Wochenmarkt Die Granatäpfel sind reif
Einen echten Granatapfel bekommt man zwar schwer auf. Aber seine feine Säure passt perfekt zu orientalischen Gerichten wie einem marokkanischen Hühncheneintopf.
Die bittere Wahrheit ist, dass ein Granatapfel nicht so schmeckt, wie das Granatapfel-Shampoo aus dem Drogeriemarkt riecht. Das Ideal ist süß und cremig, die Realität ist etwas wässrig und hat viele Kerne. Einen echten Granatapfel, so wie sie jetzt im Herbst aus der Türkei und Spanien importiert werden, bekommt man zudem nur schwer auf. Das Säuerliche des roten Fruchtfleischs passt aber gut zu orientalischen Gerichten wie diesem marokkanischen Hühncheneintopf. Das Rezept stammt von Sonja Riker, die in München einen Suppenladen besitzt. Ihr zweites Kochbuch, Mehr Suppenglück, ist gerade im Kunstmann Verlag erschienen. Sie sagt, ein Granatapfel lasse sich gut öffnen, wenn man ihn mit etwas Druck über die Küchenarbeitsplatte rolle. Man halbiert die Frucht quer und setzt sie mit der Schnittstelle nach unten in eine Schüssel. Mit dem Kochlöffel klopft man die Schale ab und drückt die Frucht leicht zusammen – die Samen fallen heraus.
Zwiebeln und Knoblauch werden gehäutet und fein gehackt. Roten Pfeffer, Kreuzkümmel und Thymian zerstößt man im Mörser und gibt die Mischung in einen Topf. Die fein gewürfelte Aubergine kommt auch dazu und dünstet mit. Nach ungefähr 5 Minuten fügt man die Cranberrys hinzu sowie die in mundgerechte Stücke geschnittene Hühnerbrust. Man schaltet auf mittlere Temperatur und lässt das Ganze köcheln, bis das Fleisch gar ist, was ungefähr 5 Minuten dauert. Währenddessen bleibt man aber neben dem Herd stehen, denn ab und zu rührt man um, damit nichts am Boden ansetzt. Schließlich gießt man mit der Hühnerbrühe auf – man verwendet vielleicht weniger als 2 Liter, je nach Geschmack. Die Kichererbsen werden hinzugefügt, der Eintopf kocht noch mal auf. Die gehackte Petersilie vermengt man mit den Granatapfelkernen in einer Schüssel. Nachdem man den Eintopf mit Salz abgeschmeckt hat, serviert man ihn in tiefen Tellern. Darauf kommt die Petersilien-Granatapfel-Mischung. Wer will, isst Reis dazu.
Marokkanischer Hühncheneintopf mit Granatapfel (für 4 Personen)
2 kleine Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 3 EL Olivenöl, 1 Prise roter Pfeffer, 1 TL Kreuzkümmel, 1 TL Thymian (frisch oder getrocknet), 1 Aubergine, 2 EL getrocknete Cranberrys, 4 Hühnerbrustfilets, ca. 2 l sehr gute Hühnerbrühe, 250 g Kichererbsen (aus der Dose), ½ Bund Petersilie, 100 g Granatapfelkerne, Salz, Reis
- Datum 28.10.2012 - 11:06 Uhr
- Serie Wochenmarkt
- Quelle ZEITmagazin, 25.10.2012 Nr. 44
- Kommentare 15
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:









ausgedruckt und beim nächsten Kochen auf der Liste.
Hatte mich schon auf das Rezept gefreut (alle Zutaten da, Bild sieht appetitlich aus) allerdings folgende Warnzeichen entdeckt:
Gegen die Granatapfelhälfte klopfen und dabei auf einem Bein hüpfen damit alle Kerne rausfallen? Dies liest man immer wieder. Es funktioniert leider nicht. Stattdessen eine Schüssel mit Wasser nehmen, den Granatapfel wie eine Orange anschneiden und unter Wasser aufbrechen und Kerne pulen. Dauert 3 min, die Küche bleibt sauber die Kerne setzen sich ab und die weißen Häute schwimmen oben.
Cranberries und Granatapfel? Welche Funktion sollen denn bitte die Cranberries erfüllen die der Granatapfel nicht bringt? Granatapfelsaft mitkochen hätte ich verstanden, aber Cranberries?
Soll das ganze nun eine Suppe mit 2l Hühnerbrühe oder ein Eintopf sein?
Ich glaube statt nach Rezept koch ich in diesem Fall lieber nach den Foto.
Warum werden hier denn nicht viel mehr (ausschließlich?) vegetarische Gerichte vorgestellt. Das wäre doch mal ein guter Schritt!
maximal drei Kommentare bis sich der erste Veganer beschwert. Beim nächsten vegetarischen Rezept meckern dann vielleicht mal die Metzger?
...oder Karotten, statt Hühnerbrühe Gemüsebrühe. So schwer kann das doch nicht sein.
maximal drei Kommentare bis sich der erste Veganer beschwert. Beim nächsten vegetarischen Rezept meckern dann vielleicht mal die Metzger?
...oder Karotten, statt Hühnerbrühe Gemüsebrühe. So schwer kann das doch nicht sein.
maximal drei Kommentare bis sich der erste Veganer beschwert. Beim nächsten vegetarischen Rezept meckern dann vielleicht mal die Metzger?
Außerdem meckern die Fleischesser bei vegetarischen Rezepten nicht rum!
@sari77:
Ein Salat mit Granatäpfeln und Gurken ist sehr lecker, hab das Rezept nicht im Kopf, aber als "Suchtipp" kann ich das empfehlen…
Außerdem meckern die Fleischesser bei vegetarischen Rezepten nicht rum!
@sari77:
Ein Salat mit Granatäpfeln und Gurken ist sehr lecker, hab das Rezept nicht im Kopf, aber als "Suchtipp" kann ich das empfehlen…
Außerdem meckern die Fleischesser bei vegetarischen Rezepten nicht rum!
@sari77:
Ein Salat mit Granatäpfeln und Gurken ist sehr lecker, hab das Rezept nicht im Kopf, aber als "Suchtipp" kann ich das empfehlen…
... mit solchen Kommentaren an entsprechende Rezepte zu kommen, oder eben nur "PR" für ihre Essgewohnheiten zu machen, ist eben die Frage. Die meisten Gerichte lassen sich doch ohne weiteres - vice versa - in eine vegetarische bzw. nicht-vegetarische Variante umwandeln (wenn es nicht gerade ein Schmorbraten ist).
... mit solchen Kommentaren an entsprechende Rezepte zu kommen, oder eben nur "PR" für ihre Essgewohnheiten zu machen, ist eben die Frage. Die meisten Gerichte lassen sich doch ohne weiteres - vice versa - in eine vegetarische bzw. nicht-vegetarische Variante umwandeln (wenn es nicht gerade ein Schmorbraten ist).
...oder Karotten, statt Hühnerbrühe Gemüsebrühe. So schwer kann das doch nicht sein.
... mit solchen Kommentaren an entsprechende Rezepte zu kommen, oder eben nur "PR" für ihre Essgewohnheiten zu machen, ist eben die Frage. Die meisten Gerichte lassen sich doch ohne weiteres - vice versa - in eine vegetarische bzw. nicht-vegetarische Variante umwandeln (wenn es nicht gerade ein Schmorbraten ist).
dass an dieser Stelle regelmäßig mit der Saison gewisser Gemüse- oder Obstsorten geworben wird und am Ende ein ausgemachtes Fleischgericht vorgestellt wird, in dem Gemüse bzw. Obst gerade mal Beilage oder I-Tüpfelchen sind, das ist schon etwas schade.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren