Dietmar Hopp"Von mir aus 60 Prozent Steuern"

Mit höheren Steuern hätte SAP-Gründer Hopp kein Problem – mit einer Vermögensabgabe aber sehr wohl. Ein Gespräch über Kapitalismus, Marktwirtschaft und – klar – Fußball.

Dietmar Hopp

Dietmar Hopp

DIE ZEIT: Herr Hopp, Sie sind einer der erfolgreichsten Unternehmer der Nachkriegsgeschichte. Ihr Bild in der Öffentlichkeit wird jedoch geprägt von der TSG 1899 Hoffenheim, einem recht erfolglos dahindümpelnden Fußballverein. Haben Sie sich das so vorgestellt?

Dietmar Hopp: Mit Sicherheit nicht. Als es mit Hoffenheim steil bergauf ging, war das ein ungeheures Glücksgefühl, jetzt deprimiert mich die aktuelle sportliche Situation schon sehr. Aber es werden schon bald wieder bessere Zeiten anbrechen, mit unserem Sieg gegen Hannover hat sich die Wende angekündigt.

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ZEIT: Sie sind jetzt über 70, Großaktionär bei SAP, Großinvestor im Biotech-Bereich, mit Ihrer Stiftung in zahlreichen sozialen Projekten engagiert und führen noch einen Fußballverein. Hatten Sie, nach dem Ausstieg bei SAP, Angst vor der Leere, die kommen könnte?

Hopp: Zunächst: Ich führe 1899 Hoffenheim nicht...

ZEIT: ...wir kommen darauf noch zu sprechen...

Hopp: ...und was die Leere im Alter betrifft: Ich habe diese Angst nie gehabt, weil ich vorgebaut habe. Es gibt zu viele Firmeninhaber, die nicht loslassen können und in meinem Alter noch immer am Ruder sind. Deshalb habe ich rechtzeitig die Weichen gestellt, mich aus dem operativen Geschäft zurück gezogen, eine Stiftung gegründet, hier diesen Golfclub St. Leon-Rot gebaut, in dem ich einen großen Teil meiner Freizeit verbringen kann.

ZEIT: Keine Entzugserscheinungen am Anfang?

Hopp: Nein, ich habe hart gearbeitet, war materiell unabhängig, es war genug.

ZEIT: Wissen Sie eigentlich zu jeder Stunde des Tages, wie wohlhabend Sie sind?

Hopp: Nein.

ZEIT: Weil der Kontostand Kursschwankungen unterworfen ist?

Hopp: Mein Vermögen hat mich am Anfang interessiert, insbesondere als SAP an die Börse ging. Wir sind damals mit einem Kurs von 750 D-Mark gestartet, als die 1000-Mark-Marke überschritten wurde, habe ich das schon registriert, im Hinterkopf mitgerechnet. Aber das habe ich mir dann auch relativ schnell wieder abgewöhnt, denn das bringt ja nichts. Es war Papiergeld, das auch gar nicht kurzfristig in reales Geld umzutauschen war, deshalb hat es mich nicht interessiert.

ZEIT: Es hat Sie nie stolz gemacht?

Hopp: Stolz ja, natürlich.

ZEIT: Hat es Ihnen auch ein Gefühl von Macht gegeben?

Hopp: Das habe ich nicht gefühlt, aber ich habe sie wahrscheinlich gehabt.

ZEIT: Ist das vorbei?

Hopp: Nein. Das ist wohl noch so, da hat sich nichts geändert, wenn ich heute keine mehr hätte, hätte ich wahrscheinlich nie welche gehabt.

ZEIT: Joschka Fischer hat einmal gesagt, wenn es ganz nach oben geht, kann man niemandem mehr vertrauen.

Hopp: Das mag ein Fehler sein. Meine Frau behauptet, du traust ja jedem. Und es stimmt wohl: Ich habe grundsätzlich sehr großes Vertrauen in meine Mitmenschen. Ohne Vertrauen hätten wir nichts erreicht bei der SAP, und das spürten auch die Mitarbeiter, dass man ihnen was zutraut. Eine Art von Vertrauen ist ja das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit; ja, du kannst diese Aufgabe erfüllen. Nur so sind viele zu Unternehmern im Unternehmen geworden.

