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Ob in der Klinik, in der Industrie oder mithilfe des Bundes: Viele Wege führen in die Wissenschaft. von 

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

In sogenannten Klinischen Forschergruppen fördert die DFG Forschungsverbünde, die entweder die Grundlagenforschung voranbringen oder mittelfristig konkrete neue Therapien ermöglichen. Gefördert werden derzeit Gruppen aus allen medizinischen Bereichen. In Tübingen versuchen Wissenschaftler etwa herauszufinden, welche Rolle Blutplättchen genau spielen und wie sie womöglich das Ablesen der Gene beeinflussen; in Erlangen will man ergründen, wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen entstehen – und wie sie sich noch besser behandeln lassen.

Das Besondere bei den Projekten der DFG: Es gibt keine spezifischen Ausschreibungen. Das Geld ist weder an Themen noch an bestimmte Fragestellungen gebunden – wer eine gute Idee hat, kann sich bewerben!

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Insgesamt fördert die DFG zurzeit bundesweit 41 Klinische Forschergruppen, 2011 bekamen diese zusammen mehr als 25 Millionen Euro. Als Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland erhält die DFG ihr Geld selbst wiederum zum größten Teil von Bund und Ländern. Weitere Informationen, darunter eine Liste aller geförderten Klinischen Forschergruppen sowie Hinweise, wie man sich bewirbt, finden sich unter www.dfg.de.

Drittmittel aus der Wirtschaft

Förderprogramme vonseiten der Wirtschaft bietet vor allem die Pharmaindustrie an. Der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) unterstützt zum Beispiel die Stiftung zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur Einschränkung von Tierversuchen (set), bei deren Projekten sich auch Ärzte bewerben können.

Große Pharmaunternehmen haben ihre eigenen, oft finanzstarken Programme, darunter der Boehringer Ingelheim Fonds, eine Stiftung für medizinische Grundlagenforschung, oder die Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung. Außerdem sind Pharmafirmen erfahrungsgemäß offen für Initiativangebote von Ärzten. Wenn jemand etwa eine potenziell neue Wirkung in einem Medikament oder Wirkstoff testen will, kann er oft mit einer Förderung von jenem Unternehmen rechnen, das das jeweilige Medikament oder den Wirkstoff herstellt.

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