US-PräsidentIst Obama eine Enttäuschung?

Der US-Präsident hat seine Versprechen gebrochen, findet Carolin Emcke. Er hat die Vernunft in die amerikanische Politik zurückgebracht, mein Jan Ross.

Barack Obama

Barack Obama

Guantánamo bleibt – das allein wäre schlimm genug. Doch Obama hat auf ganzer Linie versagt.

Das Sonderbare ist, dass es sich anfühlt, als sei man selbst gescheitert. Vielleicht ist das der Grund, warum kaum einer, dessen Hoffnungen auf Obama ruhten, die Enttäuschung eingestehen mag. So sehr haben wir uns gewünscht, dass ein sozial gerechteres, ein weltpolitisch umsichtigeres Amerika möglich sei, dass jede Kritik an Obama sich wie Selbstkritik anfühlt. Dabei muss man keineswegs zu denen gehören, die Übermenschliches von ihm erwartet hatten, es reicht, Obama an seinen eigenen Aussagen zu messen, um zutiefst enttäuscht zu sein.

Direkt nach seinem Amtsantritt schien es noch, als wolle Obama sein Wahlversprechen wahr machen, Guantánamo zu schließen. Er kündigte an, das fragwürdige exterritoriale Internierungslager auf Kuba werde binnen eines Jahres geräumt. Doch schon vier Monate später gab er zu, einigen Gefangenen sei weder eine direkte Beteiligung an Anschlägen noch eine Verbindung zu Al-Kaida nachzuweisen, trotzdem könnten sie zu einer Bedrohung für die USA werden. Schließlich verhinderte der Kongress mit einigen Stimmen der Demokraten, dass den Häftlingen ordentliche Verfahren in den USA gewährleistet wurden. Das Ergebnis: Bis heute sind 171 Männer in Guantánamo inhaftiert.

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Selbst wenn es die Drohnenkriege in Pakistan und im Jemen nicht gäbe, bei denen nicht nur Terrorverdächtige, sondern auch Zivilisten getötet werden; selbst wenn die Gesundheitsreform nicht vor allem den privaten Versicherungen neue Kunden und damit Geld in die Kassen brächte; selbst wenn das ursprüngliche Reformkonzept durchgekommen wäre, nach dem alle Arbeitgeber ihren Angestellten eine Versicherung hätten anbieten müssen; selbst wenn die soziale Ungleichheit in den USA unter Obama nicht dramatisch gewachsen, die soziale Mobilität nicht geschrumpft wäre; selbst wenn Guantánamo die einzige Niederlage des Präsidenten Obama geblieben wäre – es wäre beschämend genug.

Hoffnung ist mit dem Amtseid versiegt

Am 4. Juni 2009 warb Obama bei seiner Rede in der Kairoer Universität für einen Neuanfang der Beziehungen zur islamischen Welt und plädierte für mehr Demokratie. »Fürchtet Gott und sagt, was recht ist«, zitierte er die Koransure 33, Vers 72. Doch zu sagen, was recht ist, das fiel ihm keine zwei Wochen später allzu schwer. Während der mutigen Straßenproteste im Iran gegen die manipulierten Wahlen vom 12. Juni 2009 hielt sich die Regierung Obama lange zurück. Und als die Welt gebannt auf Twitter-Botschaften und per social media verbreitete Handyaufnahmen der Demonstranten schaute, während in Berlin und New York, in Oslo und Paris grüne Armbänder als Zeichen der Solidarität mit den Dissidenten auftauchten, schwieg Obama. Anstatt den demokratischen Volksaufstand zu unterstützen, vermittelte sein Zögern den Eindruck, die strategische Allianz mit dem iranischen Präsidenten Ahmadinedschad sei wichtiger als die Menschen, die in Teheran niedergeknüppelt und weggesperrt wurden. Tatenlos sah die Administration zu, wie im Iran junge Menschen unter dem Ruf Allahu Akbar eben für gemeinsame, universalistische Werte stritten: Freiheit und Rechtsstaatlichkeit.

Gewiss, es ist ein Gewinn, wenn die Rhetorik von Demokratie und Menschenrechten nicht mehr als humanitäre Rechtfertigung für Kriege instrumentalisiert wird, die anderen Zwecken dienen. Aber überhaupt nicht für Menschenrechte einzustehen, ausgerechnet die Reformbewegungen in muslimischen Gesellschaften alleinzulassen – das war im Iran 2009 eine ebenso große Enttäuschung wie im Arabischen Frühling in Ägypten 2011, als Obama dem korrupten Autokraten lange die Treue hielt.

Was das Schlimmste ist? Dass die Hoffnung der grassroots- Bewegung, die noch Obamas Wahlkampf getragen hatte, mit seinem Amtseid versiegt ist. Dass das utopische Versprechen, das der Wahl des ersten afroamerikanischen Präsidenten innewohnte, in den systemischen Fängen des Präsidialsystems stecken geblieben ist. Dass vor allem der kulturelle Wandel der amerikanischen Gesellschaft nicht von der politisch-moralischen Zuversicht dieses internationalen Präsidenten ausging, sondern von der ressentimentgeladenen Paranoia der provinziellen Tea-Party-Bewegung. Was das Schlimmste ist? Dass die Zyniker sich nun bestätigt fühlen.

Carolin Emcke

Leserkommentare
  1. 1. Obama

    Ja, er hat nicht alle Ziele erfüllt. Konnte er aber auch nicht. Zum einen wurde er gerade bei der Gesundheitsreform (die er dann letztlich doch hinbekommen und mithin eines seiner wichtigsten Wahlversprechen erfüllt hat), aber auch bei anderen Themen permanent von den Republikanern gestört, zum anderen wollte etwa die Insassen aus Guantanamo kein Land zumindest zwischenzeitlich aufnehmen, auch Deutschland nicht.

    Gemessen an dem, was ein Republikaner hätte falsch machen können, wurden wir mit Obama doch ganz gut bedient. Es wurde keine neue Invasion im Nahen Osten vom Zaum gebrochen und er hat den großen Banken den Kampf angesagt.

    Wenn ich mir vorstelle, was Romney alles anrichten könnte, wird mir schwindlig. Auf der anderen Seite - das ist wohl genau das, was so der typische Ami will: Möglichst wenig Staat, möglichst wenige Bürgerrechte, möglichst viel Imperialismus und möglichst viel außenpolitische Macht - auch wenn er selbst nur bei der Tafel speist.

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    • Lukan
    • 16.09.2012 um 19:48 Uhr

    Na da wird er aber von Barack "NDAA FY2012&TSA Terror" Obama auch mehr als gut bedient.

    1. Gesundheitsreform: Noch bevor irgendwelche Verhandlungen mit der Legislative stattfanden, wurde mit der Pharmaindustrie ein "back-room deal" vereinbart, um Widerstand von dieser Seite gleich zu ersticken. Zudem, wie Frau Emcke richtig schreibt, ist die Reform v.a. für Versicherungskonzerne attraktiv. Ja, es sind mehr Menschen versichert als vorher - nur sollte man hier auch die Kehrseite der Medaille ansehen.

    2. Guantánamo: Es ist ermüdend; immer und immer wieder muss man mit dem Mythos aufräumen, er habe das System Guantánamo beenden wollen. Was er wollte, war lediglich eine Verlagerung des Lagers auf amerikanischen Erdboden.

    3. "den Banken den Kampf angesagt": Ich wüsste gerne, woher das stammt - mit der Realität hat es jedenfalls wenig zu tun. Sie meinen, seine Finanzmarktreform sei eine Kampfansage gewesen? Zur Wirklichkeit: a) Die Banken sind noch größer geworden, die Konzentration schreitet voran; b) die Reform war ein schlechter Scherz, die an den Übeln in der Branche nichts Wesentliches geändert hat.

    4. Bürgerrechte: Wie von Nr. 3 schon erwähnt, so lässt sich angesichts Obamas "track record" nur schwer argumentieren, ein republikanischer Präsident werde wesentlich schlimmer agieren. Indefinite detention (NDAA 2012), Überwachungsstaat, Geheimniskrämerei, Krieg gegen Whistleblower, usw. usf.

    Purecynicism, etwas mehr von selbigem würde ihnen vielleicht hier bei der Beurteilung Obamas gut tun - sie lägen mit Sicherheit nicht falsch.

    • Lukan
    • 16.09.2012 um 19:48 Uhr

    Na da wird er aber von Barack "NDAA FY2012&TSA Terror" Obama auch mehr als gut bedient.

    1. Gesundheitsreform: Noch bevor irgendwelche Verhandlungen mit der Legislative stattfanden, wurde mit der Pharmaindustrie ein "back-room deal" vereinbart, um Widerstand von dieser Seite gleich zu ersticken. Zudem, wie Frau Emcke richtig schreibt, ist die Reform v.a. für Versicherungskonzerne attraktiv. Ja, es sind mehr Menschen versichert als vorher - nur sollte man hier auch die Kehrseite der Medaille ansehen.

    2. Guantánamo: Es ist ermüdend; immer und immer wieder muss man mit dem Mythos aufräumen, er habe das System Guantánamo beenden wollen. Was er wollte, war lediglich eine Verlagerung des Lagers auf amerikanischen Erdboden.

    3. "den Banken den Kampf angesagt": Ich wüsste gerne, woher das stammt - mit der Realität hat es jedenfalls wenig zu tun. Sie meinen, seine Finanzmarktreform sei eine Kampfansage gewesen? Zur Wirklichkeit: a) Die Banken sind noch größer geworden, die Konzentration schreitet voran; b) die Reform war ein schlechter Scherz, die an den Übeln in der Branche nichts Wesentliches geändert hat.

    4. Bürgerrechte: Wie von Nr. 3 schon erwähnt, so lässt sich angesichts Obamas "track record" nur schwer argumentieren, ein republikanischer Präsident werde wesentlich schlimmer agieren. Indefinite detention (NDAA 2012), Überwachungsstaat, Geheimniskrämerei, Krieg gegen Whistleblower, usw. usf.

    Purecynicism, etwas mehr von selbigem würde ihnen vielleicht hier bei der Beurteilung Obamas gut tun - sie lägen mit Sicherheit nicht falsch.

  2. Wenn Sie Herr Ross hier das Ende der Epoche voller Gewalt postulieren und schließlich, nach 4 Jahren konservativer Innen- wie Außenpolitik Geduld einfordern klingt das eher wie zynischer Spott, denn wie ein ernst gemeinter Kommentar. Obama hat den Krieg verlagert, in den Himmel, hat Innenpolitisch nichts für die Menschen, nur etwas für die Märkte gemacht und seine Wahlversprechen gebrochen. Dafür hat er weder Geduld noch Nachsicht verdient. Allerdings ist er, traurigerweise, das kleinere Übel, wenn man sich Romney ansieht.

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    Das was Obama nicht öffentlich sagt, macht ihn zu Obama und das was die Öffentlichkeit nicht weiss, macht sie gerade zur Öffentlichkeit. Romny und Ryan teilen sich mit, wie sie sind, Obama ist rhetorisch geschmeidiger, aber deswegen nicht weniger auf konsequent. Beide gehen davon aus, dass die Vormachtstellung der USA mit allen Mitteln erhalten werden muss. Wenn man sich durch die Wahlkampfreden arbeitet, könnte man auch den Eindruck gewinnen, dass hier ein ganz übler Nationalchauvinismus aufkeimt. Wenn Jan Ross meint, die Verlängerung des Patriot Acts und der NDAA2012 seien mit der US-Verfassung vereinbar, irrt er sich gewaltig. Was hindert den Präsidenten daran die Verfassung der USA wieder in Kraft zu setzen, nichts. Wenn er mit einer Mehrheit der Demokraten im Kongess die Gesundheitsreform nicht durchgebracht hat, wie kann der Kompromiss mit den Republikanern, die ihn deswegen als Kommunisten verunglimpften, die Erfüllung seines Versprechens sein. Ich habe bereits anlässlich seiner Antrittsrede 2008 geschrieben, dass Obama nicht das ist, was er scheint. Ich hätte mir einen anderen Ausgang gewünscht, einen Präsidenten, der mutig genug ist, die Gefahr eines Kollapses durch wirkliche Reformen abzuwenden. Stattdessen stand sofort die Wiederwahl im Vordergrund. Die USA können die innere Krise derzeit nicht lösen, foglich wird sie nach aussen transportiert, das bedeutet Krieg!

    Das was Obama nicht öffentlich sagt, macht ihn zu Obama und das was die Öffentlichkeit nicht weiss, macht sie gerade zur Öffentlichkeit. Romny und Ryan teilen sich mit, wie sie sind, Obama ist rhetorisch geschmeidiger, aber deswegen nicht weniger auf konsequent. Beide gehen davon aus, dass die Vormachtstellung der USA mit allen Mitteln erhalten werden muss. Wenn man sich durch die Wahlkampfreden arbeitet, könnte man auch den Eindruck gewinnen, dass hier ein ganz übler Nationalchauvinismus aufkeimt. Wenn Jan Ross meint, die Verlängerung des Patriot Acts und der NDAA2012 seien mit der US-Verfassung vereinbar, irrt er sich gewaltig. Was hindert den Präsidenten daran die Verfassung der USA wieder in Kraft zu setzen, nichts. Wenn er mit einer Mehrheit der Demokraten im Kongess die Gesundheitsreform nicht durchgebracht hat, wie kann der Kompromiss mit den Republikanern, die ihn deswegen als Kommunisten verunglimpften, die Erfüllung seines Versprechens sein. Ich habe bereits anlässlich seiner Antrittsrede 2008 geschrieben, dass Obama nicht das ist, was er scheint. Ich hätte mir einen anderen Ausgang gewünscht, einen Präsidenten, der mutig genug ist, die Gefahr eines Kollapses durch wirkliche Reformen abzuwenden. Stattdessen stand sofort die Wiederwahl im Vordergrund. Die USA können die innere Krise derzeit nicht lösen, foglich wird sie nach aussen transportiert, das bedeutet Krieg!