Leser-Kommentare
  1. Netter Beitrag, ohne besondere Erkenntnisse meinerseits. Herr Hopp hat viel gearbeitet, aber seinen Reichtum verdankt er auch der Arbeit seiner Mitarbeiter. Er tut viel Gutes, das kann man anerkennen. Aber er hält sich einen Verein, dessen einziger Sinn es ist ihm Freude zu bereiten. Er kauft und verkauft Menschen, macht damit Gewinne oder Verluste.

    Mich erinnert Herr Hopp an die Götterwelt der alten Griechen.
    Die spielten auch mit den Menschen, waren ihnen wohl gesonnen oder stellten sie auf die Probe oder verfluchten sie am Ende.
    Menschen, die Freude daran finden mit anderen Menschen zu handeln (kaufen und vekaufen)sind mir nicht besonders sympathisch. Aber ich kenne Herrn Hopp zu wenig.

    Auf jeden Fall wird er seinen Kindern, egal was die können oder machen, soviel Geld vererben, daß die niemals irgndetwas leisten müssen. Schon einwenig gottähnlich, das ganze.

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    • Mieheg
    • 08.10.2012 um 10:53 Uhr

    Was für ein Schwachsinn. Hopp kauft keine Menschen. Er bietet Leuten Arbeitsverträge an, die diese dann annehmen oder ablehnen können. Wenn ich mir als reicher Scheich 10 A380 kaufe, kaufe ich dann auch tausende von Arbeiter die mir die Flugzeuge bauen?
    Und für die Erbschaftsrechte in Deutschland kann Herr Hopp auch nichts. Er "spendet" doch schon massenhaft. Soll er das Geld noch verbrennen damit seine Kinder nichts bekommen?

    Diese Neiddiskussion in Deutschland ist immer wieder so widerlich. Herr Hopp hat doch sogar gesagt das er für höhere Einkommenssteuern ist. Er sagt auch das man ab nem gewissen Einkommen sowieso nur noch Luxus kauft und das daher ruhig besteuert werden kann. Eine Vermögenssteuer lehnt er aus prakmatischen Gründen ab (wie will man ne Firma mit nem Wert von 50Mio bei ner Vermögensabgabe berücksichtigen?). Eventuell würde er ihr sogar zustimmen, wenn jemand ein gutes Konzept erstellen würde.

    Ja. Und seine Mitarbeiter verdanken ihren Lebensunterhalt Herrn Hopp – so ist das eben. Ohne Firmengründer und -inhaber gäbe es nämlich keine Arbeit. Wie vielen Menschen geben Sie Arbeit? Ihrer Weltanschauung nach zu urteilen wahrscheinlich keinem einzigen. Sie denken nur an sich – wie selbstlos.

    Und sollten Sie einen Arbeitsvertrag haben, so wurde Ihre Leistung von Ihrem Arbeitgeber auch eingekauft. Ihre Leistung, nicht Sie als Person.

    Er verkauft keine Menschen, sondern wie jeder Verein in der Bundesliga werden mit Spielern Verträge geschlossen. Wenn diese den Verein wechseln, dann profitiert Hopp persönlich nicht, sondern die TSG.
    Er unterstützt die TSG nicht nur "weil es ihm Freude macht", sondern weil in dieser Region der Fußball tot war. Beispiel Waldhof Mannheim. Des Weiteren unterstützt er auch andere Sportvereine, nur wird darüber weniger berichtet, da die Sportwelt sehr auf Fußball fixiert ist.
    "Er tut viel Gutes, das kann man anerkennen. Aber" Das Aber kann man sich doch einfach mal sparen. Er tut viel Gutes, freiwillig und ohne Druck und ich möchte nicht wissen, wieviele schadenfroh lachen würden, wenn er z.B. pleite gehen würd.

    SAP beschäftigt mehr als 55.000 Mitarbeiter. Diese kosten das Unternehmen mehr als 4,5 Mrd Euro pro Jahr. Gingen es diesen Menschen besser, wenn sie woanders arbeiteten. Würden sie überhaupt Arbeit haben?

    Die Frage auf die es hinausläuft ist: Hat Herr Hopp irgendjemand etwas weggenommen? Das kann ich nicht erkennen.

    <... ohne besondere Erkenntnisse meinerseits>
    Ok. Das merkt man.

    Dafür werden die Mitarbeiter bezahlt. Und bei SAP bestimmt nicht zu knapp.

    Das ist bei Fußballvereinen so. Und die armen Menschen, die er da "kauft" und "verkauft", haben Ihr Mitleid bestimmt nicht nötig.

    Ein völlig abwegiger Vergleich. Ich war heute morgen jedenfalls erfolgreich auf der Toilette.

    Nein. Er hat nur irgendetwas richtig gemacht und, ohne geht es nicht, Glück dabei gehabt. Sie würden natürlich das Erbe ablehnen?

    Was kann man vernünftigerweise von einem Menschen erwarten? Das Vernünftigste, aber auch das Risikoreichste, ist, Unternehmer zu werden. Wenn einer erfolglos ist und Pleite geht, wird er von den gleichen Leuten als Versager stigmatisiert, die ihn beneiden, wenn er Erfolg hat. Von den Erfolgreichen profitieren die Mitarbeiter, der Staat und die Gesellschaft. Jeder, der glaubt, ein marktfähiges Produkt oder eine Dienstleistung anbieten zu könnnen, kann kann eine Firma gründen und Erfolg haben, oder eben Misserfolg. Es ist bedenklich, in welchem Ausmass sich bei vielen Bürgern die Koordinaten verschoben haben.

    • Mieheg
    • 08.10.2012 um 10:53 Uhr

    Was für ein Schwachsinn. Hopp kauft keine Menschen. Er bietet Leuten Arbeitsverträge an, die diese dann annehmen oder ablehnen können. Wenn ich mir als reicher Scheich 10 A380 kaufe, kaufe ich dann auch tausende von Arbeiter die mir die Flugzeuge bauen?
    Und für die Erbschaftsrechte in Deutschland kann Herr Hopp auch nichts. Er "spendet" doch schon massenhaft. Soll er das Geld noch verbrennen damit seine Kinder nichts bekommen?

    Diese Neiddiskussion in Deutschland ist immer wieder so widerlich. Herr Hopp hat doch sogar gesagt das er für höhere Einkommenssteuern ist. Er sagt auch das man ab nem gewissen Einkommen sowieso nur noch Luxus kauft und das daher ruhig besteuert werden kann. Eine Vermögenssteuer lehnt er aus prakmatischen Gründen ab (wie will man ne Firma mit nem Wert von 50Mio bei ner Vermögensabgabe berücksichtigen?). Eventuell würde er ihr sogar zustimmen, wenn jemand ein gutes Konzept erstellen würde.

    Ja. Und seine Mitarbeiter verdanken ihren Lebensunterhalt Herrn Hopp – so ist das eben. Ohne Firmengründer und -inhaber gäbe es nämlich keine Arbeit. Wie vielen Menschen geben Sie Arbeit? Ihrer Weltanschauung nach zu urteilen wahrscheinlich keinem einzigen. Sie denken nur an sich – wie selbstlos.

    Und sollten Sie einen Arbeitsvertrag haben, so wurde Ihre Leistung von Ihrem Arbeitgeber auch eingekauft. Ihre Leistung, nicht Sie als Person.

    Er verkauft keine Menschen, sondern wie jeder Verein in der Bundesliga werden mit Spielern Verträge geschlossen. Wenn diese den Verein wechseln, dann profitiert Hopp persönlich nicht, sondern die TSG.
    Er unterstützt die TSG nicht nur "weil es ihm Freude macht", sondern weil in dieser Region der Fußball tot war. Beispiel Waldhof Mannheim. Des Weiteren unterstützt er auch andere Sportvereine, nur wird darüber weniger berichtet, da die Sportwelt sehr auf Fußball fixiert ist.
    "Er tut viel Gutes, das kann man anerkennen. Aber" Das Aber kann man sich doch einfach mal sparen. Er tut viel Gutes, freiwillig und ohne Druck und ich möchte nicht wissen, wieviele schadenfroh lachen würden, wenn er z.B. pleite gehen würd.

    SAP beschäftigt mehr als 55.000 Mitarbeiter. Diese kosten das Unternehmen mehr als 4,5 Mrd Euro pro Jahr. Gingen es diesen Menschen besser, wenn sie woanders arbeiteten. Würden sie überhaupt Arbeit haben?

    Die Frage auf die es hinausläuft ist: Hat Herr Hopp irgendjemand etwas weggenommen? Das kann ich nicht erkennen.

    <... ohne besondere Erkenntnisse meinerseits>
    Ok. Das merkt man.

    Dafür werden die Mitarbeiter bezahlt. Und bei SAP bestimmt nicht zu knapp.

    Das ist bei Fußballvereinen so. Und die armen Menschen, die er da "kauft" und "verkauft", haben Ihr Mitleid bestimmt nicht nötig.

    Ein völlig abwegiger Vergleich. Ich war heute morgen jedenfalls erfolgreich auf der Toilette.

    Nein. Er hat nur irgendetwas richtig gemacht und, ohne geht es nicht, Glück dabei gehabt. Sie würden natürlich das Erbe ablehnen?

    Was kann man vernünftigerweise von einem Menschen erwarten? Das Vernünftigste, aber auch das Risikoreichste, ist, Unternehmer zu werden. Wenn einer erfolglos ist und Pleite geht, wird er von den gleichen Leuten als Versager stigmatisiert, die ihn beneiden, wenn er Erfolg hat. Von den Erfolgreichen profitieren die Mitarbeiter, der Staat und die Gesellschaft. Jeder, der glaubt, ein marktfähiges Produkt oder eine Dienstleistung anbieten zu könnnen, kann kann eine Firma gründen und Erfolg haben, oder eben Misserfolg. Es ist bedenklich, in welchem Ausmass sich bei vielen Bürgern die Koordinaten verschoben haben.

  2. Soll es bedeuten, dass die Gewinne aus den alten Tagen (die ja noch nicht vorbei sind, nur weil sich Herr Hopp eine höhere Steuer vorstellen kann) nicht berührt werden sollen?
    Sie sinnt zwar legal zustande gekommen, aber sind sie damit auch gerechtfertigt?
    Viele Menschen arbeiten hart und haben Ideen, aber so werden nie reich. Nun gut, es ist ja auch nicht der Selbstzweck der Arbeit Reich zu werden, eher ist es das streben nach Glück und die Sicherheit, dass unsere Enkel und Urenkel (und darüber hinaus) noch glücklich leben können.

    ?

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  3. Sorry, es sollte Sind heissen!

    • Mieheg
    • 08.10.2012 um 10:53 Uhr

    Was für ein Schwachsinn. Hopp kauft keine Menschen. Er bietet Leuten Arbeitsverträge an, die diese dann annehmen oder ablehnen können. Wenn ich mir als reicher Scheich 10 A380 kaufe, kaufe ich dann auch tausende von Arbeiter die mir die Flugzeuge bauen?
    Und für die Erbschaftsrechte in Deutschland kann Herr Hopp auch nichts. Er "spendet" doch schon massenhaft. Soll er das Geld noch verbrennen damit seine Kinder nichts bekommen?

    Diese Neiddiskussion in Deutschland ist immer wieder so widerlich. Herr Hopp hat doch sogar gesagt das er für höhere Einkommenssteuern ist. Er sagt auch das man ab nem gewissen Einkommen sowieso nur noch Luxus kauft und das daher ruhig besteuert werden kann. Eine Vermögenssteuer lehnt er aus prakmatischen Gründen ab (wie will man ne Firma mit nem Wert von 50Mio bei ner Vermögensabgabe berücksichtigen?). Eventuell würde er ihr sogar zustimmen, wenn jemand ein gutes Konzept erstellen würde.

    19 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "So weit, so gut"
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    Sie scheinen ein Unterstützer dieses Wirtschaftsystems zu sein?
    Noch "eins" auf Ihren Weg: Der Neid und die Neidebatte, kommen all zu oft von "oben".

    • Slater
    • 08.10.2012 um 13:34 Uhr

    "Eine Vermögenssteuer lehnt er aus prakmatischen Gründen ab (wie will man ne Firma mit nem Wert von 50Mio bei ner Vermögensabgabe berücksichtigen?)."

    was spricht denn gegen einen Anfang, eine Vermögenssteuer auf reine Geldvermögen, die Unfairnis gegenüber Firmenvermögen?
    würden alle dahin fliehen? und wo landet das Geld?

    von mir aus kann man (vorerst) Immobilien herausnehmen oder schlicht nach Quaratmetern zählen,
    wer keinen Cent und nur ne Villa mit Mehrblick besitzt, schadet kaum

    genauso Gemälde, teure Autos, und all die anderen hoch imaginären Güter,
    wenn es nur Leute gäbe, die sowas haben, dann wären die Probleme in Deutschland doch wohl überschaubar,

    aber ich denke mal es schlummern noch weitere Billionen,
    nicht nur in den Versicherungen der Normalbürger == Staatsanleihen,
    sowie den Schweizer Banken, auch in Deutschland doch wohl

    eher problematisch werden die halb-imaginären Sachwerte, Immobilien habe ich rausgenommen, bei Gold und Aktien wird es aber nicht so leicht, ok, Gold auch erstmal weg ;)

    börsengehandelte Aktien sind so gut kontrolliert wie virtuelles Bar-Geld, sind ziemlich klar bewertet, Verlust schadet Firma nicht, lassen sich genauso leicht einsammeln und verwerten:
    10% aller Aktien von Reichen (zu definieren, für den Anfang ruhig sehr hoch, über 10 Mio.) an den Staat, der kann sie frei verkaufen und bekommt Geld für den Haushalt

    führt vielleicht zu weniger AGs, wenn normale Firmen geschützt sind..,
    na, die Welt muss nicht in ein Posting passen

    Sie scheinen ein Unterstützer dieses Wirtschaftsystems zu sein?
    Noch "eins" auf Ihren Weg: Der Neid und die Neidebatte, kommen all zu oft von "oben".

    • Slater
    • 08.10.2012 um 13:34 Uhr

    "Eine Vermögenssteuer lehnt er aus prakmatischen Gründen ab (wie will man ne Firma mit nem Wert von 50Mio bei ner Vermögensabgabe berücksichtigen?)."

    was spricht denn gegen einen Anfang, eine Vermögenssteuer auf reine Geldvermögen, die Unfairnis gegenüber Firmenvermögen?
    würden alle dahin fliehen? und wo landet das Geld?

    von mir aus kann man (vorerst) Immobilien herausnehmen oder schlicht nach Quaratmetern zählen,
    wer keinen Cent und nur ne Villa mit Mehrblick besitzt, schadet kaum

    genauso Gemälde, teure Autos, und all die anderen hoch imaginären Güter,
    wenn es nur Leute gäbe, die sowas haben, dann wären die Probleme in Deutschland doch wohl überschaubar,

    aber ich denke mal es schlummern noch weitere Billionen,
    nicht nur in den Versicherungen der Normalbürger == Staatsanleihen,
    sowie den Schweizer Banken, auch in Deutschland doch wohl

    eher problematisch werden die halb-imaginären Sachwerte, Immobilien habe ich rausgenommen, bei Gold und Aktien wird es aber nicht so leicht, ok, Gold auch erstmal weg ;)

    börsengehandelte Aktien sind so gut kontrolliert wie virtuelles Bar-Geld, sind ziemlich klar bewertet, Verlust schadet Firma nicht, lassen sich genauso leicht einsammeln und verwerten:
    10% aller Aktien von Reichen (zu definieren, für den Anfang ruhig sehr hoch, über 10 Mio.) an den Staat, der kann sie frei verkaufen und bekommt Geld für den Haushalt

    führt vielleicht zu weniger AGs, wenn normale Firmen geschützt sind..,
    na, die Welt muss nicht in ein Posting passen

  4. Sie scheinen ein Unterstützer dieses Wirtschaftsystems zu sein?
    Noch "eins" auf Ihren Weg: Der Neid und die Neidebatte, kommen all zu oft von "oben".

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    • Mieheg
    • 08.10.2012 um 11:16 Uhr

    Dafür müssen sie "dieses Wirtschaftssystem" schon genauer definieren, um mir ein Ja/Nein zu entlocken. So wie es jetzt gerade in Deutschland ist, finde ich es nicht optimal. Aber dafür steht Herr Hopp ja auch nicht. Er ist keiner der Gesetze verabschiedet oder diese mit bestimmt. Er tut trotzdem weitaus mehr für die Allgemeinheit als ihm vom Gesetzgeber vorgeschrieben wird und ich denke das ist die richtige Richtung.

    P.S.: Fußball interessiert mich nicht wirklich.

    • Mieheg
    • 08.10.2012 um 11:16 Uhr

    Dafür müssen sie "dieses Wirtschaftssystem" schon genauer definieren, um mir ein Ja/Nein zu entlocken. So wie es jetzt gerade in Deutschland ist, finde ich es nicht optimal. Aber dafür steht Herr Hopp ja auch nicht. Er ist keiner der Gesetze verabschiedet oder diese mit bestimmt. Er tut trotzdem weitaus mehr für die Allgemeinheit als ihm vom Gesetzgeber vorgeschrieben wird und ich denke das ist die richtige Richtung.

    P.S.: Fußball interessiert mich nicht wirklich.

    • Gerd R
    • 08.10.2012 um 11:16 Uhr

    neben dem Thema Fussball, dem neuen Opium für das Volk, ist die Diskussion der Steuerfrage interessant. Eine Steuer von 60% auf Jahreseinkommen ab 60000 Euro bei gleichzeitiger Steuerfreiheit von Vermögen ist der falsche Weg. Auf die Art und Weise zementieren Reiche nur ihren Reichtum. Wie kann es sein, dass Kapitalerträge nur mit 25% besteuert werden, während erarbeitetes Einkommen mit 60% versteuert werden sollte? Hopp's Argument vom Mittelständler zieht auch nicht: selbstverständlich ist das in Produktionshallen und -rücklagen investierte Kapital unserer Mittelständler zu schützen, aber das heisst nicht, dass privater Grund-, Haus- und Aktienfondbesitz über (z.B.) 500000 Euro unversteuert bleiben sollte. Selbst eine über 12 Jahre gestreckte Vermögensabgabe von 12% (wie von Kirchhoff vorgeschlagen), bedeutet pro Jahr nur eine Abgabe von 1% (lächerlich gegen die von Hopp angegebenen 5% Rendite auf sein investiertes Vermögen). Wenn wir nicht eine zweigeteilte Gesellschaft wollen und unseren sozialen Frieden bewahren wollen, sollten wir bereit sein, dafür Opfer zu bringen. Siehe:
    www.umfairteilen.de

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    • Mieheg
    • 08.10.2012 um 11:19 Uhr

    Hier geht es doch immer noch um Herrn Hopp. Nun unter jedem Artikel der nichts mit dem Thema zu tun hat den Link von umfairteilen zu posten wird Sie nicht weiter bringen. Viel mehr sehen Leute das als lästig an und werden von nun an ein negatives Bild von umfairteilen haben. Beschränken sie sich doch auf Artikel bei denen es um soziale Gerechtigkeit geht. Da treffen Sie die Zielgruppe auch viel besser.

    ... ich zitiere mal aus dem Interview: "Ich meine, dass man für alles, was über 400.000 oder 500.000 Euro pro Jahr hinausgeht, einen Spitzensteuersatz von 60 Prozent erheben könnte" .

    Woher kommen Sie auf die 60.000 EUR in Ihrem Post?

    Allerdings stimme ich Ihnen dahingehend zu, dass zusätzlich eine Vermögensabgabe benötigt wird, evtl. nach dem Modell des Lastenausgleichsgesetzes.

    Dieses war auch sehr moderat und hat Reiche den größten Teil des Reichtums gelassen.

    • Mieheg
    • 08.10.2012 um 11:19 Uhr

    Hier geht es doch immer noch um Herrn Hopp. Nun unter jedem Artikel der nichts mit dem Thema zu tun hat den Link von umfairteilen zu posten wird Sie nicht weiter bringen. Viel mehr sehen Leute das als lästig an und werden von nun an ein negatives Bild von umfairteilen haben. Beschränken sie sich doch auf Artikel bei denen es um soziale Gerechtigkeit geht. Da treffen Sie die Zielgruppe auch viel besser.

    ... ich zitiere mal aus dem Interview: "Ich meine, dass man für alles, was über 400.000 oder 500.000 Euro pro Jahr hinausgeht, einen Spitzensteuersatz von 60 Prozent erheben könnte" .

    Woher kommen Sie auf die 60.000 EUR in Ihrem Post?

    Allerdings stimme ich Ihnen dahingehend zu, dass zusätzlich eine Vermögensabgabe benötigt wird, evtl. nach dem Modell des Lastenausgleichsgesetzes.

    Dieses war auch sehr moderat und hat Reiche den größten Teil des Reichtums gelassen.

    • Mieheg
    • 08.10.2012 um 11:16 Uhr

    Dafür müssen sie "dieses Wirtschaftssystem" schon genauer definieren, um mir ein Ja/Nein zu entlocken. So wie es jetzt gerade in Deutschland ist, finde ich es nicht optimal. Aber dafür steht Herr Hopp ja auch nicht. Er ist keiner der Gesetze verabschiedet oder diese mit bestimmt. Er tut trotzdem weitaus mehr für die Allgemeinheit als ihm vom Gesetzgeber vorgeschrieben wird und ich denke das ist die richtige Richtung.

    P.S.: Fußball interessiert mich nicht wirklich.

    4 Leser-Empfehlungen
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    Es war wohl Ihr Versuch mich als Fussballfan zu outen, aber leider interessiere ich mich nicht für diesen Sport, so ein Pech aber auch und was die richtige Richtung an geht, überlassen Sie es ruhig denen, die was davon verstehen( Die Linke, Attac, Die Gewerkschaften, INWO, Occupy Aktivisten etc.).

    Es war wohl Ihr Versuch mich als Fussballfan zu outen, aber leider interessiere ich mich nicht für diesen Sport, so ein Pech aber auch und was die richtige Richtung an geht, überlassen Sie es ruhig denen, die was davon verstehen( Die Linke, Attac, Die Gewerkschaften, INWO, Occupy Aktivisten etc.).

    • Mieheg
    • 08.10.2012 um 11:19 Uhr

    Hier geht es doch immer noch um Herrn Hopp. Nun unter jedem Artikel der nichts mit dem Thema zu tun hat den Link von umfairteilen zu posten wird Sie nicht weiter bringen. Viel mehr sehen Leute das als lästig an und werden von nun an ein negatives Bild von umfairteilen haben. Beschränken sie sich doch auf Artikel bei denen es um soziale Gerechtigkeit geht. Da treffen Sie die Zielgruppe auch viel besser.

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    Auf der Homepage der Zeit ist der Aufmacher zum Interview "Von mir aus 60% Steuern", der Untertitel
    "Mit höheren Steuern hätte SAP-Gründer Hopp kein Problem – mit einer Vermögensabgabe aber sehr wohl. Ein Gespräch über Kapitalismus, Marktwirtschaft und – klar – Fußball "

    Es geht also sehr wohl und ganz vorrangig um die in Kommentar 6 angesprochene Thematik.

    Wenn Sie dies leugnen wollen, muss ich mich ernsthaft fragen, ob Sie überhaupt die Artikel/Interviews lesen, die Sie kommentieren.

    Auf der Homepage der Zeit ist der Aufmacher zum Interview "Von mir aus 60% Steuern", der Untertitel
    "Mit höheren Steuern hätte SAP-Gründer Hopp kein Problem – mit einer Vermögensabgabe aber sehr wohl. Ein Gespräch über Kapitalismus, Marktwirtschaft und – klar – Fußball "

    Es geht also sehr wohl und ganz vorrangig um die in Kommentar 6 angesprochene Thematik.

    Wenn Sie dies leugnen wollen, muss ich mich ernsthaft fragen, ob Sie überhaupt die Artikel/Interviews lesen, die Sie kommentieren.

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