Offshore-Plattformen»Ein Riesenarbeitsmarkt«
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Pioniergeist ist gefragt

»Als Offshore kam, ging es vielen Werften schlecht«, sagt York Ilgner vom Verein Deutscher Ingenieure. »Viele haben sich mit günstigen Angeboten darauf gestürzt und dann den Aufwand völlig unterschätzt, vor allem was die Qualitätssicherung angeht.«

Im klassischen Schiffbau können sich Werften, Kunden und Behörden an den deutschen Schiffbaustandard halten, im Offshore-Windanlagenbau fehlen solche Standards, es gibt auch noch kaum Vorschriften. »Jede einzelne Schweißnaht muss dokumentiert und geröntgt werden«, sagt Ilgner. Deshalb zählen vor allem auch Schweißfachingenieure und die Leute fürs Qualitätsmanagement zu den Experten, die ganz besonders gefragt sind.

»Inzwischen haben alle verstanden, dass es dabei nicht lediglich um einfachen Stahlbau geht, und bezeichnen das als Schiffbau, was wir hier tun«, sagt der Mann von Nordic Yards, Björn Cleven.

Für Wehmut nach den vergangenen Zeiten bleibt da kein Raum.

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Leserkommentare
  1. 1. [...]

    Entfernt. Bitte äußern Sie ihre Kritik sachlich und differenziert. Danke, die Redaktion/jp

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    Genau, weil es so einfach ist, die Tripoden und Windkraftanalgen in China zu fertigen und dann mit dem Schiff herzutransportieren.

    Kleiner Tip, bevor sie weiter so ein Unsinn erzählen: Gehen sie an die Küste und schauen sie sich die Dimensionen an, um die es hier geht. Egal wie günstig China ist, es lohnt einfach nicht, ein Tripod in China zu fertigen und dann mit dem Schiff hierüber zu kahren. Sowas geht nur lokal.

  2. Genau, weil es so einfach ist, die Tripoden und Windkraftanalgen in China zu fertigen und dann mit dem Schiff herzutransportieren.

    Kleiner Tip, bevor sie weiter so ein Unsinn erzählen: Gehen sie an die Küste und schauen sie sich die Dimensionen an, um die es hier geht. Egal wie günstig China ist, es lohnt einfach nicht, ein Tripod in China zu fertigen und dann mit dem Schiff hierüber zu kahren. Sowas geht nur lokal.

    Antwort auf "[...]"
  3. Eine kurze Rechereche zum BARD-Windpark ergibt Folgendes: http://www.tagblatt.de/Ho...
    - Südweststrom ist mittlerweile im Rückzug begriffen, weil die Anteile nicht mehr zu akzeptablen Konditionen zu bekommen sind. Da hat ein Konzern den Daumen drauf. - !
    "Der Grund für den zweiten Rückzug: Morlok und Palmer sehen aktuell keine Chance mehr, zu halbwegs akzeptablen Konditionen an den Offshore-Windpark Bard I ranzukommen. Schon deshalb, weil die italienische UniCredit-Group, die das Projekt komplett übernommen hat, den halb fertigen Windpark laut Morlok derzeit gar nicht aus der Hand gibt: „Die wollen das Vorhaben jetzt bis Anfang 2014 fertigstellen und erst danach wieder zum Kauf anbieten."
    Das ist das Problem.

    Eine Leserempfehlung
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    Ich denke, dass viel größere Problem ist, dass BARD insolvent ist.

    Es geht mir darum, dass immer wieder propagiert wird, dass Offshore Windparks nur von den großen Unternehmen gestemmt werden kann. Dies ist faktisch falsch. Das es Probleme gibt da vor allem Offshore Windparks noch Neuland sind, ist eine andere Sache.

    Aber wenn sie Behaupten, dass Offshore nur von den großen Unternehmen getragen wird, ist das einfach falsch. Auch die Aussage, dass die das unter sich ausgemacht haben, ist entweder unwissen oder einfach gelogen. Schauen sie sich folgende Liste an:

    http://www.offshore-wind....

    Jeder kann selber zählen, wie oft EON, RWE, Vattenfall und EnBW vorkommt.

  4. ... denke ich, dass auch Offshore-Windparks als Gemeinschaftsprokjekte bewerkstelligt werden könnten. Die großen Spieler im Markt, die ihre Macht sichern wollen, haben allerdings die Möglichkeiten schon sehr weiträumig untereinander ausgemacht, und aufgrund der hohen Investitionskosten ist es danach sehr schwierig für kleinere Anbieter, auch noch in diesem Geschäft Fuß zu fassen.

  5. Ich denke, dass viel größere Problem ist, dass BARD insolvent ist.

    Es geht mir darum, dass immer wieder propagiert wird, dass Offshore Windparks nur von den großen Unternehmen gestemmt werden kann. Dies ist faktisch falsch. Das es Probleme gibt da vor allem Offshore Windparks noch Neuland sind, ist eine andere Sache.

    Aber wenn sie Behaupten, dass Offshore nur von den großen Unternehmen getragen wird, ist das einfach falsch. Auch die Aussage, dass die das unter sich ausgemacht haben, ist entweder unwissen oder einfach gelogen. Schauen sie sich folgende Liste an:

    http://www.offshore-wind....

    Jeder kann selber zählen, wie oft EON, RWE, Vattenfall und EnBW vorkommt.

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    Die "großen Namen" kommen in dieser Liste öfters vor. Wer wirklich hinter den anderen Unternehmen steht, ist großteils schwer zu sagen, außer im Fall "Bürgerwindpark Husum" vielleicht. - Ich denke, das Beispiel BARD (oberflächlich ja von einem kleineren Verbund getragen...) zeigt auf jeden Fall, dass es große Finanzinvestoren braucht. Ohne die geht ganz schnell das Licht aus. - Es wäre durchaus schön, wenn die Bürgerwindparks erfolgreich wären...

  6. Die "großen Namen" kommen in dieser Liste öfters vor. Wer wirklich hinter den anderen Unternehmen steht, ist großteils schwer zu sagen, außer im Fall "Bürgerwindpark Husum" vielleicht. - Ich denke, das Beispiel BARD (oberflächlich ja von einem kleineren Verbund getragen...) zeigt auf jeden Fall, dass es große Finanzinvestoren braucht. Ohne die geht ganz schnell das Licht aus. - Es wäre durchaus schön, wenn die Bürgerwindparks erfolgreich wären...

    Antwort auf "BARD insolvent"
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    EON 1x
    Vattenfall 3x
    EnBW 4x
    RWE 3x

    Insgesamt 11x in einer Liste mit über 100 Einträge würde ich nicht öfters nennen.

    Sicher werden die in den einem oder anderen Verbund mitwirken. Tun sie ja auch bei Alpha Ventus. Aber eine zZementierung der großen Energiekonzerne durch die Offshore Windparks ist einfach nicht gegeben.

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