City Guide Hamburg: Ins Offene
An der Alster weht einen die Unendlichkeit an.
Lange Zeit habe ich mir den Westen glitzrig, elegant und irgendwie auch wild vorgestellt. Komisch, dass ich solche Illusionen noch hatte, als ich vor zwölf Jahren aus dem Osten nach Hamburg zog. Leider wirkte dort alles irgendwie muffig: sauteure Wohnungen mit speckigen Achtziger-Jahre-Kacheln und Gärten voll fleischiger Rhododendronbüsche, das berühmte Schauspielhaus direkt am Bahnhof und die Akademie der Künste am Zubringer zur Autobahn. – Also, Liebe auf den ersten Blick war diese Stadt für mich nicht.
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Aber dann verliebte ich mich doch. Es lag wohl am Wind und am Himmel über der Außenalster, die sich als riesiger See mitten in der Stadt ausbreitet. Ein Kollege hat sie mal mit dem Meer verglichen, und tatsächlich weht einen etwas wie Unendlichkeit an, wenn man hier langradelt. Am schönsten ist der späte Vormittag, wenn das Blassgrau des Wassers ins Blaugrüne übergeht, wenn der frühe Autolärm verebbt und der Rhythmus der Wellen einen in den kühlen Tag trägt. Es ist ja in Hamburg fast nie warm, sodass ich sommers oft sehnsüchtig an meine alte Heimat Sachsen-Anhalt denke, als wäre es die Toskana. Doch selbst in der Toskana müsste ich die schwebenden Segelboote und dieses Großstadturlaubsgefühl vermissen. Wo sonst gibt es solche Radwege zur Arbeit?
- City Guide Hamburg
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Hier finden Sie alle Artikel aus dem City Guide Hamburg:
Wie klingt Hamburg? Erkundungen in der Musikstadt
Peter Lohmeyer über den Altonaer Balkon
Stammgericht: Labskaus im Fischereihafen Restaurant
Hier schmeckt Hamburg: Restaurant-Tipps von Michael Allmaier
Mode: Bent Angelo Jensen über den neuen Hamburger Stil
Anbetung: In der Alster versinkt alles Unwesentliche
Hotel: Das Atlantic ist eine perfekte Bühne für jedermann
Hoteltipps von unserem Hoteltester Tomas Niederberghaus
Tipps aus der Redaktion: Vom Silbersack bis zum HeckentheaterUnd die Themenseite zum City Guide Hamburg
Außerdem: Die besten Netzfunde für Hamburg – Die ZEIT-ONLINE-Empfehlungen
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Ich glaube, deshalb bin ich überhaupt im Westen geblieben. Deshalb wohne ich immer noch im selben schäbigen Haus in Alsternähe und ignoriere die vorwurfsvollen Fragen meiner Freunde, wann ich endlich umziehe. Jeden Morgen, wenn ich ins Blaue, ins Offene radle, kommt mir das Leben glitzrig und voller Möglichkeiten vor. Ich sehe die schnellen Wolken, rieche das wogende Schilf – und sogar die verhassten Rhododendronbüsche scheinen mir plötzlich ganz hübsch. Das macht wohl die Liebe. Sie verwandelt die Welt und bringt uns in Bewegung. Ich habe die Alster schon auf Langlaufskiern umrundet und auf Schlittschuhen überquert. Und ich werde niemals müde, abends am Ufer entlangzuspazieren und zuzuschauen, wie alles Unwichtige versinkt.










Wenn ich mir das Bild vom Anleger Mühlenkamp so ansehe, steigt in mir der unbändige Wunsch hoch, den (oder die) für die Baugenehmigung dieses entzückenden Balkons zuständigen Bauamtmitarbeiter kennenzulernen.
...keine Frage. Gefehlt hat mir noch die Möglichkeit, sich auf dem Wasser zu bewegen, anstatt nur am Ufer zu bleiben. Sei es mit dem Alsterdampfer, dem Ruder- Tret- und natürlich besonders dem Segelboot.
Aber "riesiger See"?! Jetzt bitte. Wenn ein See "riesig" ist, liegt er nicht "in der Stadt" sondern die "Stadt liegt an ihm". Beispiele gefällig: Chicago, Toronto, Zürich, Genf....
diese noch nicht einmal zusammenhängende 1,82-km²-Lache als "riesigen See" zu bezeichnen, klingt vordergründig weniger nach dem "Erfüllen einer Informationspflicht" als vielmehr eher nach leicht fehlgeleitetem Lokalpatriotismus ;-) Da ist ja der Laacher See in der Eifel schon doppelt so groß wie die Binnenalster.
diese noch nicht einmal zusammenhängende 1,82-km²-Lache als "riesigen See" zu bezeichnen, klingt vordergründig weniger nach dem "Erfüllen einer Informationspflicht" als vielmehr eher nach leicht fehlgeleitetem Lokalpatriotismus ;-) Da ist ja der Laacher See in der Eifel schon doppelt so groß wie die Binnenalster.
"...Es ist ja in Hamburg fast nie warm"
Es ist ja einigen Leuten ihre Klischeevorstellung fast nie auszutreiben.
diese noch nicht einmal zusammenhängende 1,82-km²-Lache als "riesigen See" zu bezeichnen, klingt vordergründig weniger nach dem "Erfüllen einer Informationspflicht" als vielmehr eher nach leicht fehlgeleitetem Lokalpatriotismus ;-) Da ist ja der Laacher See in der Eifel schon doppelt so groß wie die Binnenalster.
unbedingt in einer Millionenstadt, oder?
Bleiben Sie an Ihrem Laacher See, ich bleibe an der Alster!
unbedingt in einer Millionenstadt, oder?
Bleiben Sie an Ihrem Laacher See, ich bleibe an der Alster!
unbedingt in einer Millionenstadt, oder?
Bleiben Sie an Ihrem Laacher See, ich bleibe an der Alster!
... wären Sie aber auf dem Münchner Oktoberfest besser aufgehoben ;-)
So, jetzt aber Schluß, bevor ich noch Heinrich Heine zitiere ...
... wären Sie aber auf dem Münchner Oktoberfest besser aufgehoben ;-)
So, jetzt aber Schluß, bevor ich noch Heinrich Heine zitiere ...
... wären Sie aber auf dem Münchner Oktoberfest besser aufgehoben ;-)
So, jetzt aber Schluß, bevor ich noch Heinrich Heine zitiere ...
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