Volvo V70 D5Von A nach B

Heinrich Wefing baut zwei Unfälle und fährt danach in Hamburg mit dem Volvo V70 D5 vom Eppendorfer Marktplatz zur Elbchaussee. von 

Volvo V70

Volvo V70  |  © Volvo

Am Eppendorfer Marktplatz, vor ein paar Wochen. Samstagabend, ich stand auf der rechten Abbiegespur, die Ampel wurde grün, ich gab Gas, zog irgendwie nach links, aus dem Nirgendwo kam von hinten ein Taxi und – touché. Kollision, Glassplitter, Blechschaden.

Ich war schuld, keine Frage.

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Seit 25 Jahren habe ich den Führerschein, nie hatte ich einen Unfall. Psychologen raten, sich gleich nach dem Unfall wieder ans Steuer zu setzen. Nur kein Trauma entstehen lassen.

Auf der Elbchaussee hatte ich den zweiten Unfall, kurz darauf. Rechts die Christianskirche, die Straße verengt sich auf eine Fahrspur, eine Sekunde nicht aufgepasst – zack, saß ich auf dem Vordermann. Benommenheit, Blaulicht.

Alle Folgen der Serie "Von A nach B" aus dem ZEITmagazin

Alle Folgen der Serie "Von A nach B" aus dem ZEITmagazin  |  © .marqs/Photocase

Wie groß ist jetzt wohl die Traumagefahr? Ich wage mich jedenfalls wieder raus, kehre an beide Tatorte zurück. Aber nicht mit meinem eigenen lädierten Wagen, sondern mit dem Testwagen, einem Volvo V70. Die Marke stand schon immer für Sicherheit. Früher, weil man als Fahrer hinter Stahl eingeschlossen war wie in einem Banksafe. Heute dank viel Elektronik. Ich fahre vorsichtig wieder auf den Eppendorfer Marktplatz. Nun ist die Frage: Wären die beiden Unfälle auch mit diesem Volvo passiert?

Der V70 ist ein Instrumentenkasten auf Rädern. Er hüllt mich schützend in eine Wolke aus Daten. Er misst, peilt, kontrolliert alles, was um mich herum passiert. Er warnt mich, piepsend, brummend, kreischend, wenn es sein muss. Vor Glatteis, vor Pollern, dem Mittelstreifen und nahe kommenden Fußgängern. Und vor anderen Fahrzeugen, die aus dem toten Winkel heranrauschen. Wie die vermaledeite Taxe.

"Blind Spot Information System" heißt die Sehhilfe. Digitalkameras in den Außenspiegeln ersetzen den Schulterblick, eine rote Signallampe warnt den Fahrer. Hätte ich sie wahrgenommen? Ich hoffe doch.

Weiter in Richtung Westen, runter zur Elbe , zum zweiten Unfallort. Ich starre auf die Straße. Jetzt bloß konzentriert bleiben. Hätte der V70 mich vor dem Auffahrunfall bewahrt? Dieser Volvo hat, natürlich, auch vorne einen Abstandssensor. Der löst bei Gefahr angeblich automatisch eine Vollbremsung aus. Ich habe mich nicht getraut, diese Technik zu testen. Auch wenn Psychologen womöglich dazu geraten hätten.

Technische Daten

Motorbauart: 5-Zylinder-Dieselmotor
Leistung: 158 kW (215 PS)
Beschleunigung: (0–100 km/h): 7,8 s
Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h
Durchschnittsverbrauch: 4,8 Liter
CO2-Emission: 126 g/km
Basispreis: 42.340 Euro

Heinrich Wefing ist Redakteur im Politik-Ressort der ZEIT

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Leserkommentare
    • Plupps
    • 18. Oktober 2012 18:00 Uhr

    und dann tief in die Tasche greifen - richtig "sicher" wird es ja erst, wenn der Assistent auch das Lenken (neben dem Bremsen) übernimmt. Aber keine Frage: das kommt. Und wieso: Weil den Älteren die Sicherheit (und der Füherschein) viel wert sind.

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