Seine Mutter findet heraus, wo Sandra wohnt, und beschimpft sie als Schlampe
Sein Schulfreund Thomas Günther ist einer der wenigen, denen er von Sandra erzählt. Der Taxifahrer kennt sie vom Straßenstrich. »Lass die Finger von der Frau«, mahnt er immer wieder, »das bringt doch nichts.« Seiner Mutter verheimlicht Klaus Schulz die Beziehung zu Sandra. Erst Monate später erfährt sie von einem Freund der Familie, dass ihr Sohn mit einer Drogenabhängigen gesehen wird. Als Schulz von einem Ausflug mit Sandra nach Hause kommt, weint die Mutter und schluchzt laut: »Junge, was machst du?« Schulz versucht, sie zu beruhigen, sagt, Sandra sei ein gutes Mädchen. Seine Mutter glaubt ihm kein Wort: Sie kriegt heraus, wo Sandra wohnt, klingelt bei ihr, beschimpft sie als Schlampe und versucht, ihr den Wohnungsschlüssel zu entreißen. Erfolglos.
Klaus Schulz arrangiert ein Treffen zu dritt, damit man sich aussprechen könne. Sandra sagt, sie wolle von den Drogen loskommen. Die Mutter gibt sich diesmal versöhnlich, sagt: »Na gut, wenn das so ist, dann versucht es eben zusammen.« Kurze Zeit später wartet sie aber schon wieder vor dem Haus, in dem Sandra wohnt, beschimpft sie als Nutte, die Männer ausnimmt. Zu ihrem Sohn sagt sie: »Junge, du warst immer so ein Pfennigfuchser – was hast du bloß mit all deinem Geld gemacht?«
Seine Mutter enttäuscht zu haben ist für Klaus Schulz heute vielleicht noch schlimmer als das Gefängnis. »Ich bin sehr stolz drauf, dass ich so eine gute Mutter habe«, sagt er, seine Stimme bricht. »Sie wartet auf mich.« Er wischt mit dem Ärmel ein paar Tränen von der Tischplatte. Sie habe noch nicht verkraftet, dass er im Gefängnis sitzt. »Ich will doch auch heim zu ihr.«
Der Dealer bringt Sandra am helllichten Tag das Heroin in die Wohnung. Klaus Schulz versteht nicht, dass sie mit den Drogen nicht aufhören kann. Darüber geraten sie in Streit. Schulz stellt sein Handy so um, dass seine Nummer beim Angerufenen nicht erscheint, und erstattet bei der Polizei anonym Anzeige: In einem bestimmten Haus – er nennt Sandras Adresse – würden Drogen gehandelt. Nachdem er aufgelegt hat, ermittelt die Polizei trotzdem seine Nummer, ruft ihn zurück und bestellt ihn ins Präsidium. In Sandras Haus finden sie nichts. Klaus Schulz bekommt eine Anzeige wegen Missbrauchs eines Notrufs. Sandra erfährt davon nichts.
Eines Tages fährt Klaus Schulz eine Autowerkstatt an, die sonst auf der Tour eines Kollegen liegt. Als er die bestellten Autoteile abgeliefert hat, fragt er beiläufig, ob der Händler nicht noch ein paar alte Batterien loswerden wolle. Der gibt ihm 15 mit. Klaus Schulz verkauft sie für 80 Euro bei einem Schrotthändler. Als er den Transporter vor seiner Firma abstellt, hat der Händler dort schon angerufen und gefragt, ob seine Batterien angekommen sind. Der Diebstahl fliegt sofort auf, zwei Tage später wird Schulz entlassen. Jetzt ist er arbeitslos. Sandra übernimmt die Wohnung, die Arbeitsagentur bezahlt.
Als Sandra weiter anschaffen geht, observiert Schulz fortan ihre Wohnung
Klaus Schulz informiert sich bei einer Beratungsstelle über einen Drogenentzug. Sandra will clean werden, schließlich bekommt sie einen Platz in einer Klinik in Halle. Schulz fährt sie hin. Inzwischen hat er wieder einen Job gefunden, bei einer Zeitarbeitsfirma, schlechter bezahlt als die vorherige Stelle. Sandra bleibt acht Wochen auf Entzug und bekommt im Anschluss einen Platz für eine Langzeittherapie in Kelbra, 80 Kilometer entfernt. Es gehört dort zum Konzept, Drogenabhängige von ihrem Umfeld zu trennen. Deshalb herrscht Besuchsverbot für Freunde und Bekannte. Aber Schulz hält es nicht aus, bringt Sandra heimlich Zigaretten und Süßigkeiten. Sandra wird deshalb der Rauswurf aus der Klinik angedroht. In der Anstalt hat sie Steven Boll kennengelernt, ebenfalls drogenabhängig und auf Entzug. Gemeinsam werden sie nach fünf Wochen rückfällig, weshalb beide die Therapie abbrechen und die Klinik verlassen müssen. Sandra ruft Klaus Schulz an, ob er sie abholen könne. Als der mit dem Mercedes vor der Klinik vorfährt, fragt sie ihn: »Können wir noch jemanden nach Halle mitnehmen?« Steven nimmt auf dem Rücksitz Platz. In Halle angekommen, sagt Sandra, dass Steven bei ihr einziehe, natürlich nur bis er was Eigenes habe. Er wisse gerade nicht, wohin.
Klaus Schulz ist wütend: »Mich schmeißt du jeden Abend raus, und der darf bei dir wohnen?« Sandra tätschelt seinen Arm. »Es ist nicht so, wie du denkst«, sagt sie. »Ich will mit dir zusammenbleiben, es ist ja nur für ein paar Tage.«
»Nachdem dieser Typ auftauchte, war eigentlich nichts mehr wie vorher.« Klaus Schulz schüttelt den Kopf. Die Arme fest verschränkt, wippt er mit dem Oberkörper hin und her, wie eine Buddha-Statue, die gleich von ihrem Sockel kippen wird. »Und ich habe ihn noch selber mitgebracht.«
Als Klaus Schulz kurze Zeit später Sandra abholt, um mit ihr einen Ausflug zu machen, sagt sie bloß: Steven kommt mit. Der sitzt schon auf dem Rücksitz, Klaus Schulz ignoriert ihn, redet nur mit Sandra. Sie aber unterhält sich vor allem mit Steven. Manchmal versteht Schulz die beiden nicht, weil sie so leise sprechen, weil sie Wörter verwenden, die er nicht kennt. Er wirft ihnen vor, dass sie eine Geheimsprache benutzen, um ihn auszuschließen. Die beiden lachen.
Klaus Schulz überlegt sich, Sandra etwas zu bieten, was ihr, der mehr als zehn Jahre Jüngeren, gefällt. Er kauft Gutscheine fürs Sonnenstudio, fragt sie, ob sie mit ihm in die Disco wolle. Sie sagt, sie habe keine Zeit. Ein paar Tage nachdem Sandra aus der Therapie entlassen wurde, spritzt sie sich wieder Heroin.
Dacia 1300, Nissan Bluebird, Golf II, das sind die Autos, die Klaus Schulz aus Wracks restauriert hat. Er hat im Rückblick schneller parat, wann er welches Auto hatte, als zu welcher Zeit welche Freundin. Sein Vater, gelernter Kfz-Meister, später Lastwagenfahrer, bringt ihm früh bei, wie man Autos repariert. Andere warten in der DDR jahrelang auf einen Wagen, Schulz hat, noch keine zwanzig, einen Dacia aus Schrott zusammengebaut. Als es seinem Vater Ende der Neunziger immer schlechter geht, kauft Schulz gemeinsam mit seinem Halbbruder in Holland einen Sachsenring-Horch, ein seltenes DDR-Sportcabrio. Sie restaurieren das Fahrzeug, damit der Vater das geliebte Auto noch einmal fahren kann, bevor er stirbt.
Als Klaus Schulz im Besuchsraum davon erzählt, ist er wieder den Tränen nahe. »Wir haben...« Er stockt, betont dann jedes Wort. »Wir – haben – es – einfach – nicht – mehr – geschafft.« Als der Vater starb im Jahr 2000, fehlte nur noch das Cabrioverdeck. »Von ihm habe ich alles gelernt«, sagt Schulz. Wenn eine Werkstatt gesagt habe, ein Auto sei nicht mehr zu reparieren, habe sein Vater noch lange nicht aufgegeben. Er senkt die Stimme, haucht: »Sein Motto war immer: Sag nie, du schaffst es nicht – du kannst es immer schaffen.«
Bloß bei Sandra ist es anders. Sie braucht jetzt wieder Geld für Drogen. Sie fragt Klaus Schulz. Sie sagt: »Wenn du mir keins gibst, muss ich eben wieder anschaffen.« Also gibt Schulz ihr Geld, obwohl er selber kaum welches hat, er verdient nicht mehr viel, muss den Kredit zurückzahlen. Sein Mercedes, auf dessen Nummernschild die Initialen seines Namens und das Geburtsdatum stehen, gekauft als Vorführwagen für 30000 Euro, hat einen Getriebeschaden. Klaus Schulz kann die Reparatur nicht bezahlen und muss ihn verkaufen, für 4500 Euro. Zum ersten Mal seit fast 20 Jahren ist er ohne Auto.
Steven nimmt auch wieder Drogen. Eines Tages ruft Thomas an, Klaus Schulz’ Taxifahrer-Freund. »Sie steht wieder hier oben und schafft an«, sagt er. Schulz ist wütend, von einem Kumpel leiht er sich ein Auto und fährt in die Straße, wo ihre Geschichte begann – an jenem heißen Julitag 2006. Er findet seine große Liebe nicht an der Tankstelle, sondern gegenüber auf dem Parkplatz des Netto-Supermarkts. Sie trägt Jeans, Trägertop, Lederjacke, Stiefel, die bis über die Knie reichen, alles Sachen, die Schulz ihr gekauft hat. Sie spricht Männer an, die zu ihren Autos gehen. Er fährt direkt auf sie zu, kurbelt die Scheibe runter, ruft: »Sandra, verdammt, was machst du hier?«
»Hau ab, du machst mir das Geschäft kaputt!«
»Komm, steig ein, so viel Geld, wie du hier machst, habe ich noch.« Sie wirft sich widerwillig zu ihm ins Auto, er gibt ihr 50 Euro und fährt sie nach Hause.
Ein paar Tage später wird Sandra wieder am Parkplatz gesehen, diesmal steht Steven ein paar Meter weiter. Sie geht jetzt anschaffen, um für beide die Drogen zu bezahlen. Klaus Schulz bebt vor Eifersucht, auf Steven und auf die Freier. Er selbst hat mit ihr nur noch Streit. Sie schreit ihn auf der Straße an, er solle sie in Ruhe lassen. Er beginnt, das Haus, in dem Sandra wohnt, zu observieren. Er wandert die Straße auf und ab, lauert am Kiosk oder im Waschsalon gegenüber, sitzt auf der Treppe beim Taxistand, wo sein Schulfreund Thomas seinen Stammplatz hat. Bei der Zeitarbeitsfirma wurde sein Vertrag nicht verlängert, Schulz ist jetzt nicht mehr rasiert und sieht ungepflegt aus. Es ist die Zeit, in der er die Kontrolle über sich verliert.





Gott sei dank ist Müller bei dem Brand nicht gestorben.
Zum Protagonisten:
Eine traurige Geschichte, die, zumindest mich, ergriffen hat. Trauriger ist jedoch, dass dieser Mann Jahre brauchen wird um sich loszusagen.
Danke für diesen interessanten und spannenden Beitrag. Am besten gefällt mir, dass kaum Wertungen zu finden waren.
Auf den ersten Blick findet man keine Wertung. Andererseits ist offenbar auch "Sandra" von der ZEIT interviewt worden, man erfährt aber nur aus ausgewählten Aussagen vor Gericht ihre Sicht der Dinge. Wenn aber "Klaus" sie auch jetzt noch für die Richtige hält, dann muss man auch seine Schilderung der Abläufe hinterfragen. Da das nicht direkt geschieht, ist das Fehlen von Wertungen auch eine Wertung. Aber sie wird einem nicht aufgedrückt und es wird nicht viel mit Stereotypen kokettiert. Ergreifend und angenehm zugleich.
Die Mutter hatte was gegen die erste und die zweite Freundin. Sandra war, ganz wertungsfrei, mit ihm nur wegen des Geldes zusammen. Sandra kommt ohne Heroin nicht klar. Sandra hat nen anderen... Böse, böse Frauen überall. Hier sind so viele versteckte Wertungen drin, dass sie schon allein durch die Häufung auffallen müssten.
Auf den ersten Blick findet man keine Wertung. Andererseits ist offenbar auch "Sandra" von der ZEIT interviewt worden, man erfährt aber nur aus ausgewählten Aussagen vor Gericht ihre Sicht der Dinge. Wenn aber "Klaus" sie auch jetzt noch für die Richtige hält, dann muss man auch seine Schilderung der Abläufe hinterfragen. Da das nicht direkt geschieht, ist das Fehlen von Wertungen auch eine Wertung. Aber sie wird einem nicht aufgedrückt und es wird nicht viel mit Stereotypen kokettiert. Ergreifend und angenehm zugleich.
Die Mutter hatte was gegen die erste und die zweite Freundin. Sandra war, ganz wertungsfrei, mit ihm nur wegen des Geldes zusammen. Sandra kommt ohne Heroin nicht klar. Sandra hat nen anderen... Böse, böse Frauen überall. Hier sind so viele versteckte Wertungen drin, dass sie schon allein durch die Häufung auffallen müssten.
Auf den ersten Blick findet man keine Wertung. Andererseits ist offenbar auch "Sandra" von der ZEIT interviewt worden, man erfährt aber nur aus ausgewählten Aussagen vor Gericht ihre Sicht der Dinge. Wenn aber "Klaus" sie auch jetzt noch für die Richtige hält, dann muss man auch seine Schilderung der Abläufe hinterfragen. Da das nicht direkt geschieht, ist das Fehlen von Wertungen auch eine Wertung. Aber sie wird einem nicht aufgedrückt und es wird nicht viel mit Stereotypen kokettiert. Ergreifend und angenehm zugleich.
Klaus ist abhängig von Mama und Sandra, Sandra ist abhängig vom Dealer. Der Dealer ist abhängig vom Oberdealer.
Nur - die Mutter, Sandra, der Dealer und der Oberdealer laufen wahrscheinlich noch frei herum.
Ich drücke Klaus die Daumen, daß er seine Sucht überwindet, und vielleicht auch noch wahre Liebe findet.
"Es ist bemerkenswert, wie ähnlich das Muster der Liebe, dem Muster des Wahnsinns ist."
Agent Smith, Matrix
Ein sehr trauriger und schön geschriebener Artikel.
Wenn man eine Frau für das Leben sucht, sollte man sie nicht unbedingt vom Straßenstrich aufgabeln und dann auch noch versuchen nur mit Geld an sich binden.
Dieser Artikel ist zwar ein sehr extremes Beispiel, aber auch sonst sollte man versuchen Warnungen von Freunden und Familie Gehör zu schenken, wenn man selbst blind vor Liebe ist.
Klaus Schulz liebt nicht Sarah, sondern seine Vorstellung von ihr.
Ich finde den Artikel sehr wertend, und es nicht in Ordnung wie in 5 Seiten versuchten Sympathieaufbau mit dem Täter versucht wird, diesen als Opfer darzustellen. Allein der Titel Verhängnis legt eine Passivität nahe, und auch dass etwas, was einem zum Verhängnis wird, irgendwie Mitschuld hat. Das sehe ich nicht so. Denn es war wirklich klar, dass es um Geld geht. Aber selbst, wenn man knallhart ausgenutzt wird, ist das überhaupt keine Rechtfertigung für eine Straftat.
ihn als Opfer darzustellen. Weiß nicht, wie Sie zu der Wertung kommen ?
Man kann doch jemanden als Menschen darstellen, auch wenn er
für eine Straftat verurteilt wurde ?
Daß er jemand ist, der eben nicht besonders sympathisch
rüberkommt, wurde doch sehr deutlich.
Und Sandra profitiert doch von der Straftat noch, sie wurde selbst nicht geschädigt, hat aber 3 Jahre Ruhe vor dem
ihr sicher zuletzt lästig gewordenen Verehrer. Er hat sich durch die Taten quasi mit Amtshilfe aus ihrem Leben entfernt.
Sie haben das Gefuehl eines Steinbruchs.
Der Artikel sagt er ist etwas geistig behindert. Dazu kommt noch das er fast keine Erfahrung mit Frauen hatte.
Die Brandstiftungen zeigen an das er geistig verstoert ist.
An stelle des Gefaengnis hattete den in eine Psychologische Behandlung in ein Krankenhaus schicken sollen um ihm von seinem "Traum"zu befreien.
Mir tut der Kerl leid.
Man sieht genug Anzeichen das er nicht alle Tassen im Schrank hat.
In einer Gesellschaft wo man Drogensuechtige unterstuetzt
das sollte man geistig Behinderten auch helfen.
Das die Bild Zeitung ihn laecherlich machte mich nicht
ueberrascht. In der Nachkriegszeit als ich in D aufwuchs hat man sich den Hintern mit dieser Zeitung abgewischt weil es billiger war als Toilettenpapier. Der Inhalt der Zeitung passte diesen Gebrauch.
Ich bin schon mehr al vier Jahrzehnte weg aber wenn ich am internet lse das es diese Zeitung noch gibt da wundere ich mich immer ueber den Intellekt der Bevoelkerungdie das Blatt liest.
Als ich aufwuchs kostete das Blatt 10 Pfennig. Da war ein spaerlich gekleidetes maedchen ueber die Vorderseite uaslegt und ein bisschen sport auf der Rueckseite und Krampf auf den zwei Innenseiten. Politisch war das Blatt rechts von Hitler sagte meine Mutter.
ihn als Opfer darzustellen. Weiß nicht, wie Sie zu der Wertung kommen ?
Man kann doch jemanden als Menschen darstellen, auch wenn er
für eine Straftat verurteilt wurde ?
Daß er jemand ist, der eben nicht besonders sympathisch
rüberkommt, wurde doch sehr deutlich.
Und Sandra profitiert doch von der Straftat noch, sie wurde selbst nicht geschädigt, hat aber 3 Jahre Ruhe vor dem
ihr sicher zuletzt lästig gewordenen Verehrer. Er hat sich durch die Taten quasi mit Amtshilfe aus ihrem Leben entfernt.
Sie haben das Gefuehl eines Steinbruchs.
Der Artikel sagt er ist etwas geistig behindert. Dazu kommt noch das er fast keine Erfahrung mit Frauen hatte.
Die Brandstiftungen zeigen an das er geistig verstoert ist.
An stelle des Gefaengnis hattete den in eine Psychologische Behandlung in ein Krankenhaus schicken sollen um ihm von seinem "Traum"zu befreien.
Mir tut der Kerl leid.
Man sieht genug Anzeichen das er nicht alle Tassen im Schrank hat.
In einer Gesellschaft wo man Drogensuechtige unterstuetzt
das sollte man geistig Behinderten auch helfen.
Das die Bild Zeitung ihn laecherlich machte mich nicht
ueberrascht. In der Nachkriegszeit als ich in D aufwuchs hat man sich den Hintern mit dieser Zeitung abgewischt weil es billiger war als Toilettenpapier. Der Inhalt der Zeitung passte diesen Gebrauch.
Ich bin schon mehr al vier Jahrzehnte weg aber wenn ich am internet lse das es diese Zeitung noch gibt da wundere ich mich immer ueber den Intellekt der Bevoelkerungdie das Blatt liest.
Als ich aufwuchs kostete das Blatt 10 Pfennig. Da war ein spaerlich gekleidetes maedchen ueber die Vorderseite uaslegt und ein bisschen sport auf der Rueckseite und Krampf auf den zwei Innenseiten. Politisch war das Blatt rechts von Hitler sagte meine Mutter.
Krasse Geschichte. Umso mehr hat mich getroffen, dass ein Mensch dann noch öffentlich als 'Liebesdussel' blossgestellt und durch den Kakao gezogen wird. Das hat mich, selbst in diesem ergreifenden Artikel bei dem man ständig umsonst denkt 'so jetzt aber, schlimmer kann's jetzt doch nicht mehr werden', trotzdem nochmal besonders getroffen.
An sich weiss jedes Kind, dass besagtes Blatt eben diese 'Umgangsweise' mit menschlichen Schicksalen pflegt, aber gerade weil das so 'gewusst' ist wie 'die Ampel schaltet auf grün wenn man über die Strasse darf' vergisst man manchmal, dass die das täglich bringen, und wie zutiefst grausam das ist. Man möchte gar nicht an die Auflage denken und an die Leidenschaft, mit der manche diesen 'Journalismus' verteidigen oder beschönigen. Und wieviele Prominente für sie werben, sich von ihr einspannen lassen oder kleinlaut erklären, um das Blatt käme man nunmal nicht herum...
...möchte ich nicht seine Straftat beschönigen - er hat fahrlässig das Leben anderer Menschen aufs Spiel gesetzt, mehrmals, und Dritte bestohlen. Und es ist schwer, nachzuvollziehen, wie er heute immer noch genau gleich empfinden kann. Manchen wird es schwer fallen, ihn auch nur ein bisschen zu bedauern, und das mag ich nicht angreifen. Man steckt ja nicht in ihm drin. Was ich nicht verstehe, ist, wenn das in Hohn oder grausame Häme und Spott umschlägt. Das hat kein Mensch verdient (meiner Meinung nach zumindest).
...möchte ich nicht seine Straftat beschönigen - er hat fahrlässig das Leben anderer Menschen aufs Spiel gesetzt, mehrmals, und Dritte bestohlen. Und es ist schwer, nachzuvollziehen, wie er heute immer noch genau gleich empfinden kann. Manchen wird es schwer fallen, ihn auch nur ein bisschen zu bedauern, und das mag ich nicht angreifen. Man steckt ja nicht in ihm drin. Was ich nicht verstehe, ist, wenn das in Hohn oder grausame Häme und Spott umschlägt. Das hat kein Mensch verdient (meiner Meinung nach zumindest).
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