LufthansaDer Streik muss sein

Die Flugbegleiter der Lufthansa wehren sich aus guten Gründen. von 

Ausgerechnet zum Ende der Urlaubssaison wollen Stewardessen und Stewards den Flugverkehr lahmlegen . In Bayern , Baden-Württemberg und einer Reihe weiterer Bundesländer gehen bald die Ferien zu Ende. Muss das jetzt sein? Werden Flugpassagiere nicht ohnehin dauernd von streikenden Lotsen, Gepäckabfertigern und Piloten gepiesackt?

Ja, es muss sein. Abgesehen davon, dass ein Streik ohnehin nie zur rechten Zeit kommt, geht es bei dem drohenden Ausstand der Lufthansa-Flugbegleiter um mehr als bloß die üblichen Lohnprozente. Dieser Konflikt dreht sich um Zumutungen, um Leiharbeit und Kürzungen. Wenn eine Gewerkschaft in so einem Fall nicht kämpft, wann dann?

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Fluglinien

Informationen über Flugausfälle und Verspätungen: 

Lufthansa 01805 805 805 www.lufthansa.de

Air Berlin 01805 737 800 www.airberlin.com

Easy Jet 01805 029292, 01805 666 000 www.easyjet.com

Website mit den Telefonnummern aller größerer Fluglinien www.telefonnummer-airlines.de

Flughäfen

Auf den folgenden Internetseiten und unter folgenden Telefonnummern können Sie sich über Sperrungen, Verspätungen und Flugausfälle informieren:

Berlin Schönefeld 0180 5 00 01 86 www.berlin-airport.de

Berlin Tegel 0180 5 00 01 86 www.berlin-airport.de

Bremen +49 (0) 421 55950 www.airport-bremen.de

Dresden +49 (0) 351 8810 www.dresden-airport.de

Düsseldorf +49 (0) 211 4210 www.duesseldorf-international.de

Erfurt-Weimar 0180 5 410 970www.flughafen-erfurt-weimar.de

Frankfurt/Main 0180 5 372 4636 www.frankfurt-airport.de

Hamburg +49 (0) 40 50 750 www.ham.airport.de

Hannover +49 (0) 511 9770 www.hannover-airport.de

Köln/Bonn +49 (0) 22 03 – 40 40 01 / 40 40 02 www.koeln-bonn-airport.de

Leipzig/Halle +49 (0) 341 224 1155 www.leipzig-halle-airport.de

München  +49 (0)89 9752 13 13 www.munich-airport.de

Münster/Osnabrück +49 (0) 25 71 940www.flughafen-fmo.de

Nürnberg +49 (0) 911 937 00 www.airport-nuernberg.de

Saarbrücken +49 (0) 6893 83272 www.flughafen-saarbruecken.de

Stuttgart 0180 5 948444www.flughafen-stuttgart.de

Internationale Flughäfen findet man auf www.flightradar24.com

Linienbusse

Eurolines www.eurolines.com, Telefonnummern der einzelnen Länder: http://www.eurolines.com/about-us/

Deutsche Touring GmbH Servicehotline +49 (0) 69 7903 501 www.touring.de

Berlin Linienbuswww.berlinlinienbus.de

Gullivers Servicehotline: +49 (0) 30 311 0 211 www.gullivers.de

Orland Servicehotline +49 (0) 9721 47 59 00, Notfallnummer +49 (151) 141 823 08 www.orland.de

Andere Transportwege

Das Buchungsportal der Deutschen Bahn: www.bahn.de

Ocean24 ist ein Buchungsportal für Fährverbindungen. Servicehotline: +49 (0) 180 4 999 203 www.ocean24.com

Auf Facebook gibt es einen Zusammenschluss von Nutzern, die Car-Pools bilden: http://www.facebook.com/carpooleurope

Nationale Mitfahrzentralen:

Mitfahrzentrale 01805 03 11 99 11 www.mitfahrzentrale.de

Mitfahrgelegenheit 01805 03 11 99 40 www.mitfahrgelegenheit.de

Internationale Mitfahrzentralen:

