Frauen in BeziehungenWeiblich, gebildet, partnerlos

Frauen sind die wahren Bildungsaufsteiger. Was das für Paarbeziehungen bedeutet, erklärt der Soziologe Hans-Peter Blossfeld im Interview

DIE ZEIT: Herr Blossfeld, Sie leiten die größte sozialwissenschaftliche Studie der Welt, das sogenannte Nationale Bildungspanel, bei dem seit fünf Jahren rund 100.000 Teilnehmer untersucht werden. Was haben Sie bislang herausgefunden?

Hans-Peter Blossfeld: Wir sind jetzt in der Lage, die typischen Lebensläufe aller nach 1945 geborenen Männergenerationen zu rekonstruieren.

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ZEIT: Wieso nur die von Männern?

Blossfeld: Wir haben unsere Analyse mit den Männern angefangen, weil ihre Lebensläufe viel einfacher zu analysieren sind als die von Frauen. Männer leben heute noch so wie vor 40 Jahren. Da hat sich nicht viel geändert.

ZEIT: Männer sind für Soziologen also langweilig, Frauen hingegen spannend?

Blossfeld: Exakt. Bei Frauen laufen faszinierende soziale Phänomene ab. Noch bei den 1920 geborenen Frauen hatten 60 Prozent keinerlei Ausbildung. 60 Prozent! Die große Mehrheit hatte also ein minimales Bildungsniveau, noch in den sechziger Jahren. Doch plötzlich ist etwas passiert. Während bei den Männern die Entwicklung relativ träge verlief, hat sich im Vergleich zum Geburtsjahrgang 1920 heute die Zahl der Gymnasiastinnen in der Oberschicht verneunfacht, in der Unterschicht sogar verzwanzigfacht. Soll heißen: Wenn wir in den vergangenen Jahrzehnten überhaupt einen Rückgang der sozialen Ungleichheit in der Bildung beobachten, dann liegt das vor allem an den Frauen.

ZEIT: Eine Arbeitertochter findet heute leichter den Weg ans Gymnasium als ein Arbeitersohn. Woran liegt das?

Blossfeld: Oft heißt es, Mädchen seien angepasster und folgsamer und bekämen daher bessere Noten als Jungs, die gern mal für Ärger sorgen. Ich finde das nicht plausibel, denn dass Mädchen und Jungen sich in ihrem Verhalten unterscheiden, dürfte schon vor 100 Jahren so gewesen sein. Das kann nicht die Ursache sein für die tief greifenden Veränderungen.

ZEIT: Was dann?

Blossfeld: Noch vor 50 Jahren war die gesellschaftliche Botschaft an Mädchen: »Und wenn ihr noch so schlau seid, vergesst es. Ihr habt keine Chance auf Karriere.« Heute lautet das Versprechen an die Frauen: »Ihr könnt mit Bildung etwas werden, ihr müsst eure Chancen nur wahrnehmen.« Was wir noch nicht genau wissen: wann der Punkt war, an dem das ins Positive gekippt ist. Was wir wissen: Wenn so ein Prozess einmal läuft, lässt er sich nicht mehr stoppen. Höhere Bildung führt zu höherer Erwerbstätigkeit, die führt zu höheren Einkommen, zu erfolgreicheren Karrieren, was wiederum zu höherer Bildung bei den Frauen in der nächsten Generation führt.

Die große Bildungsstudie

Sie sind auf der Suche nach dem Rezept für ein gelungenes Leben: 190 Wissenschaftler um den Bamberger Soziologen Hans-Peter Blossfeld, die das Nationale Bildungspanel durchführen, eine Längsschnittstudie, die über Jahrzehnte hinweg neues Wissen über immer neue Probanden produzieren soll. Die Forscher wollen die Lebensläufe von 60000 Deutschen aller Altersstufen erfassen, vom Neugeborenen bis zum Rentner. Panel-Leiter Blossfeld spricht von »riesigen weißen Flecken auf der Bildungslandkarte« – etwa bei der Frage, wie Kindergärten, Schulen und Universitäten ineinandergreifen oder welchen Beitrag die Eltern und Freunde zu Bildungs- und Lebensentscheidungen des Einzelnen leisten. Warum schließt die eine erfolgreich Schule und Studium ab, während der andere die Lehre schmeißt? 85 Millionen Euro hat die Politik für das Bildungspanel springen lassen, und das war nur der Anfang. Allein drei Jahre hat es gedauert, alle Teilnehmer für die Studie zu rekrutieren und das erste Mal zu treffen. Jetzt liegen erste Erkenntnisse vor, auf denen das obige Interview fußt. Für Blossfeld ist es zugleich eine persönliche Abschlussbilanz: Er wechselt, nachdem der Aufbau erfolgreich beendet ist, ans Europäische Hochschulinstitut in Florenz.

ZEIT: Ist das bei den Männern anders?

Blossfeld: Bei den Männern hat die soziale Herkunft 1950 über die Bildungschancen entschieden, und sie entscheidet auch heute noch darüber.

Leserkommentare
  1. dass ich jede Frau toppen kann. ;)

    Schlecht, dass Frauen keine arroganten Männer mögen :(

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    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke, die Redaktion/jz

    • Lukan
    • 18.08.2012 um 10:22 Uhr

    hüllen. Darauf fallen die meisten rein und finden das sogar noch sehr ansprechend. ;)

    aber verhält es sich nicht gerade andersherum?
    Angesichts der überdurchschnittlich guten Schülerinnen und der steigenden Anzahl an Studentinnen sollte doch gerade die gut ausgebildete Frau in Zukunft in der Überzahl vorhanden sein.
    Dann hätte also der gebildete Mann auf dem Partnermarkt die breite Auswahl, während sich die gebildeten Frauen im Kampf um die letzten Bildungshähne gegenseitig die Augen auspicken.

    Kurz: Wenn der (!) Gebildete Mangelware ist, dann können Sie auch arrogant bleiben. Im Schlussverkauf passt auch Größe L!

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke, die Redaktion/jz

    • Lukan
    • 18.08.2012 um 10:22 Uhr

    hüllen. Darauf fallen die meisten rein und finden das sogar noch sehr ansprechend. ;)

    aber verhält es sich nicht gerade andersherum?
    Angesichts der überdurchschnittlich guten Schülerinnen und der steigenden Anzahl an Studentinnen sollte doch gerade die gut ausgebildete Frau in Zukunft in der Überzahl vorhanden sein.
    Dann hätte also der gebildete Mann auf dem Partnermarkt die breite Auswahl, während sich die gebildeten Frauen im Kampf um die letzten Bildungshähne gegenseitig die Augen auspicken.

    Kurz: Wenn der (!) Gebildete Mangelware ist, dann können Sie auch arrogant bleiben. Im Schlussverkauf passt auch Größe L!

  2. 2. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke, die Redaktion/jz

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    Werte(r), anonyme(r) "/jz"

    Der gesamte Artikel so wie die meisten Ihrer Artikel beruhen auf Pauschalisierungen. Und wenn Ihr Kommentarbereich nicht einmal mit solchen harmlosen Kommentaren, die auch Wahrheit beinhalten, umgehen kann dann sage ich nur "gute Nacht" !!!

    Werte(r), anonyme(r) "/jz"

    Der gesamte Artikel so wie die meisten Ihrer Artikel beruhen auf Pauschalisierungen. Und wenn Ihr Kommentarbereich nicht einmal mit solchen harmlosen Kommentaren, die auch Wahrheit beinhalten, umgehen kann dann sage ich nur "gute Nacht" !!!

  3. Ich habe eher das Gefühl, dass Frau ganz genau wissen, was sie mögen, und was nicht. Nur heiraten tun sie dann nach ganz anderen Kriterien.

    4 Leserempfehlungen
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    darauf läuft es dann hinaus. Oder darauf, das sie mit 30+ Torschußpanik bekommen, da noch ohne fester Beziehung & Kindern...

    darauf läuft es dann hinaus. Oder darauf, das sie mit 30+ Torschußpanik bekommen, da noch ohne fester Beziehung & Kindern...

  4. Zitat: "Na klar: Sie gewinnen schließlich, während die Frauen verlieren."

    Und wie ist das dann im "Normalfall" auf der anderen Seite?!?
    Da wird es als normal betrachet. Ich habe nicht selten von Frauen in Beziehung, die finanziell nichts dazu beitragen, den überaus dämlichen Spruch gehört: "Na und? Dafür "bekommt" er mich & das kostet eben!" (oder ähnlich!)

