Deutschlandkarte: Vereinsmeierei
(Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie bitte hier)
Der Saarländer mag Statistiken mehr als andere. Gerne erzählt er von Studien und Ranglisten, in denen das Saarland ganz vorne liegt (und manchmal auch, mit der Selbstironie, die Angehörigen von Zwergstaaten eigen ist, von denen, in denen es ganz hinten liegt).
Der saarländische SPD-Politiker Reinhard Klimmt, der kurz mal Bundesminister war, sagte kürzlich der Süddeutschen Zeitung, der Saarländer sei »im Schnitt in mindestens drei Vereinen. Das ist deutscher Rekord.« Diese Statistik der Vereinsmeierei lässt sich zwar nicht belegen, aber das soll hier keine Rolle spielen.
Belegt ist: Im Saarland gibt es die meisten Vereine pro Einwohner. Irgendwie klar, dass Vereinsmeierei ein Provinzphänomen ist. Dass das Saarland ab und zu ganz vorne oder ganz hinten liegt in Bundeslandvergleichen, liegt, außer am Zufall, auch daran, dass es so klein ist. Da gleicht sich weniger aus. Man könnte es den Saarland-Effekt nennen. Für diese statistische Feinheit interessiert sich der gemeine Saarländer jedoch: extrem wenig.









Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren