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Kaiserschnitt, das klingt ja schon, als handele es sich eher um ein Privileg denn um eine Operation. Vielleicht steht er deshalb, vor allem bei Männern, die sämtlich keine Ahnung haben, im Ruf, das nicht ganz so gute Pendant zur »natürlichen« Geburt zu sein. Im Grunde, so das Vorurteil, sei die Kaiserschnittmutter auf dem besten Weg zur Rabenmutter. Ein anderes Vorurteil, Mütter betreffend: Ostdeutsche Mütter seien weniger betüddelnd, also rabenhafter, weil sie praktisch schon in der Minute nach der Geburt das Kind in die Krippe gäben.

Diese beiden Vorurteile widersprechen sich nun, denn: Ostdeutsche Frauen neigen viel seltener zum Kaiserschnitt als westdeutsche. Im reichen Süden ist der Kaiserschnitt besonders beliebt.

Eine These: Im Osten raten die Mediziner eher dazu, es ohne Kaiserschnitt zu versuchen, weil es in der DDR auch ohne viel Technik und oft ohne Kaiserschnitt ging. Aber: Wie viele Ärzte wurden noch in der DDR ausgebildet?

Vielleicht hören Frauen, mehr noch als auf Ärzte, auf den Rat ihrer Mütter.