Euro-KriseDrucken oder nicht?

Mario Draghi und Jens Weidmann kämpfen beide um den Erhalt des Euro. Ihr Problem: Was der EZB-Chef für die Rettung hält, ist für den Bundesbankpräsidenten eine Katastrophe.

EZB-Chef Mario Draghi (l.) und Jens Weidmann, Präsident der Bundesbank, bei einem gemeinsamen Termin in Frankfurt

EZB-Chef Mario Draghi (l.) und Jens Weidmann, Präsident der Bundesbank, bei einem gemeinsamen Termin in Frankfurt

Für den Bruchteil einer Sekunde entsteht der Eindruck, die Situation entgleite ihnen gleich. Jens Weidmann hat sich Mario Draghi bis auf wenige Zentimeter genähert, beide blicken unschlüssig um sich, ihre Arme hängen herab. Stimmen werden gesenkt, Gesichter wenden sich in Richtung des Geschehens. Dann streckt Weidmann die Hand aus. Arm in Arm gehen sie in eine Ecke und vertiefen sich in ein Gespräch.

Eine Umarmung in der Öffentlichkeit kann von der besonderen Intensität einer Beziehung zwischen zwei Menschen erzählen. Sie kann aber auch eine demonstrative Geste sein: wenn eine Fassade aufrechterhalten werden muss, hinter der längst nichts mehr zu retten ist.

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Insofern ist die kleine Begebenheit, die sich vor einiger Zeit am Rande eines Abendempfangs in Frankfurt zutrug, von einigem Interesse. Denn wie gut der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Chef der Deutschen Bundesbank miteinander auskommen, könnte über die Zukunft Europas entscheiden.

Die Krise hat eine Phase erreicht, in der Regierungserklärungen und Manifeste der Opposition niemanden mehr beeindrucken. In der der Gang der Ereignisse nicht mehr von den Beschlüssen der Politiker in Paris, Berlin oder Rom abhängt. Sondern davon, was die Notenbanker tun.

Ein Fall für zwei

Als Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) ist Mario Draghi der oberste Währungshüter in Europa. Das bedeutet aber nicht, dass er allein das Sagen hätte. Alle wichtigen geldpolitischen Entscheidungen werden vom Zentralbankrat getroffen. Nötig ist dazu in der Regel eine einfache Mehrheit. Der Rat setzt sich aus den sechs Mitgliedern des Direktoriums der EZB zusammen, dem aus Deutschland der frühere Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen angehört. Außerdem sind in ihm die 17 Präsidenten der nationalen Notenbanken der Euro-Staaten vertreten. Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat formal nur eine Stimme wie seine Kollegen aus Malta oder Österreich. Tatsächlich aber ist sein Einfluss als Chef der wichtigsten Notenbank größer.

Sie sind die Einzigen, die jetzt kurzfristig noch frisches Geld aufbieten können. Am vergangenen Donnerstag beschloss die EZB, die Anleihen der Krisenstaaten aufzukaufen, um die hohen Zinsen im Süden Europas zu drücken, die der Wirtschaft dort das Leben schwer machen. Alle anwesenden Mitglieder des Zentralbankrats – des Beschlussorgans der Notenbank – stimmten zu. Bis auf Weidmann.

Die Auseinandersetzung zwischen Jens Weidmann und Mario Draghi reicht in ihrer Bedeutung weit über einen Methodenstreit in der Welt der Zentralbanken hinaus. Es geht um die Frage, welche Prinzipien der Währungsunion zugrunde liegen und ob überhaupt noch Prinzipien gelten. Um die Frage also, wie weit Europa gehen darf, um den Euro zu retten.

Für die Antwort bleibt nicht mehr viel Zeit. In diesen Tagen wurde bekannt, dass große Konzerne ihr Geld aus dem Euro-Raum abziehen.

Was so eine Situation für die Politik bedeutet, darüber streiten die Experten, seit die Schweden Mitte des 17. Jahrhunderts erstmals auf die Idee kamen, einer Bank das Recht einzuräumen, Papiergeld auszugeben. Soll sie davon ausgiebig Gebrauch machen, um die Krise einzudämmen? Oder soll sie sich zurückhalten? So rabiat wie derzeit in Europa aber ging es selten zur Sache – und das hat etwas mit den handelnden Personen und Institutionen zu tun.

Leserkommentare
  1. 1. ......

