Weizenbier-Index: Für Abfahrtssäufer
Neckermann macht wieder was möglich: Den Weizenbier-Index.
Auf den Sommer folgt der Winter, jedenfalls im Kalender der Reiseveranstalter. Während andere sich sonnen, denken sie schon an Schnee. Dieser Tage kommen die neuen Kataloge in die Reisebüros.
Auf Ski folgt Après-Ski, so war das jedenfalls früher. Jetzt aber glänzt Neckermann mit einer Idee: Könnte man die Wintersportler für die Kraftanstrengungen der Berg-und-Tal-Fahrt nicht schon im Voraus belohnen? Bucht man eine Nachtzugfahrt mit dem »Schnee-Express« nach Österreich, garantiert einem das Unternehmen laut Winterkatalog 2012/13 »Après-Ski-Stimmung im Partywagen von der ersten Minute an«. Auch am Zielort möchten die Neckermänner Freunden des »gepflegten Einkehrschwungs« die Übersicht erleichtern. Darum haben sie eine Kategorie »Partydichte« eingeführt. Feiern kann man ja nie genug; und anders als auf der Piste verdient hier die Branche nach jeder Runde mit.
Im Grunde also ein schlauer Plan; er hat bloß einen Haken. Neckermann wirbt ja vornehmlich um preisbewusste Gäste; und ein böses Erwachen trägt gar nicht zur Kundenbindung bei. Man müsste also die »partyhungrigen Skihasen«, wie der Katalog sie nennt, behutsam in die Ställe lenken, die ihrem Budget entsprechen.
Zu diesem Zweck hat der Konzern ein neues Instrument entwickelt. Es erinnert an den berühmten Big-Mac-Index des Economist, bemüht aber ein anderes Grundnahrungsmittel: Weizenbier. Zu allen Wintersportorten im Katalog findet der Leser eine Angabe, die besagt, wie viel der halbe Liter Schaumgetränk dort im Schnitt kostet.
Aus diesen 79 Werten lässt sich eine praktische Tabelle entwickeln. Die Kurve beginnt als Steilpiste auf der Höhe der noblen Schweizer Skiorte Saas Fee und Laax. Dort ist der Bierpreisgipfel angesiedelt: bei über 6,20 Euro pro Glas. Dann geht es steil talwärts, erst einmal durch die Schweiz. Auf mittlerer Höhe flacht die Kurve ab; es wird international. Rasant wird es noch einmal am Tabellenende, gleich hinter dem deutschen Oberstdorf, das bei 2,60 Euro liegt. Auch das lässt sich nämlich noch unterbieten, und zwar in Harrachov. Der Ort liegt in der Tschechischen Republik, die zwar nicht für ihre Wintersporttradition bekannt ist, aber, genau, für ihr Bier. Das kostet dort pro Glas nur unschlagbare 1,50 Euro.
Après-Ski-Profis, die spontan von Laax auf Harrachov umschwenken, sparen pro Bier also 4,70 Euro. Das ist mehr, als dort im letzten Jahr eine Sesselbahnfahrt gekostet hat (3,60 Euro). So lässt sich der sportliche Teil des Skiurlaubs gewissermaßen querfinanzieren.
Der Weizenbier-Index bewegt die Welt des Wintersports: ins Mittelgebirge, nach Osten. Und mag auch nicht jeder Ort unten auf der Skala durch Schönheit bestechen – ab einer gewissen Partydichte ist das nicht mehr so entscheidend.







Bier als Grundnahrungsmittel gibt es nur in Südbayern auch Altbayern genannt, vieleicht noch in Österreich, weil dort weniger Alkohol.
Das Weizenbier heißt dort aber Weißbier.
So warm wie auf dem Titelbild kann es bei Schnee gar nicht werden, daß man sich soweit auziehen müßte.
Nach Adam Riese kann es sich da nur um übermäßigen Alkoholkonsum handeln.
Aber damit sollte man nicht werben.
... Anti-Humor-Tag, oder was?
Man könnte natürlich auch gleich zu Hause bleiben und sich mit dem ersparten Geld eine Menge Bier kaufen. Diese Variante scheint mir das günstigste Preis-Leistungs-Verhältnis zu haben.
Mit Humor hat so eine Sauferei ( wollte mich nicht so deutlich ausdrücken wie in der Überschrift ) wirklich nichts mehr zu tun.
Alkohol ist inzwischen eine Säuche.
Oder warum schreiben Sie "Säuche" statt "Seuche"?
Oder warum schreiben Sie "Säuche" statt "Seuche"?
Oder warum schreiben Sie "Säuche" statt "Seuche"?
...für den gelungenen Titel.
Zu Biertrinkern, gleich, ob sie in "El Arenal" oder in den Bergen ihrer Tätigkeit nachgehen, habe ich keinen Bezug.
Besser aber, es wird auf deutschen Höhen - im eigenen Land also - gesoffen, als irgendwo in anderen Ländern...Das nämlich hat keinen guten Eindruck hinterlassen.
Ich kann mit den ganzen Partypeoplen nichts anfangen. Saufen kann man auch zu Hause. Da muss man sich nicht in anderen Ländern blamieren.
Ich wünschte, sowas würde verboten werden :'-(
Unsere schöne Welt...
will ich nciht in einer welt leben, in der es für solche dinge vorschriften gibt.
es wäre sonst die "schöne neue welt".
will ich nciht in einer welt leben, in der es für solche dinge vorschriften gibt.
es wäre sonst die "schöne neue welt".
will ich nciht in einer welt leben, in der es für solche dinge vorschriften gibt.
es wäre sonst die "schöne neue welt".
Das stimmt wohl.
Das stimmt wohl.
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