    Dieses ewige Aufschlüsseln in "Mann" und bzw. versus "Frau" wird meiner Ansicht nach nur noch zur Geschäftemacherei betrieben. Studien, Bücher & Therapien verkaufen...

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  5. darauf läuft es dann hinaus. Oder darauf, das sie mit 30+ Torschußpanik bekommen, da noch ohne fester Beziehung & Kindern...

    5 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Kommt darauf an..."
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    "(...) das sie mit 30+ Torschußpanik bekommen (...)"

    Liebe Männer, die TorschL(!)uss-Panik hat nix mit Fußball zu tun... :D

    "(...) das sie mit 30+ Torschußpanik bekommen (...)"

    Liebe Männer, die TorschL(!)uss-Panik hat nix mit Fußball zu tun... :D

  6. 1. immer später Kinder zu bekommen ist schon eine gesundheitliche Mehrbelastung für Frauen.
    Da fehlen nun wirklich die Konzepte in der Gesellschaft, die gegen späte Geburten ansteuert.

    2. fazit: gebildete Frauen heiraten keine ungebildete Männer, weil diese nicht den Haushalt führen.
    Wie wäre es mit dem Fach "Kochen und Hauswirtschaft" in allen Schulformen?
    Und an die Eltern: die vorgelebten Rollen sind die primären Informanden für die Rollenverteilung in der Gesellschaft. Ein Vater der jeden 2. Tag kocht und putzt ist ein Vorbild, ganz abgesehen davon ob er nun "gebildet" ist oder nicht

    3. Wann wachen die Frauen endlich auf? Sie sind doch hier wie immer die "Dummen". Zuerst immer schön fleißig und lernen, dann verspätete Schwangerschaften (auch kein Zuckerschlecken, die Großmütter hatten ihre Ruhe vor Kindern wenn sie in die Wechseljahre kamen!)
    Und dann gut ausgebildet immer hinter dem Gehalt der Männer her wackeln. Klasse. Und wozu hat man dann 20 und mehr Jahre gelernt, studiert, und sonst was veranstaltet?

    4. Diese Lebensläufe sind nicht spannend, sondern.....

    5. Man sollte dieses Interview in den Schulen lesen lassen, es dient der Aufklärung.

    6. Auch dieses neurotische: die biologische Uhr tickt: zuerst Ausbildung, dann Arbeiten und sich bis dahin einen Partner krallen zur Familiengründung.

    7. Wie finden eigentlich die Männer das?

    Ist doch einfach langweilig, dieser LEGO-Pack...

    Auch wenn ich natürlich Ausbildungszeiten sehr schätze.

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    • cornus
    • 18.08.2012 um 17:38 Uhr

    So oder so - eine Win-Win- Situation scheint es für beide Seiten nicht zu geben.

    Vieles aus dem Interview/Untersuchung kann ich aus eigener Anschauung bestätigen und zufrieden kann man damit eigentlich nicht sein:
    -weder die 'abgehängten' Jungs und ihre Eltern
    -noch die Mädchen, deren Entwicklungskurve für die Schulzeit deutlich günstiger verläuft, ihnen aber in späteren Jahren nichts nützt
    -noch die späten Eltern, die alles unter einen Hut bekommen müssen.

    Um Perspektiven zu entwickeln, müssen wir mal wieder nach Skandinavien schauen, auch dort ist nicht alles eitel Sonnenschein und dennoch:
    -d e u t l i c h entspanntere Kinder (auch Schüler), nicht unbedingt weil das Schulsystem so viel besser ist aber die Einstellung zu Kindern und Jugendlichen ist grundlegend positiver als hier, z.B. lässt man ihnen mehr Zeit, sich zu entwickeln und schreit nicht gleich "Fehlentwicklung"
    -d e u tl i c h entspanntere und jüngere Eltern, denn für Betreuung und Bildung wird gesorgt - immer kostenlos ( ist in Schweden gesetzlich verbrieft)
    - die Emanzipation auf beiden Seiten ist fortgeschrittener. Es gibt z.B. keine Versorgungsehe (deshalb wachsen nach der Scheidung die Kinder oft auch beim Vater auf), die Väter beteiligen sich ihrerseits wesentlich mehr und selbstverständlicher an Kindererziehung und Haushalt.

    Die Skandinavier und auch viele Leute aus anderen Ländern die Diskrepanz zwischen unserer ständigen Emanzipations-Diskussion und der altmodischen Wirklichkeit irritierend.

