USADie Elite-Uni für Amerikas religiöse Fundamentalisten
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Ihre Schlacht um die Nation sollen die Studenten mit Worten gewinnen

Für das Wort homeschooling gibt es keine gute Übersetzung. Schon deshalb, weil diese Art des Unterrichts in Deutschland verboten ist. Schicken deutsche Familien ihre Kinder nicht zur Schule, werden sie ermahnt, müssen eine Strafe zahlen oder werden von der Polizei besucht. 2010 bekam eine deutsche Familie, die sich politisch verfolgt fühlte, Asyl in den USA – die Eltern hatten ihre fünf Kinder zu Hause unterrichtet, sie wollten ihnen das »unchristliche Treiben« an deutschen Schulen ersparen. In den USA hat sich die Zahl der zu Hause unterrichteten Kinder seit 1999 verdreifacht. Geschätzte 2,5 Millionen sind es mittlerweile, die meisten von ihnen sind Christen. Michael Farris schrieb einmal, dass staatliche Schulen wegen ihres Sexualkundeunterrichts »gottlose Ungeheuer« seien.

Alle Studenten und Professoren am Patrick Henry College unterschreiben das »Glaubensbekenntnis«. Darin steht, dass die Bibel unfehlbar sei, dass Satan und die Hölle real seien. Und dass »alle, die ohne Christus sterben, für immer gefesselt und bei vollem Bewusstsein gequält werden«. Im Biologieunterricht lernen die Studenten, dass Gott die Erde in sechs 24-Stunden-Tagen geschaffen hat und dass die Welt ungefähr 6.000 Jahre alt ist. Nach der Rede frage ich Katie aus Texas, wie es ihr an dieser Uni gefalle, und sie sagt: »Nicht so. Die Leute hier sind sehr eigen.«

Wir bekommen eine Campus-Führung und lernen dabei die College-Gesetze. Um einen kleinen See stehen fünf Häuser, die Schlafsäle. Mädchen und Jungs leben in getrennten Häusern, zu keiner Zeit dürfen sie die Zimmer der anderen betreten. Will ein Junge mit einem Mädchen ausgehen, sollte er vorher einen Brief an den Vater des Mädchens schicken und ihn um Erlaubnis bitten. Sex gibt es nur nach der Hochzeit, den ersten Kuss am besten bei der Trauung. Alkohol ist verboten. Läuft man über den Campus, sieht man Studenten, die Krawatte und Anzug tragen, die Frauen Kostüm; Kleidung, für die sie mit ihren nicht mal 20 Jahren eigentlich zu jung sind. Als wollten sie ihrer Zukunft, ihrem Traum von einer schillernden Karriere, in dieser Garderobe ein Stück näher kommen.

»Überall, wo wir hinkommen, werden wir geliebt als Praktikanten!«, sagt einer, der Strategic Intelligence (S.I.) studiert. Die Patrick-Henry-Studenten machen Praktika beim FBI, bei der CIA, bei republikanischen Abgeordneten. Als George W. Bush noch Präsident der Vereinigten Staaten war, war Patrick Henry das College mit den meisten Praktikanten im Weißen Haus, gemessen an der Studentenzahl. An Weihnachten kriegt die Hochschule noch immer handsignierte Grußkarten der Familie Bush.

Der S.I.-Student erzählt, warum Patrick-Henry-Praktikanten so beliebt sind: »Das FBI hat keine interne Zeitung? Wir machen eine und bieten sie ihnen gratis an. Die Grenzpolizei hat keinen Ort, an dem all ihre Daten gebündelt werden? Wir kümmern uns und bereiten die Fakten auf, bieten ihnen quasi einen kostenlosen Nachrichtendienst an.« Sie helfen großen Unternehmen, beim Google-Ranking an erster Stelle zu landen. Sie füllen die Nischen im System und stopfen sie mit ihren eigenen Werten. Sie unterwandern die amerikanische Gesellschaft, und sie machen es unauffällig. Ihre Professoren könnten kaum besser sein: Sie haben an den Eliteuniversitäten der USA studiert und unterrichtet, in Yale und Princeton. Die Uni nimmt kein Geld von der Regierung. »Damit uns keiner reinreden kann«, sagt Farris. Rund 40.000 Dollar kostet das College die Studenten im Jahr. Für Einserschüler gibt es auch Stipendien.

