Günter Grass"Mit strammem Strahl"

Günter Grass hat jetzt einen ganzen Band mit neuen Gedichten herausgebracht. von 

In einem scheint sich die Literaturkritik sicher: Die jüngsten Gedichte von Günter Grass seien literarisch auf geradezu abenteuerliche Weise missraten. Das heißt: Entweder hat sich das über Jahrzehnte immer hochgelobte lyrische Werk des Dichters zuletzt rapide verschlechtert, oder aber die Literaturkritik hat sich ziemlich verspätet von einer schweren Verirrung befreit. Die naheliegenden Angriffe auf die moralische Integrität des Autors gingen jedenfalls mit harschen ästhetischen Werturteilen einher: Grass habe propagandistische Prosabeiträge willkürlich mit Zeilenbrüchen versehen und dann als Gedichte deklariert.

Es gibt nun die Gelegenheit, Grass’ allerneueste Dichtkunst etwas eingehender zu besehen. Die bereits ausgiebig diskutierten Gedichte Was gesagt werden muß (über Israels angebliche Bedrohung des Weltfriedens), Ein Held unserer Tage (über den Nukleartechniker Mordechai Vanunu) und Europas Schande (eine lyrische Stellungnahme zum Schicksal Griechenlands) sind nun in seinen neuen Gedichtband Eintagsfliegen eingegangen – ein edel gestaltetes Buch, im Querformat, der Umschlag aus Leinen, die Gedichte sind von Aquarellen umrankt, die Insekten zeigen.

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Nun ist es seit je nicht unbedingt das vordringliche Ziel politischer Lyrik, ästhetisch überaus ambitioniert zu sein. Die deutsche Literaturgeschichte kennt Gedichte, die heute lebhaft zum Fremdschämen einladen. Kleist etwa dichtete gegen die Franzosen mit kruder Klarheit: »Alle Plätze, Trift’ und Stätten, / Färbt mit ihren Knochen weiß; / Welchen Rab und Fuchs verschmähten, / Gebet ihn den Fischen preis«. 1846 kontrastierte Ferdinand Freiligrath das preußische Königspaar, das sich in seinem Gedicht Von unten auf! auf einer Dampferfahrt befindet, mit einem tapferen Arbeiter, der im Verborgenen das Schiff antreibt: »Nach allen Seiten schaut’ umher und winkte das erhabne Paar; / Des Rheingaus Reben grüßten sie und auch dein Nußlaub, Sankt Goar!« Doch im Maschinenraum des Schiffes, da »schafft in Ruß und Feuersglut, der dieses Glanzes Seele ist; / Da steht und schürt und ordnet er – der Proletarier-Maschinist!« Georg Weerth drohte der Monarchie mit den robusten Reimen: »Drum laß am Samstag backen / Das Brot, fein säuberlich; / Sonst werden wir sonntags packen / Und fressen, o König, dich«. Grass dichtet über Griechenland: »Was mit der Seele gesucht, gefunden Dir galt, / wird abgetan nun, unter Schrottwert taxiert.«

Zwar werden in diesen politischen Gedichten von Kleist bis Grass lyrische Eigenarten wie Reim, Rhythmus oder Metrum verwendet – und doch fällt selbst dem flüchtigsten Leser auf, dass in ihnen die Semantik über die Form, die Botschaft über die sprachlichen Mittel, die Rhetorik über das Metrum triumphiert: Es wird halt gesagt, was gesagt werden muss. Und was gesagt wird, ist überaus schlicht. Wenn der politische Lyriker dabei auf ein traditionsreiches Versmaß zurückgreift, dann vor allem zum subversiven Zweck. Kleist etwa übernimmt den Trochäus aus Schillers Ode an die Freude, um sie zum Kriegslied abzuwandeln. Das feierliche Versmaß wird unversehens zum Metrum des Hasses. Grass wiederum dichtet in Europas Schande elegische Distichen, um das antike Erbe der so scheußlichen politischen Gegenwart entgegenzusetzen. Wo das Versmaß Feierlichkeit oder Komplexität suggeriert, ist der politische Lyriker inhaltlich an agitatorischer Klarheit interessiert, das Metrum wird gezielt unterlaufen: Griechenland wird zum Schrottwert gehandelt, der Franzose ist Freiwild, der Proletarier ist die Seele der Staatsmaschinerie.

Politische Dichtung war wirkungsvoll und mitunter auch ästhetisch interessant, solange sie sich am Gegenbild deutscher und antiker Klassik abarbeiten konnte. Solange also die humanistischen Referenzgrößen jedermann halbwegs vertraut waren: Seht her, mit eurem ehrwürdigen Versmaß lässt sich auch das nackte Elend benennen, und zwar ganz unumwunden, die Weber leiden, der Maschinist schuftet, der Bauer hungert. Und der Grieche leidet wie ein Hund. Grass steht in bester Tradition deutscher Proletarierliteratur. Mit dem kleinen Schönheitsfehler allerdings, dass die Instrumentalisierung des hohen lyrischen Tons heute rein gar nichts mehr bedeutet. Niemand ist erschüttert, dass ihm der Distichon politisch zweckentfremdet wird, was Grass’ Griechenlandgedicht etwas Unzeitgemäßes, ja Kurioses verleiht. Die Wucht, mit der die Dichter des Vormärz durch proletarische Zuspitzung auf der Inhaltsebene das bürgerliche und aristokratische Formbewusstsein verhöhnten, wirkt in einer auf allen Kanälen durchdemokratisierten Gesellschaft lediglich kokett. Vielleicht sogar als L’art pour l’art, womit die Wirkungsabsicht der politischen Lyrik auf den Kopf gestellt wäre.

Leserkommentare
    • vjrott
    • 18. Oktober 2012 8:20 Uhr

    ...die man nur mit "Schwach Hingepinkelt" annehmen kann:-)

    • Kometa
    • 18. Oktober 2012 8:57 Uhr

    Dass ein mehr privates Gedicht, das eine kleine Liebe für Frau Ute ausdrückt, zum Titel- und Leitthema in der gedruckten Ausgabe und hier im "Nachpinkeln" gemacht wird, ist dümmlich.
    Dass der Autor S. hier die alte metapherngewaltige Lyrik-Front des Grass hochlobt, ist ja nur ein Anhängsel seines privaten, leichtgängigen Quatsches. Keines dieser be- und gerühmten Gedichte, wie kein anderer junger Autor der 60er/70er sie schrieb, kommt hier zu Ehren (durch S.s letzten Satz). Literaturkritik in Sachen Grass braucht man seit einigen Jahren nicht mehr zur Kenntnis zu nehmen. (Das kostet den Kopf... fürs Denken?)
    Wer die "Seeschlacht" im Kopf und für den Deutschunterricht parat hat, weiß, dass Grass' Wirkungsgeschichte nicht durch zeitlich passende Kleinkritik beendet werden kann.
    Das groteske Spruchgedicht aus „Vorzüge der Windhühner“ (1956) ist ein Vexiergedicht aus privaten und gesellschaftlichen Versatzstücken: Die BRD, ihre Vergangenheit, ihre kriegerische Politik, und das "Familiäre" der religiösen Zwangsbeglückung für Himmel und Erde. -Aber warum sollte sich ein toller junger Hecht, gut gefüttertes Überbleibsel dieser angezeigten "Seeschlacht", für einen Dichter stark machen und vermittelnd eingreifen, statt nur die Benennung der alten Titel anzufügen.
    Da fehlt Bildung, da fehlt Wissen.
    Es gab mal (nicht nur ältere) Redakteure in der ZEIT, die das Missverhältnis von kraftmeiernder An- oder AbMache und kundiger VerMittlung aufgegriffen hätten: zur Vorlage, bitte!

    • Kobuk
    • 18. Oktober 2012 9:55 Uhr

    Unglaublich, wie man sich gesellschaftlich diskedetieren kann, wenn man etwas gegen den Staat Israel schreibt. Einst einer der geachtetesten Schriftsteller deutschlands und jetzt - nach einem Gesicht mit Kritik am Staate Israel - ein gebrandmarkter lyrischer Schmutzfink.

    Herr Grass, machen Sie weiter so! Die wahren Schmutzfinken werden nicht verhindern können, dass Sie die Wahrheit sagen.

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    1. GG ist durch seine Kritik an Israel in keinster Weise diskreditiert. Man denke an die Eröffnung des GG-Museums/Hauses in Lübeck, in Anwesenheit des Ministerpräsidenten von SH und des Altbundeskanzlers. So ganz schlimm kann es also noch nicht sein. Halten wir mal fest: GG ist der meistverlegte deutsche Autor, jede seiner Äußerungen wird mit grossem Interesse aufgenommen und diskutiert. Es gehört zu den Maschen von GG, sich selber als verfolgt anzusehen. Diese Masche muss man aber nicht mitmachen.
    2. Allerdings ist auch ein GG nicht davor gefeit, dass kritiker seine Bücher lesen und - eben kritisch sind. Was soll daran schlecht sein?

    Wenn man Israel und Grass' Vergangenheit mal außen vorlässt, bleibt, dass er unsägliche Gedichte produziert hat. Ja, er hat großartige Literatur geschaffen (das streitet wohl auch niemand ab). Ja, er gehört zu den großen udn einflussreichen deutschen Schriftstellern der Nachkriegszeit. Deswegen ist aber trotzdem so manches was er in der letzten Zeit fabriziert, irgendwo zwischen peinlich und lächerlich anzusiedeln. Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung. Literaturwissenschaftler mögen diese Meinung nicht teilen, aber sie scheint ansonsten recht verbreitet zu sein.

    Jedenfalls ist es gut, dass auch der Name Grass und der Status als Titan der deutschen Nachkriegsliteratur nicht verhindern können, dass man sich seinen Ausstoß kritisch anschaut und Peinlichkeiten Peinlichkeiten nennt. Was Adam Soboczynski hier schreibt finde ich völlig einleuchtend, und er schreibt hinreichend sachlich. Da muss man ihn wirklich nicht Schmutzfink nennen. Er tut das mit Grass auch nicht.

    Grass hat natürlich das Recht, alles, was ihm so durch den Kopf geht, mit strammen Strahl und letzter Tinte an die Öffentlichkeit zu bringen. Und jeder hat das Recht, sich das Zeug anzuschauen und es [passendes Adjektiv einsetzen] zu finden.

  1. 1. GG ist durch seine Kritik an Israel in keinster Weise diskreditiert. Man denke an die Eröffnung des GG-Museums/Hauses in Lübeck, in Anwesenheit des Ministerpräsidenten von SH und des Altbundeskanzlers. So ganz schlimm kann es also noch nicht sein. Halten wir mal fest: GG ist der meistverlegte deutsche Autor, jede seiner Äußerungen wird mit grossem Interesse aufgenommen und diskutiert. Es gehört zu den Maschen von GG, sich selber als verfolgt anzusehen. Diese Masche muss man aber nicht mitmachen.
    2. Allerdings ist auch ein GG nicht davor gefeit, dass kritiker seine Bücher lesen und - eben kritisch sind. Was soll daran schlecht sein?

    Antwort auf "Unglaublich... "
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    • Kobuk
    • 18. Oktober 2012 10:10 Uhr

    Wann haben Sie das letzte mal ein gutes Wort über diesen Herrn gelesen in der deutschen Systempresse? Ich streite ja nicht ab, dass es diese Meinungsfreiheit gibt. Nur systematische Diskeditierung ist nicht erst seit dem Fall Grass ein beliebtes Mittel jemand aus dem Verkehr zu ziehen. Ist dieser jemand erstmal durch den Schmutz gezogen, darf er sagen was er will. Sein Wort hat kein Gewicht mehr.

