Buchmarkt: Gigant ohne Geist
"Wir lieben Autoren", behauptet Amazon, der größte Buchhändler der Welt. Der Konzern macht mittlerweile selber Bücher - nicht nur elektronische, sondern auch gedruckte. Damit greift Amazon das alte System der Autoren, Verlage und Buchhändler frontal an. Der Buchkultur, wie wir sie kennen, droht der Kollaps.
© Emmanuel Dunand

Die Lesegeräte von Amazon: Kindle Touch, Kindle Fire und der Kindle E-Bookreader
Am Dienstagnachmittag kommt der Teufel bei Amazon vorbei. Es ist das Treffen eines Autors mit seinem besten Verkäufer. Der Teufel trägt ein knatschrotes Kostüm, es spannt über dem Bauch. Seine Schuhe sind rot, seine Teufelsmaske ist rot, schwarze Hörner bohren sich durch einen Cowboyhut, und auf der Brust prangt das Coverbild seines Buches. Das Buch heißt: The Devil Repents, »Der Teufel bereut«, und es zeigt: einen knienden Teufel vor dem gekreuzigten Jesus.
Der Teufel heißt Philip Garbarino. Und er tritt auf in New York, bei der BookExpo America, der größten Buchmesse Amerikas, im Javits Center, einem riesigen Glaskasten am Hudson River, um Werbung für sein Epos zu machen. In drei Teilen soll es erscheinen und die ganz große Frage beantworten: Soll Gott dem Teufel vergeben? Garbarino geht zum Amazon-Stand und sagt zu den Verkäufern: »Der erste Teil der Trilogie ist jetzt draußen, und wir promoten das Buch zusammen, es ist der Hammer!« Die Amazon-Verkäufer starren ihn an und sagen nichts, der Teufel dreht sich um, schnappt sich zwei junge Männer. Er ruft: »Soll Gott dem Teufel vergeben?«, und knufft ihnen in die Seite. Ein dritter zückt seine Handykamera, der Teufel stellt sich in die Mitte. Klick, ein Foto, klick, zwei Fotos. Der Teufel wackelt mit dem Schwanz. Klick, noch ein Foto.
Dieser Teufelsautor Philip Garbarino ist ein Autor der neuen Zeit. Ein Autor ganz nach dem Geschmack von Amazon. Mit Haut und Haar vermarktet er sich selbst. Es gibt keinen Verlag, der ihn druckt, alles macht er allein, und am Ende verkauft er sein Werk als E-Book, meistens über Amazon. Aber hier, in der Öffentlichkeit, da ist Amazon diese Teufelssymbolik suspekt. Mit ihr wollen sie nichts zu tun haben. Vielleicht weil sie selbst im Ruch stehen, der Teufel zu sein, »ein schonungslos Geld machender Teufel«, wie James Daunt, Chef der britischen Buchhandelskette Waterstones, behauptet.
Die Amazon-Verkäufer treten zwei Schritte beiseite und wenden sich wieder ihren Kunden zu, den Autoren und Agenten, um sie ungestört von ihrem Konzept und ihren Angeboten zu überzeugen, von all dem, was der Spruch auf ihren grauen und weißen T-Shirts vereint: »We Love Authors«, steht dort. Und anstelle des »Love« ist ein orangefarbenes Herz um das »We« gemalt. Denn Amazon ist nicht der Teufel. Amazon ist Liebe. Sagt jedenfalls Amazon.
1995 gründete Jeff Bezos, ein Elitestudent aus einfachen Verhältnissen, die kleine Garagenfirma amazon.com als Online-Buchhändler. Er war nicht der Erste, der im Netz Bücher verkaufte, aber er war der Cleverste, weil er die Logik des Internets verstand: Wer als Erster ganz groß ist, muss niemanden mehr fürchten. Sein Plan ging auf: Keiner verkaufte in den vergangenen Jahren so viele Bücher wie Amazon. Und nicht nur das. Inzwischen kann jeder über die Seite auch Toilettenpapier, Snickers und Kühlschränke kaufen.