Roadsharing.comwww.roadsharing.com und Ride4cents.org www.ride4cents.org

Autovermieter: 

Avis Servicehotline: 0180 5 21 77 02 www.avis.de

Europcar Servicehotline: 0180 5 8000 www.europcar.de

Hertz Servicehotline: 0180 5 33 3535 www.hertz.de

Sixt  Servicehotline: 0180 5 25 25 25 www.sixt.de

Die Flugbegleiter haben bereits eine drei Jahre währende Nullrunde hinter sich. Sie mussten mitansehen, dass Leiharbeiter in der Kabine eingesetzt werden, und sie fürchten, in eine Billigtochter der Lufthansa abgedrängt zu werden. Darüber regen sie sich auf.

Andererseits muss die Lufthansa sparen . Die Fluggesellschaft kämpft mit einer Reihe von Problemen: kurzfristig mit gestiegenen Kerosinpreisen, Fluggaststeuern und der Krise in Europa , langfristig mit der wachsenden Konkurrenz von Billigfliegern (easyJet, Ryanair ) und aufstrebenden Qualitätslinien ( Emirates , Singapore Airlines). Wie gehabt kann es bei der Lufthansa daher nicht weitergehen.

Fluggastrechte

Die Rechte von Fluggästen bei Verspätungen, Annullierungen und Überbuchungen sind im sogenannten Montrealer Übereinkommen und in der EU-Verordnung (EG) Nr. 261/2004 festgelegt. Beide Texte finden Sie zum Beispiel auf der Website der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (Söp) zum Download.

Betreuung

Bei Wartezeiten am Flughafen wegen verspäteter Flüge haben Reisende ein Anrecht auf Betreuung durch die zuständige Airline.

Ist ein Flug zwischen mindestens zwei (Kurzstrecke) und vier Stunden (Langstrecke) verspätet müssen den Fluggästen laut EU-Verordnung "Mahlzeiten und Erfrischungen in angemessenem Verhältnis zur Wartezeit angeboten werden." Außerdem dürfen die Reisenden unentgeltlich zwei Telefongespräche führen oder zwei Faxe oder E-Mails versenden.

Wer wegen eines ausgefallenen Fluges auf eine Übernachtung angewiesen ist, bekommt diese von der Airline gestellt. Die Hotelübernachtung darf jedoch nicht auf eigene Faust gebucht werden. Reisende sollten sich dafür unbedingt mit einem Mitarbeiter der Airline am Flughafen in Verbindung setzen.

Ausgleichszahlungen

"Wenn nicht-unternehmensangehörige Personen, beispielsweise Fluglotsen, ihre Arbeit niederlegen oder es sich um einen Generalstreik handelt, liegt höhere Gewalt vor", heißt es auf der Website der Verbraucherzentrale NRW. Schadensersatz wird dann nur in Ausnahmefällen gezahlt.

"Im Fall eines Fluglotsenstreiks berufen sich die Airlines auf höhere Gewalt. Die meisten Juristen sehen das ähnlich. Es ist deswegen unwahrscheinlich, dass einem Passagier wegen eines ausgefallenen Fluges Schadensersatz zugesprochen wird", sagt auch Heinz Klewe von der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr. Ausnahmen gibt es, diese sind jedoch selten.

Es macht also nach Meinung der Experten nur in wenigen Fällen Sinn, auf Schadensersatz zu klagen. Die Verbraucherzentrale schreibt dennoch: "Genervte Urlauber, die wegen des Arbeitskampfes lieber wieder nach Hause möchten, können den Reisevertrag wegen höherer Gewalt kündigen, wenn die Reise durch den Streik erheblich beeinträchtigt wird." Dies sei bei pauschalen Kurzreisen und langen Streiks eher der Fall.

Die Frage ist, auf welche Weise sie aus der Krise kommt. Das eingeleitete Sparprogramm setzt an vielen Stellen an, dazu gehören unvermeidlich auch die Personalkosten. Zuletzt habe man angeboten, das Gehalt der Flugbegleiter – das zwischen 1.800 Euro Einstiegslohn und maximal 7.000 Euro für einen Kabinenchef liegt – um 3,5 Prozent anzuheben, heißt es bei der Lufthansa. Allerdings nur gegen Mehrarbeit und bei einem verlangsamten Aufstieg in hohe Gehaltsstufen. Auf Leiharbeit würde dabei verzichtet. Nach Angaben der Gewerkschaft bewirken die Pläne indes Gehaltseinbußen von bis zu 1300 Euro.

Die Details des Tarifgeplänkels sind für Außenstehende kaum nachvollziehbar. Das ist aber auch egal: Ein Streik gehört zu unserem Wirtschaftssystem dazu; es ist auf solche Verhandlungen der Tarifpartner und hin und wieder eine Machtdemonstration angewiesen. Am Ende müssen sich so oder so beide Seiten bewegen, um einen Kompromiss zu finden. Hoffentlich gelingt das schnell.

Ob ihr Flug von Streik betroffen ist, können Lufthansa-Kunden nach Beginn der Arbeitsniederlegunghier erfahren.

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Leserkommentare
    • ibsche
    • 29. August 2012 15:58 Uhr

    Im Grunde ist es richtig so, dass die Problematik „Leiharbeit“ und“ Niedriglohnsektor“ immer mehr Berufsgruppen
    erwischt. Nur dann ist der deutsche Michel vielleicht mal irgendwann bereit sich solidarisch mit den bereits Betroffenen zu
    zeigen. So wenig ich es dem Einzelnen gönne, aber es wird erst einen wirklichen (mehr als benötigten) Aufstand geben, wenn auch ein grosser Teil der Mittelschicht
    von der Ausbeutung betroffen ist. Und bis dahin, wählen die denen es noch gut geht weiter unsere Mutti. Letzte Wahlprognose Forsa 39% CDU!!!

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    • GLeuner
    • 29. August 2012 19:25 Uhr

    Die Gewerkschaften der Lokführer, der Fluglotsen, der Vorfeldbeschäftigten usw. werden Ihnen dankbar sein. Warum sollten wir uns auch um die Verhältnismäßigkeit der Mittel Gedanken machen, wenn es um die Belange von Randgruppen geht. Die Lufthansa wird das schon bezahlen können. Was interessieren uns die wirtschaftlichen Belange und Nöte der Arbeitgeber. Gerade die Flubegleiter der Lufthansa, die ja allgemein durch extreme Kundenfreundlichkeit auffallen, haben das doch verdient. Und den Fluggästen geschieht es ja ganz recht(haben ja genug Geld - was immer das auch damit zu tun hat).

    "Im Grunde ist es richtig so, dass die Problematik „Leiharbeit“ und“ Niedriglohnsektor“ immer mehr Berufsgruppen
    erwischt."

    Das stimmt leider so nicht. Parlamentarier, Minister und Bundeskanzler werden nicht durch Leiharber ersetzt bzw. bei den Diäten unter Druck gesetzt. Dort ist ist noch ein weites Entwicklungspotenzial für Leiharbeitsunternehmen.

  1. So dachten viele. Von der Globalisierung konnten die breiten Massen jahrelang profitieren. Unter genau dieser Globalisierung leiden aber auch genau diese breiten Massen. Wenn das Fliegen (zu) billig wird, wollen alle fliegen. Das ist der Beginn der Kausalitätskette. Die Transportkapazitäten müssen aufgestockt werden, die Flughäfen weiter ausgebaut, die Billig-Hotellerie frisst sich wie ein Krebsgeschwür in ehedem unberührte Landschaften hinein. Die Preis sinken weiter und irgend einmal die Gehälter der Bediensteten der Airlines. Es ist ein Teufelskreis! Früher, als das Fliegen zu den Privilegien der Gutbetuchten gehörte, die durch hohe Ticketpreise gegen das Eindringen der Plebejer in diese "Heiligen Hallen" geschützt wurden, konnten die Stewardessen wirklich gut bezahlt werden. Sie bildeten ihrerseits eine Art Elite; man war unter sich. Mit der Demokratisierung früherer Privilegien wurden diese nicht unbedingt wertlos, aber eindeutig weniger wert. Das musste Konsequenzen haben. Die Lufthansa ist eigentlich eine Premium-Airline, aber es nützt ihr in diesen heillosen Märkten nicht mehr viel. Das Betriebsergebnis zeigt das drastisch. Man kann das Fell des Bären nicht waschen, ohne es nass zu machen. Gesundbeten kann man die entstandene unerfreuliche Situation ebenfalls nicht. Der Streik ist juristisch legal und für das Personal legitim. Er wird aber nicht helfen können.

