Österreich: Sehnsucht nach dem Almerlebnis
Sanfter Wandertourismus soll helfen, das Überleben einer österreichischen Kulturlandschaft zu gewährleisten und Bauern neue Einkommensquellen zu erschließen.
Noch ein paar Schritte, dann ist es geschafft. Kuhglocken läuten, und ein Hase hoppelt vorüber. Ein Trachtenpärchen begrüßt die Gäste. Die beiden sehen aus, als seien sie einem Werbesujet für Kräuterlimonade entsprungen. Über vierzig Hektar erstrecken sich die Wiesen der Biberalm auf 1.735 Meter Seehöhe. Das Bergpanorama: atemraubend. Links neben der Hütte, wo die rustikale Unterkunft für zwölf Personen steht, glotzen Ziegen aus ihrem Unterstand. Christian Zehentner, 42, der Wirt in Lederhose, ist mehrfacher Vizeweltmeister im Tiefschneefahren, arbeitet im Winter als Skilehrer und im Sommer hier heroben. Seine Kollegin ist die 19-jährige Veronika Gruber, die Tochter der Bauernfamilie, welche die Alm bewirtschaftet. Im knappen Dirndl serviert sie selbst gemachte Wurst- und Käseplatten, Buttermilch, Schnäpse und Bier. Hoch über Bad Hofgastein im Salzburger Pongau scheint die Welt noch in Ordnung. Hier hat man den sanften Wandertourismus als zusätzliche Einnahmequelle entdeckt.
Generell hat die Almwirtschaft nach wie vor keinen leichten Stand in Österreich. Besonders in den beiden vergangenen Jahrzehnten machten zunehmende Landflucht, höherer Futterertrag im Tal und der fortschreitende Konkurrenzdruck des freien Marktes den Bauern zu schaffen.
Wie also die sensiblen Bergregionen erhalten, die längst eine Schlüsselrolle für die Sicherung des Ökosystems, der Erhaltung der Kulturlandschaft und der Biodiversität spielen? Die Berggebiete bedecken 70 Prozent Österreichs und machen 58 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche aus. Besonders wichtig für die Almbetriebe sind die Einkünfte aus Förderungen von Bund, den Ländern und der Europäischen Union. »In schweren Lagen beziehen die Bauern sogar mehr als zwei Drittel ihrer Einkünfte aus öffentlichen Quellen«, sagt Daniel Bogner, Geschäftsführer des Ingenieur- und Beratungsunternehmens Umweltbüro. Bis 2006 leitete er das zweijährige Forschungsprojekt Alp Austria, in dem Wissenschaftler und Behörden gemeinsam eine Strategie zur Sicherung der Almwirtschaft in Österreich erarbeiteten. Darin sind Bildungsangebote für die Bauern vorgesehen, neue Qualitätsstandards für selbst erzeugte Produkte oder Initiativen, um den Tourismus anzukurbeln.
Zwar macht sich Bogner um den Fortbestand der Almwirtschaft keine ernsten Sorgen. Die Entwicklung sei relativ konstant. Doch er warnt davor, die Hände in den Schoß zu legen: »Die Förderungen stabilisieren die Agrarstruktur weitgehend. Ohne sie gäbe es einen dramatischen Strukturwandel, gerade im Berggebiet und auf den Almen wäre eine enorme Nutzungsauflassung die Folge. Ein Zuwachsen der freien Flächen mit Krüppelkiefern. Die Kulturen würden sich rasch ändern, innerhalb weniger Jahre.« Eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Bauern und Tourismusbranche hält er für einen sinnvollen Weg, touristisches Potenzial zu mobilisieren.
Die Biberalm ist ein gutes Beispiel dafür. Heute scheint alles eitel Wonne. Aber noch vor wenigen Jahren sah es hier gar nicht rosig aus. 2003 fegte ein starker Sturm über die kleine Hütte am Berg hinweg. Das Haus hielt nicht stand, das Holz zerbarst, nur das Fundament blieb stehen. Fast schien es, als ob die Biberalm dasselbe Schicksal ereilen würde wie so viele Almen im Salzburger Land. Ende des 19. Jahrhunderts, zu Kaisers Zeiten, grasten noch 150.000 Rinder auf den Salzburger Bergen, bereits im Jahr des Anschlusses an das »Dritte Reich« waren es nur mehr 34.200. Heute werden noch 9.200 Kühe auf den Hochwiesen gemolken.
Doch die Familie Gruber entschloss sich, die Biberalm neu aufzubauen und sie bei der Aktion »Almsommer« zertifizieren zu lassen. Seit zehn Jahren ziehen in Salzburg Tourismuswerbung und Landwirtschaftskammer an einem Strang, um fast ein Zehntel der 1.830 noch bewirtschafteten Almen im Bundesland unter diesem Dach als Fremdenverkehrsattraktion zu vermarkten. In diesem Jahr kommen acht neue hinzu. Das selbst gemachte Essen, ein rustikales Ambiente und weidende Tiere ringsum sind Voraussetzung für Betriebe, um in das Programm aufgenommen zu werden. Und es darf keine Asphaltstraße vom Tal auf die Hochweide führen, damit das authentische Almerlebnis nicht getrübt wird.
Den Wanderern gefällt das. Auf einem 350 Kilometer langen Rundweg können sie gemütlich von Hütte zu Hütte gehen – zu mehr als 120 Almen. An diesem Tag ist es ruhig auf der Biberalm. Noch gestern aber waren 80 Gäste zu Besuch, darunter 30 Schweden; und die bringen garantiert mehr Geld als das liebe Vieh. »Ohne Fremdenverkehr würde das alles nicht mehr funktionieren«, sagt die Hausherrin, Walburga Gruber, und bittet an einen großen, runden Erkertisch. Im Tal betreiben die 52-jährige Bäuerin und ihr Mann Andreas eine Landwirtschaft. Auch am Hof vermieten sie Zimmer und Appartements.
Die Chance, am Tourismus mitzuverdienen, eröffnete vielen Landwirten die Möglichkeit, den Betrieb auf den Berghängen weiterzubetreiben – oder gar wieder aufzunehmen. »Einige Almen wurden revitalisiert, nachdem sie oft jahrzehntelang unbewirtschaftet waren«, erzählt Leo Bauernberger. Der »Almsommer« ist sein Stolz. Mit der von ihm kreierten Marke legte der gebürtige Oberösterreicher 2002 einen gelungenen Start als Salzburger Tourismuschef hin. Seine Idee, ausgewählte Almbetriebe für entspannte Wandertouristen zu erschließen, funktioniert so gut, dass Salzburg mittlerweile als almreichstes Bundesland gilt – obwohl Tirol laut der Agrarstrukturerhebung 2010 mit 2.343 Almen unangefochten vor der Steiermark mit 1973 Betrieben an der Spitze liegt. »Das haben sie sogar im Radio in Tirol verkündet«, lacht Siegfried Wieser. Der Mann sei sein »Mastermind«, sagt Bauernberger. Der rüstige Diplomingenieur mit dem trockenen Witz kennt als Leiter der Landwirtschaftskammer St. Johann alle Vorschriften, kann die Bauern zum Beispiel über die nötige Wasserhygiene aufklären. »Wenn ein Gast beim Heimgehen die Scheißerei mithat, ist sonst der erste Verdacht das Almwasser«, sagt er. Vor allem aber schaut er darauf, dass eine Alm auch eine Alm bleibt. Es kam schon vor, dass Betriebe das Programm verlassen mussten, weil sie sich zu sehr in Richtung Gastronomie entwickelten. Grenzfälle, was die Gebäudestruktur betrifft, gebe es aber immer wieder.






Die Klientel solcherart Bergtourismus hinterlässt nämlich einiges davon, das teils Jahrhunderte zum Verrotten braucht.
Grade aktuell wieder gesehen: Neuerdings liegen neben Pappiertaschentüchern (2 Jahre) auch Küchentücher (ca. 3-4 Jahre) und Feuchttücher (5-6 Jahre) nebst Einzelverpackung (>20 Jahre).
Nicht, dass ich was gegen den Almurlaub hätte, aber ökologisch verträglich ist was anderes.
Und mit Wandern im ursprünglichen Sinne hat das Vesperrucksackjogging mit Versorgungsstation auch recht wenig zu tun.
Erstklassige Begriffsverwirrung also.
(Muss der tatsächliche Wanderer sein Tun ja schon als Trekking bezeichnenen)
Aber ein positives doch: Dabei werden wenigstens keine Bausünden in die Natur gesetzt, wie es in vielen Alpentälern zu bewundern ist.
wird von den Hütten auf die selbe Art und Weise weggebracht, wie die Lebensmittel geliefert werden: Per Jeep über Forststraßen oder per Materialseilbahn.
Ausserdem gehörte es immer schon zu den Regeln des Bergwanderns, den eigenen Müll im Rucksack wieder mit zu nehmen.
Sollte trotzdem etwas liegen bleiben, organisieren die Gemeinden einmal im Jahr eine "Flurreinigung", bei der Freiwillige die Gegend durchstreifen und Müll aufsammeln (so was gibt es sogar auf Mallorca)
Von den Hütten schrieb ich nicht, sondern von den Wanderern. Und dass die die schöne Regel leider zu hauf nicht einhalten, sieht man eben genau an den leichteren Wanderwegen, die typisch für genau die angesprochene Klientel sind.
Von solchen Leuten brauchts nicht noch mehr in den Bergen.
Und sorry: Die angesprochene Freiwilligenaktion ist ja wohl der Witz. Soviel Müll können 100 Leute nicht in einer Woche sammeln.
Von den Hütten schrieb ich nicht, sondern von den Wanderern. Und dass die die schöne Regel leider zu hauf nicht einhalten, sieht man eben genau an den leichteren Wanderwegen, die typisch für genau die angesprochene Klientel sind.
Von solchen Leuten brauchts nicht noch mehr in den Bergen.
Und sorry: Die angesprochene Freiwilligenaktion ist ja wohl der Witz. Soviel Müll können 100 Leute nicht in einer Woche sammeln.
„Hoch über Bad Hofgastein im Salzburger Pongau scheint die Welt noch in Ordnung“.
Die Ortschaft ist wirklich idyllisch: man finden hier wieder die verloren gegangene innere Ruhe und das seelische Gleichgewicht. So stelle ich mir irgend-wann das Paradies vor: viel Grünes, den grenzenlosen Horizont, Pflanzen und Tiere in ihrer natürlichen Umgebung, die stolzen und großartigen Berge und den klein-großen Mensch, der ganz in Ruhe seinen Gedanken - von der Außenwelt ungestört – einen Freiraum geben kann, während man durch die atemberaubende Hügellandschaft wandert. Die alten Römer haben behauptet: „Jeder Mensch ist ein Reisender/Pilger, man muss nur wissen, wohin die Reise genau führen soll“. Da ich im Unterschied zu Altrömern nicht unbedingt nach Rom wollte, musste ich während meiner Wanderung diese Frage komplett neu beantworten.
Ich würde sagen: das Ziel definiert großteils den Weg, aber woher soll man wissen, dass der Weg tatsächlich richtig ist (besonders wenn man bei sich keinen Kompass hat)? Wenn man sich nur auf eigene Gefühle verlässt, geht man einem bestimmten Risiko nach, sich möglicherweise zu verlaufen. Besonders, wenn man in gewissen Situationen zudem leicht impulsiv handelt. Na ja, und ohne einen Plan oder andere „beruhigende“ Informationen ist schwierig den richtigen Weg erst überhaupt handlungssicher zu erkennen.
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Man kann natürlich nach dem Motto „Trials and Errors“ handeln, aber wenn man sich früher schon ein Mal fies verlaufen hat, hat man weniger Freude an gleichen „kreativen“ Experimenten erneut teilzunehmen.
Aber, wer sucht, der wird schon sein „Rom“ finden. Ich habe übrigens (nach drei Stunden wandern) eine nette Gaststätte gefunden, in der der große Koch auf dem starken Feuer seine Speisen virtuos zubereitet hat (die Szene sah exotisch aber gleichzeitig sehr gemütlich aus :). Und überall die Atmosphäre, die ich - ähnlich- aus meiner Kindheit kenne (trotz, dass ich nicht aus Österreich komme).
Also, für alle, die die hingebende Naturnähe, die gelassene Ruhe, das vertraute Essen und einen unvergesslichen Sonnenaufgang unter Bergen und rissigen Tannenbäumen erleben wollen – ist diese Ortschaft - Hofgastein- eine Supermöglichkeit.
Übrigens: besonders empfehlenswert für stille Nachdenker und enthusiastische Wanderer (mit einem guten Kompass)...
Von den Hütten schrieb ich nicht, sondern von den Wanderern. Und dass die die schöne Regel leider zu hauf nicht einhalten, sieht man eben genau an den leichteren Wanderwegen, die typisch für genau die angesprochene Klientel sind.
Von solchen Leuten brauchts nicht noch mehr in den Bergen.
Und sorry: Die angesprochene Freiwilligenaktion ist ja wohl der Witz. Soviel Müll können 100 Leute nicht in einer Woche sammeln.
wo Sie unterwegs waren, blue, aber ich kenne in den Bergen keinen einzigen Wanderweg, auf dem es so aussieht wie von Ihnen beschrieben. Ich sehe so gut wie nie weggeworfenen Müll.
Mag sein, dass Sie eine besonders überlaufene Route erwischt haben.
wo Sie unterwegs waren, blue, aber ich kenne in den Bergen keinen einzigen Wanderweg, auf dem es so aussieht wie von Ihnen beschrieben. Ich sehe so gut wie nie weggeworfenen Müll.
Mag sein, dass Sie eine besonders überlaufene Route erwischt haben.
wo Sie unterwegs waren, blue, aber ich kenne in den Bergen keinen einzigen Wanderweg, auf dem es so aussieht wie von Ihnen beschrieben. Ich sehe so gut wie nie weggeworfenen Müll.
Mag sein, dass Sie eine besonders überlaufene Route erwischt haben.
Sehr geehrter Blue0711,
vertreten Sie nicht (ein bisschen) zu skeptischen Blick auf die Wandernfrage?
Zitat 1: „Die Klientel solcherart Bergtourismus hinterlässt nämlich einiges davon, das teils Jahrhunderte zum Verrotten braucht“.
Soweit ich mich mit Wandern auskenne, hinterlassen viele Deutsche (im Ausland entsprechend - deutsche Touristen) kaum etwas an Müll. Die umweltschonende Maxime „man darf kein Umweltsünder sein“ lernen viele mit dem Muttermilch. Man kann in Österreich das Gleiche vermutlich nicht für alle Touristen behaupten. Aber es ist viel geholfen, wenn man sich um freundliche Beschilderung mit dem Satz „Bitte kein Müll hinterlassen/Pleace don´t leave garbage“ kümmert. Wenn man alle Touristen explizit aber nett bittet, werden allermeiste ihre leeren Wasserflaschen oder Taschentücher bis zur nächsten Mülltonne freiwillig tragen. Für wenige diejenigen, die nur „Geldsprache“ verstehen, kann man beiläufig erwähnen, dass im Falle des Erwischtwerdens eine mögliche Strafe von (z. B.) 100 Euro besteht. Also, wenn man in eigenem Revier Ordnung möchte, wäre gut das klar zu kommunizieren und mit entsprechenden Kontrollmitteln ab und zu zu überwachen. Aber „alles zu verbitten“ - finde ich übertrieben.
...
"vertreten Sie nicht (ein bisschen) zu skeptischen Blick auf die Wandernfrage?" Ich vertrete da leider nichts, sondern gebe nur meine Erfahrung wieder. Schweiz, Österreich, Deutschland ist egal: Alpine Wanderwege sind weitestgehend verschont, aber sobald der "Wanderparkplatz" in 3h-Reichweite rückt, nimmt der Müllanteil rapide zu.