Das Glaubensbekenntnis und die strengen Regeln – sie klingen wie aus einer vergangenen Zeit. Aber die Studenten hier lesen nicht nur christliche Schriften, sondern auch die großen Philosophen und Aufklärer. Locke, Hume, Kant, Nietzsche. Ihr Leitspruch: Du musst den Feind gut kennen, um ihn zu besiegen. »Es ist aber so, weil es so in der Bibel steht« – das sei kein Argument, das man in einer politischen Diskussion bringen könne, sagt ein Lehrer.

Ihre Schlacht um die Nation sollen die Studenten mit Worten gewinnen. Und dafür trainieren sie: Der beliebteste Sport an dieser Universität ist nicht Basketball, sondern Moot Court, »fiktives Gericht«. Eine Art Debattierclub, bei dem Teams von zwei bis vier Studenten in einer simulierten Gerichtsverhandlung gegeneinander antreten. Sie bereiten Pro- und Contra-Argumente eines Falles vor und erfahren erst kurz vor der Verhandlung, welche Seite sie vertreten sollen. Die Patrick-Henry-Studenten haben Moot Courts am Beispiel von Obamacare durchgespielt, der vor allem von Konservativen kritisierten Gesundheitsreform, und natürlich hat die Contra-Seite gewonnen. Sie treten weltweit gegen andere Universitäten an, sogar Oxford haben sie schon geschlagen.

Auch Katie aus Texas debattiert, seit sie ein Kind ist. »Vielleicht ist es hier doch gar nicht so schlecht«, sagt sie nach ein paar Stunden auf dem Campus. »Je mehr ich erfahre, desto besser gefällt es mir.«

Wie wichtig Debatten in der amerikanischen Politik sind, das zeigten die TV-Duelle zwischen Barack Obama und Mitt Romney, die vor der Wahl die Medien beherrschten. Bei der ersten Debatte war die Einschaltquote so hoch wie seit 32 Jahren politischer US-Fernsehgeschichte nicht mehr – mehr als 67 Millionen Menschen schauten sich das Duell an. Die Studenten am Patrick Henry College sind neidisch auf einen Kandidaten wie Obama. Er sei ein mitreißender Redner, habe eine wunderbare Rhetorik. »Nur leider gehört er der falschen Partei an, verkauft die falschen Inhalte«, sagt eine Studentin. Aus ihren Reihen soll er eines Tages kommen: ein republikanischer Obama.

Leserkommentare
  1. Man kann nur hoffen, dass diese Wahnsinnigen nicht irgendwann an eine Position kommen, an der sie die Abschusscodes für das nukleare Arsenal der USA bekommen...

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    Von Kindesbeinen an zuhause indoktriniert und dann die Ausbildung zum vollwertigen Fundamentalisten an die Universität - wirklich beängstigend.

    Die eigentlich interessanteste Frage für mich ist aber: Ob von denen wirklich jemand glaubt, dass Gott die Erde vor etwa 6000 Jahren innerhalb einer Woche zusammengesetzt hat?
    Und warum fehlen im alten Testament dann ca. 4000 Jahre?

    "Fragt man sie nach ihren Vorbildern, sagt sie: »Mutter Teresa und Sarah Palin.«"

    Meine Favoriten wären ja Gandhi und Hussein gewesen. Der eine steht für seine Überzeugungen ein und dem anderen sind alle Mittel recht.
    Andererseits war Palin im Wahlkapmf eine ziemliche Luftnummer. Sollen diese Irren sich ruhig ein Beispiel an ihr nehmen und daheim der unverheirateten schwangeren Tochter von der Bärenjagd erzählen.

