gut? Oder verdankt sie ihren schnellen Aufstieg womöglich in erster Linie ihrem Namen?
Im Fall von Christine Strobl sind es gleich zwei Namen, die sich für ihr berufliches Fortkommen als nützlich erwiesen haben könnten.
Strobl – so heißt sie, seit sie 1996 Thomas Strobl geheiratet hat. Er ist heute Abgeordneter des Deutschen Bundestags, der Vorsitzende der CDU Baden-Württemberg und damit ein ziemlich einflussreicher Mann.
Schäuble – so hieß sie, seit sie 1971 als Tochter von Ingeborg und Wolfgang Schäuble zur Welt kam. Ihre Mutter, eine studierte Volkswirtin, war zwölf Jahre lang die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Welthungerhilfe. Ihren Vater kennt in Deutschland und Europa fast jeder.
Jetzt hat auch die Tochter einen Topjob angetreten. Die 40-Jährige ist seit dem 1. Juli Geschäftsführerin der Degeto, einer der wichtigsten Firmen in der deutschen Film- und Fernsehlandschaft. Über die Degeto kauft die ARD große Teile ihres Programms ein und produziert Filme für das Erste. Meistens sind das Schnulzen, die Mittwoch oder Freitag am Abend laufen.
»Dass der Papa im Fernsehen kam, das war ganz normal«
Die Degeto ist eine merkwürdige Firma. Sie wird von den Landesrundfunkanstalten gemeinsam betrieben, die Sender sind Gesellschafter. Gleichwohl führte die Firma, deren Etat bei 400 Millionen Euro liegt, ein Eigenleben, und es mangelte ihr an Transparenz wie an Aufsicht. Das hat für die Granden der ARD Vorzüge. Über die Degeto schließen sie gelegentlich hoch dotierte Verträge mit Starmoderatoren ab – an den Kontrollgremien vorbei.
Aber es macht auch Probleme. Im November 2011 trennte sich die Firma von ihrem Geschäftsführer Hans-Wolfgang Jurgan. Er hatte die Budgets überzogen, die ARD musste Geld nachschießen. Wirtschaftsprüfer fanden »gravierende organisatorische Mängel« in der Firma.
Christine Strobl soll aus der Degeto nun eine transparente, wohlorganisierte Anstalt machen. Sie möchte – neben einer Homepage und einer Pressestelle – ein nachvollziehbares Vergabeverfahren für Produktionen und Verträge einrichten. Und für ein besseres Programm sorgen.
Strobl ist eine schmale, blonde Frau, die viel jünger aussieht als 40. Im Gespräch lehnt sie sich oft auf dem Stuhl so weit vor, dass ihr Oberkörper beinahe auf ihren Knien zum Liegen kommt. Die Tasse hält sie mit beiden Händen fest. Fast mädchenhaft wirkt ihr Repertoire an Gesten.




Na, da freuen wir uns aber, wie gut manche Familien in diesem Land verwurzelt sind.
Als ich sah, dass jemand einen Kommentar geschrieben hatte, war mir klar: das ist ein negativer Kommentar. Denn so ist unser Land: da freut man sich nicht über den Erfolg anderer, da geht man nicht davon aus, dass es jemand durch Leistung geschafft hat: da ist erst mal die Vermutung, dass es alles Schmuh war. Neid - das ist anscheinend die Kernuntugend dieses Landes...
Die Tochter eines langjährigen Bundesministers, Ex-CDU-Vorsitzenden, Ex-CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden, und Ehefrau des Vorsitzenden des wichtigsten CDU-Landesverbandes, bekleidet in Serie einflußreiche Ämter im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.
Und Sie reden hier bei Kritik von "Neid".
Ich frage mich ernsthaft, ob Sie Ihre Neidkeule wirklich selbst glauben, oder ob Sie einfach denken, sie anderen glaubhaft machen zu können.
Als ich sah, dass jemand einen Kommentar geschrieben hatte, war mir klar: das ist ein negativer Kommentar. Denn so ist unser Land: da freut man sich nicht über den Erfolg anderer, da geht man nicht davon aus, dass es jemand durch Leistung geschafft hat: da ist erst mal die Vermutung, dass es alles Schmuh war. Neid - das ist anscheinend die Kernuntugend dieses Landes...
Die Tochter eines langjährigen Bundesministers, Ex-CDU-Vorsitzenden, Ex-CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden, und Ehefrau des Vorsitzenden des wichtigsten CDU-Landesverbandes, bekleidet in Serie einflußreiche Ämter im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.
Und Sie reden hier bei Kritik von "Neid".
Ich frage mich ernsthaft, ob Sie Ihre Neidkeule wirklich selbst glauben, oder ob Sie einfach denken, sie anderen glaubhaft machen zu können.
Als ich sah, dass jemand einen Kommentar geschrieben hatte, war mir klar: das ist ein negativer Kommentar. Denn so ist unser Land: da freut man sich nicht über den Erfolg anderer, da geht man nicht davon aus, dass es jemand durch Leistung geschafft hat: da ist erst mal die Vermutung, dass es alles Schmuh war. Neid - das ist anscheinend die Kernuntugend dieses Landes...
