»Als Offshore kam, ging es vielen Werften schlecht«, sagt York Ilgner vom Verein Deutscher Ingenieure. »Viele haben sich mit günstigen Angeboten darauf gestürzt und dann den Aufwand völlig unterschätzt, vor allem was die Qualitätssicherung angeht.«

Im klassischen Schiffbau können sich Werften, Kunden und Behörden an den deutschen Schiffbaustandard halten, im Offshore-Windanlagenbau fehlen solche Standards, es gibt auch noch kaum Vorschriften. »Jede einzelne Schweißnaht muss dokumentiert und geröntgt werden«, sagt Ilgner. Deshalb zählen vor allem auch Schweißfachingenieure und die Leute fürs Qualitätsmanagement zu den Experten, die ganz besonders gefragt sind.

»Inzwischen haben alle verstanden, dass es dabei nicht lediglich um einfachen Stahlbau geht, und bezeichnen das als Schiffbau, was wir hier tun«, sagt der Mann von Nordic Yards, Björn Cleven.

Für Wehmut nach den vergangenen Zeiten bleibt da kein Raum.