    • Kobuk
    • 18. Oktober 2012 10:10 Uhr

    Wann haben Sie das letzte mal ein gutes Wort über diesen Herrn gelesen in der deutschen Systempresse? Ich streite ja nicht ab, dass es diese Meinungsfreiheit gibt. Nur systematische Diskeditierung ist nicht erst seit dem Fall Grass ein beliebtes Mittel jemand aus dem Verkehr zu ziehen. Ist dieser jemand erstmal durch den Schmutz gezogen, darf er sagen was er will. Sein Wort hat kein Gewicht mehr.

    Antwort auf "Bitte nicht!"
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    Lieber Mitforist,

    1. Mit Worten wie "Systempresse" sollte man lieber vorsichtig sein - es handelt sich um ein Schimpfwort der Nazis gegen die Weimarer Republik:
    http://de.wikipedia.org/w...(Nationalsozialismus)
    Ich denke, die Treue zur Republik ist sehr wichtig.
    2. "Wann haben Sie das letzte mal ein gutes Wort über diesen Herrn gelesen in der deutschen Systempresse?" fragen Sie. Täglich! Ich schlage vor, Sie tippen oben in die Suchfunktion mal den Namen "GG" ein und gehen durch die 1871 (!) Ergebnisse, die da kommen. Die Vorstellung, GG werde in Deutschland nicht genug gelobt, ist absurder Unsinn.
    3."Aus dem Verkehr ziehen" trifft doch auf GG nicht zu (und ehrlich gesagt auf niemand anderen): seine Bücher sind dauerhafte Bestseller, werden in Schulen gelesen, seine (schlechten, peinlichen) Gedichte werden in der SZ gedruckt und von aller Welt besprochen. Also: diese Masche, dass der arme GG ganz böse verfolgt werde, ist einfach lächerlich.

    Was macht denn Herr Grass im Moment so, über das man gute Worte schreiben könnte? Muss man freundlich über ihn schreiben, weil er Nobelpreisträger ist und ein paar gute Bücher geschrieben hat? Nein, man schreibt über das, was er derzeit so treibt, und wenn man das nicht so gut findet, kommt er in der Presse eben nicht so gut weg. Kann sein, dass mancher da über die Stränge schlägt, aber "Systempresse" ist in diesem Zusammenhang Unsinn.

    ... "Systempresse" sagt ja eigentlich schon alles über Sie.
    Insgesamt ist es schon unglaublich, mit welcher Borniertheit die Kritik, die an Grass geäußert wird, zurückgeschlagen werden soll.
    Ich gebe Ihnen einen Rat: Nehmen Sie sich mal einen Tag frei. Und dann besorgen Sie sich einen Stapel Bücher, und zwar Bücher von Günter Grass, die nach "Das Treffen in Telgte", also nach 1979 erschienen sind. Und dann fangen Sie an zu lesen. Und wenn Sie mir auch nur ein einziges Werk nennen können, das irgendeinen literarischen Wert hat, irgendeine Äußerung dieses Mannes, die nicht in Selbstgerechtigkeit erstarrt ist und in politischer Besserwisserei ertrinkt - kurz: Wenn Sie mir IRGEND ETWAS beibringen, was Grass seit 1980 in die Öffentlichkeit abgelassen hat und was nicht in Grund und Boden kritisiert gehört - dann gebe ich Ihnen einen aus. Aber ich weiß jetzt schon, dass ich das Geld sparen werde.

  2. Wenn man Israel und Grass' Vergangenheit mal außen vorlässt, bleibt, dass er unsägliche Gedichte produziert hat. Ja, er hat großartige Literatur geschaffen (das streitet wohl auch niemand ab). Ja, er gehört zu den großen udn einflussreichen deutschen Schriftstellern der Nachkriegszeit. Deswegen ist aber trotzdem so manches was er in der letzten Zeit fabriziert, irgendwo zwischen peinlich und lächerlich anzusiedeln. Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung. Literaturwissenschaftler mögen diese Meinung nicht teilen, aber sie scheint ansonsten recht verbreitet zu sein.

    Jedenfalls ist es gut, dass auch der Name Grass und der Status als Titan der deutschen Nachkriegsliteratur nicht verhindern können, dass man sich seinen Ausstoß kritisch anschaut und Peinlichkeiten Peinlichkeiten nennt. Was Adam Soboczynski hier schreibt finde ich völlig einleuchtend, und er schreibt hinreichend sachlich. Da muss man ihn wirklich nicht Schmutzfink nennen. Er tut das mit Grass auch nicht.

    Grass hat natürlich das Recht, alles, was ihm so durch den Kopf geht, mit strammen Strahl und letzter Tinte an die Öffentlichkeit zu bringen. Und jeder hat das Recht, sich das Zeug anzuschauen und es [passendes Adjektiv einsetzen] zu finden.

    Antwort auf "Unglaublich... "
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    Doch, ich streite ab, dass Grass große Literatur geschaffen hat, sein Werk schwankt vielmehr zwischen recht passabel (Gleisdreick, Blechtrommel) und unsäglich (Das Treffen in Telgte, Ein weites Feld). Grass ist in den 60er und 70er Jahren vom Feuilleton hochgeschrieben worden (auf Kosten von besseren Dichtern wie z.B. Lavant, Ledig und Hilsenrath), dann hat er sich mit lauen politischen Meinungen in den Politikteil der Presse gedrängt und seitdem wird jede Äußerung von ihm in den Fernsehnachrichten übertragen. Aber ein großer Literat? Nein, eher ein überdurchschnittlich begabter, der nicht allzu viel draus gemacht hat. Dass ihm jetzt im Alter die Gedichte allesamt völlig missglücken, weißt auch auf den Kern seiner Begabung hin: Mittelmäßigkeit.

  3. Lieber Mitforist,

    1. Mit Worten wie "Systempresse" sollte man lieber vorsichtig sein - es handelt sich um ein Schimpfwort der Nazis gegen die Weimarer Republik:
    http://de.wikipedia.org/w...(Nationalsozialismus)
    Ich denke, die Treue zur Republik ist sehr wichtig.
    2. "Wann haben Sie das letzte mal ein gutes Wort über diesen Herrn gelesen in der deutschen Systempresse?" fragen Sie. Täglich! Ich schlage vor, Sie tippen oben in die Suchfunktion mal den Namen "GG" ein und gehen durch die 1871 (!) Ergebnisse, die da kommen. Die Vorstellung, GG werde in Deutschland nicht genug gelobt, ist absurder Unsinn.
    3."Aus dem Verkehr ziehen" trifft doch auf GG nicht zu (und ehrlich gesagt auf niemand anderen): seine Bücher sind dauerhafte Bestseller, werden in Schulen gelesen, seine (schlechten, peinlichen) Gedichte werden in der SZ gedruckt und von aller Welt besprochen. Also: diese Masche, dass der arme GG ganz böse verfolgt werde, ist einfach lächerlich.

    Antwort auf "Wann..."
    • evel
    • 18. Oktober 2012 10:17 Uhr

    Wenn schon Kritik am Missbrauch der Form geübt wird, dann bitte etwas fundierter. Das Gedicht und auch die zitierten Verse sind nicht im elegischen Distichon verfasst, sondern Grass orientiert sich nur an diesem Versmaß und wandelt es ab. Im übrigen heißt es DAS und nicht DER Distichon (da verwundert es denn auch nicht mehr, dass die metrische Analyse nicht hinhaut).

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  • Schlagworte Lyrik | Gedicht | Literatur | Buch | Günter Grass
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