    Wenn der Euro scheitern sollte, dann wäre Draghi seinen Job los, und die Europäische Zentralbank würde abgewickelt.

    Wenn? Der Euro ist bereits gescheitert. Die realitätsfremden Europa Eliten Fahren alle Euroländer vor die Wand!

    10 Leserempfehlungen
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    ...kann man den Euro durchaus erhalten. Ich glaube nichtmal so sehr, dass dann eine Inflation kommt, wie die meisten Deutschen befürchten, sondern wir bekommen auf großer Ebene das, was wir schon bei der deutschen Vereinigung erleben durften:

    Dauerhaft abgehängte und almosenabhängige Regionen mit Auswanderung, weitere Bevölkerungskonzentration in den (überwiegend deutschen) Boomregionen.

    Man könnte natürlich auch das vermeiden, aber das gelingt ja schon innerhalb D nicht...

    • joG
    • 17.08.2012 um 16:23 Uhr

    ....wie es geschehen konnte, dass zwei Beamte ungeachtet ihre hierarchischen Status diese Entscheidung treffen sollen, müssen oder dürfen:

    "Es geht um die Frage, welche Prinzipien der Währungsunion zugrunde liegen und ob überhaupt noch Prinzipien gelten."

    Das ist eine Frage der Souveränität! Wie kommt das in deren Portfolio?

    ...kann man den Euro durchaus erhalten. Ich glaube nichtmal so sehr, dass dann eine Inflation kommt, wie die meisten Deutschen befürchten, sondern wir bekommen auf großer Ebene das, was wir schon bei der deutschen Vereinigung erleben durften:

    Dauerhaft abgehängte und almosenabhängige Regionen mit Auswanderung, weitere Bevölkerungskonzentration in den (überwiegend deutschen) Boomregionen.

    Man könnte natürlich auch das vermeiden, aber das gelingt ja schon innerhalb D nicht...

    • joG
    • 17.08.2012 um 16:23 Uhr

    ....wie es geschehen konnte, dass zwei Beamte ungeachtet ihre hierarchischen Status diese Entscheidung treffen sollen, müssen oder dürfen:

    "Es geht um die Frage, welche Prinzipien der Währungsunion zugrunde liegen und ob überhaupt noch Prinzipien gelten."

    Das ist eine Frage der Souveränität! Wie kommt das in deren Portfolio?

  2. Drucken oder NICHT ??
    Esist schon klar , dass Draghi als Ex-Goldman/Sachs 'Handlanger' sehr viel Interesse daran hat das 'Ponzi Schema' der privaten Federal Reserve und BoE aufrechtzuerhalten.
    Die Herren in der US-Federal Reserve und in der ""City"" werden sich 'mächtig' freuen .
    Ein paar Jährchen mehr , bis zum Total-Kollaps.
    Ich glaube kaum , dass die Duetschen die Macht haben sich der Weltelitisten zu widersetzen.

    Zum Ponzi Schema:

    http://de.wikipedia.org/w...

    ...Charles Ponzi (* 3. März 1882 in Parma, Italien als Carlo Pietro Giovanni Guglielmo Tebaldo Ponzi, Pseudonyme: Charles Ponei, Charles P. Bianchi, Carl und Carlo; † 18. Januar 1949 in Rio de Janeiro, Brasilien) war ein italienischer Immigrant in den USA und einer der größten Schwindler und Betrüger der amerikanischen Geschichte. Im englischen Sprachraum ist der Begriff „Ponzi scheme“ (deutsch etwa: „Ponzi-Trick“) bis heute eine gebräuchliche Bezeichnung für Schneeballsysteme und Pyramidenspiele.

    Charles Ponzis „Ruhm“ als Betrüger ist noch heute nicht verblasst – Kunden, die nach heutigem Geldwert 150 Millionen Dollar angelegt hatten[1], wurden um ihr Vermögen geprellt. Für eine Einzelperson, die ein Schneeballsystem organisierte, ist dies noch heute ein beträchtlicher Betrag.

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    • doc.ex
    • 18.08.2012 um 22:58 Uhr

    2. Wie geht es weiter ?

    Es ist schon klar , dass Draghi als Ex-Goldman/Sachs 'Handlanger' sehr viel Interesse daran hat das 'Ponzi Schema' der privaten Federal Reserve aufrechtzuerhalten.
    Die Herren in der US-Federal Reserve werden sich 'mächtig' freuen .

    Eine Frage zum ESM. Zunächst Fakten:
    Der ESM soll die EFSF ablösen, 5/2010 zur 'Rettung' französischer Banken gegründet, die sich bei ihren GRE-Engagements verspekuliert hatten - mit der Folge eines Staatsbankrotts FRA, also entgegen Art.125 AEUV Maastricht. Parallel dazu hat der Franzose Trichet/EZB seine Banken bei der Refinanzierung 'unterstützt', entgegen Art.123 AEUV. Das ganze wurde vom Eurogruppenchef Juncker gemanaget durch Gründung der genannten Finanz-Fazilität an seinem 'Bankenplatz' LUX nach LUX-Recht, und nicht nach EU-Recht als EU-Institution, angeblich aus Zeitgründen.

    Die Nachfolge-Institution, zur Abwechslung Mechanismus bezeichnet, ist aber nicht nach EU-Recht, sondern nach supranationalem außereuropäischen IFI-Recht, als International Finance Institute.

    Ein Fakt ist weiterhin, dass es zwei Arten von Shares und damit auch von Shareholdern gibt.

    Ein weiterer Fakt ist, dass angelsächsische Juristen in Brüssel bei der Formulierung des ESM-Vertrags mitgewirkt haben.

    Meine Vermutung ist, dass die ESM eine Schattenbank ist und die Private Federal Reserve für Europa werden soll, indem sie mit der EZB 'verschmolzen' wird.

    Meine Frage endlich lautet, ist diese Vermutung wahrscheinlich oder gar zutreffend?

    • doc.ex
    • 18.08.2012 um 22:58 Uhr

    2. Wie geht es weiter ?

    Es ist schon klar , dass Draghi als Ex-Goldman/Sachs 'Handlanger' sehr viel Interesse daran hat das 'Ponzi Schema' der privaten Federal Reserve aufrechtzuerhalten.
    Die Herren in der US-Federal Reserve werden sich 'mächtig' freuen .

    Eine Frage zum ESM. Zunächst Fakten:
    Der ESM soll die EFSF ablösen, 5/2010 zur 'Rettung' französischer Banken gegründet, die sich bei ihren GRE-Engagements verspekuliert hatten - mit der Folge eines Staatsbankrotts FRA, also entgegen Art.125 AEUV Maastricht. Parallel dazu hat der Franzose Trichet/EZB seine Banken bei der Refinanzierung 'unterstützt', entgegen Art.123 AEUV. Das ganze wurde vom Eurogruppenchef Juncker gemanaget durch Gründung der genannten Finanz-Fazilität an seinem 'Bankenplatz' LUX nach LUX-Recht, und nicht nach EU-Recht als EU-Institution, angeblich aus Zeitgründen.

    Die Nachfolge-Institution, zur Abwechslung Mechanismus bezeichnet, ist aber nicht nach EU-Recht, sondern nach supranationalem außereuropäischen IFI-Recht, als International Finance Institute.

    Ein Fakt ist weiterhin, dass es zwei Arten von Shares und damit auch von Shareholdern gibt.

    Ein weiterer Fakt ist, dass angelsächsische Juristen in Brüssel bei der Formulierung des ESM-Vertrags mitgewirkt haben.

    Meine Vermutung ist, dass die ESM eine Schattenbank ist und die Private Federal Reserve für Europa werden soll, indem sie mit der EZB 'verschmolzen' wird.

    Meine Frage endlich lautet, ist diese Vermutung wahrscheinlich oder gar zutreffend?

  3. Es wird uns immer suggeriert, dass der Euro (und Europa) scheitert, wenn ein, zwei oder gar drei Länder aus der Eurozone austreten, womöglich nur für 10-20 Jahre, aber in der EU bleiben. Warum muss es unbedingt ein Euro (17) sein? Kann man sich nicht einen Euro (14) oder einen Euro (14, + Dänemark, Schweden, Polen, eventuell sogar GB, .. ….) vorstellen? Jedenfalls wäre eine solche Eurozone, gebildet aus homogeneren Volkswirtschaften, besser gewappnet, der Spekulation zu trotzen, die aktuell die inneren Widersprüche der Eurozone ausnutzt. Vor zehn Jahren war der Euro auf par mit dem US$, dann stieg er auf 1,50 an und jetzt ist er auf 1,20. Der Euro hat das alles überlebt. Worauf es ankommt, ist, dass die unvermeidliche Anpassung an die Realität geordnet erfolgt, mit einem generösen Schuldenschnitt für Auslandsschulden der Krisenländer und mit üppigen europäischen Hilfen zur Steigerung der volkswirtschaftlichen Produktivität in den zukünftigen Kandidatenländern zum (neuen) Euro.