Den Großteil seines Umsatzes macht Amazon mit seinen Supermarktprodukten. Das hat das Unternehmen nach ganz oben gebracht. Gemeinsam mit Google, Facebook und Apple teilt es die Welt des Internets untereinander auf. Aber es sind die Bücher, die alte Liebe von Jeff Bezos, die jetzt wieder im Mittelpunkt stehen. Bezos will den Buchmarkt ein zweites Mal auf den Kopf stellen – in einer Zeit, die unübersichtlicher und deshalb für eine derartige Revolution günstiger nicht sein könnte: Weltweit verschieben sich die Kräfteverhältnisse zwischen Urhebern, Verwertern und Rezipienten. Der Streit ums Urheberrecht ist eskaliert, die Rolle der Zwischenhändler in Internetzeiten ist unklar, die Funktion der Kunst in einer digitalen Kopiergesellschaft muss neu ausgehandelt werden. Amazon hat die Sprengkraft der Umwälzungen erkannt und sich entschieden: Wir solidarisieren uns mit den Autoren und den Lesern. Wir versuchen uns als Zwischenhändler so weit wie möglich unsichtbar zu machen. Dann können wir alle anderen – die Verlage, die Auslieferer, die Buchhändler – in die Enge treiben. Wir können sie als überflüssige Elemente des Systems aus der Verwertungskette herauskomplimentieren und danach die gesamte Buchwelt beherrschen. Wenn das gelingt, wird das nicht zuletzt für die Liebhaber von Literatur ein Albtraum. Die Buchkultur, wie wir sie seit Gutenbergs Erfindung der Druckpresse kennen, wäre zerstört.
Drei Werkzeuge will Bezos in diesem Feldzug zum Einsatz bringen. Zum einen das Verlagswesen, das er aus dem Boden gestampft hat. Seit gut einem Jahr ist Amazon nicht mehr nur Buchhändler. Seit gut einem Jahr macht Amazon auch Bücher. Mit eigenen Scouts, mit eigenen Lektoren, mit eigenen Autoren. Amazon Publishing nennt sich diese Geschäftssparte, mit der Bezos den angestammten Verlagen Konkurrenz macht.
Als zweites Werkzeug hat er Self-Publishing-Plattformen gegründet. Sie erlauben Autoren, ihre Bücher in Eigenregie zu veröffentlichen. Wer ein fertiges Manuskript hat, kann es zum Beispiel bei CreateSpace ohne großen Aufwand in ein E-Book-Format umwandeln, mit einem Preis versehen und verkaufen. Möglich ist auch, das Buch drucken zu lassen und über Amazons Versand zu vertreiben. Das sorgte anfangs für Spott, die Plattformen von Amazon und anderen Anbietern galten Kritikern als Ramschhalden. Doch dieser Spott ist spätestens vergangen, als Anfang August gleich sieben selbstverlegte Titel auf der New York Times-E-Book-Bestsellerliste standen – die ursprünglich selbstpublizierten Bücher der Shades of Grey-Reihe, jetzt bei Knopf Doubleday verlegt, nicht einmal eingerechnet. All diese E-Books, von denen die meisten zuerst über die Plattform Smashwords hochgeladen wurden, sind selbstverständlich auch bei Amazon zu kaufen.
Bezos’ drittes Werkzeug ist in seiner neusten Edition 16,6 Zentimeter lang, 11,4 Zentimeter breit und 8,7 Millimeter dick. Es heißt Kindle und ist das Lesegerät, das gedruckte Bücher irgendwann überflüssig machen soll. Es ist der Reader, auf dem man die E-Books lesen soll. Und Jeff Bezos will, dass alle Menschen bei Amazon E-Books kaufen und auf dem Kindle E-Books lesen. In den USA und auf der ganzen Welt. Am liebsten so schnell wie möglich.