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  2. Die einseitige Politik der Gewerkschaften hat einen Katalog von Besitzständen geschaffen, der den am Markt operierenden Unternehmen jede Flexibilität nimmt und existenzbedrohlich werden kann. Dass Unternehmen da Auswege suchen müssen, ist doch klar und dient letztlich der Erhaltung der übrigen Arbeitsplätze. Leider wird eine sachliche Betrachtung von Wettbewerb und Marktanpassung durch Neiddebatten und Pauschalierungen immer weiter verzerrt.

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    • AndreD
    • 29. August 2012 18:06 Uhr

    Haben sie sich schon mal über Arbeitsgesetze informiert?

  3. [quote]Dieser Konflikt dreht sich um Zumutungen, um Leiharbeit und Kürzungen. Wenn eine Gewerkschaft in so einem Fall nicht kämpft, wann dann?[/quote]

    Dieser Satz sagt alles und ich prophezeie trotzdem:
    Auch diese Bastion der vermeintlich sicheren Arbeitsplätze, mit denen noch ein gewisses Maß an Zukunftsplanung durch eine relative Sicherheit und ordentliche Bezahlung gewährleistet wird, wird geschliffen werden.

    Aber solange insbes. auch Medien wie ZEIT oder auch Spiegel oder sonstige das wirtschaftliche Bild in Deutschland in allen rosigen Schattierungen immer wieder als headliner bringen und keinerlei Fragen danach stellen, mit was das erkauft ist und vor allem wer "bezahlt", solange wird sich das nicht ändern.

    Ich hoffe dass diese Form der Beschäftigungsverhältnisse, das Unterlaufen von Tarifverträgen durch outscourcing in BeschäftigungsGmbHs und Zeitarbeit oder auch in die
    (Schein-)selbständigkeit langsam nach oben kriecht und jobs erreicht, bei denen man das nie erwartet hätte. Erst wenn der erste Zeitarbeitspolizist und der Zeitarbeitsredakteur die gleiche Arbeit gegen einen "Appel und ein Ei" am Arbeitsplatz gegenüber des eigenen Schreibtisches verrichten darf, erst dann wird sich ggf. etwas ändern.

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    Die Gewerkschaften haben das einmal durchgesetzt und als Sieg gefeiert. Es hat sich als Pyrrhussieg entpuppt; das sei ohne Häme gesagt. Der Kündigungsschutz hat nicht gewirkt.Wenn ein Unternehmen überzähligeoder unwillige und/oder unfähige Mitarbeiter nicht problemlos entlassen kann, sucht es im eigenen Interesse und in demjenigen der verbleibenden Mitarbeiter Wege aus der Not. Einer davon ist das Outsourcing und die Zeitarbeit. Ein Kadermitglied einer bekannten und grossen Firma in einer Grossstadt in Deutschland,hat mir einmal sein ehemaliges Dilemma geschildert und den geschafften Exit daraus. Die ihm unterstellten Festangestellten, die sich zu sicher fühlten und sich dementsprechend verhielten, ersetzte er zu einhundert Prozent durch Zeitarbeiter einer Verleihfirma. Seither schläft er gut und hat sage und schreibe 500'000 Euro per anno an Kosten gespart.