    2 Leserempfehlungen
  4. funktionieren nur mit vielen Mitgliedern besonders gut.
    Also werden alle darum kämpfen müssen (neuerdings auch die Bundeswehr im Inland) dass auch schön alle die faulen Kredite kaufen und Ihr Vermögen auf dieser Euro-Kaffefahrt verspielen.
    Da sind och viel mit stillen Reserven die man auspressen kann:

    -jedes Jahr unverschuldete Studenten, denen man Kredite andrehen kann
    -schlummernde Immobilienwerde die man mit Hypotheken belegen kann

    -Ersparnise die in Aktienblasen verpuffen können
    -Gehälter die man Pfänden kann
    -die man drücken kann

    Es lohnt siech das Euro-Schneeballsystem noch 10 Jahre laufen zu lassen.

    Sowieso kollabiert vermutlich erst das Bankengespinst in London und dann in Japan bevor der EURO zerscheppert.

    Die Frage ist nur, wieviel kreativen Unsinn kann man sich bis dahin noch einfallen lassen und wieviel Milliraden in die Kapitänstresore im Mittelmeer schaufeln??

    5 Leserempfehlungen
  5. Und für mich bitte auch was! Bin auch pleite! Und warum? Weil ich immer noch nicht soviel verdiene, wie meine Kollegen im Westen. Und als was? Als Drucker!! Also, ich drucke gerne mit!

    6 Leserempfehlungen
  6. Man kann den EURO sehr schön mit der TITANIC vergleichen. Beiden wurden Konstruktionsfehler zum Verhängnis. Die ganz große Katastrophe hätte verhindert werden können. Hier wie dort gab es die Luxus- und die Holz-Klasse. Und am Ende gingen doch beide gemeinsam unter, weil die Rettungsboote nicht ausreichten.

    7 Leserempfehlungen
  7. 7. Fragen

    Ist es das Erste mal in der Geschichte, dass Geld gedruckt wird, um Schuldenprobleme zu lösen?

    Ist es wirklich so schwer vorherzusagen, was passieren wird, wenn die Druckerpressen angeworfen werden?

    Was lernt man heute eigentlich, wenn man Wirtschaft studiert?

    3 Leserempfehlungen
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    In nächster Zeit werden alle erkennen, die Achse des Bösen ist Anglo-Amerika. Damit meine ich nicht den Normalbürger sondern Unternehmen wie Goldman-Sachs, Google, Facebook,
    Twitter usw. und natürlich Ihre Vasallen aus der Politik. Wenn sie dies erkennen wird es leider zu spät sein.

    ...ist nicht das erste Mal, die Amis und Japaner machen das seit Jahren.

    Und was dann passiert? Das hängt hauptsächlich davon ab, wieviel man druckt und wie man es verteilt.

    • doc.ex
    • 19.08.2012 um 0:52 Uhr

    Zu 7. Fragen

    Ist es das Erste mal in der Geschichte, dass Geld gedruckt wird, um Schuldenprobleme zu lösen?

    Ist es wirklich so schwer vorherzusagen, was passieren wird, wenn die Druckerpressen angeworfen werden?

    Was lernt man heute eigentlich, wenn man Wirtschaft studiert?

    Antwort: Die Kapitalistische Finanzwirtschaft dominiert die heutige Ökonomie / Volkswirtschaft.

    Die sogenannte Euro-Rettung dient nicht zur Rettung der Währung, sondern zur Rettung der Euros der Multi-Millionäre und Milliardäre:

    Wem meinen Sie gehören die je 14 Milliarden Euro, die die Deutsche Bank und die Commerbank nach Spanien exportiert haben in den Immobilienmarkt und in Staatsanleihen wegen der höheren Renditen als in D ? Mir nicht, auch nicht dem 'kleinen Sparer'.

    Diese Privaten Euros werden jetzt mit den staatlichen EFSF-Euros der europäischen, zumindest 1/3 der deutschen Steuerzahler gerettet. Eine Umverteilung von Vielen unten zu Wenigen ganz weit oben. Umfang dieser Umschichtung: 110 Milliarden Euro. Deshalb klafft die Schere zwischen Reich und den vielen Fleißigen immer weiter auseinander. Dank sei dem Euro-Umverteilungssystem, dank sei der EZB und dem Target2. Dank sei dem Italiener Mario Draghi von Goldman Sachs und mit besonderem Migrationshintergrund.

    Zu Ihrer Frage: Es geht um die Finanzkapitalisten und nicht um die Volkswirtschaft. Die Ökonomie hat nur noch dienende und vernebelnde Funktion.

    In nächster Zeit werden alle erkennen, die Achse des Bösen ist Anglo-Amerika. Damit meine ich nicht den Normalbürger sondern Unternehmen wie Goldman-Sachs, Google, Facebook,
    Twitter usw. und natürlich Ihre Vasallen aus der Politik. Wenn sie dies erkennen wird es leider zu spät sein.

    ...ist nicht das erste Mal, die Amis und Japaner machen das seit Jahren.

    Und was dann passiert? Das hängt hauptsächlich davon ab, wieviel man druckt und wie man es verteilt.

    • doc.ex
    • 19.08.2012 um 0:52 Uhr

    Zu 7. Fragen

    Ist es das Erste mal in der Geschichte, dass Geld gedruckt wird, um Schuldenprobleme zu lösen?

    Ist es wirklich so schwer vorherzusagen, was passieren wird, wenn die Druckerpressen angeworfen werden?

    Was lernt man heute eigentlich, wenn man Wirtschaft studiert?

    Antwort: Die Kapitalistische Finanzwirtschaft dominiert die heutige Ökonomie / Volkswirtschaft.

    Die sogenannte Euro-Rettung dient nicht zur Rettung der Währung, sondern zur Rettung der Euros der Multi-Millionäre und Milliardäre:

    Wem meinen Sie gehören die je 14 Milliarden Euro, die die Deutsche Bank und die Commerbank nach Spanien exportiert haben in den Immobilienmarkt und in Staatsanleihen wegen der höheren Renditen als in D ? Mir nicht, auch nicht dem 'kleinen Sparer'.

    Diese Privaten Euros werden jetzt mit den staatlichen EFSF-Euros der europäischen, zumindest 1/3 der deutschen Steuerzahler gerettet. Eine Umverteilung von Vielen unten zu Wenigen ganz weit oben. Umfang dieser Umschichtung: 110 Milliarden Euro. Deshalb klafft die Schere zwischen Reich und den vielen Fleißigen immer weiter auseinander. Dank sei dem Euro-Umverteilungssystem, dank sei der EZB und dem Target2. Dank sei dem Italiener Mario Draghi von Goldman Sachs und mit besonderem Migrationshintergrund.

    Zu Ihrer Frage: Es geht um die Finanzkapitalisten und nicht um die Volkswirtschaft. Die Ökonomie hat nur noch dienende und vernebelnde Funktion.

  8. ...kann man den Euro durchaus erhalten. Ich glaube nichtmal so sehr, dass dann eine Inflation kommt, wie die meisten Deutschen befürchten, sondern wir bekommen auf großer Ebene das, was wir schon bei der deutschen Vereinigung erleben durften:

    Dauerhaft abgehängte und almosenabhängige Regionen mit Auswanderung, weitere Bevölkerungskonzentration in den (überwiegend deutschen) Boomregionen.

    Man könnte natürlich auch das vermeiden, aber das gelingt ja schon innerhalb D nicht...

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    Dann sollen die Befürworter des Geld druckens mit Ihrem Vermögen und Leben haften, wenn die Aktion schief geht.

    etwas ganz normales. Das geht auch richtig gut, solange die Menge an Geld einen Bezug zur Menge der hergestellten Waren und Dienstleistungen hat. Hier ist es allerdings mit Geld drucken so, das sich das Wachstum der Geldmenge beschleunigt und von der Menge der hergestellten Waren und Dienstleistungen abkoppelt. Was passiert dann?

    Dann sollen die Befürworter des Geld druckens mit Ihrem Vermögen und Leben haften, wenn die Aktion schief geht.

    etwas ganz normales. Das geht auch richtig gut, solange die Menge an Geld einen Bezug zur Menge der hergestellten Waren und Dienstleistungen hat. Hier ist es allerdings mit Geld drucken so, das sich das Wachstum der Geldmenge beschleunigt und von der Menge der hergestellten Waren und Dienstleistungen abkoppelt. Was passiert dann?

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