FrauenquoteDas Ende des bornierten Machotums

An einer gesetzlich geregelten Quote zugunsten der Frauen in Führungspositionen führt kein Weg mehr vorbei. von Hans-Ulrich Wehler

Die unheilige Allianz zur Torpedierung einer gesetzlichen Frauenquote in den Vorständen und Aufsichtsräten hat einen fatalen Erfolg erzielt. Unter dem massiven Druck der FDP, die schon deshalb an der Fünfprozenthürde scheitern sollte, aber auch einer Leitfigur reaktionärer Politik wie Familienministerin Schröder hat Bundeskanzlerin Merkel zunächst einmal die Weichen für die Blockade einer gesetzlich fixierten Quote gestellt, da sie der CDU/CSU die ominöse Flexibilitätsquote, dieses Lieblingskind der Macho-Netzwerke, als Beschlusslage empfohlen hat.

So viel politische Unvernunft ist schon lange nicht mehr zusammengekommen. Denn die eklatante Diskriminierung von Frauen in den Führungspositionen namentlich der Großunternehmen ist unbestritten. Arbeitsministerin von der Leyen hat sich deshalb völlig folgerichtig und mit bewundernswürdiger Konstanz für eine Remedur in Gestalt der gesetzlichen Quote eingesetzt, nachdem jahrzehntelang jeder Appell an eine freiwillige Korrektur der Personalpolitik vergeblich geäußert worden ist. Alle guten Argumente sprechen für ihre Position.

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Auf dem Arbeitsmarkt baut sich der Druck hoch qualifizierter Frauen auf. Denn Abiturientinnen übertreffen seit etwa 2000 mit mehr als 55 Prozent die Anzahl der Abiturienten. Auch Studentinnen liegen bereits seit 1994 mit mehr als 52 Prozent vor den Studenten – in beiden Fällen: weiterhin steigende Tendenz. Nach dem Eindruck zahlreicher Hochschullehrer schaffen die Studentinnen auch die besseren Examensnoten. Und diesen hoch qualifizierten Frauen, die zurzeit Doktortitel, Praktika und Erfahrungen sammeln, sollen weiterhin obere Positionen in der Unternehmenshierarchie so konsequent wie bisher verweigert werden? Überdies ignorieren die Kritiker der Frauenquote, dass in der sozialstaatlichen Demokratie das Gerechtigkeitsargument auf lange Sicht für die weibliche Hälfte der Menschheit arbeitet. Selbst eine bescheidene Quote von 30 Prozent erreicht daher bei Weitem noch nicht die Hälfte der Stellen mit Entscheidungskompetenz.

Hans-Ulrich Wehler

81, ist emeritierter Professor für Allgemeine Geschichte der Universität Bielefeld.

Das Ringen um die Alternative zwischen gesetzlicher und freiwillig konzedierter flexibler Quote gehört in den historischen Zusammenhang der mühsam erstrittenen Gleichberechtigung der Frauen, die besonders in den letzten vier Jahrzehnten ausgedehnt worden ist. Ihre Hoffnung auf Karrierechancen trifft aber noch immer auf das »Gesetz der hierarchisch zunehmenden Männerdominanz« (so der Soziologe Rainer Geißler): Je höher die Berufsposition gelagert ist, desto ausgeprägter kommt die Vorherrschaft der Männer zur Geltung. Das bestätigen zahlreiche Beispiele. In den Chefetagen der 626 umsatzstärksten deutschen Aktiengesellschaften und Gesellschaften mit beschränkter Haftung fanden sich unlängst sage und schreibe zwölf Frauen (0,5 Prozent) unter 2286 Männern. An den höchsten Bundesgerichten stellen Frauen fünf Prozent. Immerhin wurde ihre Zahl auf den Richter- und Staatsanwaltsstellen in den 20 Jahren bis 2000 von zehn auf 28 Prozent erhöht. An den Schulen stellen Lehrerinnen zwar 56 Prozent des Personals, von den 24.000 Schulleitern aber ganze 3000 (13 Prozent), von den Schulräten sogar nur acht Prozent. Die Mehrheit der Akademikerinnen arbeitet als Lehrerin oder Ärztin, jedoch nur selten erreichen diese die Hierarchiespitze der Chefärzte.

In den Redaktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks kamen Journalistinnen bis 2000 auf 20 Prozent, in den Führungspositionen aber nur auf drei Prozent. Erst vor Kurzem haben einige Frauen den Sprung auf den Intendantenposten geschafft. Wegen dieser Ungleichverteilung gehört die Bundesrepublik im Hinblick auf die berufliche Gleichstellung der Frauen noch immer zu den Schlusslichtern der EU.

In dem Streit um die Frauenquote in den Leitungsfunktionen der Unternehmen schlägt sich das Vorurteilssyndrom des Machismo nieder. Dem sprichwörtlich männlichen Zweifel an der Kompetenz, der Belastbarkeit, der Führungsfähigkeit von Frauen widerspricht die berufliche Realität.

Es lohnt sich, die rundum ignorierte Fachliteratur, die namentlich von Ökonomen und Soziologen stammt, zu den Folgen der Frauenquote in Skandinavien, England, Frankreich, den Niederlanden, Spanien und in den USA endlich zur Kenntnis zu nehmen. Unter dem Strich tritt aus den Ergebnissen dieser Studien hervor, dass Frauen Leitungsfunktionen mindestens so gut, wenn nicht sogar besser als Männer ausfüllen können. Denn sie sind teambewusster, kommunikativer, innovativer, planungsfähiger, wenn sie auf Entscheidungspositionen operieren. Vor allem aber erwirtschaften sie, last, but not least, eine höhere Rendite für ihre Unternehmen, als das die Männerrunde vor ihnen getan hat. Klassische Beispiele sind die schwedische Spitzenbankerin und die norwegische Topunternehmerin. Das ist ein so verblüffend positives Ergebnis, dass es in jeder Marktwirtschaft ein durchschlagendes Argument verkörpert, welches die Gerechtigkeits- und Qualifikationspostulate nachdrücklich unterstützt.

Vergegenwärtigt man sich diesen internationalen Kontext (zu dem jetzt auch die Quotenunterstützung durch die Brüsseler Justizkommissarin Reding gehört) und die Schubkraft der auf den Arbeitsmarkt vordrängenden jungen Frauen, lässt sich keine stichhaltige Ablehnung der gesetzlichen Frauenquote auf die Dauer durchhalten. Die Opposition aus der bornierten Männerwelt der FDP, von Ministerin Schröder auf ihrem neuen Irrweg und einer kurzatmig nachgebenden Kanzlerin hat so nur zu einem Pyrrhussieg geführt. Denn die realistisch denkende Mehrheit des Parlaments wird in absehbarer Zeit die überfällige Entscheidung zugunsten von Ursula von der Leyen durchsetzen. Wie töricht kann die schwarz-gelbe Koalition aus ihrem engstirnigen Interessenegoismus nur sein, sich diese Quotenblöße ausgerechnet vor dem Wahlkampf von 2013 zu geben?

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Leserkommentare
    • TDU
    • 05. Oktober 2012 10:49 Uhr

    Nur Machos und alle Kritiker an irgendwas Populärem Bevorzugten haben Phobie oder sind feindlich gesinnt. Bei solcher Überschrift muss man den Artikel nict mehr lesen.

    81 Leserempfehlungen
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    braucht man tatsächlich nicht zu lesen. Ich nenne das Propagandaberichterstattung. Wenn es eine Frauenquote geben soll, dann soll man bitte dort anfangen, wo Frauen wirklich unterrepräsentiert sind und das wäre auf dem Bau, als Lastwagenfahrer, bei der Müllabfuhr. Dort schreit niemand nach einer Frauenquote. Sehr bezeichnend.

    Wissen Sie, natürlich ist eine Quote nur die zweitbeste Lösung. Die beste wäre Unvoreingenommenheit, aber die ist leider zu selten.

    Wie würden Sie denn ändern, daß gleich sich gerne mit gleich umgibt und fördert? Männer halten nun einmal die weitaus meisten Führungspositionen und protegieren diejenigen, die ihnen ähnlich sind, also wieder Männer.
    Und ohne Sponsor werden Sie namentlich in großen Firmen nichts.

    Inwieweit die von manchen Politikern propagierte Quote in ARen hier Abhilfe schaffen wird, wage ich nicht zu beurteilen.
    (Vermutlich nutzt sie nur Arbeitnehmervertreterinnen und Angehörigen der Elite, die sowieso alle Arbeitgebervertreterposten besetzt)
    Eine Quote müßte m.M.n. zuerst im unteren Management wirken und dann sukzessive durch die Ebenen hochstrahlen.

    Jedenfalls wurde durch das jahrelange Selbstverpflichten nichts erreicht und wieder fast eine Generation Frauen exkludiert.

    k.

    • alex_x
    • 05. Oktober 2012 15:07 Uhr

    Ich bin selbst eine Frau, Akademikerin. Auf keinen Fall möchte ich in einem Unternehmen etwas erreichen und dann als Quotenfrau bezeichnet werden.

    Es ist traurig, aber ich glaube, dass wir einfach den Sinneswandel in der Gesellschaft abwarten müssen.
    Eine Frauenquote ist in meinen Augen kontraproduktiv, weil sie die angebliche weibliche "Schwäche" belegt. Denn die Quoten, die bisher gelten, sind für die Schwachen da - Stichwort Behindertenquote.

    Ich möchte nicht als schwach gelten, mir muss ja auch kein Mann die Tür aufhalten.

    Ihre Behauptungen sind längst veraltet und können nur mehr als peinliches Rückzugsgefecht einer längst antiquierten Form des Feminismus gewertet werden. Das neueste Buch von Frau Bauer-Jellinek (die sich einst selbst zur Speerspitze des Feminismus zählte) darf ich Ihnen wärmstens ans Herz legen: "Der falsche Feind - Schuld sind nicht die Männer".

    --> http://www.amazon.de/Der-falsche-Feind-Schuld-Männer/dp/3711000290

    Es ist eine alte Weisheit: "Befreiungs"bewegungen verpassen fast immer den Moment, ab dem sie sich erübrigen. Radikalisierung als Selbsterhaltungsstrategie ist die unvermeidbare Folge.

    • osmos
    • 05. Oktober 2012 10:51 Uhr

    Eine Gleichberechtigung der Frau zum Mann, führt zu Nachteilen des Mannes. Ein Unding. Wir leben in einer freien Marktwirtschaft. Jeder kann alles schaffen.

    20 Leserempfehlungen
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    plakatives beispiel: wenn jemand von einer torte 5/6 hat und dann 1/6 abgibt, besitzt er immer noch 4/6.

    hier jetzt die preisfrage:
    wenn er 4/6 besitzt, wird er dann benachteiligt? oder besitzt er dann einfach nur ein bisschen weniger, aber eigentlich noch immer zu viel?

    Erst wenn alle Männer bedient sind, dürfen sich die Frauen nehmen, was noch übrig ist. Gleichberechtigung würde in der Tat dort Einschnitte verursachen. Ganz übles Unding für die Männer, ja!

    • mcans
    • 06. Oktober 2012 14:02 Uhr

    Nicht jeder kann nicht alles schaffen.
    Und das liegt nicht in der Verschiedenheit des Menschen, sondern in aus Seilschaftentum, Gefälligkeiten und Voruteilen erwachsenen Ungerechtigkeiten.
    Als Beispiel will ich hier die Zulassung auf das Gymnasium nennen, wo eben nicht NUR Leistung sondern auch soziale wie völkische Zugehörigkeit über die berufliche Zukunft eines Menschen mitentscheidet.
    Solche Strukturen können nur aufgebrochenwerden, indem der Gesetzgeber Zulassungs-/Einstellungsquoten oberhalb der Statistik festlegt, wenn der Verdacht der Benachteiligung zu oft zu klar auf der Hand liegt oder eben durch Statistiken belegt wird, was natürlich kein Freifahrtsschein sein kann, und auch keine Gleichberechtigungsquote a la 50/50.
    Generell finde ich jedoch noch, dass die Diskussion zu populistisch/unsachlich geführt wird.

  1. Dieser "Artikel" pauschalisiert gnadenlos.
    "Denn sie sind teambewusster, kommunikativer, innovativer, planungsfähiger, wenn sie auf Entscheidungspositionen operieren."

    Gut, sie behaupten also, dass ALLE Frauen bessere Führungskräfte sind als ALLE Männer!?
    Da höre ich die Peitsche zischen.
    Solch eine Pauschalisierung ist einfach Unsinn.

    Es mag Ungerechtigkeiten geben aber: Der Zweck heiligt niemals und unter keinen Umständen die Mittel!

    Und eine Quote wird niemals zu Gleichberechtigung und Akzeptanz weiblicher Führungskräfte führen, denn jeder abgelehnte Mann wird sich sagen, dass nicht nach Qualifikation sondern nach Quote eingestellt wird und jede eingestellte Frau muss doppelt so hart arbeiten wie ihre männlichen Kollegen, weil sie sonst nur eine Quotenfrau ist. Insgesam wird sich die Geschlechtertrennung nur verfestigen.

    Es gibt eben keinen einfachen Lösungen. Aber komplizierte Sachverhalte und Lösungen eigenen sich nicht für Kampfrethorik

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    • clubby
    • 05. Oktober 2012 12:10 Uhr

    Wenn es um die Stärken von Männern geht wird stehts und ständig egalisiert mit dem Hinweis, dess es diesen genderspezifisch , als "naturgegeben", nicht gibt und Mann und Frau eigentlich gleich sind.
    Dann kommt aber immer noch der Nachsatz, dass Frauen doch besser gefördert werden müssten weil sie genderspezifisch Vorteile haben, die Männenr fehlen.

    Also: Zum Abwerten von Männern wird zu deren Nachteil relativiert und egalisiert, zum Aufwerten der Frauen zu ihrem Vorteil positiv in eine Richtung differenziert.

    • tinnef
    • 05. Oktober 2012 12:41 Uhr

    die Diskussion ist dovch müssig und wurde doch in D bereits ad Absurdum geführt. Das beste Beispiel dieses Genderterrorismus ist doch der ÖD der in D zu 95 % aus FRauen besteht und wo in jeder Anzeige Frauen besonders aufgefordert werden sich zu bewerben, um die Frauenquote zu erhöhen.

    Jeder der dort schin mal mit den Frauen in Leitungspositionen zu tun hatte, weiß doch was da für Unterleister sitzen. Oder wie eine Bekannte eingestellt wurde, obwohl sie nach eigener Auskunft als Verfahrensingenieurin keine Frage des Bereiches Untere Wasserbehörde beantworten konnte, aber in dem Moment als rauskam, dass sie drei Kinder hat, war die Nummer gelaufen. Ist kein Neid, da ich ihr die Stelle (regelmäßige Bezahlung über dem was in Ing.Büros Usus ist) wünsche, denn so hat die Familie wenigsten halbwegs Planungssicherheit.

    Aber ich hoffe das die Regierung und besonders die Genderterroristinnen damit durchkommen, denn die Folgen werden wie bei dem EE die gleichen sein, das wird dem Staat um die Ohren fliegen.

    Und in diesem Kontext macht auch der Artikel von Martenstein Sinn
    http://www.zeit.de/2012/4...

    das sich Jungs und Männer aus dem Spiel rausnehmen, da es keine Möglichkeit gibt zu gewinnen und man nicht Don Quijote sein möchte.

    • Trypsin
    • 05. Oktober 2012 18:09 Uhr

    'denn jeder abgelehnte Mann wird sich sagen, dass nicht nach Qualifikation sondern nach Quote eingestellt wird'

    Nun ja, was glauben Sie was wir Frauen denken, wenn ein Mann eine Führungsposition hat und sich als absolut inkompetent entpuppt?
    Jede abgelehnte Frau sagt, dass nicht nach der Qualifikation, sondern nach Stallgeruch und Machotum eingestellt wird!

    • GLeuner
    • 06. Oktober 2012 1:07 Uhr

    Es ist doch interessant, wie dieses Thema immer wieder in den Medien und der Politik forciert wird. Und das vor dem Hintergrund, dass erwiesenermaßen weder die Bevölkerung und noch viel weniger die Frauen, denen hier "geholfen" werden soll, Handlungsbedarf sehen. Aber all das wird nichts nützen: Die Frauenquote wird kommen (genauso wie z. B. die Erdbeben- und Tsunami-Warnsysteme für norddeutsche AKW).

  2. von Frauen in den Führungspositionen namentlich der Großunternehmen ist unbestritten."

    Sehr geehrter Herr Autor, bitte belegen Sie ihre Tatsachenbehauptungen mit Belegen! Der von Ihnen verlinkte Artikel belegt überhaupt nichts.

    48 Leserempfehlungen
  3. ... wahrscheinlicher ist es, dass sie ein Hirn besitzen.

    16 Leserempfehlungen
    • Mieheg
    • 05. Oktober 2012 10:58 Uhr

    Dadurch das der Artikel gleich in der Überschrift versucht Leute die gegen eine Frauenquote sind in eine Ecke zu drängen, disqualifiziert er sich eigentlich schon selber. Mehr noch:
    "Nach dem Eindruck zahlreicher Hochschullehrer schaffen die Studentinnen auch die besseren Examensnoten."
    Welcher Eindruck ist das? Entweder es gibt ne Studie dazu und ist bewiesen oder nicht. Wo kriegt man denn den Eindruck aller Hochschullehrer her?
    Auch wird im Artikel nicht darauf eingegangen welche Studienfächer Frauen besuchen (besuchen sie mal nen Mint Fach) und welche Ambitionen Frauen haben. Beides ist essentiell wichtig um die Diskrepanz zwischen Männern und Frauen im Job zu erkennen. Wenn die Frauen einfach nicht "das Richtige" für eine Führungsposition studieren oder keine Lust haben 70 Stunden in der Woche zu Arbeiten und Karriere zu machen, dann sorgt eine Frauenquote von 40% (lächerlich hoch btw) nur dafür das unterqualifizierte Frauen Positionen bekommen, die eigentlich ein Mann hätte kriegen sollen. Das ist Diskriminierung in die andere Richtung. Nur uns Männer schützt leider keiner mit irgendwelchen Gesetzen.

    53 Leserempfehlungen
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    ad das richtige studieren: die anzahl der studierten techniker in aufsichtsräten ist aber gering - ergo falsches argument.

    ad 70std. arbeiten: eben das ist eine männliche unkultur - anwesenheitskultur. kein mensch arbeitet in der wochen konzentriert (!) 70 std. ich habs ja selbst oft genug gesehen: zeit totschlagen und so tun, als ob man arbeitet. aber anwesenheitszeit =/= arbeitszeit.

    • Mike M.
    • 05. Oktober 2012 21:10 Uhr

    ...auf fünf bis zehn Bewerber eine Frau kommt, etwa in der Ingenieurswissenschaften oder auch allgemein in der Wissenschaft (nur ca. 25 Prozent der Habilitationen ALLER Fachrichtungen entfallen auf Frauen) ist dem doch auch eine bewusste Entscheidung vorausgegangen, einen beschwerlichen beruflichen Ausbildungsweg nicht zu gehen, weil einem andere Sachen mehr Spaß machen. Dann kann man aber auch nicht bei den Neueinstellungen einen höheren Anteil an Frauen fordern als der Markt hergibt.

    Völliger Unsinn ist auch das "Gerechtigkeitsargument". Was ist daran gerecht einen jungen Mann, der nie von der Bevorzugung von Männern profitiert hat, gegenüber einer jungen Frau zu diskriminieren, die selbst nie Diskriminierung erfahren hat? Die Frauen, die früher wirklich diskriminiert wurden, haben heute Söhne wie Töchter. Sie werden sich bedanken, wenn man vergangenes Unrecht versucht durch Begehung von neuem Unrecht ausgleichen.

  4. Lese ich hier gerade einen Zeitungsartikel oder einen Blogeintrag? Denn es ist bestenfalls wie Letzterer geschrieben. Ich vertrete zwar ähnliche Positionen, wie etwa pro Frauenquote und pro FDP scheitert mal wieder an den bösen 5%.

    [...]

    Gekürzt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten. Danke, die Redaktion/ls

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