Mal so ganz unter uns ...
Und diese Erkenntnis aus Erfahrung hat nichts mit Neid zu tun.
ist doch, ob jemand aufgrund seiner Leistung oder zuerst als Tochter von XY vorgestellt wird.
In einer Gesellschaft, die aus gutem Grund Nepotismus ablehnt und in der - angeblich - Leistung zählt und nicht Herkunft, ist es schon seltsam, wenn die erste Information über eine Person nicht die über ihre Arbeit, sondern die über ihren Vater ist.
Wäre der wortgleiche Artikel in der taz erschienen, würde ch darin eine desavouierende Absicht vermuten.
In der ZEIT bin ich mir da aber nicht mehr so sicher. Die in diesem Blatt mehr und mehr beobachtbare Tendenz zur Hofberichterstattung lässt fast Gegenteiliges befürchten.
Dieser Tendenz zum Neofeudalismus gegenüber ist Kritik mehr als angebracht. Ungeschickt formuliert richtet sie sich dann eben gegen das (hoffentlich unschuldige) Objekt dieser Hofberichterstattung statt gegen diese selbst...
nach einem Artikel über eine 40+x-jährige quasi alleinlebende Karrierefrau mit ordentlich Stallgeruch im ör-Bereich mit ordentlich Stallgeruch, der sich neben den üblichen Phrasen aus den Politbetrieb vorrangig mit der Vater-Geschichte befasst?
Im Übrigen steht jeden frei, zu glauben, dass es hierzulande nur nach Leistung geht.
... den Rest kriegen Sie auch noch raus.
" Neid - das ist anscheinend die Kernuntugend dieses Landes..."
---
Könnte es nicht auch sein, dass die ´Kernuntugend´ unseres Landes nun `Vetternwirtschaft´ ist ?
Und diese ´Vetternwirtschaft´, aber nicht nur diese, mit Totschlagargumenten wie das Ihrige verteidigt wird ?
...mit welchen "Durchstechereien" Strobl Fernsehspielchefin wurde im SWR - mit fragwürdiger Qualifikation - würden Ihnen wohl manche Kommentare besser heimleuchten.
Mal so ganz unter uns ...
Und diese Erkenntnis aus Erfahrung hat nichts mit Neid zu tun.
ist doch, ob jemand aufgrund seiner Leistung oder zuerst als Tochter von XY vorgestellt wird.
In einer Gesellschaft, die aus gutem Grund Nepotismus ablehnt und in der - angeblich - Leistung zählt und nicht Herkunft, ist es schon seltsam, wenn die erste Information über eine Person nicht die über ihre Arbeit, sondern die über ihren Vater ist.
Wäre der wortgleiche Artikel in der taz erschienen, würde ch darin eine desavouierende Absicht vermuten.
In der ZEIT bin ich mir da aber nicht mehr so sicher. Die in diesem Blatt mehr und mehr beobachtbare Tendenz zur Hofberichterstattung lässt fast Gegenteiliges befürchten.
Dieser Tendenz zum Neofeudalismus gegenüber ist Kritik mehr als angebracht. Ungeschickt formuliert richtet sie sich dann eben gegen das (hoffentlich unschuldige) Objekt dieser Hofberichterstattung statt gegen diese selbst...
nach einem Artikel über eine 40+x-jährige quasi alleinlebende Karrierefrau mit ordentlich Stallgeruch im ör-Bereich mit ordentlich Stallgeruch, der sich neben den üblichen Phrasen aus den Politbetrieb vorrangig mit der Vater-Geschichte befasst?
Im Übrigen steht jeden frei, zu glauben, dass es hierzulande nur nach Leistung geht.
... den Rest kriegen Sie auch noch raus.
" Neid - das ist anscheinend die Kernuntugend dieses Landes..."
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Könnte es nicht auch sein, dass die ´Kernuntugend´ unseres Landes nun `Vetternwirtschaft´ ist ?
Und diese ´Vetternwirtschaft´, aber nicht nur diese, mit Totschlagargumenten wie das Ihrige verteidigt wird ?
...mit welchen "Durchstechereien" Strobl Fernsehspielchefin wurde im SWR - mit fragwürdiger Qualifikation - würden Ihnen wohl manche Kommentare besser heimleuchten.
"Man darf doch nicht benachteiligt werden, nur weil man einen bekannten Vater hat!"
Aber man darf - verzeihung: man sollte nicht benachteiligt werden, weil man zu den 99,9% gehört, die keinen bekannten Vater oder Mutter haben. Oder?
Haben Sie den noch ein hübscheres Foto von ihr gefunden? Falls nicht:
Machen Sie sich keine Mühe, zoomen Sie noch weiter rein, am besten bis man jedes einzelne Damenbarthärhen sieht.
Sie hat doch ein wirklich schönes Lächeln!
