Die kulinarische Integration von Einwanderern funktioniert in Deutschland insofern sehr gut, als die Inder, Chinesen, Türken, Griechen wie echte Deutsche das Kochen verlernen, sobald sie unser Land betreten. Die chinesische Küche, eine der besten der Welt, ist in Deutschland durch Nudelbratstationen in Bahnhöfen repräsentiert. Die Türken vergessen ihre Sultane und servieren Pressfleisch im Brot. Die üble Qualität der Einwandererküche, in der nichts Ursprüngliches mehr zu schmecken ist, sagt wahrscheinlich einiges darüber aus, wie viel Kulturunterschiede ein Land bereit ist auszuhalten.

Die Inder kochen in ihren Restaurants hier ja nur Gerichte, die grundsätzlich braun-gelb-rotbraun sind, was sie sich in deutschen Kantinen abgeguckt haben. Aber über die indische Küche gibt es auch 800 Seiten umfassende Kochbücher. Indien von Pushpesh Pant erscheint jetzt im Edel Verlag auf Deutsch. Darin steht zum Beispiel, dass ein Kürbis gar nicht unbedingt zur Suppe gemacht werden muss. Man kann ihn, nach einem Einkauf beim Asiamarkt, auch gut in einem Fischcurry essen.

Dafür werden zunächst Kurkuma und Limettensaft in einer Schüssel verrührt. Man reibt den Fisch damit ein und salzt ihn etwas. So zieht er 15 Minuten im Kühlschrank durch.

Für die Würzpaste werden alle Zutaten im Mixer fein püriert. Etwas salzen. Falls nötig, die Paste mit etwas Wasser verdünnen.

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Das Öl lässt man in einem tiefen Topf bei schwacher bis mittlerer Hitze heiß werden. Sanft und ohne zu bräunen, soll die Würzpaste darin unter Rühren anbraten. Jetzt kommen der in Würfel geschnittene Kürbis und das Gemüse hinzu sowie 250 ml Wasser. Aufkochen, die Hitze reduzieren und alles zugedeckt je nach Garzeit ungefähr 8 Minuten köcheln lassen. (Wer will, fügt auch vorgekochte Kichererbsen hinzu.) Tamarindenextrakt, Tomate und den Fisch dazugeben. Man gießt noch mal 250 ml Wasser nach und schmeckt mit Cayennepfeffer, Zucker und Salz ab. Zugedeckt in etwa 5 Minuten fertig garen. Mit Garam Masala bestreut servieren.

Fischcurry mit Kürbis (für 4 Personen)

1 TL gemahlene Kurkuma, 1 EL Limettensaft, Salz, 750 g festes Fischfilet (ohne Haut), 1 EL Pflanzenöl, 500 g Kürbis (z. B. Hokkaido ; evtl. Saisongemüse wie Mangold, Karotten usw.), 1 EL Tamarindenextrakt, 1 Tomate (gehäutet), ½ TL Cayennepfeffer, ½ TL Zucker, ¼ TL Garam Masala

Für die Würzpaste

1 großer Zweig Koriandergrün, 4 grüne Chilischoten (entkernt, gehackt), 2–3 cm großes Stück Ingwer (geschält, grob gehackt), 6 Knoblauchzehen (geschält)