Mit den USA, dem größten Buchmarkt der Welt, kann Bezos bisher zufrieden sein. Mit Deutschland, dem zweitgrößten Buchmarkt der Welt, hingegen noch nicht. Deutschland ist bei der Digitalisierung noch ein Entwicklungsland. Gerechnet auf die ganze Branche, machen die E-Book-Umsätze gerade einmal etwas mehr als ein Prozent aus, ein Klacks. Aber es ist abzusehen, dass es dabei nicht bleiben wird. In zwei, drei Jahren können daraus schnell 15 Prozent werden, wie jetzt schon in den USA. Dort hat sich der Umsatz zum Vorjahr fast verdreifacht. Im Bereich der Belletristik liegt er sogar bereits bei 30 Prozent.
Wer also wissen will, wie es bald aussehen könnte auf dem deutschen Buchmarkt, der muss in die USA schauen. Der muss auf die Verleger, Autoren, Agenten schauen und auf die Netzgiganten, auf Apple, Google und allen voran auf Amazon.





Gefährdet Amazon die Verlagskultur? Diese und weitere Fragen können Sie mit unserem Autoren Maximilian Probst ab 15:00 in diesem Kommentarbereich diskutieren. Wir freuen uns auf die Debatte und wünschen Ihnen erkenntnisreiche Gespräche, Ihre
Community-Redaktion/David Schmidt
Preisnachlässe von nicht mal 30% sind ja auch nicht wirklich ein Anreiz sich ein eBook zu kaufen. Amazon spart Druck, Transport, Lagerung, Versand und damit weit mehr als 30% und gibt das nicht an die Leser weiter. Der Leser bekommt für 3 € weniger aber nicht wirklich einen Eigentumsanspruch, sondern bekommt eine elektronische Version, welche abhängig von einem einzelnen Gerät ist. Ein gedrucktes Buch kann ich 50 Jahre im Keller liegen lassen und tun und damit tun und lassen, was ich will.
Beim Kindle und dem ebook kann ich morgen das Gerät anschalten und alles ist weg.
Ich bin ein Fan von ebooks und lese auch gerne auf iPad und kindle, aber lieber investiere ich 3 € mehr und dann gehört mir die Sache auch.
Ein gutes Geschäftsmodell für den Vertrieb von eBooks in Deutschland wäre eine Bücherflat, wo ich zeitlich begrenzt aus verschiedener Literatur auswählen darf und einen festen oder variablen Monatsbeitrag bezahle. Mehr eine Art Verleih, als Erwerb also.
Das wäre eine Bereicherung für die Literatur und auch ein vernünftiges Geschäftsmodell.
So ein Leihsystem gibt es schon. Skoobe mit Namen. Für 10 Euro im Monat kann man sich im ersten Jahr unbegrenzt E-Books ausleihen, ab dem zweiten Jahr dann noch nur zwei Titel im Monat. Nachteil: die Auswahl soll noch zu gering sein.
Sind die 30% Ersparnis, die Amazon haben soll, ein belegter Wert oder nur eine Vermutung?
Nachdem ich seit etwa einem Jahr einen Ebook-Reader nutze, ziehe ich bei gleichem Preis von Buch und Ebook das Ebook vor. Die Nachteile des Papierbuches sind mir einfach zu gewaltig, als dass ich dafür auch noch den selben Preis zu zahlen bereit bin. Alleine die Tatsache, dass ich bei Fachbüchern noch Monate später aktualisierte Bücher bekomme, wäre mir einen Mehrpreis wert. Dazu die wesentlich besseren Möglichkeiten für Anmerkungen und Notizen und der gewaltig gesunkene Platzbedarf, das praktisch nicht mehr vorhandene Gewicht, die Volltextsuche... und weder bei Romanen noch bei Fachbüchern interessiert mich die Haptik. Es ist ja nun nicht so, dass die in der Papierära besonders hochwertig produziert wurden. Nein, Papierbücher kaufe ich nur noch, wenn es nicht anders geht. Hätte ich vor dem Kauf des Ereaders auch nicht so erwartet, das war für mich ein Experiment, etwas zusätzliches. Der Wandel ging dann aber sehr schnell.
