Deutschlandkarte der mahnenden Worte : Wenn Kinder nicht aufessen

Ermahnende Worte finden Eltern überall, wenn ihre Sprösslinge nicht aufessen möchten. Teilweise klingt das ziemlich witzig, wie die Deutschlandkarte zeigt.
© Rabea Weihser

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Im Hochdeutschen hört es sich noch okay an, wenn Kinder ermahnt werden, die nicht essen, was sie essen sollen: Sei nicht so wählerisch! Aber so spricht kein Vater und keine Mutter (außer in Teilen Niedersachsens ), stattdessen sagen sie: Sei doch nicht so pingelig/verschnuppt/haklich/schlauchig.

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Wobei schlauchig vom Schlauch oder Rüssel kommt – gemeint ist, das Beste von oben wegzuessen. In all diesen Wörtern, die nach übler Esstischstimmung klingen (»gnäschig« in Franken), schwingt der Vorwurf mit, für sich selbst nur das Beste zu wollen – und den unbeliebten Fettstreifen anderen zu überlassen. Die Ausdrücke stammen aus einer Zeit, als Eltern Aufessen forderten wie S-Bahn-Aufseher Zurücktreten, als Teller noch leer sein mussten, weil sonst morgen das Wetter ... – all der Quatsch eben, der scheinbar nötig war, damit aus Kindern gute Esser werden. Einzig krüsch im Norden klingt hübsch, und das heißt auch nur »wählerisch«, kein Vorwurf. Seltsam, dass noch kein Food-Blog so heißt und kein Mütter-Kinder-Frühstückscafé.

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