Stimmt's?: Enthalten Kartoffelchips suchtfördernde Substanzen?
…fragt Thomas Oblak aus Münster.
Vor einem Jahr erschien in der Zeitschrift PNAS eine Arbeit von zwei Forschern der US-amerikanischen Duke University in Durham, in der sie zeigten, dass eine gewisse chemische Substanz ähnliche Effekte auf das Gehirn hat wie Kokain und Heroin.
Und just diese Substanz, Natriumchlorid, wird von den Lebensmittelkonzernen routinemäßig Produkten wie Kartoffelchips und Erdnussflips zugesetzt. Ist das der Grund, warum wir nicht von dem Knabberzeug lassen können, sobald die Tüte einmal geöffnet ist? Macht uns die Industrie systematisch zu Chips-Junkies?
Natriumchlorid ist natürlich nichts anderes als simples Kochsalz. Das ist, in Maßen genossen, eine lebenswichtige chemische Verbindung, von der unser Körper täglich einige Gramm braucht. Heute nehmen wir eher zu viel davon zu uns, aber für unsere Vorfahren war es sehr viel schwieriger, an Salz zu kommen. Deshalb entwickelte sich im Laufe der Evolution ein Mechanismus, der die mühsame Suche danach belohnt.

Für weitere Artikel zur Serie "Stimmt's?" klicken Sie auf dieses Bild
Eine zentrale Rolle spielt dabei Dopamin, das »Glückshormon«, das im Gehirn ausgeschüttet wird. Wolfgang Liedtke und Derek Denton fanden heraus, dass bei Ratten, denen man salzarme Kost verschrieb, dieselben Gengruppen im Hypothalamus aktiv wurden wie bei Junkies auf Entzug. Gab man ihnen dann wieder Salz, erhielten sie eine kräftige Dopamindusche. Die Forscher vermuten, dass harte Drogen diesen uralten Mechanismus »zweitverwerten«, sie also lebenswichtige Schaltkreise im Gehirn ausnutzen, um den Menschen süchtig zu machen.
Die Adressen für "Stimmt’s"-Fragen: DIE ZEIT, Stimmt’s?, 20079 Hamburg oder stimmts@zeit.de. Das "Stimmt’s?"-Archiv: www.zeit.de/stimmts
Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio









ich bin [mampf] gerade mit [mampf] was [knister, raschel] anderem beschäftigt [Neue Tüte aufreiss'].
ich esse seit jahren schon Natriumchlorid pur...
ich esse seit jahren schon Natriumchlorid pur...
…aber wo ist der Artikel?
auf die Frage.
Sie sind hier bei "Stimmt`s".
.
Hier ist Ihr Beitrag, respektive Ihre Lösung gefragt.
°!°
auf die Frage.
Sie sind hier bei "Stimmt`s".
.
Hier ist Ihr Beitrag, respektive Ihre Lösung gefragt.
°!°
auf die Frage.
"dieselben Gengruppen im Hypothalamus aktiv wurden wie bei Junkies auf Entzug."
Gengruppen? ... werden aktiv im Hypothalamus?
Können die das?
Genau! Die wollen unsere demokratische Grundordnung untergraben! Ich werde sogleich Kai Diekmann anrufen, die beste Adresse für Investigativjournalismus!
Und wie war noch mal die Postleitzahl von Hypothalamus?
...schön nachzulesen bei Joachim Bauer, "Das Gedächtnis des Körpers".
Zu den Kartoffelchips habe ich mal gelesen, daß die Mischung aus Fett, Salz, Stärke und Glutamat so ziemlich das Optimum an Aktivierung des Belohnungssystems darstellt.
"Derfen die denn dös?"
Genau! Die wollen unsere demokratische Grundordnung untergraben! Ich werde sogleich Kai Diekmann anrufen, die beste Adresse für Investigativjournalismus!
Und wie war noch mal die Postleitzahl von Hypothalamus?
...schön nachzulesen bei Joachim Bauer, "Das Gedächtnis des Körpers".
Zu den Kartoffelchips habe ich mal gelesen, daß die Mischung aus Fett, Salz, Stärke und Glutamat so ziemlich das Optimum an Aktivierung des Belohnungssystems darstellt.
"Derfen die denn dös?"
Ja, dann stellen Sie den Leuten doch mal welke Chips auf den Tisch.
Das Rascheln, das Knacken, das Zerbeissen gehören auch dazu. Die "Gengruppen" fürs Nägelkauen könnten auch noch "aktiviert" werden.
Genau! Die wollen unsere demokratische Grundordnung untergraben! Ich werde sogleich Kai Diekmann anrufen, die beste Adresse für Investigativjournalismus!
Und wie war noch mal die Postleitzahl von Hypothalamus?
Ich meine mich zu entsinnen, dass auch der Speichelfluss dabei eine Rolle spielt - Chips mit ihrer großen salzigen Oberfläche binden viel Speichel und regen somit zu neuer Speichelproduktion an; und wenn einem das "Wasser im Munde" zusammenläuft ist man quasi auf Hunger und "mehr essen" konditioniert... ?
Und Dopamin sagt uns egal bei welchen Dingen, was für uns wichtig und nicht wichtig erscheint; auch Liebeskummer zeigt angeblich ähnliche Muster im Gehirn wie die vielzitierten Junkies; ich bin mir fast sicher, dass man auch bei Leuten, die nur ein iPhone 4 haben inzwischen Dopaminmangel feststellen könnte...
...schön nachzulesen bei Joachim Bauer, "Das Gedächtnis des Körpers".
Zu den Kartoffelchips habe ich mal gelesen, daß die Mischung aus Fett, Salz, Stärke und Glutamat so ziemlich das Optimum an Aktivierung des Belohnungssystems darstellt.
ich meine natürlich: durch Nahrung.
ich meine natürlich: durch Nahrung.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren