Frankreich: Am liebsten blau-weiß-rot
Die Franzosen verlangen, dass ihr Staat die Wirtschaft beschützt. Kann das Land sich unter dem Sozialisten François Hollande modernisieren?
Staat, Kapital, Nation. Ein kleiner Vorgang hat an die ganz großen Themen Frankreichs gerührt. Im Ballungsraum Paris, der sozialistisch regiert wird, hatte ein öffentliches Transportunternehmen den abgelaufenen Vertrag für seine Hotline ausgeschrieben, und es gewann der günstigste Anbieter. Das Problem: Dessen Callcenter liegt in Marokko. Mit dem Hinweis auf 80 Arbeitsplätze in Frankreich, die dadurch wegfielen, alarmierte nun der unterlegene Wettbewerber die rechte Opposition, und die tönt seither: Die Linke verlagert Arbeitsplätze nach Afrika!
Arnaud Montebourg, der sehr sozialistische »Minister für Wiederaufrichtung der Produktion«, forderte seine Pariser Genossen daraufhin auf, den Beschluss zu »überdenken«. Außerdem, so meldet es das Wirtschaftsblatt Les Echos, arbeite man nun an einer Veränderung des Ausschreibungsrechts, das wider alle europäischen Regeln »den Beschäftigungsort berücksichtigen« solle.
Mag auch Frankreichs Präsident François Hollande seinen Minister zwischendurch vor »protektionistischen Übertreibungen« gewarnt haben, Montebourg hat fast alle Franzosen auf seiner Seite. Sie halten es für selbstverständlich, dass mit öffentlichen Geldern im eigenen Land Arbeit gekauft werden sollte – da hört sogar die Arbeitersolidarität der Gewerkschaften mit den marokkanischen Kollegen auf.
Der Fall steht nicht allein. Dass Wirtschaftssubjekte gewissermaßen Mandatsträger der Nation sind, zählt in Frankreich zu den Überzeugungen, die Rechte und Linke einen. Ein Denken, das in der Geschichte der französischen Staatsentstehung wurzelt. Sie kulminierte im Kampf der Kardinäle Richelieu und Mazarin gegen jede Form des »Staats im Staate«: Ob Adel, Klerus oder Hugenotten, sie alle hatten sich der einzig legitimierten Macht zu unterwerfen, dem Zentralstaat. Die Französische Revolution verstärkte dieses Motiv, denn nun wurde das Volk die Nation, und nach einem Umweg über zwei napoleonische Kaiserreiche stand fest: Nichts geht über die demokratische Legitimation. Sie macht aus dem Staat das Integral der französischen Gesellschaft. Der Demokratie gegenüber ist keine andere Macht autonom, auch nicht die Wirtschaft. Mit anderen Worten: Die Bürger sollen als Citoyens, als Mitglieder des politischen Gemeinwesens, die alleinigen Herren ihres Schicksals sein.
In der Nachkriegszeit restaurierte Charles de Gaulle dieses Fundament, bekannte sich ausdrücklich zum »Dirigismus«. Auch wenn er sich zuweilen über sich selbst lustig machte, etwa als er in den sechziger Jahren seinen Ministern gegenüber klagte: »Immer mehr Leute gehen zum Friseur, immer mehr Frauen lassen sich da immer mehr Sachen machen. Unter dem Gesichtspunkt des nationalen Interesses ist das nicht zu rechtfertigen.« Ganz sicher waren sich die Minister damals nicht, ob das wirklich ein Scherz war.
Die Grenze von Privatautonomie und patriotischer Pflicht verläuft auch heute anders als etwa in Deutschland. Gängig sind beispielsweise Aufrufe, Franzosen sollten französische Autos bevorzugen. Frankreich ist eben nicht einfach bloß ein »Südland«, wie die neueste Einordnung im Rahmen Europas lautet, sondern auch eine spezifische, Nation gewordene Definition dessen, was Republik und was öffentliches Wohl ist. Diese Definition schwingt mit, wenn über das Verhältnis von Staat und Kapital gesprochen wird, und das erst recht, seit die Franzosen von ihrem Staat verlangen, sie vor der Globalisierung zu schützen.
