USADie Elite-Uni für Amerikas religiöse Fundamentalisten

Am Patrick Henry College bilden christliche Evangelikale den Führungsnachwuchs der USA aus. Ihre Mission lautet: Die "gottlose Nation" vor den Demokraten retten. von 

Republikanerin vor einem Kirchenzentrum in Orlando, Florida

Republikanerin vor einem Kirchenzentrum in Orlando, Florida  |  © Chip Somodevilla/Getty Images

Diese Geschichte beginnt mit einer Sünde. Sie handelt von einer kleinen, noch unbekannten Universität in den Vereinigten Staaten, einer Hochschule, deren Absolventen die amerikanische Politik erobern sollen; von ihren Studenten wird sie »Gottes Harvard« genannt.

Als deutsche Journalistin melde ich mich vor ein paar Wochen telefonisch bei der Universität und mache einen Besuchstermin aus. 36 Stunden bevor ich losfliege, bekomme ich eine Mail des Uni-Sprechers: In der Vergangenheit habe man schlechte Erfahrungen mit der Presse gemacht, vor allem mit der deutschen. Der Direktor wolle nicht mit mir sprechen, und er wolle auch nicht, dass seine Studenten mit mir sprechen.

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Das Patrick Henry College, eine Autostunde von der Hauptstadt Washington entfernt, ist ein Brutkasten der evangelischen Elite. Es wurde vor zwölf Jahren gegründet, 340 Leute studieren hier Fächer, die »Regierung« heißen (eine gute Grundlage für zukünftige Abgeordnete und Präsidenten), »Strategic Intelligence« (Agenten) oder »Staatsfinanzen und Steuerwesen« (Finanzminister). Fast 90 Prozent der Studenten haben zuvor noch keine Schule von innen gesehen; sie wurden aus religiösen Gründen zu Hause unterrichtet. Schulen, die im Biologieunterricht Sexualkunde und Evolutionstheorie lehren, sind tabu.

Das College hat eine Mission: Amerika vor dem Untergang retten. Vor dem Abgrund, dem entgegen Barack Obama das Land in ihren Augen in den vergangenen vier Jahren gelenkt hat. Junge, konservative Christen sind die Soldaten in diesem Krieg. Am Patrick Henry College werden sie ausgebildet, um eines Tages an der Front zu kämpfen – als Politiker, Filmemacher oder Unternehmer sollen sie die amerikanische Gesellschaft zurückerobern. Manche von ihnen haben Yale und Harvard verschmäht, um hier zu studieren. »An dieser Uni«, so schrieb der New Yorker kurz nach ihrer Gründung, »kann man sehen, was geschieht, wenn sich fundamentalistischer Glaube mit politischem Aktivismus mischt.«

Zum Empfang gibt es ein Buch mit dem Titel »Gott bei der Arbeit«

Ich akzeptiere das Nein des Pressesprechers nicht, will nicht hinnehmen, dass sich ein College mit einer solchen Mission der Öffentlichkeit entzieht. Also begehe ich die Sünde: Online bewerbe ich mich als interessierte Studentin für einen Tag der offenen Tür am Patrick Henry College. Ich gebe mir einen anderen Namen: Elisa Schaefer, setze eine Brille auf und scheitle meine Haare fein. Ich werde eingeladen.

Der Campus sieht aus wie eine Hollywood-Kulisse, man könnte hier einen Jane-Austen-Roman verfilmen. Ein roter Backsteinbau mit weißen Säulen, ein Eingangsschild, auf dem »Für Christus und für die Freiheit« steht. Der Boden in der Eingangshalle ist aus Marmor, an der Wand hängt ein Bild von George Washington, dem Gründervater der USA. Am Empfang liegt ein Stapel für mich bereit, oben drauf mein Besucherausweis zum Umhängen, darunter eine Werbemappe und ein Buch mit dem Titel »Gott bei der Arbeit«.