    ...warum soll es denen besser gehen als unsereinen ? Warum soll ich mehr für ein Ticket bezahlen, damit Flugbegleiter sich weiterhin in den unbeschwerten Gärten der Arbeitnehmerglückseligkeit tollen können.
    Wenn die 10km Reisehöhe nicht wären, wären sie eine Mischung aus Schaffner und Kellner !

    Und wann hat sich jemals jemand für die eingesetzt ?

    • alimia
    • 31. August 2012 14:22 Uhr

    Guter Mann, wo leben Sie?
    Natürlich gibt es d auch schon in diesem Bereich Zeitarbeiter... Zumindest kann ich das für den Journalismus sagen - Zeitarbeitsredakteure, Redakteure, die in einem GmbH ausgelagert wurden usw. usw. und für einen Bruchteil dessen bezahlt werden, was sie vorher verdient haben, sind schon lange keine Seltenheit mehr. Also erst einmal informieren und dann schreiben!

    • jboese2
    • 29. August 2012 16:39 Uhr

    Ganz einfach gesagt: niemand hat das Recht auf einen Arbeitsplatz, wenn der Kunde diesen nicht bezahlt. Flugbegleiter haben dieses glamuröse Image, aber letztlich ist es nicht anders als die Kassiererinnen bei Schlecker: bleibt der Kunde weg, ist entweder der Job ganz weg oder das
    Gehalt muss runter. Mich würde mal interessieren, wie viele der Leute, die hier Verständnis heucheln, tatsächlich Lufthansa fliegen. Das ist wie im Einzelhandel: beraten wird bei Karstadt, gekauft bei Amazon.

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    Das Recht auf Arbeit ist eine Chimäre, ein Trugbild. Ich empfehle den Sozialromantikern die Lektüre des "Kommunistischen Manifestes" von Karl Marx. Auch er hatte begriffen, wie die "Mechanik" funktioniert.
    Irgendwo steht da, Zitat aus dem Gedächtnis: "Kein Mensch wird einen anderen Menschen in Lohn und Brot nehmen, wenn er daraus nicht einen Vorteil für sich selbst erzielen kann." Die Lufthansa kann das aus Gründen der verrückten Marktsituation nicht mehr. Es bieten sich zwei Lösungen an: 1. Kosten senken, 2. Die Pleite. Einen dritten Weg gibt es nicht.

  4. "und maximal 7.000 Euro für einen Kabinenchef"

    --------------------------------------------------------------

    Ja geht´s noch? Das sind 14.000 DM pro Monat fuer einen fliegenden Kellner. Was verdient eigentlich eine Krankenschwester im Vergleich dazu?

    Was verdienen eigentlich Sie, Herr Rudzio?

    Ich lebe hier im fernen Ausland und kann den Deutschen in Deutschland nur versichern, dass sie jeden Masstab verloren haben. Mit solchen Gehaeltern ist die Lufthansa naemlich reif fuer die Pleite.

    "Dieser Konflikt dreht sich um Zumutungen, um Leiharbeit und Kürzungen."

    A propos Zumutung. Die Preise der Lufthansa sind eine Zumutung und das hat eben sehr wohl etwas mit voellig UEBERBEZAHLTEN Mitarbeitern zu tun.

    Aber wie viel Urteilsvermoegen kann man von einem Land verlangen, wo fast alle Taxis Mercedes sind? Merkt denn niemand, wie voellig abgehoben das alles ist?

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    • ekbül
    • 29. August 2012 17:39 Uhr

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare zum konkreten Artikelinhalt. Danke, die Redaktion/au.

    • frankly
    • 29. August 2012 17:39 Uhr

    Sicherlich ist dies ein sehr hohes Gehalt, aber wohl nicht die Norm. Die liegt wohl eher bei 1200 Euro netto.
    Das Management verdient bestimmt wesentlich mehr und hat sich aufgrund der tollen Fehlentscheidungen der letzten Jahre das Gehalt jährlich um 20% erhöht.
    Vielleicht sollte man solidarisch sparen?
    Der Kranich stinkt vom Kopf!