In diesem kulturellen Koordinatensystem manövriert François Hollande. Die Frage lautet nur, ob es Frankreich unter diesem Präsidenten gelingen wird, ein neues Verhältnis von Republikanismus und Modernisierung zu finden, von Souveränitätsdenken und Öffnung zur Welt. Auf seinen Minister Montebourg kann Hollande dabei kaum zählen. Der erklärte kürzlich, er sei »für das Ende der Welthandelsorganisation WTO, dieser Organisation, die nur eins organisiert, unsere Entwaffnung«.





Hollande war immer in meinen Augen ein Volksverführer vor einem dankbaren Publikum,der das hört was er unbedingt hören will.Aber nach 4 Jahren Hollande wird man Sarkozy vermissen.
http://www.prisonplanet.c...
... genauso wie überall, die Zocker in den angeblich systemrelevanten Banken und die korruptionsabhängige Industrie.
Ich kann es nicht mehr hören bzw. lesen, dass die Globalisierung angeblich alternativlos ist. Das Ganze ist doch nur eine beschönigende Bezeichnung des Großkapitals um die in 200 Jahren errungenen sozialen Merkmale einer funktionierenden Bürgerschaft zu zerstören und ein neues Feudalsystem zu schaffen. Und wie immer applaudiert das träge Volk den "Herren des Untergangs" ...
"Stop Dictator Obama", "Abortionists [...]", "Truth will set you free"... "Welcome to the Infowars Store", "ProPur Water Filtration"!
Und wie bitte, die Reichen verlassen Frankreich? Hoffentlich - für Frankreich - sind ein paar Investmentbanker dabei :-)
Vielen Dank für den schönen Link, selten verbinden rechtsradikale ihre paranoiden Weltuntergangsfantasien so dermaßen offenherzig mit dem Angebot von Tand und Esoterikprodukten. Insbesondere "ALEX JONES'" (Großbuchstaben zitiert) Seite scheint ja auf das ganz besonders hirnarme Publikum abzuzielen.
... genauso wie überall, die Zocker in den angeblich systemrelevanten Banken und die korruptionsabhängige Industrie.
Ich kann es nicht mehr hören bzw. lesen, dass die Globalisierung angeblich alternativlos ist. Das Ganze ist doch nur eine beschönigende Bezeichnung des Großkapitals um die in 200 Jahren errungenen sozialen Merkmale einer funktionierenden Bürgerschaft zu zerstören und ein neues Feudalsystem zu schaffen. Und wie immer applaudiert das träge Volk den "Herren des Untergangs" ...
"Stop Dictator Obama", "Abortionists [...]", "Truth will set you free"... "Welcome to the Infowars Store", "ProPur Water Filtration"!
Und wie bitte, die Reichen verlassen Frankreich? Hoffentlich - für Frankreich - sind ein paar Investmentbanker dabei :-)
Vielen Dank für den schönen Link, selten verbinden rechtsradikale ihre paranoiden Weltuntergangsfantasien so dermaßen offenherzig mit dem Angebot von Tand und Esoterikprodukten. Insbesondere "ALEX JONES'" (Großbuchstaben zitiert) Seite scheint ja auf das ganz besonders hirnarme Publikum abzuzielen.
... genauso wie überall, die Zocker in den angeblich systemrelevanten Banken und die korruptionsabhängige Industrie.
Ich kann es nicht mehr hören bzw. lesen, dass die Globalisierung angeblich alternativlos ist. Das Ganze ist doch nur eine beschönigende Bezeichnung des Großkapitals um die in 200 Jahren errungenen sozialen Merkmale einer funktionierenden Bürgerschaft zu zerstören und ein neues Feudalsystem zu schaffen. Und wie immer applaudiert das träge Volk den "Herren des Untergangs" ...
Ist der Sozialismus ist doch schon mehrfach grandios gescheitert...
Ein besseres Beispiel als die DDR braucht man doch eigentlich nicht mehr.
...wenn etwas an dem jetzigem ausbeuterischem System kritisiert wird, kommt immer sofort diese "kommunismuskeule", mit der DDR. Gibt es nichts anderes?
Mit unabsehbaren Kollateralschäden.
Privat vor Staat, der Markt regelt sich selbst, freier Welthandel, Globalisierung - all dass führt uns gerade in den wirtschaftlichen Totalschaden.
Protektionismus ist nicht schädlich, sondern nötig. Zollschranken sind nicht schlecht, sondern nötig. Re-Regionalisierung ist nötig.
Nötig, wenn wir ein Europa der guten sozialen Standards wollen und nicht ein Europa der ausplünderten Finanzdiktatur.
Wie kommt Frankreich außerhalb eines marktwirtschaftlichen Systems an Ol, Rohstoffe und andere Importprodukte, die es dringend braucht? Sicherlich nicht ausschließlich im Direkttausch gegen Käse.
Ist der Sozialismus ist doch schon mehrfach grandios gescheitert...
Ein besseres Beispiel als die DDR braucht man doch eigentlich nicht mehr.
...wenn etwas an dem jetzigem ausbeuterischem System kritisiert wird, kommt immer sofort diese "kommunismuskeule", mit der DDR. Gibt es nichts anderes?
Mit unabsehbaren Kollateralschäden.
Privat vor Staat, der Markt regelt sich selbst, freier Welthandel, Globalisierung - all dass führt uns gerade in den wirtschaftlichen Totalschaden.
Protektionismus ist nicht schädlich, sondern nötig. Zollschranken sind nicht schlecht, sondern nötig. Re-Regionalisierung ist nötig.
Nötig, wenn wir ein Europa der guten sozialen Standards wollen und nicht ein Europa der ausplünderten Finanzdiktatur.
Wie kommt Frankreich außerhalb eines marktwirtschaftlichen Systems an Ol, Rohstoffe und andere Importprodukte, die es dringend braucht? Sicherlich nicht ausschließlich im Direkttausch gegen Käse.
"König" Hollande ist dabei, der Republik mit seinem Ministerstab die letzten wirtschaftlichen Kompetenzen zu rauben.
Seine Vorgänger konnten sich nicht gegen die Interessen der Gewerkschaften und anderer Sozialverbände durchsetzen - und führten das Land immer tiefer in die sich verstärkenden Schwierigkeiten hinein: die verkrusteten Strukturen verhindern jeden Neuanfang und wirtschaftlichen Aufbruch.
Wie es aussieht, will Hollande diese notwendigsten Reformen gar nicht erst anpacken, daß widerspräche vermutlich seinem sozialistischen Verständnis von Arbeit und Wohlstand. Darüber, daß Wohlstand erst verdient werden muß und Frankreich seine soziale Politik in den letzten 20 Jahren ausschließlich durch Kreditaufnahmen finanzierte, spricht er erst gar nicht.
Mit Hollande steht Frankrich nicht am Abgrung, sondern schon drei Schritte darüber.
Wollen sie Politikern wie Sarkozy, Merkel, Blair, Thatcher, Kohl, Schröder, Clement, Müntefering und Konsorten wirklcih wirtschaftliche Kompetenz zu sprechen ? Das sind nichts anderes als Handlager, Lobbyisten und "Frontmänner/-frauen des Großkapitals". Großzügigst finanziell und medial unterstützt um die machtpolitischen und finanziellen Interessen dieser angeblichen "Elite" durchzusetzen - leider gegen die Bürger und damit das Volk ! Und was aber das Schlimmste daran ist, auch noch hoffnungslos kreditfinanziert, damit diese "Ausbeuter" ihr Vermögen nicht nur behalten, sondern auch noch ausbauen können.
Und zum Thema Sozialismus bleibt eigentlich nur festzustellen, dass gerade diejenigen, die sich gegen jede Einmischung des Staates in ihr Vermögen, ihre wirtschaftlichen und privaten Betätigungen wehren, die ersten sind, die sofort nach dem Staat rufen, wenn es um angeblich notwendige Subventionen, den Abbau von Sozialleistungen und wie in den letzten Jahren um die Rettung der eigenen vollkommen maroden und aus Gier niedergewirtschafteten Firmen und Banken geht. Bei so viel Systemrelevanz wird dann sogar der Sozialismus akzeptiert, indem die Schulden sozialisiert werden !!!
Wollen sie Politikern wie Sarkozy, Merkel, Blair, Thatcher, Kohl, Schröder, Clement, Müntefering und Konsorten wirklcih wirtschaftliche Kompetenz zu sprechen ? Das sind nichts anderes als Handlager, Lobbyisten und "Frontmänner/-frauen des Großkapitals". Großzügigst finanziell und medial unterstützt um die machtpolitischen und finanziellen Interessen dieser angeblichen "Elite" durchzusetzen - leider gegen die Bürger und damit das Volk ! Und was aber das Schlimmste daran ist, auch noch hoffnungslos kreditfinanziert, damit diese "Ausbeuter" ihr Vermögen nicht nur behalten, sondern auch noch ausbauen können.