Sie hat doch ein wirklich schönes Lächeln!
Mal so ganz unter uns ...
Und diese Erkenntnis aus Erfahrung hat nichts mit Neid zu tun.
ist doch, ob jemand aufgrund seiner Leistung oder zuerst als Tochter von XY vorgestellt wird.
In einer Gesellschaft, die aus gutem Grund Nepotismus ablehnt und in der - angeblich - Leistung zählt und nicht Herkunft, ist es schon seltsam, wenn die erste Information über eine Person nicht die über ihre Arbeit, sondern die über ihren Vater ist.
Wäre der wortgleiche Artikel in der taz erschienen, würde ch darin eine desavouierende Absicht vermuten.
In der ZEIT bin ich mir da aber nicht mehr so sicher. Die in diesem Blatt mehr und mehr beobachtbare Tendenz zur Hofberichterstattung lässt fast Gegenteiliges befürchten.
Dieser Tendenz zum Neofeudalismus gegenüber ist Kritik mehr als angebracht. Ungeschickt formuliert richtet sie sich dann eben gegen das (hoffentlich unschuldige) Objekt dieser Hofberichterstattung statt gegen diese selbst...
Der Vater steckte bis zum Hals im Spendensumpf.
Hat Geldkoffer übernommen. Gelogen und getrickst, dass sich die Balgen biegen.
Und ist auf wunderbare weise ungeschoren davon gekommen. Was, wie man in der aktuellen Krise sieht, nicht gerade Deutschland zum Vorteil gerät.
Die nächste große Steuertrickserei versucht er ja in Zusammenarbeit mit den Schweizer Banken durchzuziehen.
Und ausgerechnet die Tochter dieses Mannes, holt man in eine undurchsichtige Firma, die großen Einfluss auf öffentlich rechtliche Medien hat, um für Transparenz zu sorgen???
Wenn das nicht Geschmäckle hat...
Der Vater steckte bis zum Hals im Spendensumpf.
Hat Geldkoffer übernommen. Gelogen und getrickst, dass sich die Balgen biegen.
Und ist auf wunderbare weise ungeschoren davon gekommen. Was, wie man in der aktuellen Krise sieht, nicht gerade Deutschland zum Vorteil gerät.
Die nächste große Steuertrickserei versucht er ja in Zusammenarbeit mit den Schweizer Banken durchzuziehen.
Und ausgerechnet die Tochter dieses Mannes, holt man in eine undurchsichtige Firma, die großen Einfluss auf öffentlich rechtliche Medien hat, um für Transparenz zu sorgen???
Wenn das nicht Geschmäckle hat...
Haben wir wirklich eine Neidgesellschaft? Anders gesagt, neiden wir es jemandem, wenn er oder sie durch "Vitamin B" nach oben kam statt durch Leistung? Oder tun wir das nicht?
Ich meine, wenn wir bei österreichischen Verhältnissen angekommen sind, also Korruption normal geworden ist, dann haben wir KEINE Neidgesellschaft. Denn es gibt ja nichts zu neiden. Jeder kann durch a Bisserl Korruption, Vitamin B und Protege weit kommen, gleiches Recht für alle.
Ansonsten, so lange wir also noch in der Lage sind, uns zu empören (oder zumindest zu wundern), sind wir neidisch. Wir wollen ja eigentlich durch unsere Leistung auch eine derartige Chance bekommen. Nur leider - keine Chance.
Insofern haben wir in Deutschland wohl tatsächlich so etwas wir eine Neidgesellschaft. Und irgendwo ist das auch ganz gut so.
Ich finde, Neid spielt in Deutschland eine grosse Rolle - und hat es anscheinend schon seit langer Zeit getan. Man lese etwa Goetz Aly. Kein Mensch weiss doch, ob bei der Karriere von Frau Strobl ihre "connections" irgend eine Rolle gespielt haben. Wieso darf man es dann vermuten? Ohne jeden Anlass!
und auch darueber hinaus: ich sehe das haeufig: wenn jemand etwas geschafft hat, sind viele in D. gleich mit grosser Haeme dabei.
Ich finde, Neid spielt in Deutschland eine grosse Rolle - und hat es anscheinend schon seit langer Zeit getan. Man lese etwa Goetz Aly. Kein Mensch weiss doch, ob bei der Karriere von Frau Strobl ihre "connections" irgend eine Rolle gespielt haben. Wieso darf man es dann vermuten? Ohne jeden Anlass!
und auch darueber hinaus: ich sehe das haeufig: wenn jemand etwas geschafft hat, sind viele in D. gleich mit grosser Haeme dabei.
nach einem Artikel über eine 40+x-jährige quasi alleinlebende Karrierefrau mit ordentlich Stallgeruch im ör-Bereich mit ordentlich Stallgeruch, der sich neben den üblichen Phrasen aus den Politbetrieb vorrangig mit der Vater-Geschichte befasst?
Im Übrigen steht jeden frei, zu glauben, dass es hierzulande nur nach Leistung geht.
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