Und bei welchem Anbieter bekommt man eine elektronische Version, die nur für ein einzelnes Gerät gilt? Bei den großen Anbietern ist das nicht der Fall. Bei Amazon kann man ein Buch gleichzeitig auf sechs unterschiedlichen Geräten nutzen, die man auch austauschen kann. Ich persönliche ziehe Epubs vor, bei denen es keine Einschränkungen dieser Art gibt.
So ein Leihsystem gibt es schon. Skoobe mit Namen. Für 10 Euro im Monat kann man sich im ersten Jahr unbegrenzt E-Books ausleihen, ab dem zweiten Jahr dann noch nur zwei Titel im Monat. Nachteil: die Auswahl soll noch zu gering sein.
Sind die 30% Ersparnis, die Amazon haben soll, ein belegter Wert oder nur eine Vermutung?
Nachdem ich seit etwa einem Jahr einen Ebook-Reader nutze, ziehe ich bei gleichem Preis von Buch und Ebook das Ebook vor. Die Nachteile des Papierbuches sind mir einfach zu gewaltig, als dass ich dafür auch noch den selben Preis zu zahlen bereit bin. Alleine die Tatsache, dass ich bei Fachbüchern noch Monate später aktualisierte Bücher bekomme, wäre mir einen Mehrpreis wert. Dazu die wesentlich besseren Möglichkeiten für Anmerkungen und Notizen und der gewaltig gesunkene Platzbedarf, das praktisch nicht mehr vorhandene Gewicht, die Volltextsuche... und weder bei Romanen noch bei Fachbüchern interessiert mich die Haptik. Es ist ja nun nicht so, dass die in der Papierära besonders hochwertig produziert wurden. Nein, Papierbücher kaufe ich nur noch, wenn es nicht anders geht. Hätte ich vor dem Kauf des Ereaders auch nicht so erwartet, das war für mich ein Experiment, etwas zusätzliches. Der Wandel ging dann aber sehr schnell.
Und bei welchem Anbieter bekommt man eine elektronische Version, die nur für ein einzelnes Gerät gilt? Bei den großen Anbietern ist das nicht der Fall. Bei Amazon kann man ein Buch gleichzeitig auf sechs unterschiedlichen Geräten nutzen, die man auch austauschen kann. Ich persönliche ziehe Epubs vor, bei denen es keine Einschränkungen dieser Art gibt.
ich liebe klassische Bücher, mag darin blättern, und sie gar beschnuppern. Und es ist immer ein Vergnügen, ein Buch, das ich gerne gelesen habe, jemandem aus meinem Freundeskreis auszuleihen, wie umgekehrt freilich auch. Und danach darüber zu reden.
> ... wie wir sie seit Gutenbergs Erfindung der Druckpresse kennen
Solche Formulierungen bringen mich noch um den Verstand.
Hat der Autor nun keine Ahnung von der Geschichte, ist das Geschichtsklittung, oder nur einfach Geschreibsel?
Sowohl im der Herstellung der Inhalte als auch in der der Medien gab es viele Brüche.
Natürlich gab es immer wieder Veränderungen in der Herstellung von Büchern, seit es Bücher gibt, aber nur wenige von dem Ausmaß wie Gutenbergs Erfindung und jetzt der Digitalisierung. So wie Gutenbergs Erfindung grundlegend das Lesen, Schreiben und Vertreiben von Büchern geändert hat, wird nun aller Wahrscheinlichkeit die Digitalisierung die Buchwelt grundlegend verändern. Das wollten wir mit dem Stück über Amazon deutlich machen.
Natürlich gab es immer wieder Veränderungen in der Herstellung von Büchern, seit es Bücher gibt, aber nur wenige von dem Ausmaß wie Gutenbergs Erfindung und jetzt der Digitalisierung. So wie Gutenbergs Erfindung grundlegend das Lesen, Schreiben und Vertreiben von Büchern geändert hat, wird nun aller Wahrscheinlichkeit die Digitalisierung die Buchwelt grundlegend verändern. Das wollten wir mit dem Stück über Amazon deutlich machen.
Ich habe mir einmal diese Lesegeräte angesehen, und finde diese aus folgenden Gründen untauglich (für mich persönlich).
1. Wenn ich ein Buch zum Vergnügen lese (Roman etc.) mache ich es mir gerne gemütlich. (Sitze im Ohrensessel in meinem Lesezimmer, oder draußen im Garten).Zum Entspannen gehört auch das Gewicht des Buches, das blättern der Seiten etc. also die Haptik. Wenn ich mir das mit einem elektronischen Lesegerät vorstelle, ist damit die ganze Gemütlichkeit hin.
2. Im Garten habe ich bei Sonnenschein erhebliche Probleme mit dem Lesen auf dem Lesegerät, beim Buch nicht.
3. Mein Buch kann ich wegstellen, und immer und immer wieder lesen (Bin also unabhängig). Bei den Lesegeräten hat man den Text, ist aber immer vom Konzern fremdbestimmt. Dafür gebe ich kein Geld aus.
4. Sachbücher: Hier arbeite ich gerne mit den gedruckten Werken, da ich mir immer Notizen (Anstreichungen) im Buch (natürlich nur wenn es mir gehört) mache. Auf dem Lesegerät geht sowas nicht.
5. Sachthemen ( Werke, Texte die mich interessieren, aber nicht langfristig aufbewahren will) lese ich immer am PC in meinem Arbeitszimmer, so das ich mir besonders interessante Teile des Textes spontan evtl. doch ausdrucken kann. Dieses geht bei den Lesegeräten nicht.
Fazit: Wenn die Verlage das eBook als Nischengeschäft betreiben, werden sie dort auch langfristig Gewinne erzielen. Das gedruckte Buch (auch das Fachbuch) werden die Lesegeräte nicht verdrängen.
Zu Ihren Punkten:
1. Die Haptik ist reine Gewöhnungssache. Ich habe mir neulich ein Buch auf Papier gekauft, zwei Tage später als Ebook. Ich habe das Papierbuch nicht mehr angefasst und der Stadtbibliothek gespendet, da ich es viel zu ungemütlich fand, immer den Wälzer in der Hand zu haben anstatt eines leichten Readers. Mal abgesehen davon, dass ich letzteren auch einfach immer dabei haben kann.
2. Sie haben offensichtlich noch keinen Reader mit E-Ink-Display in der Hand gehabt. Genau das ist der Vorteil dieser Technik.
3. Inwiefern bin ich fremdbestimmt, wenn ich eine Datei auf meinem Reader speichere? Wenn man wirklich Angst hat, nimmt man ein Gerät ohne Onlineanbindung oder schaltet sie aus.
4. Das ist schlicht falsch. Gerade die Möglichkeit, Anmerkungen zu machen, die auf Wunsch auch synchronisiert und ausgetauscht werden können und die eben nicht nur an eine feste Kopie gebunden sind, macht die Arbeit mit Sachbüchern einfacher. Auf Touchgeräten wie den Sonys kann man Anmerkungen auch zeichnen. Dazu kommt noch die Volltextsuche in Texten und Notizen. Nein, das ist der Punkt, an dem Papier auch keinen "gefühlten" Vorteil hat.
5. Wie bitte? Der Punkt ist in sich widersinnig. Natürlich kann ich Epubs auch ausdrucken. Es wäre allerdings sinnlos, das zu tun.