Und zum Thema Sozialismus bleibt eigentlich nur festzustellen, dass gerade diejenigen, die sich gegen jede Einmischung des Staates in ihr Vermögen, ihre wirtschaftlichen und privaten Betätigungen wehren, die ersten sind, die sofort nach dem Staat rufen, wenn es um angeblich notwendige Subventionen, den Abbau von Sozialleistungen und wie in den letzten Jahren um die Rettung der eigenen vollkommen maroden und aus Gier niedergewirtschafteten Firmen und Banken geht. Bei so viel Systemrelevanz wird dann sogar der Sozialismus akzeptiert, indem die Schulden sozialisiert werden !!!
Noch nie waren Deutschland und Frankreich so weit auseinander, oder zumindest hat man es nicht bemerkt. Früher ging es um Versöhnung und man konnte mit großen Gesten mit viel Symbolkraft die deutsch-französische Freundschaft voranbringen. Heute geht es um knallharte Entscheidungen in dem Bereich, in dem beide Länder verschiedene Wege gegangen sind, in der Wirtschaft.
Nun ist es so weit gekommen, dass Hollande seine Bündnispartner eher in Italien und Spanien sucht als in Deutschland. Deutschland wird isoliert, nicht zuletzt deshalb, weil gerade die, die in dieser Frage ähnliche Positionen haben, sich abseits halten, teils gar nicht der Eurozone angehören.
Dieses skeptische Europa in Skandinavien, aber auch in Osteuropa, scheint sich zunehmend von der Eurozone zu entfremden.
Fraglich ist, wo die Zukunft liegt und ob es vernünftig war, sich so festzulegen, wie es die deutsche Regierung getan hat. Es ist wohl absehbar, dass sich Europa (vorübergehend) teilt. Deutschland kann sich von alten Denkverboten befreien und einmal nicht mit dem größten Handelspartner Frankreich gemeinsam den Weg weitergehen, sondern mit Schweden, Polen, Tschechien, Dänemark.
Polen könnte langfristig das neue "Frankreich" werden, wenn es das selbst will und die eigenen Denkschablonen überwindet.
Wenn sich die deutsche Regierung nicht dazu durchringt, können es die Bürger wahrscheinlich in einer Volksbefragung tun.
...Denkschablone soll denn nun wer überwinden? Dein Kommentar lässt mich irgendwie verwirrt zurück.
Irgendwie so. Polen wird das neue Frankreich, Tschechien die neue Schweiz und der Pluto die neue Erde. Und die ganzen verschwenderischen Blödheinis südwestlich vergessen wir dann einfach. Ich wünschte, ich könnte eine derart konseqeunzlose Denke übernehmen...
Was den Artikel angeht: ich finde es einigermaßen vermessen, die bisherigen Ansätze der PS derart in den Dreck zu ziehen. Hollande mag bisher meinetwegen keine glamouröse Figur abgeben und sehr auf Gesten setzen, aber viele kleine Gesten machen schließlich auch Politik. Jedenfalls sind Vorhaben, wie eine vorerst nur national eingeführte Finantzransaktionssteur oder die Wohlstandsabgabe von 75% durchaus auch wohlmeinend aufzunehmende Versuche, die sich von dem "alternativlos"-Slang der sog. konservativ-liberalen Truppe hierzulande auffallend unterscheiden. Die Franzosen sind nicht bescheuert und leben trotz aller unterstellten Fehlentscheidungen bisher nicht gerade schlechter als die braven Deutschen. Soll man sehen, ob ihnen ihre derzeitigen Bemühungen Erfolg bringen werden, gehen wird es schlussendlich nur im Konsens mit Deutschland.
Außerdem verstehe ich nicht, warum der Autor am Ende mahnend die Agenda 2010 und das damit einhergende Joch der SPD bemüht, wenn er doch eigentlich den Franzosen eine größere Dosis genau dieser Agenda empfiehlt. Dann klappt's nämlich auch mit der Globalisierung, so wie bei uns!
...Denkschablone soll denn nun wer überwinden? Dein Kommentar lässt mich irgendwie verwirrt zurück.
Irgendwie so. Polen wird das neue Frankreich, Tschechien die neue Schweiz und der Pluto die neue Erde. Und die ganzen verschwenderischen Blödheinis südwestlich vergessen wir dann einfach. Ich wünschte, ich könnte eine derart konseqeunzlose Denke übernehmen...
Was den Artikel angeht: ich finde es einigermaßen vermessen, die bisherigen Ansätze der PS derart in den Dreck zu ziehen. Hollande mag bisher meinetwegen keine glamouröse Figur abgeben und sehr auf Gesten setzen, aber viele kleine Gesten machen schließlich auch Politik. Jedenfalls sind Vorhaben, wie eine vorerst nur national eingeführte Finantzransaktionssteur oder die Wohlstandsabgabe von 75% durchaus auch wohlmeinend aufzunehmende Versuche, die sich von dem "alternativlos"-Slang der sog. konservativ-liberalen Truppe hierzulande auffallend unterscheiden. Die Franzosen sind nicht bescheuert und leben trotz aller unterstellten Fehlentscheidungen bisher nicht gerade schlechter als die braven Deutschen. Soll man sehen, ob ihnen ihre derzeitigen Bemühungen Erfolg bringen werden, gehen wird es schlussendlich nur im Konsens mit Deutschland.
Außerdem verstehe ich nicht, warum der Autor am Ende mahnend die Agenda 2010 und das damit einhergende Joch der SPD bemüht, wenn er doch eigentlich den Franzosen eine größere Dosis genau dieser Agenda empfiehlt. Dann klappt's nämlich auch mit der Globalisierung, so wie bei uns!
Ist der Sozialismus ist doch schon mehrfach grandios gescheitert...
Ein besseres Beispiel als die DDR braucht man doch eigentlich nicht mehr.
An welche Sowjetunion zahlt Frankreich Kriegs-Reparaturen? Und wo finde ich die französische Mauer?
Denn "DER Sozialismus" ist eine unzulässige Verallgemeinerung: Wer auch nur einkleinwenig über Geschichte weiß, weiß, dass es sehr verschiedene Sozialismen gab resp. gibt. Ursache jenes Scheiterns war womöglich immer nur die Perversion der sozialistischen Ideen durch korrupte Machteliten.
Im übrigen: auf Kritik an pervertierten Kapitalismusformen mit dem Verweis auf das Scheitern der Sozialismen zu antworten, ist schlichtweg Demagogie.
Der (reale) Kommunismus wurde bereits während der Begründung des Neoliberalismus zum Kampfbegriff stigmatisiert.
Allerdings herrscht ja auch in Deutschland eine Art Eliten-Sozialismus (Bankenrettung, Rettungsschirme, Fall Wulff) - somit ist das Kommunismus/Sozialismus-Bashing eine Art Abwehrreflex.
Neoliberale sind eine Schande für jeden ehrbaren Kapitalisten, der noch Eigenverantwortung übernahm. Heute ist es der einfache Mann, der von Neoliberalen zu mehr Eigenverantwortung propagandistisch gedrängt wird.
Etwas das gescheitert sein soll, müsste ertst einmal existiert haben. Ihr Hinweis auf Sozialismus in der DDR beweist allenfalls, dass Sie nicht wissen, was Sozialismus bedeutet. Die DDR ein sozialistischer Staat? Genau so könnten Sie behaupten, die CDU und die CSU seien schon allein deshalb christlich, weil sie sich so nennen.
Sie sind mit Ihrer Meinung (=Nichtwissen) der Beweis dafür, dass eine massenhafte Meinungsmanipulation gelungen ist.
An welche Sowjetunion zahlt Frankreich Kriegs-Reparaturen? Und wo finde ich die französische Mauer?
Denn "DER Sozialismus" ist eine unzulässige Verallgemeinerung: Wer auch nur einkleinwenig über Geschichte weiß, weiß, dass es sehr verschiedene Sozialismen gab resp. gibt. Ursache jenes Scheiterns war womöglich immer nur die Perversion der sozialistischen Ideen durch korrupte Machteliten.
Im übrigen: auf Kritik an pervertierten Kapitalismusformen mit dem Verweis auf das Scheitern der Sozialismen zu antworten, ist schlichtweg Demagogie.
Der (reale) Kommunismus wurde bereits während der Begründung des Neoliberalismus zum Kampfbegriff stigmatisiert.
Allerdings herrscht ja auch in Deutschland eine Art Eliten-Sozialismus (Bankenrettung, Rettungsschirme, Fall Wulff) - somit ist das Kommunismus/Sozialismus-Bashing eine Art Abwehrreflex.
Neoliberale sind eine Schande für jeden ehrbaren Kapitalisten, der noch Eigenverantwortung übernahm. Heute ist es der einfache Mann, der von Neoliberalen zu mehr Eigenverantwortung propagandistisch gedrängt wird.
Etwas das gescheitert sein soll, müsste ertst einmal existiert haben. Ihr Hinweis auf Sozialismus in der DDR beweist allenfalls, dass Sie nicht wissen, was Sozialismus bedeutet. Die DDR ein sozialistischer Staat? Genau so könnten Sie behaupten, die CDU und die CSU seien schon allein deshalb christlich, weil sie sich so nennen.
Sie sind mit Ihrer Meinung (=Nichtwissen) der Beweis dafür, dass eine massenhafte Meinungsmanipulation gelungen ist.
Wenn das Land nicht wettbewerbsfähig ist, wie erklären sich dann die hohen Direktinvestitionen in Frankreich?!
...eine Quelle?
...eine Quelle?
...wenn etwas an dem jetzigem ausbeuterischem System kritisiert wird, kommt immer sofort diese "kommunismuskeule", mit der DDR. Gibt es nichts anderes?
... denn passende Dinge müssen nicht immer verändert werden (vgl. Rad, Reißverschluss, Hammer, Geige).^
Das passt einfach und stimmt.
...gibt nunmal Leute die einfach nicht differenzieren können, entweder weil sie nicht wollen oder ihnen das dazu notwendige Wissen fehlt. Vielleicht beides. Man sollte sie einfach ignorieren, sie appellieren ohnehin lediglich an ihresgleichen und sind idR nicht an seriösen Diskussionen interessiert.
... denn passende Dinge müssen nicht immer verändert werden (vgl. Rad, Reißverschluss, Hammer, Geige).^
Das passt einfach und stimmt.
...gibt nunmal Leute die einfach nicht differenzieren können, entweder weil sie nicht wollen oder ihnen das dazu notwendige Wissen fehlt. Vielleicht beides. Man sollte sie einfach ignorieren, sie appellieren ohnehin lediglich an ihresgleichen und sind idR nicht an seriösen Diskussionen interessiert.
Ob man es will oder nicht, wir leben nun mal in einer globalisierten Welt. Industrienationen wie Frankreich, Deutschland und viele andere europäischen Länder verkaufen ihr Produkte in alle Welt. Und alle Welt möchte auch ihre Produkte auch hier her liefern. Das schafft Wettbewerb und hilft allen. Doch er muss fair gestaltet werden.
An dieser Fairness hapert es noch. Doch dadran muss zum Wohle aller noch gearbeitet werden. Gleiches Recht für alle! Das hilft allen und schafft Wohlstand und Frieden für alle.
Alles beruht auf Verträgen, die nach Belieben von Lobbyisten angefertigt und von deren Marionetten in der Politik durchgewunken werden.
Es gibt nicht nur den Export, sondern auch einen so genannten Binnenmarkt. Da Deutschland wie irre auf den Export gesetzt hat, sind die Gewinne dieser Mega-Firmen explodiert, aber die meisten Deutschen haben nichts davon, weil selbst die Steuern ins Ausland verschoben werden. Die Gewinne gingen in Spekulationen statt in den Konsum.
"Der Anteil der Exporte am Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands hat sich seit Mitte der 1990er Jahre fast verdoppelt: Die Exportquote nahm von 24 Prozent im Jahr 1995 auf 47 Prozent im Jahr 2008 zu...
Eines der zentralen Probleme der Euro-Zone ist die Wirtschafts- und Niedriglohnpolitik Deutschlands.
Das führte zu wirtschaftlichen Ungleichgewichten, die sich nun in Schuldenkrisen im ganzen Euro-Raum manifestieren.
Es scheint fast so, als sollte die Euro-Krise genutzt werden, die Entdemokratisierung voranzutreiben und die neoliberale Doktrin zu festigen..."
http://me-magazine.info/2...
Frankreich will seine Bürger schützen? Das sollte wohl nicht erlaubt werden, das "könnte die Märkte beunruhigen", also die Plutokraten und Steuervermeider, die Menschen nur noch als billiges Ausbeutungsmaterial sehen, das mit Chinesen konkurrieren soll.
Die Bürger als Citoyens zu achten, das käme den deutschen Führern nie in den Sinn, traditionell.
"Doch dadran muss zum Wohle aller noch gearbeitet werden."
...da ist es ja wie mit der EU. Den Freihandel und die Kapitalfreizügigkeit hat man schonmal vorauseilend vertraglich fixiert (denn nur dies steckt im Wesentlichen hinter der mysteriösen "Globalisierung"), Steuer- und Lohnkonkurrenz in voller Aktion und nuuuuuuuun? Nuuuun fangen wir langsam damit an über die soziale Seite davon zu diskutieren. Könnte natürlich noch einige Jahrzehnte dauern, bis dabei was rauskommt, denn leider haben wir keine Lobby die das was stemmen könnte...
So funktioniert das nicht, man hat uns über den Tisch gezogen, bzw. unsere sogenannten Vertreter haben uns im vorauseilenden Gehorsam verkauft. Ich bewundere Leute wie Hollande, die dagegen angehen.
Und weil es in der deutschen Presse arg zu kurz kommt, hier nochmal der 60 Punkte Plan des "rückwärtsgewandten Sozialisten":
http://www.wiesaussieht.d...
Alles beruht auf Verträgen, die nach Belieben von Lobbyisten angefertigt und von deren Marionetten in der Politik durchgewunken werden.
Es gibt nicht nur den Export, sondern auch einen so genannten Binnenmarkt. Da Deutschland wie irre auf den Export gesetzt hat, sind die Gewinne dieser Mega-Firmen explodiert, aber die meisten Deutschen haben nichts davon, weil selbst die Steuern ins Ausland verschoben werden. Die Gewinne gingen in Spekulationen statt in den Konsum.
"Der Anteil der Exporte am Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands hat sich seit Mitte der 1990er Jahre fast verdoppelt: Die Exportquote nahm von 24 Prozent im Jahr 1995 auf 47 Prozent im Jahr 2008 zu...
Eines der zentralen Probleme der Euro-Zone ist die Wirtschafts- und Niedriglohnpolitik Deutschlands.
Das führte zu wirtschaftlichen Ungleichgewichten, die sich nun in Schuldenkrisen im ganzen Euro-Raum manifestieren.
Es scheint fast so, als sollte die Euro-Krise genutzt werden, die Entdemokratisierung voranzutreiben und die neoliberale Doktrin zu festigen..."
http://me-magazine.info/2...
Frankreich will seine Bürger schützen? Das sollte wohl nicht erlaubt werden, das "könnte die Märkte beunruhigen", also die Plutokraten und Steuervermeider, die Menschen nur noch als billiges Ausbeutungsmaterial sehen, das mit Chinesen konkurrieren soll.
Die Bürger als Citoyens zu achten, das käme den deutschen Führern nie in den Sinn, traditionell.
"Doch dadran muss zum Wohle aller noch gearbeitet werden."
...da ist es ja wie mit der EU. Den Freihandel und die Kapitalfreizügigkeit hat man schonmal vorauseilend vertraglich fixiert (denn nur dies steckt im Wesentlichen hinter der mysteriösen "Globalisierung"), Steuer- und Lohnkonkurrenz in voller Aktion und nuuuuuuuun? Nuuuun fangen wir langsam damit an über die soziale Seite davon zu diskutieren. Könnte natürlich noch einige Jahrzehnte dauern, bis dabei was rauskommt, denn leider haben wir keine Lobby die das was stemmen könnte...
So funktioniert das nicht, man hat uns über den Tisch gezogen, bzw. unsere sogenannten Vertreter haben uns im vorauseilenden Gehorsam verkauft. Ich bewundere Leute wie Hollande, die dagegen angehen.
Und weil es in der deutschen Presse arg zu kurz kommt, hier nochmal der 60 Punkte Plan des "rückwärtsgewandten Sozialisten":
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