In einem Raum mit schweren, dunklen Holzmöbeln und einem Teppich zum Versinken warten 22 Heimgeschulte aus ganz Amerika auf die Eröffnungsrede. Sie sind mit ihren Eltern angereist, manche haben auch ihre Geschwister mitgebracht. Neben mir sitzt Katie aus Texas, die eigentlich anders heißt. Sie ist 15 Jahre alt, höflich und schüchtern, sie sieht aus wie Disneys Teeniestar Hannah Montana. Zusammen mit ihrer Mutter und Großmutter ist sie 2.300 Kilometer mit dem Auto gefahren, um zum Tag der offenen Tür zu kommen. Katie wurde zu Hause unterrichtet, von ihrer Mutter, ging nur in der fünften und sechsten Klasse auf eine staatliche Schule. »Ich habe es dort gehasst«, sagt sie. »Die Lehrer, den Geschichts- und Biologieunterricht. Die ganze Stimmung dort war fürchterlich.« Übernächstes Jahr macht sie ihr Abitur, dann will sie Politik studieren, einen Master in Jura machen und danach als Abgeordnete wirken. Wenn sie von ihrer Zukunft erzählt, dann klingt ihr Leben wie ein Bauplan, den sie entworfen hat; ihr Studium wäre das Fundament.

Ein Mann mit müden Augen, grauen Haaren und einem kindlichen Gesicht betritt den Raum, es wird still. »Das hier ist Gottes Projekt«, sagt Michael Farris, der Gründer. Farris ist ein Anwalt aus Virginia, der in die Politik wollte, aber nicht genug Stimmen bekam. Die Kontakte zu einflussreichen Republikanern hat er bis heute. In seiner Eröffnungsrede erzählt er, wie er auf die Idee kam, das Patrick Henry College zu gründen: Eltern, die ihre Kinder zu Hause unterrichtet hatten, suchten nach einem »sauberen« College. Und republikanische Politiker suchten nach ehrgeizigen Praktikanten. Beide fragten ihn – und im Jahr 2000 eröffnete er sein College. Farris ist die Weiche zwischen der abgeschiedenen Welt der heimgeschulten Kinder und der öffentlichen Welt der Politik. In seiner Rede schimpft er über Abtreibung und Demokraten, macht Witze über Schwule und Lesben. Die Gäste lachen.

»Ohne Gott kollabiert das ganze System«, sagt Farris. »So, wie wir es schon heute da draußen sehen.« Eine Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent; 46 Millionen Amerikaner, die von Lebensmittelkarten leben; sinkende Löhne – für Farris ist bewiesen, dass Amerika fast verloren ist. »Aber diese Generation von Heimgeschulten kann es schaffen«, sagt er. »Kann es schaffen, die Nation zurückzuerobern.«

Leserkommentare
  1. Man kann nur hoffen, dass diese Wahnsinnigen nicht irgendwann an eine Position kommen, an der sie die Abschusscodes für das nukleare Arsenal der USA bekommen...

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    Von Kindesbeinen an zuhause indoktriniert und dann die Ausbildung zum vollwertigen Fundamentalisten an die Universität - wirklich beängstigend.

    Die eigentlich interessanteste Frage für mich ist aber: Ob von denen wirklich jemand glaubt, dass Gott die Erde vor etwa 6000 Jahren innerhalb einer Woche zusammengesetzt hat?
    Und warum fehlen im alten Testament dann ca. 4000 Jahre?

    "Fragt man sie nach ihren Vorbildern, sagt sie: »Mutter Teresa und Sarah Palin.«"

    Meine Favoriten wären ja Gandhi und Hussein gewesen. Der eine steht für seine Überzeugungen ein und dem anderen sind alle Mittel recht.
    Andererseits war Palin im Wahlkapmf eine ziemliche Luftnummer. Sollen diese Irren sich ruhig ein Beispiel an ihr nehmen und daheim der unverheirateten schwangeren Tochter von der Bärenjagd erzählen.

  2. Religiöser Fundamentalismus, gleich welcher Couleur, ist immer ein Schritt in die falsche Richtung. Er unterdrückt oppositionelle Meinungen, hat für sich den Alleinstellungsanspruch auf die allgemeingültige Wahrheit und beugt die Realität solange, bis sie in sein verzerrtes Weltbild passt. Ist er in Ländern mit niedriger Bildungsrate schon schwer zu ertragen, wenn dort auch nachzuvollziehen, disqualifiziert sich ein Land wie Amerika mit dem Zulassen des hochgradig bedenklichen Aufstiegs der religiösen Eiferer vollständig!

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    • Moika
    • 18. November 2012 15:06 Uhr

    Ich gebe Ihnen recht: Es ist diese Eindimensionalität der gesamten Meinungsausrichtung, die nicht nur höchst bedenklich ist, sondern diese Protagonisten gleichsam gefährlich für ihre Umwelt (Mitmenschen) macht.

    Wer öffentlich Witze über Homosexuelle macht, wird auch Witze über andere - auch ethnische - Randgruppen machen. Solches Verhalten hat mit dazu beigetragen - auch wenn man es nicht mehr hören mag - einen Hitler und die Nazis salonfähig und damit für alle Schichten, auch die Eliten, wählbar zu machen.

    Die wirkliche Gefahr wird von ihnen ausgehen, wenn sie später mit Diplomen anderer Universitäten in der Masse der Bürger verschwinden und an exponierten Stellen innerhalb der Gesellschaft ihr zersetzerisches Werk forsetzen können.

    In den USA werden sie dabei nicht einmal auf ein besonders skeptisches Publikum stoßen: Schließen glauben zweidrittel der Amerikaner an die reelle Existenz der Hölle und rund sechzig Prozent an den Kreationismus.

    Ein fruchtbarer Boden für diese Retter Amerikas. Und wenn sie Amerika gerettet haben - wer ist als Nächtes dran?

    • gkh
    • 19. November 2012 11:27 Uhr

    Er unterdrückt oppositionelle Meinungen
    Können Sie ein Beispiel nennen, wo Christen in den letzten 100 Jahren oppositionelle Meinungen unterdrückt haben?

    hat für sich den Alleinstellungsanspruch auf die allgemeingültige Wahrheit
    Welcher Weltanschauung ist das nicht zu eigen?

    und beugt die Realität solange, bis sie in sein verzerrtes Weltbild passt.
    Auch das ist ein psychologisches Phänomen, das man bei allen Menschen beobachten kann, unabhängig von der Weltanschauung.

    Ich habe Verständnis dafür, wenn man dem Fremdartigen misstraut. Es passiert aber leicht, dass man ein Feindbild entwickelt, und dann wird die Sache unfair.

    Dass jemand fundamentalistische Inhalte vertritt bedeutet nicht zwingend, dass er eine fundamentalistische Haltung einnimmt, auch wenn das zugegebenermaßen oft zusammenfällt. Aber auch das findet man bei allen Weltanschauungen.

    und wo bitte ist da der unterschied? sobald jemand fundamentalistische inhalte vertritt, das verstümmelte, menschgemachte geschreibsel der bibel für unumstösslich hält, verschliesst er seine augen vor der wirklichkeit und vor kompromissen, die man teilweise nunmal eingehen muss, wenn man nicht im mittelalter leben will.

    das ist der grund, warum monotheisten ironischer weise heutzutage den polytheismus leben, weil angeblich jeder zu einem anderen schöpfer betet und meint, dem anderen seine götzen ausreden zu müssen, obwohl all diese schriften auf dem selben ursprung beruhen. so kann es keinen frieden auf erden geben. zumindest nicht, bis sämtliche andersdenkenden ausgelöscht wurden.

    die bibel rechtfertigt alles, was ein primitiver unterdrücker gerne hätte. das ist deshalb so, weil sie von primitiven unterdrückern passend zusammengesetzt wurde. da ist von vergewaltigung über massenmord von frauen und kindern wirklich alles irgendwo zu rechtfertigen. in den büchern mose sind zb jede menge kranker greueltaten nachzulesen.

    da hilft nur HIRN einschalten und zu reflektieren, welchen wert diese jeweilige textstelle hat und ob diese überhaupt vereinbaer mit den kernaspekten des christlichen glaubens ist. ein fundamentalist weigert sich per definition sein gehirn zu benutzen und disqualifiziert sich deshalb nunmal.

    wer blind einer von wer weiss wem zusammengebastelten ideensammlung folgt und unzugänglich für jegliche gegenargumente ist, ist ein fall für die klappse oder den vs.

    • J-M
    • 17. November 2012 17:32 Uhr

    Ein interessanter Artikel. Aber ich sträube mich gegen die Bezeichnung dieser Leute als (erz-)konservativ. Ich selbst bin kein konservativer, aber dem Wortsinn nach bedeutet das nun mal, dass man Dinge erhalten (konservieren) möchte. Diese Radikalen wollen nichts erhalten, sondern streben einen Gottesstaat an. Da können die Amerika-Hasser hier sagen was sie wollen: Den hat es in den USA nie gegeben. Insofern sind diese Menschen in keiner Weise konservativ.

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    die USA bauen auf "gottesfürchtige Einwanderer" auch auf. Eine bedauerliche Entwicklung, in Europa denkt man mitunter, dass diese Menschen zu früh ausgewandert sind. Sie haben Feuerbach und Kant einfach nicht mitbekommen.

    Und da liegt die Krux! Die kriegen wir anscheinend aus diesen Köpfen nie mehr raus.

    Leider!

    Wortklauberei ist immer der beste Weg, an Fakten vorbeizusehen und damit Gefahren zu ignorieren.

    • J-M
    • 18. November 2012 8:54 Uhr

    Ich will die Dinge bloß bei ihrem richtigen Namen nennen.

  3. ... finde ich es gut, dass bei uns kein reiner Hausunterricht genehmigt wird.
    Je mehr Kinder und Heranwachsende auf staatliche Schulen und Universitäten gehen und sich mit der Meinungsvielfalt auseinandersetzen müssen, desto besser für die Demokratie.
    Diese Art von christlichem Fanatismus ist wirklich keinen Deut besser als derjenige von radikalen Islamisten.
    Beides schließt echte Demokratie aus. Beides schließt auch ein friedliches Zusammenleben der Kulturen aus.

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  4. Sowas verrücktes kann es nur in den USA geben(evtl. noch in Nordkorea). Da wird eine "Elite" hochgezüchtet, die vollkommen realitätsfern an einem "besseren Amerika" arbeiten soll. Und die Eigenschaften dieses Amerika sollten einen in Angst und Schrecken versetzen: Totale Wettbewerbsorientierung(wenn noch mehr überhaupt möglich ist), ein mittelalterliches Gesellschafts- und Familienbild, das als leuchtende Fassade für jeden Politiker schon jetzt unabdingbar ist, und wissenschaftsfeindlicher Kinderglaube, der die Aufklärung untergräbt und bekämpft. Wirdeiner von diesen Absolventen mal Präsident, dann sind wesentliche Grundrechte bedroht, denn Fundamentalisten können ja leider keine anderen Sichtweisen zulassen. Sie stehen für das Absolute (Gott!) und verachten das Relative (Menschen).

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    • Mr.Bean
    • 17. November 2012 18:02 Uhr

    Erschreckend, wie diese Leute einem religiösen Wahn verfallen sind und alle "Ungläubingen" "bekehren" und "retten wollen". Anscheinend soll ein Gottesstaat errichtet werden nach dem Vorbild Iran.

    Man weiß, dass die religiöse Rechte in Amerika immer mächtiger wird, da sie von großen Industrieinteressen (z. B. die Koch brothers)gesponsert werden.

    Schauderhaft!

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  5. unter den richtigen bedingungen ist das auch eine gute möglichkeit der unterrichtung. die kinder brauchen keine vergleichsscheu mit normalen schulkindern zu fuerchten. eher umgekehrt.

    natuerlich kann man den so vorgegebenen christlichen stoff an dieser uni verurteilen, aber an einer deutschen standart-schule und -uni sind die inhalte und rahmenparameter auch vorbestimmt und keiner hinterfragt was und wie dort eigentlich vermittelt wird und von wem vorgegeben wurde.

    den debattierclub könnte man zum beispiel auch an einer deutschen schule einbringen, gibt bestimmt ein gutes stehvermögen

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    Ich bezweifele stark, dass selbst in den USA solche Leitbilder in der Schule vermittelt werden.
    Was ich mich frage ist: Wie schaffen solche Leute das Abitur ? Auch wenn es ein amerikanisches Abitur handelt, müssen doch gewisse Standarts gewahrt bleiben und welches Elternteil in Deutschland könnte fächerübergreifend alles Nötige vermitteln ? Ist das so eine Art "multiple Choice" Abitur ?

    ThomasSchweden,

    vieleicht sollten Sie mal diese Menschen treffen die das Homeschooling bedingt durch deren Religion verwenden. Da werden Sie schnell einsehen, dass es nicht darum geht eine ausgewogene Bildung zuerreichen, sondern sich und seine Kinder von den schlechten Einfluessen der Gesellschaft, wie Kinder von geschiedenen Eltern, Homosexuellen, und dem Biologie Unterricht zu schuetzen.

    In den wenigsten Faellen geht es um ein schlechtes Angebot des schon sowieso peinlichen US Highschool Systems.

    In der BRD schuetzt der Staat das Kind vor dem Einfluss der Eltern und verlangt, dass jedes Kind die gleichen Moeglichkeiten bekommt. Was zusaetzlich im Elternhaus passiert ist auch bei uns private.

    In der USA geht es hauptsaechlich deswegen um Ausgrenzung und das homeschooling ist religioes bedingt - nichts anderes als christlicher Fundamentalismus.

    Der Witz dabei ist eigentlich, auf der einen Seite Eltern sich es herausnehmen mehrere Lehrer zu ersetzen und gleichzeitig dadurch auch noch in diese Lehrindustrie hin einkaufen.

    Guy of Gisborne die Highschool in der USA heisst bei uns Gesamtschule. Da gibt es viele Stufen aber alle bekommen das Abitur. Deswegen hat in der USA das Abitur auch keinen Wert mehr. Aber die gleiche Inflation haben wir auch nun mit dem Bachelor. Man verlangt nun einen Master denn ein Bachelor hier ist mehr das Abitur in der BRD.

    Tja USA eben - alles ist kaeuflich.

    • doof
    • 17. November 2012 18:21 Uhr

    zum artikel passt: http://www.tagesschau.de/...
    - das wäre dann eine der konsequenzen aus den konsequenzen - für mich der absolute rückschritt von zivilisation und wider jeder art von christlicher lehre.
    das war gedacht schon hinter uns gelassen ... (...)

    zu den debattierclubs: auch diese schliessen meiner ansicht nach dieses oben zitierte menschenbild mit ein.
    es geht da nicht darum, eine meinung zu entwickeln aus einsicht und "vernunft" (auch wenn längst klar ist dass es sowas in der reinen form beim menschen, der auch biologisches wesen ist, nicht gibt - aber zumindest einsicht, begreifen von zusammenhängen, empathiefähigkeit und halt das was man so allgemein unter humanem gedankengut ansammelt sind fähigkeiten, die uns "menschlich" macht) also all dieses wird dadurch, dass ich eine beliebige meinung, unter anderem bis zum exzess vertrete, nciht gefördert - im gegenteil, ich werde darauf getrimmt, eine beliebige meinung in all ihren facetten zu vertreten, egal mit welcher "legitimität" (im sinne obiger "humaner" gedanken und ideen) sie daher kommt.
    deswegen ist mir die hiesige art, meinung zu bilden und zu reflektieren und sich damit und mit den meinungen anderer auseinanderzusetzen bedeutend lieber.
    das andere, um den bogen zurück zu schlagen, das beherrschen auch die genannten fundamentalisten wunderbar.

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