    • Lukan
    • 16.09.2012 um 19:48 Uhr

    Na da wird er aber von Barack "NDAA FY2012&TSA Terror" Obama auch mehr als gut bedient.

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    Antwort auf "Obama"
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    Ich nehme an. Sie haben ihn gelesen und verstanden? Wenn ja,
    haetten Sie Ihre Bemerkungen nicht geschrieben.

    Ich nehme an. Sie haben ihn gelesen und verstanden? Wenn ja,
    haetten Sie Ihre Bemerkungen nicht geschrieben.

  3. ..liegt richtig.Sie vergaß lediglich,dass Obama das State Secret Privilege, den Kampf gegen Whistleblower sowie den Überwachungsstaat ausgeweitet hat.Und dann war da noch die Geschichte mit dem jemenitischen Journalisten,die kaum Erwähnung fand in den Medien:
    "The Obama administration is facing scrutiny for its role in the imprisonment of a Yemeni journalist who exposed how the United States was behind a 2009 bombing in Yemen that killed 14 women and 21 children."
    http://www.democracynow.o...

    Eine Leserempfehlung
    • RGFG
    • 16.09.2012 um 20:05 Uhr

    Nach acht düsteren Jahren im Weißen Haus, nach der realen Gefahr, dass eine rechtskonservative Politiker- und Geldkaste die Macht nicht mehr hergeben würden, nach vier Jahren verbrannte-Erde Politik der Republikaner ... redet sich Frau Emcke ein, Obama hätte versagt.

    Ich fürchte, der Mann weiß einfach nur, dass er momentan andere Prioritäten hat. Und ich glaube, es ist ihm völlig bewusst, dass er selbst in acht Jahren nur die Grundlagen für den Wandel legen kann. Und dass der kulturelle Wandel nicht von der Tea-Party ausgehen wird, hat man auf dem Parteitag der Demokraten gesehen. Die Tea-Party ist ein Scheinriese - je näher die Leute den Inhalten kommen, desto mehr fällt ihnen auf, dass - wenn überhaupt - nur Lug und Trug und Ressentiments dahinterstecken.

    Der wirkliche und nachhaltige kulturelle Wandel wird mit dem demographischen Wandel in Amerika einhergehen. Und die Latinos und die Reste der weißen Mittelschicht wieder an die Demokraten gebunden zu haben, wird dereinst Obamas Vermächtnis sein.

    Die restlichen "gebrochenen Versprechen" sind Außenpolitik und - auch wenn es schmerzt - derzeit nicht Amerikas und Obamas wirkliche Priorität.

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  4. Ich würde behaupten wollen, das Obama einfach in der Realität des Politikbetriebes angekommen ist, in der die Kunst einfach die des machbaren ist.
    Mit den messianischen Heils-Hoffnungen, die wärend seines 1. Wahlkampfes auf ihn Projjiziert wurden, konnte er einfach nur entäuschen. Der Worwurf den man ihm machen kann, ist das er dieser quasi-religiösen Verehrung nicht von Anfang an entgegen getreten ist.

    6 Leserempfehlungen
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    Das ist mithin das Demokratie feindlichste es es geben kann und leider überall in der Welt Politik angekommen.

    Wo muss man sich noch anstrengen? Mit Ihrem Argument kam man alles verpacken; es ginge halt nicht anders.

    WAS Würden Sie machen wenn Ihr Kind sich daran ein Beispiel nehmen? An Lug und Trug, das nicht einhalten von Versprechungen und das nicht zugeben von Fehlern. Wir haben keine Vorbilder mehr

    Das ist mithin das Demokratie feindlichste es es geben kann und leider überall in der Welt Politik angekommen.

    Wo muss man sich noch anstrengen? Mit Ihrem Argument kam man alles verpacken; es ginge halt nicht anders.