  2. Religiöser Fundamentalismus, gleich welcher Couleur, ist immer ein Schritt in die falsche Richtung. Er unterdrückt oppositionelle Meinungen, hat für sich den Alleinstellungsanspruch auf die allgemeingültige Wahrheit und beugt die Realität solange, bis sie in sein verzerrtes Weltbild passt. Ist er in Ländern mit niedriger Bildungsrate schon schwer zu ertragen, wenn dort auch nachzuvollziehen, disqualifiziert sich ein Land wie Amerika mit dem Zulassen des hochgradig bedenklichen Aufstiegs der religiösen Eiferer vollständig!

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    • Moika
    • 18. November 2012 15:06 Uhr

    Ich gebe Ihnen recht: Es ist diese Eindimensionalität der gesamten Meinungsausrichtung, die nicht nur höchst bedenklich ist, sondern diese Protagonisten gleichsam gefährlich für ihre Umwelt (Mitmenschen) macht.

    Wer öffentlich Witze über Homosexuelle macht, wird auch Witze über andere - auch ethnische - Randgruppen machen. Solches Verhalten hat mit dazu beigetragen - auch wenn man es nicht mehr hören mag - einen Hitler und die Nazis salonfähig und damit für alle Schichten, auch die Eliten, wählbar zu machen.

    Die wirkliche Gefahr wird von ihnen ausgehen, wenn sie später mit Diplomen anderer Universitäten in der Masse der Bürger verschwinden und an exponierten Stellen innerhalb der Gesellschaft ihr zersetzerisches Werk forsetzen können.

    In den USA werden sie dabei nicht einmal auf ein besonders skeptisches Publikum stoßen: Schließen glauben zweidrittel der Amerikaner an die reelle Existenz der Hölle und rund sechzig Prozent an den Kreationismus.

    Ein fruchtbarer Boden für diese Retter Amerikas. Und wenn sie Amerika gerettet haben - wer ist als Nächtes dran?

    • gkh
    • 19. November 2012 11:27 Uhr

    <em>Er unterdrückt oppositionelle Meinungen</em>
    Können Sie ein Beispiel nennen, wo Christen in den letzten 100 Jahren oppositionelle Meinungen unterdrückt haben?

    <em>hat für sich den Alleinstellungsanspruch auf die allgemeingültige Wahrheit</em>
    Welcher Weltanschauung ist das nicht zu eigen?

    <em>und beugt die Realität solange, bis sie in sein verzerrtes Weltbild passt.</em>
    Auch das ist ein psychologisches Phänomen, das man bei allen Menschen beobachten kann, unabhängig von der Weltanschauung.

    Ich habe Verständnis dafür, wenn man dem Fremdartigen misstraut. Es passiert aber leicht, dass man ein Feindbild entwickelt, und dann wird die Sache unfair.

    Dass jemand fundamentalistische Inhalte vertritt bedeutet nicht zwingend, dass er eine fundamentalistische Haltung einnimmt, auch wenn das zugegebenermaßen oft zusammenfällt. Aber auch das findet man bei allen Weltanschauungen.

    und wo bitte ist da der unterschied? sobald jemand fundamentalistische inhalte vertritt, das verstümmelte, menschgemachte geschreibsel der bibel für unumstösslich hält, verschliesst er seine augen vor der wirklichkeit und vor kompromissen, die man teilweise nunmal eingehen muss, wenn man nicht im mittelalter leben will.

    das ist der grund, warum monotheisten ironischer weise heutzutage den polytheismus leben, weil angeblich jeder zu einem anderen schöpfer betet und meint, dem anderen seine götzen ausreden zu müssen, obwohl all diese schriften auf dem selben ursprung beruhen. so kann es keinen frieden auf erden geben. zumindest nicht, bis sämtliche andersdenkenden ausgelöscht wurden.

    die bibel rechtfertigt alles, was ein primitiver unterdrücker gerne hätte. das ist deshalb so, weil sie von primitiven unterdrückern passend zusammengesetzt wurde. da ist von vergewaltigung über massenmord von frauen und kindern wirklich alles irgendwo zu rechtfertigen. in den büchern mose sind zb jede menge kranker greueltaten nachzulesen.

    da hilft nur HIRN einschalten und zu reflektieren, welchen wert diese jeweilige textstelle hat und ob diese überhaupt vereinbaer mit den kernaspekten des christlichen glaubens ist. ein fundamentalist weigert sich per definition sein gehirn zu benutzen und disqualifiziert sich deshalb nunmal.

    wer blind einer von wer weiss wem zusammengebastelten ideensammlung folgt und unzugänglich für jegliche gegenargumente ist, ist ein fall für die klappse oder den vs.

    • J-M
    • 17. November 2012 17:32 Uhr

    Ein interessanter Artikel. Aber ich sträube mich gegen die Bezeichnung dieser Leute als (erz-)konservativ. Ich selbst bin kein konservativer, aber dem Wortsinn nach bedeutet das nun mal, dass man Dinge erhalten (konservieren) möchte. Diese Radikalen wollen nichts erhalten, sondern streben einen Gottesstaat an. Da können die Amerika-Hasser hier sagen was sie wollen: Den hat es in den USA nie gegeben. Insofern sind diese Menschen in keiner Weise konservativ.

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    die USA bauen auf "gottesfürchtige Einwanderer" auch auf. Eine bedauerliche Entwicklung, in Europa denkt man mitunter, dass diese Menschen zu früh ausgewandert sind. Sie haben Feuerbach und Kant einfach nicht mitbekommen.

    Und da liegt die Krux! Die kriegen wir anscheinend aus diesen Köpfen nie mehr raus.

    Leider!

    Wortklauberei ist immer der beste Weg, an Fakten vorbeizusehen und damit Gefahren zu ignorieren.

    • J-M
    • 18. November 2012 8:54 Uhr

    Ich will die Dinge bloß bei ihrem richtigen Namen nennen.

  3. ... finde ich es gut, dass bei uns kein reiner Hausunterricht genehmigt wird.
    Je mehr Kinder und Heranwachsende auf staatliche Schulen und Universitäten gehen und sich mit der Meinungsvielfalt auseinandersetzen müssen, desto besser für die Demokratie.
    Diese Art von christlichem Fanatismus ist wirklich keinen Deut besser als derjenige von radikalen Islamisten.
    Beides schließt echte Demokratie aus. Beides schließt auch ein friedliches Zusammenleben der Kulturen aus.

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  4. Sowas verrücktes kann es nur in den USA geben(evtl. noch in Nordkorea). Da wird eine "Elite" hochgezüchtet, die vollkommen realitätsfern an einem "besseren Amerika" arbeiten soll. Und die Eigenschaften dieses Amerika sollten einen in Angst und Schrecken versetzen: Totale Wettbewerbsorientierung(wenn noch mehr überhaupt möglich ist), ein mittelalterliches Gesellschafts- und Familienbild, das als leuchtende Fassade für jeden Politiker schon jetzt unabdingbar ist, und wissenschaftsfeindlicher Kinderglaube, der die Aufklärung untergräbt und bekämpft. Wirdeiner von diesen Absolventen mal Präsident, dann sind wesentliche Grundrechte bedroht, denn Fundamentalisten können ja leider keine anderen Sichtweisen zulassen. Sie stehen für das Absolute (Gott!) und verachten das Relative (Menschen).

    • Mr.Bean
    • 17. November 2012 18:02 Uhr

    Erschreckend, wie diese Leute einem religiösen Wahn verfallen sind und alle "Ungläubingen" "bekehren" und "retten wollen". Anscheinend soll ein Gottesstaat errichtet werden nach dem Vorbild Iran.

    Man weiß, dass die religiöse Rechte in Amerika immer mächtiger wird, da sie von großen Industrieinteressen (z. B. die Koch brothers)gesponsert werden.

    Schauderhaft!

  5. unter den richtigen bedingungen ist das auch eine gute möglichkeit der unterrichtung. die kinder brauchen keine vergleichsscheu mit normalen schulkindern zu fuerchten. eher umgekehrt.

    natuerlich kann man den so vorgegebenen christlichen stoff an dieser uni verurteilen, aber an einer deutschen standart-schule und -uni sind die inhalte und rahmenparameter auch vorbestimmt und keiner hinterfragt was und wie dort eigentlich vermittelt wird und von wem vorgegeben wurde.

    den debattierclub könnte man zum beispiel auch an einer deutschen schule einbringen, gibt bestimmt ein gutes stehvermögen

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    Ich bezweifele stark, dass selbst in den USA solche Leitbilder in der Schule vermittelt werden.
    Was ich mich frage ist: Wie schaffen solche Leute das Abitur ? Auch wenn es ein amerikanisches Abitur handelt, müssen doch gewisse Standarts gewahrt bleiben und welches Elternteil in Deutschland könnte fächerübergreifend alles Nötige vermitteln ? Ist das so eine Art "multiple Choice" Abitur ?

    ThomasSchweden,

    vieleicht sollten Sie mal diese Menschen treffen die das Homeschooling bedingt durch deren Religion verwenden. Da werden Sie schnell einsehen, dass es nicht darum geht eine ausgewogene Bildung zuerreichen, sondern sich und seine Kinder von den schlechten Einfluessen der Gesellschaft, wie Kinder von geschiedenen Eltern, Homosexuellen, und dem Biologie Unterricht zu schuetzen.

    In den wenigsten Faellen geht es um ein schlechtes Angebot des schon sowieso peinlichen US Highschool Systems.

    In der BRD schuetzt der Staat das Kind vor dem Einfluss der Eltern und verlangt, dass jedes Kind die gleichen Moeglichkeiten bekommt. Was zusaetzlich im Elternhaus passiert ist auch bei uns private.

    In der USA geht es hauptsaechlich deswegen um Ausgrenzung und das homeschooling ist religioes bedingt - nichts anderes als christlicher Fundamentalismus.

    Der Witz dabei ist eigentlich, auf der einen Seite Eltern sich es herausnehmen mehrere Lehrer zu ersetzen und gleichzeitig dadurch auch noch in diese Lehrindustrie hin einkaufen.

    Guy of Gisborne die Highschool in der USA heisst bei uns Gesamtschule. Da gibt es viele Stufen aber alle bekommen das Abitur. Deswegen hat in der USA das Abitur auch keinen Wert mehr. Aber die gleiche Inflation haben wir auch nun mit dem Bachelor. Man verlangt nun einen Master denn ein Bachelor hier ist mehr das Abitur in der BRD.

    Tja USA eben - alles ist kaeuflich.

    • doof
    • 17. November 2012 18:21 Uhr

    zum artikel passt: http://www.tagesschau.de/ausland/amprangerindenusa100.html
    - das wäre dann eine der konsequenzen aus den konsequenzen - für mich der absolute rückschritt von zivilisation und wider jeder art von christlicher lehre.
    das war gedacht schon hinter uns gelassen ... (...)

    zu den debattierclubs: auch diese schliessen meiner ansicht nach dieses oben zitierte menschenbild mit ein.
    es geht da nicht darum, eine meinung zu entwickeln aus einsicht und "vernunft" (auch wenn längst klar ist dass es sowas in der reinen form beim menschen, der auch biologisches wesen ist, nicht gibt - aber zumindest einsicht, begreifen von zusammenhängen, empathiefähigkeit und halt das was man so allgemein unter humanem gedankengut ansammelt sind fähigkeiten, die uns "menschlich" macht) also all dieses wird dadurch, dass ich eine beliebige meinung, unter anderem bis zum exzess vertrete, nciht gefördert - im gegenteil, ich werde darauf getrimmt, eine beliebige meinung in all ihren facetten zu vertreten, egal mit welcher "legitimität" (im sinne obiger "humaner" gedanken und ideen) sie daher kommt.
    deswegen ist mir die hiesige art, meinung zu bilden und zu reflektieren und sich damit und mit den meinungen anderer auseinanderzusetzen bedeutend lieber.
    das andere, um den bogen zurück zu schlagen, das beherrschen auch die genannten fundamentalisten wunderbar.

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