RWE-Chef Terium"Ich bin einer von 72.000"

RWE-Chef Peter Terium will sich nicht so wichtig nehmen – und zettelt doch eine Revolution an. Ein Gespräch über Egos und Energie. von  und

RWE-Chef Peter Terium

RWE-Chef Peter Terium  |  © Patrik Stollarz/AFP/Getty Images

DIE ZEIT: Herr Terium, stimmt es, dass Sie kein Fleisch mehr essen?

Peter Terium: Ja. Ich habe so viel Fleisch gegessen, das reicht für den Rest meines Lebens.

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ZEIT: Seit wann verzichten Sie darauf?

Terium: Seit ungefähr dreieinhalb Jahren. Mir hat es nicht mehr geschmeckt. Und mir war die Vorstellung zuwider, tote Körperteile in mich hineinzustopfen.

ZEIT: Dieser Widerwille kam einfach so?

Terium: Nein, es gab einen konkreten Anlass. Mein Vater war sehr krank, er hatte eine ernsthafte Form von Altersrheuma. Er wurde medizinisch und therapeutisch behandelt; zusätzlich stellte er seine Ernährung um und verzichtete auf Fleisch und Fisch. Nach und nach ging es ihm besser, ganz ohne Cortison. Seitdem esse ich kein Fleisch mehr. Einmal im Jahr verzichte ich auch für vier bis fünf Wochen auf tierische Eiweiße und Fette. Da steckt keine Ideologie oder religiöse Überzeugung dahinter. Es tut mir einfach gut.

Peter Terium
Peter Terium

Peter Terium ist seit Juli Vorstandsvorsitzender der RWE AG, der Nummer eins unter den Stromerzeugern in Deutschland. Der Konzern versorgt fast 17 Millionen Kunden mit Strom und 8 Millionen mit Gas. Im vergangenen Jahr machte RWE einen Umsatz von fast 52 Milliarden Euro.
Terium (49) stammt aus einem niederländischen Dorf nahe der deutschen Grenze. Er ist gelernter Wirtschaftsprüfer und arbeitete unter anderem für das niederländische Finanzministerium und den Verpackungshersteller Schmalbach-Lubeca, bevor er 2003 zu RWE stieß.
 

ZEIT: Stimmt es, dass Sie Yoga machen und meditieren?

Terium: Ja, das stimmt auch. Und wenn Sie es ganz genau wissen wollen: Ich habe auch die Angewohnheit, bei Veranstaltungen abends spätestens gegen 23 Uhr zu gehen. Worüber man sich nach dem achten Glas Bier austauscht, dient selten den Unternehmensinteressen.

ZEIT: Kein Fleisch, kein spätes Bier an der Bar: Sie widersetzen sich den Ritualen des Top-Managements?

Terium: Ich widersetze mich nicht. Ich achte nur darauf, was gut für mich ist. Ich habe auch kein Problem damit, wenn Sie neben mir sitzen und ein blutiges Steak essen. Oder wenn Sie abends an der Bar länger bleiben wollen. Ich brauche das nur nicht.

ZEIT: Wie, glauben Sie, denken andere Manager über Sie?

Terium: Das weiß ich nicht, und es ist mir auch egal.

ZEIT: Noch nie daran gedacht, dass Sie den Raum verlassen, die Tür hinter sich schließen und die anderen anfangen, über Sie zu lästern?

Terium: Nein.

ZEIT: Wahrscheinlich gibt es viele Top-Manager, die Yoga machen, meditieren, kein Fleisch essen und abends an der Bar gern früher gehen würden – und die es aber nicht wagen, das offen zu sagen.

Terium: Das wäre schlimm. Es ist ja nicht so, dass ich gar keinen Alkohol trinke. Aber mich stört eine ritualisierte Pseudo-Geselligkeit, der Irrglaube, man müsse nur genug Alkohol intus haben, dann könne man sich gegenseitig mal so richtig die Wahrheit sagen. Da denke ich manchmal: Ihr habt doch ein Rad ab. Wenn man sich nur abends an der Bar die Wahrheit sagen kann, läuft etwas grundlegend falsch.

ZEIT: Was wird das jetzt? Ein Plädoyer für Enthaltsamkeit?