    WAS Würden Sie machen wenn Ihr Kind sich daran ein Beispiel nehmen? An Lug und Trug, das nicht einhalten von Versprechungen und das nicht zugeben von Fehlern. Wir haben keine Vorbilder mehr

  5. ... an solchen Pro und Contras ist, dass -schätze ich- das Pferd von hinten aufgezäumt wurde. Vorher hat man festgelegt, der eine argumentiert für, der andere gegen Obama. Dabei gilt: Keine Kompromisse.
    Dadurch sind zwar beide Seiten für sich genommen plausibel, schweben aber im Raum. Wenn man sich vorher nicht selbst mit der Bilanz Obamas auseinandergesetzt hat, ist es schwierig, ein eigenes Urteil zu bilden. Außer man ist voreingenommen- aber dann hält man so eine Gegenüberstellung eh nicht mehr für nötig.

    Sinnvoller wäre es, wenn die Autoren die jeweiligen Argumente aufgreifen und gegeneinander abwägen würden.

    So bleibt man zurück und sagt sich- auf der einen Seite war Obama eine Enttäuschung, auf der anderen Seite nicht.
    Was konkrete Versprechungen angeht, hat er enttäuscht. Betrachtet man die Amtszeit langfristig, in den amerikanischen Kontext eingeordnet, muss ihm eine zweite gewünscht werden.

    Die zweite Herangehensweise spricht mir eher zu.

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  6. Oder nur nicht weiter verschlechtert? Mich hat die Politik von Obama enttäuscht! Noch immer ist die Macht der Banken und Spekulanten nicht gebrochen. Eine Trendwende in der US-Umweltpolitik hat nicht stattgefunden. Und die Verlängerung des Patriotact ...? Der Krieg im Irak geht weiter, auch ohne US-Truppen. Ebenso wie in Afghanistan, nach dem Abzug 2014. Was werden die nächsten vier Jahre Obamaregierung bringen? Wird das Lager in Guantanamo geschlossen? Guantanamo an Cuba zurück gegeben? Werden die Wirtschaftembargos, die immer nur die Armen treffen, beendet. Ebenso der Raubbau und die Verschwendung von Ressourcen? Wird der mittlere Osten sozial befriedet. Gibt es dafür einen Marshallplan. Ich fürchte die Antworten.

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    • an-i
    • 16.09.2012 um 23:09 Uhr

    Es ist auch nicht einfach bestimmte eingefahrene Strukturen (Banken, Guantanamo, "Spekulanten" zu ändern, die wehren sich wie die...der vorherige Präsident Bush jr. hat mit großer Zustimmung in Kammer und Seant und GB und etlichen EU Ländern den Irak Krieg angezettelt, (und dabei viel Geld verdient). In der Zwischenzeit wissen wir, die Gründe waren auf einer bodenlosen Lüge aufgebaut, und war völkewiedrig.
    Nur Bush und Blair haben die Macht des Stärkeren durchgesetzt, und die Welt in eine problematische Situation gebracht. Sadam war garantiert nicht schützenswert.
    Und da verlangen Sie von einem Präsidenten, in so einem bigottem Land, der so ein Erbe angetreten hat, das er gleich Wunder vollbringt? Die Reps haben ihm ganz schön das Leben schwer gemacht. Und auch die platte Propaganda der sog. Tea Party unter der Schrulle Pallin, haben auch Spuren hinterlassen...
    Glauben sie mir, unter einem Rep Präsidenten bekommen sie die Gänsehaut, und außerdem werden sie Arm (Bankwesen mit dem $ ist die noch grössere Amerikanische Waffe, als die Drohnen - nochmal par faule Kreditpakete...) können wir einpacken...

    • an-i
    • 16.09.2012 um 23:09 Uhr

    Es ist auch nicht einfach bestimmte eingefahrene Strukturen (Banken, Guantanamo, "Spekulanten" zu ändern, die wehren sich wie die...der vorherige Präsident Bush jr. hat mit großer Zustimmung in Kammer und Seant und GB und etlichen EU Ländern den Irak Krieg angezettelt, (und dabei viel Geld verdient). In der Zwischenzeit wissen wir, die Gründe waren auf einer bodenlosen Lüge aufgebaut, und war völkewiedrig.
    Nur Bush und Blair haben die Macht des Stärkeren durchgesetzt, und die Welt in eine problematische Situation gebracht. Sadam war garantiert nicht schützenswert.
    Und da verlangen Sie von einem Präsidenten, in so einem bigottem Land, der so ein Erbe angetreten hat, das er gleich Wunder vollbringt? Die Reps haben ihm ganz schön das Leben schwer gemacht. Und auch die platte Propaganda der sog. Tea Party unter der Schrulle Pallin, haben auch Spuren hinterlassen...
    Glauben sie mir, unter einem Rep Präsidenten bekommen sie die Gänsehaut, und außerdem werden sie Arm (Bankwesen mit dem $ ist die noch grössere Amerikanische Waffe, als die Drohnen - nochmal par faule Kreditpakete...) können wir einpacken...

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