Zur Atmosphäre im Schlafzimmer gehört mehr als nur das Licht
Auch für einen Kleiderschrank und einen Spiegel zum Ankleiden wäre ein eigenes Licht denkbar. Generell ist Smida kein Fan von Schränken im Schlafzimmer, weil sie so massiv sind und den Raum dominieren. »Besser ist es, wenn der Schrank aussieht, als sei er Teil der Wand.« Also wenn er exakt in eine Nische passt und raumhoch ist. Das Licht für den Spiegel sollte schattenfrei sein, das heißt, die Lampe sollte am besten darüber angebracht sein. Diffuses, nicht gerichtetes Licht macht beispielsweise eine Leuchtstofflampe oder ein opaler Glaskörper um die Lichtquelle.
Bei allen Lampen im Schlafzimmer sollte man darauf achten, dass sie warmes Licht spenden (eher gelblich) und eine gute Farbwiedergabequalität haben, also die Farben nicht verfälschen. Das können hochwertige LEDs, Halogen- oder notfalls Entladungslampen sein.
Zur Atmosphäre im Schlafzimmer gehört aber noch mehr als nur das Licht. Jeder kennt die typisch deutschen Elternschlafzimmer, die immer unterkühlt und deshalb so abweisend sind, dass tagsüber keiner gern reingeht. »Das ist eine Atmosphäre, als würde man sich da zum Sterben hinlegen«, findet Edwin Smida. Gegen gute Luft sei nichts einzuwenden, aber man sollte das Schlafzimmer als Teil der Wohnung betrachten. In Smidas großer Altbauwohnung sind die Flügeltüren zum Schlafzimmer immer offen, es liegt neben dem Wohnzimmer und wirkt deshalb wie eine Erweiterung.
Bei der Gestaltung des Raumes ist eigentlich alles erlaubt, farbige Wände oder auch Tapete, am besten hinter dem Bett. Die Farben sollten aber nicht anregend sein – also eher kein Rot und Grün, sondern Blau- oder Violetttöne.
Und wo sollte das Bett stehen, das wichtigste Objekt im Schlafzimmer? »Versetzen Sie sich in die Zeiten zurück, in denen der Mensch noch inmitten der Natur gelebt hat«, sagt Smida. Im Schlaf war man damals hilflos den Gefahren der Natur ausgesetzt. Auch heute würde man sich instinktiv nicht direkt neben die Tür legen, sondern lieber in eine geschützte Ecke an der Wand, wo man sich geborgen fühlen kann. Die Achse zwischen Tür und Fenster ist nicht nur aus Feng-Shui-Sicht energetisch ungünstig. Man kann diese Energie auch in Form des Windzuges spüren, der zwischen Tür und Fenster entsteht, dort würde man sein Bett eher nicht aufstellen.
Aber die wichtigste Regel des Innenarchitekten und Lichtdesigners ist: Es gibt keine Regeln! Edwin Smida hat in seinem Schlafzimmer die meisten seiner Leitsätze über den Haufen geworfen: Sein Bett steht nicht etwa an einer Wand, sondern schräg im Raum, in der Achse zwischen zwei Flügeltüren und dem Fenster. Darüber hängt eine Leuchte mit einem Stoffschirm. Und trotzdem sieht alles sehr durchdacht und wohnlich aus. Gutes Design kennt eben keine Gesetze.









Jalousien und Rollos
Also da muss ich Herrn Smida klar wiedersprechen, wenn er meint das er niemals Jalousien oder Rollos montieren würde weil sie das Nachtlicht von draußen voll abdunkeln. Also Herr Smida, da haben sie sich noch nie mit Sonnenschutz insbesonders mit Innen Jalousien auseinandergesetzt. Speziell Jalousien haben die verzaubernde Eigenheit, das sie mit nur einem Handgriff die Lichtstärke selbst kontrollieren können. Die ausgewählten Jalousiefarben sorgen dann für ein atemberaubendes Licht Schattenspiel, welches das Ambiente von jedem Innenraum aufbessert.
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Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Werbung. Danke, die Redaktion/jp
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