    "Zuerst immer schön fleißig und lernen, dann verspätete Schwangerschaften (auch kein Zuckerschlecken, die Großmütter hatten ihre Ruhe vor Kindern wenn sie in die Wechseljahre kamen!)"

    Die meisten Grossmuetter haben mit Anfang 40 ihre letzten Kinder bekommen, nachdem sie schon 10-15 andere geboren hatten!

    Das waren die Urgroßmütter

    • GDH
    • 20.08.2012 um 13:15 Uhr

    "immer später Kinder zu bekommen ist schon eine gesundheitliche Mehrbelastung für Frauen.
    Da fehlen nun wirklich die Konzepte in der Gesellschaft, die gegen späte Geburten ansteuert."

    Angesichts des medizinischen Fortschritts ist eine Geburt (auch wenn sie im Mittel später stattfindet) heute für die Mutter weniger gefährlich als in den Generationen zuvor.

    Angesichts der steigenden Lebenserwartung und der größeren Häufigkeit höherer Bildung verschiebt sich Vieles im Leben (auch der Renteneintritt) nach hinten. Es sollte weniger darum gehen, das verhindern zu wollen und vielmehr darum, das Beste daraus zu machen.

    • cornus
    • 18.08.2012 um 17:38 Uhr

    So oder so - eine Win-Win- Situation scheint es für beide Seiten nicht zu geben.

    Vieles aus dem Interview/Untersuchung kann ich aus eigener Anschauung bestätigen und zufrieden kann man damit eigentlich nicht sein:
    -weder die 'abgehängten' Jungs und ihre Eltern
    -noch die Mädchen, deren Entwicklungskurve für die Schulzeit deutlich günstiger verläuft, ihnen aber in späteren Jahren nichts nützt
    -noch die späten Eltern, die alles unter einen Hut bekommen müssen.

    Um Perspektiven zu entwickeln, müssen wir mal wieder nach Skandinavien schauen, auch dort ist nicht alles eitel Sonnenschein und dennoch:
    -d e u t l i c h entspanntere Kinder (auch Schüler), nicht unbedingt weil das Schulsystem so viel besser ist aber die Einstellung zu Kindern und Jugendlichen ist grundlegend positiver als hier, z.B. lässt man ihnen mehr Zeit, sich zu entwickeln und schreit nicht gleich "Fehlentwicklung"
    -d e u tl i c h entspanntere und jüngere Eltern, denn für Betreuung und Bildung wird gesorgt - immer kostenlos ( ist in Schweden gesetzlich verbrieft)
    - die Emanzipation auf beiden Seiten ist fortgeschrittener. Es gibt z.B. keine Versorgungsehe (deshalb wachsen nach der Scheidung die Kinder oft auch beim Vater auf), die Väter beteiligen sich ihrerseits wesentlich mehr und selbstverständlicher an Kindererziehung und Haushalt.

    Die Skandinavier und auch viele Leute aus anderen Ländern die Diskrepanz zwischen unserer ständigen Emanzipations-Diskussion und der altmodischen Wirklichkeit irritierend.

    "Zuerst immer schön fleißig und lernen, dann verspätete Schwangerschaften (auch kein Zuckerschlecken, die Großmütter hatten ihre Ruhe vor Kindern wenn sie in die Wechseljahre kamen!)"

    Die meisten Grossmuetter haben mit Anfang 40 ihre letzten Kinder bekommen, nachdem sie schon 10-15 andere geboren hatten!

    Das waren die Urgroßmütter

    • GDH
    • 20.08.2012 um 13:15 Uhr

    "immer später Kinder zu bekommen ist schon eine gesundheitliche Mehrbelastung für Frauen.
    Da fehlen nun wirklich die Konzepte in der Gesellschaft, die gegen späte Geburten ansteuert."

    Angesichts des medizinischen Fortschritts ist eine Geburt (auch wenn sie im Mittel später stattfindet) heute für die Mutter weniger gefährlich als in den Generationen zuvor.

    Angesichts der steigenden Lebenserwartung und der größeren Häufigkeit höherer Bildung verschiebt sich Vieles im Leben (auch der Renteneintritt) nach hinten. Es sollte weniger darum gehen, das verhindern zu wollen und vielmehr darum, das Beste daraus zu machen.

  7. und jungen Männer wurde in diesem ansonsten gelungenen und aufschlussreichen Interview mal wieder vergessen.

    Die Bildungsentwicklung verläuft also laut Studie im Rahmen der Geschlechterordnung, obwohl auf weiblicher Seite eine quantitative Bildungsrevolution stattfand und noch läuft.

    Das ist ein ein insgesamt widersprüchlicher Prozess, wenn zudem die Partnerschafts – und Erwerbsbeteiligungsmuster nicht nur aus soziostrukturellen Gründen nahezu gleich bleiben und die ganze Liberalisierung der Geschlechterverhältnisse in Bezug auf feste Verpartnerung / Ehe / Familie nichts gebracht hat.

    Aber siehe da, was ich immer sagte, wird bestätigt: die Beharrungskräfte auf weiblicher Seite sind höher als auf männlicher...

    Im Grunde ein Tiefschlag für die Frauenbewegung, die somit ihre Emanzipationsbestrebungen in der Breite lediglich als äußerliche Modernisierung der Geschlechterordnung verbuchen kann, da sich in der diese stützenden weiblichen Berufs – und Partnerwahl wenig verändert hat.

    Der Trend geht also dahin, das in quantitativer Relation immer weniger gebildete Jungs & Männer immer mehr Auswahl an gebildeten Partnerinnen haben, was meine Söhne und ich angesichts des zunehmenden Andrangs der letzten 25 Jahre voll bestätigen können.

    Die Folge des weiblichen Dilemmas scheint zu sein, daß ein gebildeter Mann im Verlauf mehrere Frauen und nicht nur von einer Kinder haben wird, wenn er´s sich leisten kann...

    Dem „geteilten“ Mann gehört unter gebildeten Frauen die Zukunft.^^

    13 Leserempfehlungen
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    Kommentar 7: "Dem „geteilten“ Mann gehört unter gebildeten Frauen die Zukunft.^^"

    Danke für diese erst einmal scherzhaft gemeinte Bemerkung. Aber das Problem, wie man zwischen den vielen Frauen die relativ wenigen Männer mit hohem sozialen Status aufteilt, haben einige Gesellschaften (der traditionelle Islam und das Alte China z.B.) mit Polygamie gelöst. Völlig logisch, wie wir aud diesem Interview erkennen.

    "Das ist ein ein insgesamt widersprüchlicher Prozess, wenn zudem die Partnerschafts – und Erwerbsbeteiligungsmuster nicht nur aus soziostrukturellen Gründen nahezu gleich bleiben und die ganze Liberalisierung der Geschlechterverhältnisse in Bezug auf feste Verpartnerung / Ehe / Familie nichts gebracht hat."

    Ist irgendwie logisch, die gut ausgebildeten Frauen müssen sich um die in der Zahl gleichgebliebenen Stellen (mal so angenommen) mit den gleichgutausgebildeeten Männern konkurrieren.

    Und außerdem:
    Die Frauen konkurieren untereinander um die gut ausgebildeten Männer.

    Das alles ist ein ganz schöner Streß.

    Aus der gut ausgebildeten Männerperspektive kann das ja ganz lustig sein. Bei dieser Auswahl.

    Die meisten Männer können es sich eben nicht leisten, mehrere Kinder von mehreren Frauen zu haben: Kinder werden abgetrieben und verhindert: so klug und vorsichtig sind die Männer dann schon noch. Und so gibt dieser Artikel dann auch noch eine weitere Erklärung für den Geburtenrückgang, bei dieser Rund-um-Konkurrenzsituation kann ja nicht bei rum kommen.

    Dieses Interview sollte an den Schulen gelesen werden.

    Was Blossfeld in dem Interview leider nicht anspricht sind die Gründe für die Retraditionalisierung von Partnerschaften und Ehen in Punkto Kinder und Haushalt. Dazu gibt es nämlich auch vielfältige Studien. Vor diesem angereicherten Bild zeigt sich, wie komplex und hochgradig verwoben die Mechanismen innerhalb unserer Gesellschaft sind.

    Wenn das erste Kind kommt, werden. Männer und Frauen bspw. bzgl. der Elternzeit ganz unterschiedlich (normativ, von allen Akteuren: Arbeitgebern, Freunden, Bekannten z.T. auch von Einrichtungen) behandelt. Aber nicht nur externe normative Einflüsse spielen hier eine Rolle, sondern auch interne Faktoren, die in der Partnerschaft liegen. Viele Studien zeigen, dass die Partnerin auch den Raum gewähren muss, damit ihre Männer Aufgaben im Haushalt erledigen.
    Dies klappt vor allem bei den Partnerschaften, bei denen die Partnerinnen den Haushalt nicht als "ihre" Sphäre sehen und diesen perfektionieren wollen und die ihre Männer nicht als "Praktikanten" behandeln, weil die Frauen so auch für sich selbst neue Freiheiten gewinnen (können). Interessanterweise sind dies oft Paare aus einen mittleren (Fach-)Arbeiter-Milieu bzw. Paare, die keine unmittelbar großen Karrierechancen und -ambitionen haben.

    Letztlich nimmt so ein Wandel äußerst viel Zeit in Anspruch, gerade weil hier eine Rekonfiguration auf den unterschiedlichsten Ebenen und in den unterschiedlichsten Bereichen stattfinden muss.

    • rpor_d
    • 18.08.2012 um 18:38 Uhr

    Für 55% der gebildeten Frauen werden nur 30% gebildete Männer übrigbleiben?

    Von diesem Phänomen merkt man an der Uni nichts, zumindest nichts an Technischen Universitäten und erst recht nichts in Ostdeutschland.

    Fahren Sie mal nach Ostdeutschland: Männerüberschuß in allen Richtungen. Ausnahmen davon bilden ausschließlich die hochattraktiven Leuchttürme, die sich der ständigen, unaufhaltsamen Abwanderung seit 1990 entgegenstellen: Berlin, Leipzig, Dresden. In sämtlichen (!!!) anderen Städten, und mögen die noch so gute Universitäten und Fachhochschulen haben, hat ein immer größer werdender Teil der männlichen Studenten Probleme, während des Studiums überhaupt irgendwelche Frauen abzukriegen. Sogar als Außenstehender oder Ortsfremder bekommt man nach kurzer Zeit diese Dynamik unverkennbar mit.

    Denn die Frauen gebildeten sehen es nicht ein, ihre teilweise absurden Ansprüche zu senken, erst recht nicht, wenn sie Mangelware darstellen und die Wahl haben, so daß von den 30% gebildeter Männer in der Realität noch 15-20% übrigbleiben, weil mindestens ein Drittel nicht gut genug aussieht, nicht gut genug im Bett ist oder nicht die widersprüchlichen Sehnsüchte vom harten, unzähmbaren Macho mit Einfühlungsvermögen und Interesse an Literatur der Jugendstilzeit erfüllt. Der "geteilte Mann" wird der "geteilte gutaussehende Mann" sein.

    Fortsetzg. s.u.

    Kommentar 7: "Dem „geteilten“ Mann gehört unter gebildeten Frauen die Zukunft.^^"

    Danke für diese erst einmal scherzhaft gemeinte Bemerkung. Aber das Problem, wie man zwischen den vielen Frauen die relativ wenigen Männer mit hohem sozialen Status aufteilt, haben einige Gesellschaften (der traditionelle Islam und das Alte China z.B.) mit Polygamie gelöst. Völlig logisch, wie wir aud diesem Interview erkennen.

    "Das ist ein ein insgesamt widersprüchlicher Prozess, wenn zudem die Partnerschafts – und Erwerbsbeteiligungsmuster nicht nur aus soziostrukturellen Gründen nahezu gleich bleiben und die ganze Liberalisierung der Geschlechterverhältnisse in Bezug auf feste Verpartnerung / Ehe / Familie nichts gebracht hat."

    Ist irgendwie logisch, die gut ausgebildeten Frauen müssen sich um die in der Zahl gleichgebliebenen Stellen (mal so angenommen) mit den gleichgutausgebildeeten Männern konkurrieren.

    Und außerdem:
    Die Frauen konkurieren untereinander um die gut ausgebildeten Männer.

    Das alles ist ein ganz schöner Streß.

    Aus der gut ausgebildeten Männerperspektive kann das ja ganz lustig sein. Bei dieser Auswahl.

