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Der Tourist stößt ja eher zufällig auf Statuen. Früher, als er noch den Baedeker las, war das anders, heute, wo er sich hauptsächlich mit der Internet-Bewertungsseite Trip Advisor vorbereitet, steht er meist unvermittelt vor so einem Ding. Nicht selten rätselt er dann, warum der Schiller oder der Goethe hier aufgestellt wurde und nicht anderswo.

Im Falle von Schiller ist das manchmal auch gar nicht so leicht zu beantworten, weil er häufig in Städten steht, in denen er weder lebte noch starb. Schiller jedenfalls ist auf unserer Karte der Star. Goethe ist weit abgeschlagen (selbst Karl Marx , der sich in der DDR gewisser Beliebtheit erfreute, liegt mit zehn dokumentierten Statuen und Büsten vor ihm).

Es zeigt sich, dass der Süden statuenfreundlicher ist als der Norden – und dass es gut ist, in einer nicht zu großen Stadt populär zu sein. Dann schenkt sie einem vielleicht, siehe Dresden , gleich vier Schiller-Statuen und -Büsten, auf die selbst der pragmatisch informierte Trip Advisor- Tourist früher oder später stoßen muss.

Recherche  Carla Bleiker