Tut mir leid, aber ihre Punkte sind alle nur Vorurteile, Sie scheinen noch nie ein solches Gerät ernsthaft genutzt zu haben.
Ich war auch skeptisch habe mir aber dennoch vor zwei Jahren ein ipad (natuerlich nicht nur wegen dem lesen) gekauft. Ich moechte Ihnen anhand Ihrer aufgefuehrten Punkte entsprechend meiner Erfahrung und Beobachtungen antworten.
Ich bin viel auf Reisen und liebe es mir unterwegs Buecher und Zeitschriften zu kaufen. Mit dem ipad bekam ich die Moeglichkeit e-books zu laden.
1. Da ipad ist zugegeben nicht wirklichen leicht, es haengt halt von der Art des Buches ab mit dem man den Vergleich heranzieht. Habe ich ein leichtes Paperback muss ich die Seiten aufhalten, um alles zu lesen. Einen Waelzer der Klassik muss man ggf. bereits mit beiden Haenden halten. Das Umblaettern bei Ibooks sieht uebrigens sehr authentisch aus ;-).
2. Das haengt sicherlich vom Display ab, ich bekomme Kopfschmerzen, wenn die Sonne von den hellen Seiten reflektiert wird. Aber ehrlich, ich kann supergut im Dunkeln lesen...
3. Ich kann meine Buecher auch immer wieder laden und der groesste Vorteil, ich habe jetzt meine ganze Bibliothek dabei. Alle Buecher oeffenen auf der Seite auf der ich zuletzt gelesen habe.
4. Ich kann farbige Markierungen und Anmerkungen hinterlassen, diese sind dann nach dem Inhaltsverzeichnis aufgefuehrt und koennen somit schnell wieder gefunden werden. Die Suche durch das ganze Buch hindurch nach Woertern, Silben oder Satzstuecken ist in Sekunden moeglich. Machen sie das mal mit dem gedrucketen Buch ;-).
Zu Ihrer Bemerkung
5. Ich habe unter Ibooks die Rubrik PDF's wo ich mir fachliche Inhalte laden und wieder anschauen kann.
Weitere Vorteile, die ich bei den ebooks erfahren habe:
A) Schriftgroessen und Schriftarten sind einfach und simpel anzupassen, die Seitenzahl passt sich dabei auch automatisch an.
B) Es ist moeglich Videos, Animationen, Musik, Toene, gesprochene Texte einzubinden, das ist fuer mich die Zukunft des Lehrbuches!!!
C) Wie gesagt ich habe leicht eine Bibliothek aus hundert Buechern dabei, und muss mir nie um Gewicht und Platz Sorgen machen.
D) Es sind haeufig auch kostenlose Buecher zu haben.
E) Ich kann von ueberall aus einkaufen, kann mir Leseproben auch laden, bevor ich das Buch kaufe.
Nachteile, die ich sehe:
1. E-Buecher sind im Vergleich recht teuer.
2. Es sind abhaengig vom Anbieter nicht immer die Buecher verfuegbar, die man sucht (das mag bei Amazon besser sein als bei iBooks/itunes)
3. Ich bin frueher selten an einem Buchladen vorbeigegangen und fuerchte auf lange Sicht um das Bestehen kleinerer Buchlaeden.
4. Es ist einfach schoener einen grossen Bildband auf richtigem Papier anzuschauen..keine Frage ;-)
Fazit: Fuer mich ist das ebook die bequemere und vielfaeltigere Variante, in Bezug auf Schulbuecher in Verbindung mit den neuen Moeglichkeiten ein Schritt in Richtung Zukunft.
Wollte jetzt aber keine Werbung fuer einen bestimmten Anbieter machen, die werden schon alle genug an dem Geschaeft verdienen... Schoenes Lesen noch!!!