    Die meisten Männer können es sich eben nicht leisten, mehrere Kinder von mehreren Frauen zu haben: Kinder werden abgetrieben und verhindert: so klug und vorsichtig sind die Männer dann schon noch. Und so gibt dieser Artikel dann auch noch eine weitere Erklärung für den Geburtenrückgang, bei dieser Rund-um-Konkurrenzsituation kann ja nicht bei rum kommen.

    Dieses Interview sollte an den Schulen gelesen werden.

    Was Blossfeld in dem Interview leider nicht anspricht sind die Gründe für die Retraditionalisierung von Partnerschaften und Ehen in Punkto Kinder und Haushalt. Dazu gibt es nämlich auch vielfältige Studien. Vor diesem angereicherten Bild zeigt sich, wie komplex und hochgradig verwoben die Mechanismen innerhalb unserer Gesellschaft sind.

    Wenn das erste Kind kommt, werden. Männer und Frauen bspw. bzgl. der Elternzeit ganz unterschiedlich (normativ, von allen Akteuren: Arbeitgebern, Freunden, Bekannten z.T. auch von Einrichtungen) behandelt. Aber nicht nur externe normative Einflüsse spielen hier eine Rolle, sondern auch interne Faktoren, die in der Partnerschaft liegen. Viele Studien zeigen, dass die Partnerin auch den Raum gewähren muss, damit ihre Männer Aufgaben im Haushalt erledigen.
    Dies klappt vor allem bei den Partnerschaften, bei denen die Partnerinnen den Haushalt nicht als "ihre" Sphäre sehen und diesen perfektionieren wollen und die ihre Männer nicht als "Praktikanten" behandeln, weil die Frauen so auch für sich selbst neue Freiheiten gewinnen (können). Interessanterweise sind dies oft Paare aus einen mittleren (Fach-)Arbeiter-Milieu bzw. Paare, die keine unmittelbar großen Karrierechancen und -ambitionen haben.

    Letztlich nimmt so ein Wandel äußerst viel Zeit in Anspruch, gerade weil hier eine Rekonfiguration auf den unterschiedlichsten Ebenen und in den unterschiedlichsten Bereichen stattfinden muss.

    • rpor_d
    • 18.08.2012 um 18:38 Uhr

    Für 55% der gebildeten Frauen werden nur 30% gebildete Männer übrigbleiben?

    Von diesem Phänomen merkt man an der Uni nichts, zumindest nichts an Technischen Universitäten und erst recht nichts in Ostdeutschland.

    Fahren Sie mal nach Ostdeutschland: Männerüberschuß in allen Richtungen. Ausnahmen davon bilden ausschließlich die hochattraktiven Leuchttürme, die sich der ständigen, unaufhaltsamen Abwanderung seit 1990 entgegenstellen: Berlin, Leipzig, Dresden. In sämtlichen (!!!) anderen Städten, und mögen die noch so gute Universitäten und Fachhochschulen haben, hat ein immer größer werdender Teil der männlichen Studenten Probleme, während des Studiums überhaupt irgendwelche Frauen abzukriegen. Sogar als Außenstehender oder Ortsfremder bekommt man nach kurzer Zeit diese Dynamik unverkennbar mit.

    Denn die Frauen gebildeten sehen es nicht ein, ihre teilweise absurden Ansprüche zu senken, erst recht nicht, wenn sie Mangelware darstellen und die Wahl haben, so daß von den 30% gebildeter Männer in der Realität noch 15-20% übrigbleiben, weil mindestens ein Drittel nicht gut genug aussieht, nicht gut genug im Bett ist oder nicht die widersprüchlichen Sehnsüchte vom harten, unzähmbaren Macho mit Einfühlungsvermögen und Interesse an Literatur der Jugendstilzeit erfüllt. Der "geteilte Mann" wird der "geteilte gutaussehende Mann" sein.

    Fortsetzg. s.u.

  8. Kommentar 7: "Dem „geteilten“ Mann gehört unter gebildeten Frauen die Zukunft.^^"

    Danke für diese erst einmal scherzhaft gemeinte Bemerkung. Aber das Problem, wie man zwischen den vielen Frauen die relativ wenigen Männer mit hohem sozialen Status aufteilt, haben einige Gesellschaften (der traditionelle Islam und das Alte China z.B.) mit Polygamie gelöst. Völlig logisch, wie wir aud diesem Interview erkennen.

    Eine Leserempfehlung
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    ein gutes Gehalt zu verdienen und gleichzeitig Kinder zu haben,

    wird dieser Zustand der Polygamie nicht eintreten.

    Auf diese Weise bricht man das Patriachiat, wie es in islamischen und chinesischen Gesellschaften (Schleier vorm Gesicht oder verstümmelte Füße, damit man nicht weglaufen kann..)

    Die Frage ist: in welche Richtung steuert die deutsche Gesellschaft.

    Die Polygamie ist in islamischen und chinesischen Gesellschaften eine sehr einseitige, ungerechte Sache, weil sie dem Mann erlaubt ist, der Frau die "Polyandrie" aber nicht. Die Polygamie ist ein Mittel, die Frauen zu demütigen! Nach Erich Fromm ist die erotische Liebe exklusiv! Eine wahrhaft liebende Frau möchte für ihren geliebten Mann die Einzige sein, sonst leidet sie. Ein Mann, der wahrhaftig seine Frau liebt, möchte auch der Einzige sein, mit dem sie schläft, ansonsten wird er die Beziehung beenden, weil auch er sich gedemütigt fühlen würde, wenn es ein Dauerzustand wäre, dass seine Frau mit anderen Männern schläft. Warum wird den Frauen etwas zugemutet, was liebende Männer überhaupt nicht ertragen können? Da zeigt sich doch eine gewisse Geringschätzung, die die Polygamisten den Frauen entgegenbringen! Gesellschaften, die die Polygamie erlauben, weisen der Frau einen geringeren Wert zu, als dem Mann! Das ist keine Behauptung, sondern das kann man gesellschaftlich nachprüfen: In China z.B. durch die Abtreibung weiblicher Föten, so dass es inzwischen in etlichen Gebieten erheblich weniger Frauen gibt, als Männer; in Iran durch die gesetzliche Verankerung, dass eine Frau halb so viel wert sei, wie ein Mann. Ein Mann, der behauptet, mehrere Frauen "lieben" zu können, liebt in Wirklichkeit keine wirklich, sondern nur sich selbst! Eine Frau sollte sich auf die Polygamie - weder als Geliebte, noch als Ehefrau - einlassen - sie kann dabei nur verlieren! Besser allein sein!

    ein gutes Gehalt zu verdienen und gleichzeitig Kinder zu haben,

    wird dieser Zustand der Polygamie nicht eintreten.

    Auf diese Weise bricht man das Patriachiat, wie es in islamischen und chinesischen Gesellschaften (Schleier vorm Gesicht oder verstümmelte Füße, damit man nicht weglaufen kann..)

    Die Frage ist: in welche Richtung steuert die deutsche Gesellschaft.

    Die Polygamie ist in islamischen und chinesischen Gesellschaften eine sehr einseitige, ungerechte Sache, weil sie dem Mann erlaubt ist, der Frau die "Polyandrie" aber nicht. Die Polygamie ist ein Mittel, die Frauen zu demütigen! Nach Erich Fromm ist die erotische Liebe exklusiv! Eine wahrhaft liebende Frau möchte für ihren geliebten Mann die Einzige sein, sonst leidet sie. Ein Mann, der wahrhaftig seine Frau liebt, möchte auch der Einzige sein, mit dem sie schläft, ansonsten wird er die Beziehung beenden, weil auch er sich gedemütigt fühlen würde, wenn es ein Dauerzustand wäre, dass seine Frau mit anderen Männern schläft. Warum wird den Frauen etwas zugemutet, was liebende Männer überhaupt nicht ertragen können? Da zeigt sich doch eine gewisse Geringschätzung, die die Polygamisten den Frauen entgegenbringen! Gesellschaften, die die Polygamie erlauben, weisen der Frau einen geringeren Wert zu, als dem Mann! Das ist keine Behauptung, sondern das kann man gesellschaftlich nachprüfen: In China z.B. durch die Abtreibung weiblicher Föten, so dass es inzwischen in etlichen Gebieten erheblich weniger Frauen gibt, als Männer; in Iran durch die gesetzliche Verankerung, dass eine Frau halb so viel wert sei, wie ein Mann. Ein Mann, der behauptet, mehrere Frauen "lieben" zu können, liebt in Wirklichkeit keine wirklich, sondern nur sich selbst! Eine Frau sollte sich auf die Polygamie - weder als Geliebte, noch als Ehefrau - einlassen - sie kann dabei nur verlieren! Besser allein sein!

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