Teils sorgsam versteckt (zerdrückte Getränkedosen unter Steinen, eingebuddelte Tücher usw.) aber für scharfe Augen überall sichtbar.
Und zu welchem Schluß soll ich nun kommen, wenn sich die Menge des Mülls augenfällig an der leichten Erreichbarkeit durch nicht alpin Erfahrene messen lässt? Wer das genau ist, kann ich nicht wissen, aber der Anteil unter der Leichtwanderfraktion ist offensichtlich höher.
Es wird ein schönes Bild gemalt von unberührten Almen, die ökologisch und kulturell verträglich Tourismus anbieten.
Doch genau dieser Tourismus bringt leider zu einem großen Teil völlige Unkenntnis und Unsensibilität mit. Die finden das einfach nur urig und süss und wollen am liebsten mit dem Auto bis vor die Tür fahren (OK, dürfen sie dort nicht, dann gibts aber sicher Gepäckservice oder Hüttentaxi, da brauchts ja nur einen nicht asphaltierten Fahrweg).
Dieselbe Gruppe schaut auf Wanderer im ursprünglichen Sinne, also solche, die mit ihrem Gepäck auf (Nicht-Rund-)Tour sind, oft genug mit Verachtung herab.
Das geht so weit, dass schon ursprüngliche Berghütten Wanderer als Menschen zweiter Klasse behandeln und die Tagestouristen bevorzugen.
"vertreten Sie nicht (ein bisschen) zu skeptischen Blick auf die Wandernfrage?" Ich vertrete da leider nichts, sondern gebe nur meine Erfahrung wieder. Schweiz, Österreich, Deutschland ist egal: Alpine Wanderwege sind weitestgehend verschont, aber sobald der "Wanderparkplatz" in 3h-Reichweite rückt, nimmt der Müllanteil rapide zu.
Teils sorgsam versteckt (zerdrückte Getränkedosen unter Steinen, eingebuddelte Tücher usw.) aber für scharfe Augen überall sichtbar.
Und zu welchem Schluß soll ich nun kommen, wenn sich die Menge des Mülls augenfällig an der leichten Erreichbarkeit durch nicht alpin Erfahrene messen lässt? Wer das genau ist, kann ich nicht wissen, aber der Anteil unter der Leichtwanderfraktion ist offensichtlich höher.
Es wird ein schönes Bild gemalt von unberührten Almen, die ökologisch und kulturell verträglich Tourismus anbieten.
Doch genau dieser Tourismus bringt leider zu einem großen Teil völlige Unkenntnis und Unsensibilität mit. Die finden das einfach nur urig und süss und wollen am liebsten mit dem Auto bis vor die Tür fahren (OK, dürfen sie dort nicht, dann gibts aber sicher Gepäckservice oder Hüttentaxi, da brauchts ja nur einen nicht asphaltierten Fahrweg).
Dieselbe Gruppe schaut auf Wanderer im ursprünglichen Sinne, also solche, die mit ihrem Gepäck auf (Nicht-Rund-)Tour sind, oft genug mit Verachtung herab.
Das geht so weit, dass schon ursprüngliche Berghütten Wanderer als Menschen zweiter Klasse behandeln und die Tagestouristen bevorzugen.
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Zitat 2: „Und mit Wandern im ursprünglichen Sinne hat das Vesperrucksackjogging mit Versorgungsstation auch recht wenig zu tun. Erstklassige Begriffsverwirrung also.“.
Es hängt viel davon ab, m. M. n., wie schnell man läuft. Man kann natürlich fast rennen, aber es macht auch viel Freude, wenn man sich ein bisschen Zeit nimmt und sich die Umgebung genau anschaut. Und wenn es ein paar Tagen später einige Pfunds weniger da sind, betrachte ich es eindeutig positiv. Man kann sagen: das Angenehme wird mit dem Nützlichen verbunden. ;)
Übrigens, Ihre Meinung im Bezug auf Bausünden teile ich zum Großteil: man muss nicht alles "verändern" und „erobern“ → manche Sachen sind einfach schön, wie sie sind.
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