Mit Ihrem Kommentar beweisen Sie lediglich, daß Sie noch nie einen eBook-Reader in der Hand hatten. Und warum das die Redaktion empfiehlt, ist insofern schleierhaft.
Punkt 2 trifft nicht zu. Die Displays sind auch bei Lichteinstrahlung sehr gut lesbar.
Zu Ihren Punkten:
1. Die Haptik ist reine Gewöhnungssache. Ich habe mir neulich ein Buch auf Papier gekauft, zwei Tage später als Ebook. Ich habe das Papierbuch nicht mehr angefasst und der Stadtbibliothek gespendet, da ich es viel zu ungemütlich fand, immer den Wälzer in der Hand zu haben anstatt eines leichten Readers. Mal abgesehen davon, dass ich letzteren auch einfach immer dabei haben kann.
2. Sie haben offensichtlich noch keinen Reader mit E-Ink-Display in der Hand gehabt. Genau das ist der Vorteil dieser Technik.
3. Inwiefern bin ich fremdbestimmt, wenn ich eine Datei auf meinem Reader speichere? Wenn man wirklich Angst hat, nimmt man ein Gerät ohne Onlineanbindung oder schaltet sie aus.
4. Das ist schlicht falsch. Gerade die Möglichkeit, Anmerkungen zu machen, die auf Wunsch auch synchronisiert und ausgetauscht werden können und die eben nicht nur an eine feste Kopie gebunden sind, macht die Arbeit mit Sachbüchern einfacher. Auf Touchgeräten wie den Sonys kann man Anmerkungen auch zeichnen. Dazu kommt noch die Volltextsuche in Texten und Notizen. Nein, das ist der Punkt, an dem Papier auch keinen "gefühlten" Vorteil hat.
5. Wie bitte? Der Punkt ist in sich widersinnig. Natürlich kann ich Epubs auch ausdrucken. Es wäre allerdings sinnlos, das zu tun.
Tut mir leid, aber ihre Punkte sind alle nur Vorurteile, Sie scheinen noch nie ein solches Gerät ernsthaft genutzt zu haben.
Ich war auch skeptisch habe mir aber dennoch vor zwei Jahren ein ipad (natuerlich nicht nur wegen dem lesen) gekauft. Ich moechte Ihnen anhand Ihrer aufgefuehrten Punkte entsprechend meiner Erfahrung und Beobachtungen antworten.
Ich bin viel auf Reisen und liebe es mir unterwegs Buecher und Zeitschriften zu kaufen. Mit dem ipad bekam ich die Moeglichkeit e-books zu laden.
1. Da ipad ist zugegeben nicht wirklichen leicht, es haengt halt von der Art des Buches ab mit dem man den Vergleich heranzieht. Habe ich ein leichtes Paperback muss ich die Seiten aufhalten, um alles zu lesen. Einen Waelzer der Klassik muss man ggf. bereits mit beiden Haenden halten. Das Umblaettern bei Ibooks sieht uebrigens sehr authentisch aus ;-).
2. Das haengt sicherlich vom Display ab, ich bekomme Kopfschmerzen, wenn die Sonne von den hellen Seiten reflektiert wird. Aber ehrlich, ich kann supergut im Dunkeln lesen...
3. Ich kann meine Buecher auch immer wieder laden und der groesste Vorteil, ich habe jetzt meine ganze Bibliothek dabei. Alle Buecher oeffenen auf der Seite auf der ich zuletzt gelesen habe.
4. Ich kann farbige Markierungen und Anmerkungen hinterlassen, diese sind dann nach dem Inhaltsverzeichnis aufgefuehrt und koennen somit schnell wieder gefunden werden. Die Suche durch das ganze Buch hindurch nach Woertern, Silben oder Satzstuecken ist in Sekunden moeglich. Machen sie das mal mit dem gedrucketen Buch ;-).
Zu Ihrer Bemerkung
5. Ich habe unter Ibooks die Rubrik PDF's wo ich mir fachliche Inhalte laden und wieder anschauen kann.
Weitere Vorteile, die ich bei den ebooks erfahren habe:
A) Schriftgroessen und Schriftarten sind einfach und simpel anzupassen, die Seitenzahl passt sich dabei auch automatisch an.
B) Es ist moeglich Videos, Animationen, Musik, Toene, gesprochene Texte einzubinden, das ist fuer mich die Zukunft des Lehrbuches!!!
C) Wie gesagt ich habe leicht eine Bibliothek aus hundert Buechern dabei, und muss mir nie um Gewicht und Platz Sorgen machen.
D) Es sind haeufig auch kostenlose Buecher zu haben.
E) Ich kann von ueberall aus einkaufen, kann mir Leseproben auch laden, bevor ich das Buch kaufe.
Nachteile, die ich sehe:
1. E-Buecher sind im Vergleich recht teuer.
2. Es sind abhaengig vom Anbieter nicht immer die Buecher verfuegbar, die man sucht (das mag bei Amazon besser sein als bei iBooks/itunes)
3. Ich bin frueher selten an einem Buchladen vorbeigegangen und fuerchte auf lange Sicht um das Bestehen kleinerer Buchlaeden.
4. Es ist einfach schoener einen grossen Bildband auf richtigem Papier anzuschauen..keine Frage ;-)
Fazit: Fuer mich ist das ebook die bequemere und vielfaeltigere Variante, in Bezug auf Schulbuecher in Verbindung mit den neuen Moeglichkeiten ein Schritt in Richtung Zukunft.
Wollte jetzt aber keine Werbung fuer einen bestimmten Anbieter machen, die werden schon alle genug an dem Geschaeft verdienen... Schoenes Lesen noch!!!
Mit Ihrem Kommentar beweisen Sie lediglich, daß Sie noch nie einen eBook-Reader in der Hand hatten. Und warum das die Redaktion empfiehlt, ist insofern schleierhaft.
Punkt 2 trifft nicht zu. Die Displays sind auch bei Lichteinstrahlung sehr gut lesbar.
So ein Leihsystem gibt es schon. Skoobe mit Namen. Für 10 Euro im Monat kann man sich im ersten Jahr unbegrenzt E-Books ausleihen, ab dem zweiten Jahr dann noch nur zwei Titel im Monat. Nachteil: die Auswahl soll noch zu gering sein.
Ich glaube da ehrlichgesagt kaum dran. Amazon betätigt sich natürlich selber als Verlag und verlegt ebooks. Aber nie würde Amazon z.B. wissenschaftliche Büche verlegen, weil sie dafür überhaupt keine Lektoren haben. Mag natürlich sein, das Amazon nach und nach die Konkurrenz verdrängt, aber so funktioniert der freie Markt nunmal. Für junge Autoren ist dieses System natürlich besonders hilfreich: Ohne auch nur einen Cent zu bezahlen, kann man nur gegen Provision seine Bücher verkaufen.Mag sein, dass sich der Markt durch Amazon stark revolutionieren und verändern wird. Aber das war halt schon immer so.
Für mich ist das kein Entweder/Oder - mal lese ich gerne eine Printausgabe, mal ist mir die E-Book-Variante lieber und Krimis gerne als Hörbuch, damit ich es "nebenbei" auf meinem Nano hören kann.
Übrigens kann man gerade im Bereich des Speicherns, Markierens usw. sehr viel machen. Der brandneue Sony PRS-T2, der in ein paar Tagen erscheinen wird, hat Evernote "on Board". Und da ich ohnehin alle Dokumente in Evernote verwalte genügt ein Streichen mit dem Finger und die ausgewählten Texte sind in meinem Archiv eingeordnet. Dort kann ich sie jederzeit wieder finden, für Arbeitsblätter (in der Lehre) verwenden usw. usw. usw.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren