Mary Scherpe Linsen im frühherbstlichen Salat
Seit 2006 betreibt Mary Scherpe mit »Stil in Berlin« das erfolgreichste Streetstyle-Blog Deutschlands – bis zu 130.000 Leser hat sie pro Monat. Aber seit einiger Zeit lichtet sie lieber Essen ab als die Kleidung der Berliner. Sie sagt, dass viel mehr Menschen eine Meinung zu Essen hätten als zur Mode. So findet man auf ihrem Blog Eiscreme-Stadtführer und Interviews mit Gastronomen. Für uns bereitet sie einen Linsensalat zu, der noch ein bisschen nach Sommer und schon etwas nach Herbst schmeckt. Es gibt circa 70 verschiedene Linsensorten, Mary Scherpe nimmt die nussigen, festen Du-Puy-Linsen, die ursprünglich aus dem französischen Departement Puy-de-Dôme im Zentralmassiv stammen.
Das Geheimnis des Salats liegt im Gewürzdressing. Mary Scherpe hat die Grundlage für das Rezept, wie sollte es anders sein, auf einem Food-Blog entdeckt und erfindet seither ständig neue Varianten.
Zunächst werden die Linsen gründlich gewaschen und in ungesalzenem Wasser gegart. Bei reduzierter Hitze lässt man sie ungefähr 15 Minuten köcheln und probiert zwischendurch, ob sie gar sind. Man sollte aufpassen, dass sie nicht zu weich werden. Schließlich werden sie kalt abgeschreckt.
Für das Dressing werden alle Zutaten in einen Behälter mit Deckel gegeben und gut durchgeschüttelt. Die Sauce über die Linsen geben, ebenso die fein gehackte Zwiebel, die gehackten Korinthen und die Kapern. Rucola, Walnüsse und andere Toppings sollten erst kurz vor dem Servieren hinzugefügt werden.
Orientalischer Linsensalat
Grundzutaten:
500 g Puy-Linsen
1 rote Zwiebel
100 g Korinthen
60 g Kapern
Für das Dressing:
100 ml Olivenöl
60 ml Apfelessig
1 EL Ahornsirup
1 EL Dijon-Senf
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
½ TL gemahlene Kurkuma
½ TL gemahlener Koriander
¼ TL Cayenne-Pfeffer
½ TL gemahlener Kardamom
¼ TL gemahlene Nelken
¼ TL frisch gemahlener Muskat
¼ TL Zimt
Salz
Toppings nach Wunsch:
Rucola, Walnüsse, Ziegenkäse, glatte Petersilie, Koriander, Basilikum, Sprossen, saisonales Gemüse
- Datum 14.10.2012 - 10:28 Uhr
- Serie Wochenmarkt
- Quelle ZEITmagazin, 11.10.2012 Nr. 42
- Kommentare 7
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... haben aber auch so gar nichts mit dem Puy-de-Dome zu tun, sondern sind nach der ziemlich weit südlich davon gelegenen auvergnatischen Stadt Puy-en-Velay (Dpt. Haute-Loire) benannt.
... ließe sich wahrscheinlich unter der Verwendung von Garam Masala und Quatre Épices deutlich vereinfachen ;-)
Zumindest das Garam Masala, das man hierzulande erhält, ist, was die Anteile angeht, deutlich anders zusammengesetzt als die hier beschriebene Gewürzmischung. Und Ingwer, erst recht ein eher trauriger quatre-épices-Ingwer, ist ziemlich fehl am Platz in diesem Dressing. Ich hätte jetzt beim spontanen Wunsch, diesen Salat heute noch zuzubereiten, eher ein anderes Problem - ich habe zwar alle der genannten Gewürze und Dressingbestandteile, aber nur eine der vier Grundzutaten im Haus.
Generell kann ich leicht süße Dressings mit Kreuzkümmel und Zimt nur empfehlen, ich bastle seit Jahren immer mal wieder Dressings mit diesen drei Grundelementen (gern auch mal Agavendicksaft statt Ahornsirup).
Zumindest das Garam Masala, das man hierzulande erhält, ist, was die Anteile angeht, deutlich anders zusammengesetzt als die hier beschriebene Gewürzmischung. Und Ingwer, erst recht ein eher trauriger quatre-épices-Ingwer, ist ziemlich fehl am Platz in diesem Dressing. Ich hätte jetzt beim spontanen Wunsch, diesen Salat heute noch zuzubereiten, eher ein anderes Problem - ich habe zwar alle der genannten Gewürze und Dressingbestandteile, aber nur eine der vier Grundzutaten im Haus.
Generell kann ich leicht süße Dressings mit Kreuzkümmel und Zimt nur empfehlen, ich bastle seit Jahren immer mal wieder Dressings mit diesen drei Grundelementen (gern auch mal Agavendicksaft statt Ahornsirup).
Zumindest das Garam Masala, das man hierzulande erhält, ist, was die Anteile angeht, deutlich anders zusammengesetzt als die hier beschriebene Gewürzmischung. Und Ingwer, erst recht ein eher trauriger quatre-épices-Ingwer, ist ziemlich fehl am Platz in diesem Dressing. Ich hätte jetzt beim spontanen Wunsch, diesen Salat heute noch zuzubereiten, eher ein anderes Problem - ich habe zwar alle der genannten Gewürze und Dressingbestandteile, aber nur eine der vier Grundzutaten im Haus.
Generell kann ich leicht süße Dressings mit Kreuzkümmel und Zimt nur empfehlen, ich bastle seit Jahren immer mal wieder Dressings mit diesen drei Grundelementen (gern auch mal Agavendicksaft statt Ahornsirup).
Ich denke, dieer Salat schmeckt genauso gut, auch wenn man auf einige der angebenenen Gewürze verzichtet.
... den Linsensalat mit Minze und Kreuzkümmel ans Herz, er schmeckt unglaublich gut:
200 g Linsen
2 Knoblauchzehen, sehr fein gehackt
2 EL Zitronensaft
mindestens 6 EL bestes Olivenöl
2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1 TL Salz
1 gute Messerspitze Chiliflocken
2 EL frische Minze, grob gehackt
Die Linsen mit der vierfachen Menge kalten Wassers, ungesalzen, aufsetzen und ca. 15 bis 20 Minuten köcheln lassen, sie sollten noch etwas Biss haben. Abgießen und unbedingt noch warm mit den übrigen Zutaten vermischen. Mindestens eine Stunde ziehen lassen. Linsen schlucken viel Öl, Salz und Zitrone, also eventuell nachwürzen.
(http://diekuechenschabe.b...)
Und statt Puy-Linsen solltet ihr die fantastischen deutschen Alb-Linsen mal probieren!
Die Gewürze hab ich sowieso fast alle immer im Haus. Für Suppen finde ich übrigens die kleinen schwarzen Beluga-Linsen am schmackhaftesten. Man braucht nicht mehr als Wasser, Salz, etwas Knoblauch und Kokosmilch dazu oder auch mit weichkochender Kartoffel gut. Beim Linsenkochen ist immer wichtig, erst zu salzen, wenn sie weich sind.
500g Linsen sind eine recht grosse Menge. Damit kann man locker ene Großfamilie satt bekommen.
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