    • Jalella
    • 29. August 2012 18:57 Uhr

    Zunächst einmal gibt es die DM seit 10 Jahren nicht mehr. Guten Morgen! Es sind also 7000€. Ein Kabinenleiter ist quasi ein Gruppenleiter/Vorarbeiter, der eine gewisse Personalverantwortung trägt. BIS 7000€ heißt, es ist die Obergrenze, was er verdienen kann, d.h. die meisten bekommen weniger. Die normalen FlugbegleiterInnen sowieso. Dann sind die 7000€ natürlich brutto, d.h. es bleibt die Hälfte davon übrig. Seine Homebase wird typischerweise Frankfurt oder München sein, d.h. er darf eine recht hohe Miete für seine Wohnung zahlen.

    Und dann sollte man vielleicht eher auf das Einstiegsgehalt schauen, das bekommen nämlich deutlich mehr Leute als das Höchstgehalt eines Pursers. Und, klingen 1800€ brutto im Rhein-Main-Gebiet immer noch so überbezahlt? Und die Aufstiegschancen was das Gehalt angeht sollen ja verringert werden (steht im Artikel).

    Man könnte aber mal auf andere Gehälter sehen, z.B. was sich die Damen und Herren Sparbrötchen selber so in die Tasche stecken. Oder was z.B. die Piloten verdienen und sich vor nicht langer Zeit erst an Gehaltserhöhung erpresst haben. Da fällt einem sicher noch etwas anderes ein, als sich über eine Flugbegleiterin zu beschweren, die von ihren 2000€ brutto nicht gerade in Saus und Braus lebt.

    Typisch deutsch, Ihre Reaktion. Das sind die Spitzen unseres Gehaltspyramide, von den sog. "Kabinenchefs" gibt es nicht mehr viele. Ihre Arbeitsverträge stammen noch aus der Zeit als Lufthansa noch bzw. teilweise ein Staatsbetrieb war. Es liegt auch im Interesse der Geschäftsführung der Lufthansa die UFO öffentlich zu diskreditieren und ja, bei Ihnen hat es wohl gewirkt.

    LH-Flugbegleiter bekommen 1533€ Anfangsgehalt plus ca250€ Schichtzulage, die man natürlich nur bekommt wenn man arbeitet.Die höchste Gehaltsstufe für Kabinenchefs (P2), Langstrecke Großraumflugzeuge liegt bei 4300 Grundgehalt, Schichtzulage 450€!Das erreicht man nach 23 Jahren, nachdem man zunächst Kabinenchef1(P1,Kurzstrecke)über Jahre war. Sowohl für P1 als auch für P2 gibt es Bewerbung,Auswahlverfahren,Eignungsuntersuchung und man muss zwingend eine 2.Fremdsprache neben fließendem Englisch lernen!Ohnehin sind Voraussetzungen Abitur oder abgeschlossene Ausbildung,Englisch,weitere Sprachen erwünscht.
    Die meisten Flugbegleiter sprechen mehrere Sprachen,für geringe Zulagen (52€),aber auch wiederholt Sprachprüfungen. Zur Ausbildung gehören 1.Hilfe (welcher Kellner belebt jmd. wieder?),Emergancy-Training um im wie auch immer gearteten Notfall richtig zu reagieren,Feuerbekämpfung(lebennotwendig!),Kommunikation,kulturelle Unterschiede aller Herren Länder uvm.Auch diese Dinge werden immer wieder trainiert. Ein P1+2 führt bis zu 23 Flugbegleiter,leitet ein "Briefing" und trägt die Verantwortung für alles, was in der Kabine passiert.
    Das Anfangsgehalt ändert sich durch 3 Vorschaltstufen nach je 2Jahren(+110,).Findet jemand eine Nettogehalt vonca.1250€/Vollzeit bei den Voraussetzungen viel? Die"gut"- Verdiener wurden übrigens vor 25 Jahren eingestellt,diese Tarifverträge gibt es nie mehr.
    Ich vergas:Unregelmäßigkeiten,Jetlag,Bereitschaft+die öffentliche Beleidigung: Saftschubse

    14.000 DM für einen fliegenden KELLNER?!? Komisch, das Wort Kabinenchef enthält ja wohl die Begründung für dieses Gehalt: KabinenCHEF!!! Das verdient auch bei der Lufthansa kein 'fliegender Kellner' nach 1 Jahr, der bekommt ein Grundgehalt von gut 1500€ brutto. Davon, dass dieser Job auch deswegen anders bezahlt ist, als ein 'normaler' Gastronom, könnte ja vielleicht auch an extrem unregelmässigen Arbeitszeiten, extremen Zeitverschiebungen und anderen der Gesundheit vielleicht nicht so zuträglichen Arbeitsbedingungen liegen! Könnte es sein, dass das vielleicht einfach gerechtfertigt ist?!?

    Vielleicht ist es der Tatsache geschuldet, dass Sie im Ausland leben. Aber sie scheinen überhaupt nichts über unsere Gehaltstruktur und tatsächlichen Gehälter zu wissen. Vielleicht informieren Sie sich besser das nächstemal "bevor" Sie einen Kommentar schreiben. Dann kann man darüber auch diskutieren. So schwer ist es nicht herauszufinden, was ein FB tatsächlich verdient und was er dafür tun muß.

    • kael
    • 01. September 2012 15:47 Uhr

    Wer abwertend von einem "fliegenden Kellner" spricht, verkennt die Tatsache, dass der Beruf eines Stewards oder einer Stewardess weit über die Anforderungen eines "Kellners" hinaus gehen - ganz abgesehen von ihren Arbeitszeiten. Sie sind nämlich vor allem dafür ausgebildet, in Notfällen unverzüglich das Richtige zu tun.

    Aus gleichem Grund werden auch Piloten gut bezahlt.

    • sam74
    • 02. September 2012 12:18 Uhr

    Ich weiß ja nicht, wo diese Zahlen immer ausgegraben werden, aber den Flugbegleiter oder Purser ( Kabinenchef) bei der LH möchte ich kennenlernen, der 7000.- Bruttolohn hat.Und die 1800.- Einstiegsgehalt sind auch aus der Luft gegriffen.
    Irgendwer hat auch noch die schöne Behauptung aufgestellt, daß die FB´s freie Kost und Logie haben. Auch das ist nicht so. Natürlich werden die Hotels bezahlt, man befindet sich da aber auch, weil man für die Fluggesellschaft unterwegs ist und es, zu Glück, Ruhezeiten gibt, die man einhalten muß. Das diese Hotels im allgemeinem keine Billigschuppen sind ist,Gott sei dank, auch noch so. Man muß ja auch bedenken, daß der Flugbegleiter doch nicht so oft zu Hause ist, d.h. das Hotel ist wie ein zweites zu Hause. Und die Verpflegung ist nicht frei! Man bekommt Spesen, wie jeder andere der auf Dienstreise ist auch.
    Ich finde es auf jeden Fall gut, daß die Flugbegleiter streiken, und wünsche ihnen viel Erfolg bei der Sache.

    • Slater
    • 29. August 2012 16:41 Uhr

    "Abgesehen davon, dass ein Streik ohnehin nie zur rechten Zeit kommt"

    wieso sollte eine andere Zeit als die Urlaubszeit oder noch schlimmer Weihnachten/ Winder nicht recht(er) sein?
    weil dann wenig Druck für die Gewerkschaft raus kommt?

    es wird doch wohl im Jahr irgendwann eine eher urlaubsarme Zeit werktags geben, wo prozentuell hoch Geschäftsreisende oder noch besser Politiker betroffen sind,

    welche normale Arbeit auf der Welt so wichtig ist dass man dafür derart durch die Welt reisen muss habe ich eh noch nie verstanden,
    aber zumindest trifft es die dann kaum beim Geld bzw. persönlicher Beeinträchtigung,
    vom Geld muss dann ja reichlich da sein

    Eine Leserempfehlung

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  • Schlagworte Lufthansa | Airline | Billigflieger | Emirates | Euro | Flugverkehr
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