Verschwörungstheorien"Der junge Mann sagte, sie hätten einen Biochip in sein Hirn gepflanzt"

Kolumnist Harald Martenstein über zwei Hilfesuchende, denen er nicht helfen konnte von 

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Alle Kolumnen von Harald Martenstein aus dem ZEITmagazin zum Nachlesen  |  © Nicole Sturz

Das Telefon klingelte. Unten an der Pforte warteten zwei unangemeldete Besucher. Unsere Sekretärin sagte, die beiden hätten angeblich eine wichtige Information, speziell für mich. Es gehe um eine Exklusivstory. Wann in meinem Leben hatte ich mal eine wichtige Exklusivstory? Eigentlich nie. Ich bin hingegangen, obwohl im Büro allerhand zu tun war. Man soll immer nett sein zu den Menschen, weil man nämlich selber einer ist. Die Besucher waren ein junger Mann, Anfang zwanzig, und seine Mutter. Wir setzten uns.

Der junge Mann sagte, er studiere. Vor ein paar Monaten seien im Hörsaal zwei Männer aufgetaucht, die nicht wie Studenten aussahen. Es seien Amerikaner gewesen. Da sei er sicher. Sie hätten einen Biochip in sein Gehirn gepflanzt. Damit würden sie ihn jetzt foltern, er habe ständig Kopfschmerzen. Ich fragte, warum er den Chip nicht von einem Arzt wieder herausnehmen lasse. Der junge Mann sagte, die Ärzte könnten den Chip nicht finden. Der Chip sei sehr klein, deshalb. Ich fragte, warum man ihm dies seiner Ansicht nach antue. Der junge Mann sagte, der israelische Geheimdienst stecke dahinter. Er sei Jude, aus Osteuropa , und habe mal für eine jüdische Organisation gearbeitet, er wisse einiges, jetzt würden die ihn verfolgen. Sie würden auch in die Wohnung einbrechen und Dinge tun, um ihn fertigzumachen. Zum Beispiel hätten sie ihm seine Hose gestohlen. Die Mutter mischte sich ein. Viel dramatischer als der Vorfall mit der Hose sei die Tatsache, dass man sie alle vergiften wolle. Die Angreifer würden durch den Schornstein Giftampullen in ihre Wohnung werfen. Die Mutter sagte, sie habe in Osteuropa in der Psychiatrie gearbeitet, sie sei Ärztin. Auch ihr Essen werde übrigens vergiftet, von denselben Leuten. Ich wollte fragen, warum die Angreifer die beiden nicht einfach umbringen, damit würden die Angreifer sich doch eine Menge Arbeit sparen. Aber das habe ich nicht gefragt.

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Die beiden sprachen mit großer Überzeugung. Es war klar, dass sie hundertprozentig an ihre Geschichte glaubten und dass es ihnen schlecht ging. Der junge Mann hatte dunkle Ringe unter den Augen. Nein, die Polizei könne ihnen nicht helfen. Die Angreifer seien zu geschickt und würden alle Beweismittel vor der Polizei verstecken. Die Polizei würde ihre Anrufe deshalb nicht mehr ernst nehmen. Oder sie stecke mit denen unter einer Decke. Aber ich hätte doch kürzlich einen Artikel über Tugendterror geschrieben, offenbar sei ich ein Mann, der sich mit Terrorangriffen auskennt und ihnen helfen kann. Sie sollten es lieber noch einmal mit einem Arzt versuchen, sagte ich, in dem Bewusstsein, dass nichts von dem, was ich außerdem noch hätte sagen können, sie erreichen oder ihnen helfen würde.

Widerspricht man? Argumentiert man? Bestätigt man ihre Weltsicht? Ist Trost das Richtige? Zum ersten Mal sah ich Menschen, die in einer anderen Welt leben als meiner, es war wie ein Blick durch das Teleskop, in die Tiefen des Alls, auf einen anderen Stern. Nein, zum zweiten Mal. Meine Großmutter war am Ende verwirrt, ich habe ihr immer recht gegeben, egal, was sie sah. Aber ihre Bilder sind weniger bedrohlich gewesen, auf ihrem Stern lebte es sich besser. Wer weiß, vielleicht reise ich da auch eines Tages hin.

Ich sagte, dass ich jetzt zu tun hätte, die beiden Außerirdischen standen auf und schauten mir traurig nach, aha, dachten sie wohl, noch einer von denen, die gegen uns sind. Ich schämte mich ein wenig, als ich in den Aufzug trat. Ich bin auf ihrer Seite, aber das nützt leider gar nichts.

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Leserkommentare
  1. Leute, die an Gott glauben, sind ebenfalls Außerirdische für die Anderen.

    Jeder Mensch ist ein Außerirdischer. Auf fast allen Planeten.

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    • Sirux
    • 02. August 2012 16:58 Uhr

    Kein Mensch ist ein AußerIRDISCHer, bisher kamen wir Menschen noch alle von der ERDE ;)

    Zum Artikel selbst: Schönes Thema, wenn auch eher traurig. Vorallem der letzte Satz trifft das gut.
    Kenn ich selbst auch zu Genüge solche Situationen. Das, was man sagen möchte, kann man nicht einfach irgendwie formulieren und es kommt beim Gegenüber an. Nein, man müsste dazu unendlich weit ausholen und selbst dann, ist nicht sicher, dass es derjenige versteht.

    Die Gespräche mit meinen Großeltern reduzieren sich z.B. immer mehr auf einzelne Schlagworte, mit denen sie was anfangen können. Da ihnen einfach die Verbindung zum modernen Leben fehlt, ist es schwer, als junger Mensch mit ihnen zu kommunizieren, ohne andauernd von Dingen zu reden, die sie garnicht kennen. Dadurch wird die Unterhaltung aber durch und durch flach und aussagenlos. Man kann keine neuen Inhalte einbringen, weil die möglichen Inhalte begrenzt sind und schon feststehen durch die kleine gemeinsame "Verständigungsbasis", wie ichs einfach mal nenne.
    Dazu kommt, dass ich ihnen die Antworten mehr oder weniger ins Gesicht brüllen muss, weil sie nicht einsehen, dass sie ein Hörgerät brauchen.
    Man weiß, dass man um jede Minute froh sein muss, die man noch mit ihnen hat, aber solche Dinge sind es dann, die es einem im Alltag schwer machen, die Gespräche zu "genießen"...

    • Sirux
    • 02. August 2012 16:58 Uhr

    Kein Mensch ist ein AußerIRDISCHer, bisher kamen wir Menschen noch alle von der ERDE ;)

    Zum Artikel selbst: Schönes Thema, wenn auch eher traurig. Vorallem der letzte Satz trifft das gut.
    Kenn ich selbst auch zu Genüge solche Situationen. Das, was man sagen möchte, kann man nicht einfach irgendwie formulieren und es kommt beim Gegenüber an. Nein, man müsste dazu unendlich weit ausholen und selbst dann, ist nicht sicher, dass es derjenige versteht.

    Die Gespräche mit meinen Großeltern reduzieren sich z.B. immer mehr auf einzelne Schlagworte, mit denen sie was anfangen können. Da ihnen einfach die Verbindung zum modernen Leben fehlt, ist es schwer, als junger Mensch mit ihnen zu kommunizieren, ohne andauernd von Dingen zu reden, die sie garnicht kennen. Dadurch wird die Unterhaltung aber durch und durch flach und aussagenlos. Man kann keine neuen Inhalte einbringen, weil die möglichen Inhalte begrenzt sind und schon feststehen durch die kleine gemeinsame "Verständigungsbasis", wie ichs einfach mal nenne.
    Dazu kommt, dass ich ihnen die Antworten mehr oder weniger ins Gesicht brüllen muss, weil sie nicht einsehen, dass sie ein Hörgerät brauchen.
    Man weiß, dass man um jede Minute froh sein muss, die man noch mit ihnen hat, aber solche Dinge sind es dann, die es einem im Alltag schwer machen, die Gespräche zu "genießen"...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Hallo Sirux,
    .
    ja, sowas kenne ich auch von Gesprächen mit einigen älteren Menschen. Wenn sie einem nah stehen, deckt die Liebe eine Menge zu, aber man möchte ja dennoch zuweilen mal über Dinge sprechen, die nach, sagen wir, 1950 passiert sind - und eine geistige Zeitreise kann man nicht machen, so tun, als sei es noch damals...
    .
    Es gibt auch andere Fälle dieser Art: Wenn man selber schon einiges erlebt hat, etwas Böses, sehr, sehr Böses - und dann redet man mit Leuten, für die immerfort die Sonne geschienen hat, oder, die so tun als wäre es so gewesen ...
    .
    Was geht im Kopf vor von Leuten die - soundso aussehen soundso reden, die man auf der Straße trifft?
    .
    Ich habe geübt, Antworten zu finden, ich war in Mittel- und Ostasien, hab da lange gelebt und gearbeitet. Es hilft.

    Hallo Sirux,
    .
    mir sind noch weitere Fälle von interplanetarischer Kommunikation eingefallen, die ich erlebt habe:
    .
    Es gibt Menschen, für die zählt nur Status und Geld. Die reden ihren Kindern aus, eine "brotlose Kunst" zu erlernen. Da kommen solche Sätze wie: "Mit der super-Abinote kannst du nur Zahnmedizin studieren!" Wenn das Kind dann doch Historiker wird und nicht sofort die ersehnte Professur kriegt, haben's die Eltern ja schon immer gewusst!
    .
    Manche Leute sind Asketen und schämen sich für jeden überflüssigen Bissen Brot. Bevor sie einen Euro ausgeben, machen sie sich klar, dass dieses Geld auf dem Sparkonto bis 2040 seinen Wert verdreifachen könnte! Ich mache mich über solche Leute nicht lustig, weil ich weiß, dass ich selbst und die meisten Deutschen von den meisten Südeuropäern genau so eingeschätzt werden.
    .
    "Interplanetarisch" ist die Kommunikation in diesen Fällen deshalb, weil man vor dem Jüngsten Gericht nie die Chance bekommt, die "Außerirdischen" von ihrem Irrtum zu überzeugen.

  2. Hallo Sirux,
    .
    ja, sowas kenne ich auch von Gesprächen mit einigen älteren Menschen. Wenn sie einem nah stehen, deckt die Liebe eine Menge zu, aber man möchte ja dennoch zuweilen mal über Dinge sprechen, die nach, sagen wir, 1950 passiert sind - und eine geistige Zeitreise kann man nicht machen, so tun, als sei es noch damals...
    .
    Es gibt auch andere Fälle dieser Art: Wenn man selber schon einiges erlebt hat, etwas Böses, sehr, sehr Böses - und dann redet man mit Leuten, für die immerfort die Sonne geschienen hat, oder, die so tun als wäre es so gewesen ...
    .
    Was geht im Kopf vor von Leuten die - soundso aussehen soundso reden, die man auf der Straße trifft?
    .
    Ich habe geübt, Antworten zu finden, ich war in Mittel- und Ostasien, hab da lange gelebt und gearbeitet. Es hilft.

    • Mari o
    • 02. August 2012 23:40 Uhr

    kennt hier jemand Ingmar Bergmans Fernsehfilm von 1988
    Die Gesegneten (De två saliga)
    und wo man den bekommen könnte

  3. Hallo Sirux,
    .
    mir sind noch weitere Fälle von interplanetarischer Kommunikation eingefallen, die ich erlebt habe:
    .
    Es gibt Menschen, für die zählt nur Status und Geld. Die reden ihren Kindern aus, eine "brotlose Kunst" zu erlernen. Da kommen solche Sätze wie: "Mit der super-Abinote kannst du nur Zahnmedizin studieren!" Wenn das Kind dann doch Historiker wird und nicht sofort die ersehnte Professur kriegt, haben's die Eltern ja schon immer gewusst!
    .
    Manche Leute sind Asketen und schämen sich für jeden überflüssigen Bissen Brot. Bevor sie einen Euro ausgeben, machen sie sich klar, dass dieses Geld auf dem Sparkonto bis 2040 seinen Wert verdreifachen könnte! Ich mache mich über solche Leute nicht lustig, weil ich weiß, dass ich selbst und die meisten Deutschen von den meisten Südeuropäern genau so eingeschätzt werden.
    .
    "Interplanetarisch" ist die Kommunikation in diesen Fällen deshalb, weil man vor dem Jüngsten Gericht nie die Chance bekommt, die "Außerirdischen" von ihrem Irrtum zu überzeugen.

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    • Sirux
    • 03. August 2012 12:04 Uhr

    "Bevor sie einen Euro ausgeben, machen sie sich klar, dass dieses Geld auf dem Sparkonto bis 2040 seinen Wert verdreifachen könnte!"

    Bei den aktuellen Zinsaussichten können sie froh sein, wenn es bis dahin seinen Wert nicht verloren hat :D

    Zu deinem Beispiel mit dem Studium: Ja, ich denke viele Eltern wollen bei ihren Kindern unbedingt vermeiden, dass sie vermeintliche "Fehler" begehen, die sie entweder selbst begangen haben oder in ihrem eigenen Leben durch Erfahrung als solche zu erkennen glauben.
    Dass das Kind eine eigenes Wesen ist, das sich vielleicht trotz der biologischen Verwandtschaft ziemlich von ihnen unterscheidet, erkennen sie nicht.
    Oder sie wollen das Risiko nicht eingehen, ihn selbst entscheiden zu lassen, weil sie ihn noch nicht für reif genug halten oder eben weil sie nicht erkennen, dass das, was für sie selbst das Richtige ist, nicht automatisch auch das Richtige für andere Menschen sein muss.
    Die ersten Möglichkeiten hätten für mich nicht unbedingt etwas mit einem Kommunikationsproblem zu tun, letzteres hingegen schon eher, denn da fehlt den Eltern die Weisheit, sich auf andere Menschen und ihre Denkweisen einzulassen. Sie werden auch nach langem Diskutieren nicht "verstehen", dass das Verfolgen der eigenen Interessen für manche Menschen besser ist, als große Karriere zu machen, weil es auf sie selbst nicht zutrifft.

    • Meykos
    • 03. August 2012 11:38 Uhr

    Anrührend. Und "Ich bin auf ihrer Seite, aber das nützt leider gar nichts.", spricht für ein großes Herz.

    Wir alle sind in unserer ganz perönlichen Wahrnehmungswelt gefangen. In unserem eigenen "Erfahrungsuniversum". Und die meisten Menschen halten Abweichungen ganz schwer aus oder nehmen sie nicht wahr. An dieser Stelle noch einmal das "Fehlerfoto" zum selbsttest:

    http://meykosoft.jimdo.com/anderes/visual-illusion/

    Nur zwanzig Prozent der Betrachter erkennen die eigentlich offensichtliche Abweichung. Denn wir sehen, was wir sehen wollen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Sirux
    • 03. August 2012 12:17 Uhr

    Habe tatsächlich etwas gebraucht bis ich den Fehler in ihrem Bild gefunden hab. Allerdings muss man da schon sehr genau hinsehen. Dass man das auf den ersten Blick nicht wahrnimmt, wundert mich garnicht.

    Achtung Spoiler: Wenn ichs richtig gesehen habe, gehts doch darum, dass sie schon 4 Knöchel vor dem Mund hat und mit dem Daumen unterm Kinn wären es somit schon 5 Finger, aber da sie noch den Zeigefinger über den Mund hebt, wären es 6. Dafür muss man ja schon auf jeden einzelnen Knöchel schauen und ihn zählen.
    Ich finde, das ist weniger, dass man etwas falsches sieht und es einem richtig vorkommt, als dass man etwas gar nicht sieht und aufgrund von den äußeren Umständen darauf schließt, dass es richtig ist. Man sieht halt ein ganz normales Bild, wo sich jemand die Hand vors Gesicht hält und geht davon aus, dass die Hand in Ordnung ist. Die 6 Finger an sich habe ich garnicht "angeschaut".

    Hallo Meykos,
    .
    ein interessanter Test! Ich musste schon dreimal schauen, bis ich den Fehler sah! Irgendwas in mir zählte 5 Finger - der Daumen ist ja verdeckt! - und gut schien's!
    .
    Die Evolution hatte die Wahl: Entweder sehen wir fünf Finger - oder wir sehen eine Hand. Entweder sehen wir 20 Säulen, eine Treppe mit 5 Studen, eine Kuppel usw. - oder wir sehen eine Kathedrale! Die Entscheidung ist für das Zweite gefallen, nur Autisten nehmen es anders wahr.
    .
    Der Nachteil: Was wir sehen, ist nicht "Realität", sondern es wird durch unsere Gewohnheiten bestimmt, die Dinge einzuordnen, auch durch unsere Sprache. Und wenn sich eine Art, die Welt zu betrachten, unter den Mitgliedern eines Kommunikationskreises verfestigt hat, dann werden die Anderssehenden für "Verrückte" gehalten. Dabei ist das Anderssehen manchmal tatsächlich ein Krankheitssymptom, aber eben nicht immer!

    • Sirux
    • 03. August 2012 12:04 Uhr

    "Bevor sie einen Euro ausgeben, machen sie sich klar, dass dieses Geld auf dem Sparkonto bis 2040 seinen Wert verdreifachen könnte!"

    Bei den aktuellen Zinsaussichten können sie froh sein, wenn es bis dahin seinen Wert nicht verloren hat :D

    Zu deinem Beispiel mit dem Studium: Ja, ich denke viele Eltern wollen bei ihren Kindern unbedingt vermeiden, dass sie vermeintliche "Fehler" begehen, die sie entweder selbst begangen haben oder in ihrem eigenen Leben durch Erfahrung als solche zu erkennen glauben.
    Dass das Kind eine eigenes Wesen ist, das sich vielleicht trotz der biologischen Verwandtschaft ziemlich von ihnen unterscheidet, erkennen sie nicht.
    Oder sie wollen das Risiko nicht eingehen, ihn selbst entscheiden zu lassen, weil sie ihn noch nicht für reif genug halten oder eben weil sie nicht erkennen, dass das, was für sie selbst das Richtige ist, nicht automatisch auch das Richtige für andere Menschen sein muss.
    Die ersten Möglichkeiten hätten für mich nicht unbedingt etwas mit einem Kommunikationsproblem zu tun, letzteres hingegen schon eher, denn da fehlt den Eltern die Weisheit, sich auf andere Menschen und ihre Denkweisen einzulassen. Sie werden auch nach langem Diskutieren nicht "verstehen", dass das Verfolgen der eigenen Interessen für manche Menschen besser ist, als große Karriere zu machen, weil es auf sie selbst nicht zutrifft.

    • Sirux
    • 03. August 2012 12:17 Uhr

    Habe tatsächlich etwas gebraucht bis ich den Fehler in ihrem Bild gefunden hab. Allerdings muss man da schon sehr genau hinsehen. Dass man das auf den ersten Blick nicht wahrnimmt, wundert mich garnicht.

    Achtung Spoiler: Wenn ichs richtig gesehen habe, gehts doch darum, dass sie schon 4 Knöchel vor dem Mund hat und mit dem Daumen unterm Kinn wären es somit schon 5 Finger, aber da sie noch den Zeigefinger über den Mund hebt, wären es 6. Dafür muss man ja schon auf jeden einzelnen Knöchel schauen und ihn zählen.
    Ich finde, das ist weniger, dass man etwas falsches sieht und es einem richtig vorkommt, als dass man etwas gar nicht sieht und aufgrund von den äußeren Umständen darauf schließt, dass es richtig ist. Man sieht halt ein ganz normales Bild, wo sich jemand die Hand vors Gesicht hält und geht davon aus, dass die Hand in Ordnung ist. Die 6 Finger an sich habe ich garnicht "angeschaut".

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    • Meykos
    • 03. August 2012 12:34 Uhr

    Ich mach es nochmal deutlicher. Ich meine, dass es mit unserer Wahrnehmung soweit geht, dass uns unser Hirn etwas vorgaukelt, wenn es ihm in den "Kram" passt. Oder weil es einfacher ist oder schneller geht oder uns Vorteile verschafft...
    Siehe 2-Min-Filmchen:

    http://www.youtube.com/watch?v=0QgoX78q-0Y

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  • Serie Martenstein
  • Schlagworte Arzt | Bewusstsein | Essen | Geheimdienst | Gehirn | Information
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