Terium: Wer bis drei Uhr morgens durchmachen will, der soll das bitte tun, da habe ich kein Problem damit, aber wer um zehn Uhr abends gehen will, der soll das auch dürfen. Es muss eine Gegenseitigkeit da sein. Und die fehlt mir manchmal. Übrigens bleibe auch ich mal länger, aber nur, wenn es mir gefällt

RWE AG

Der Essener Konzern ist Europas größter Emittent von klimaschädlichem Kohlendioxid. Die Energiewende, mit dem Ziel, den Treibhausgasausstoß bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 Prozent zu senken und den Anteil erneuerbaren Stroms auf 80 Prozent zu steigern, stellt RWE deshalb vor besondere Herausforderungen. Vor Kurzem nahm Terium im Beisein der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Bundesumweltminister Peter Altmaier das Braunkohlekraftwerk Neurath bei Grevenbroich in Betrieb. Es kostete 2,6 Milliarden Euro, so viel wie bisher kein anderes RWE-Vorhaben.
 

ZEIT: Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?

Terium: Ich stehe für Vielfalt und Toleranz. Ich toleriere es zum Beispiel, wenn meine Mitarbeiter abends länger an der Bar stehen wollen. Sie müssen nur am nächsten Morgen um sieben wieder fit sein. Da ist jeder für sich selbst verantwortlich. Andererseits kann ich nicht von meinen Leuten verlangen, dass sie verantwortungsbewusst mit sich und ihrem Körper umgehen, um nicht mit einem Burn-out zu enden – und das dann nicht selbst vorleben.

ZEIT: Woran merkt ein RWE-Angestellter, dass er seit Sommer einen neuen Chef hat?

Terium: Ich bin nur einer von 72.000, so wichtig bin ich nun auch wieder nicht...

ZEIT: ...dann hätte man ja auch jeden anderen nehmen können!

Terium: Ich bin weder jemand, den man als Star angeheuert hat – noch bin ich derjenige, der allein das Unternehmen ausmacht. Die Dinge sind nicht schwarz oder weiß, sondern grau. Wenn Sie so wollen, bin ich zufällig der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Platz. Als ich RWE-Chef wurde, war die Energiewende durch. Ich brauchte nicht für Kernkraftwerke zu kämpfen, vielleicht bin ich nicht so laut wie Jürgen...

ZEIT: ...Jürgen Großmann, Ihr Vorgänger als RWE-Chef...

Terium: Terium:...aber ich hätte mit genau so viel Überzeugung für meine Aktionäre, für meine Mitarbeiter, für mein Unternehmen gekämpft. Brauchte ich aber nicht.

ZEIT: Aber Sie haben gleich nach Ihrem Amtsantritt gesagt, dass RWE weltweit keine Atomkraftwerke mehr bauen wolle. Das hätten Sie nicht tun müssen.

Terium: Ich habe es getan, weil der Neubau eines Kernkraftwerkes sich nirgendwo mehr lohnt. Als Unternehmen können wir uns neue Kernkraftwerke nicht mehr leisten. Stattdessen muss ich zusehen, wie ich die schwere finanzielle Belastung, die uns die Energiewende beschert hat, beherrschbar halte. Ich halte die Energiewende nicht für falsch. Aber sie hat uns zum falschen Zeitpunkt erwischt, weil wir gerade das größte Programm zur Kraftwerkserneuerung in unserer Geschichte auf den Weg gebracht hatten. Wir haben in den vergangenen sechs Jahren 5 Milliarden in erneuerbare Energien und 15 Milliarden Euro in konventionelle Kraftwerke investiert. War das richtig? Was die fossilen Kraftwerke angeht, aus heutiger Sicht nicht. Wir haben jetzt Kraftwerke, die ihr Geld nicht mehr vollständig einbringen, weil grüner Strom privilegiert ins Netz kommt und den Großhandelspreis senkt. Wir waren mal bei fast 70 Euro pro Megawattstunde, jetzt sind wir bei nur noch rund 50 Euro. Ein Euro weniger belastet unser Ergebnis mit bis zu 100 Millionen Euro. So sieht’s aus.

ZEIT: Herr Terium, wie viel zahlen Sie privat für Strom?

Terium: Weiß ich nicht genau, weil ich zurzeit in einer Mietwohnung lebe und die Stromkosten Bestandteil der Nebenkostenumlage sind. Ich schätze, dass es knapp 250 Euro sind.

ZEIT: Im Jahr?

Terium: Das wäre schön. Nein, monatlich.

ZEIT: Zahlen Sie zu viel oder zu wenig?

Terium: Kommt drauf an, wie Sie »zu viel« definieren. Für den Nutzen, den Strom spendet, ist es eigentlich viel zu wenig. Ich komme nach Hause, habe Licht, gekühlte Speisen und Getränke, eine warme Wohnung – Strom sorgt für sämtlichen Komfort, der heute zu meinem Leben dazugehört. Andererseits weiß ich natürlich, dass Elektrizität sich rein betriebswirtschaftlich günstiger erzeugen lässt. Aber Energiewende, Klimaschutz, Technologieförderung und Energievorsorge haben ihren Preis.

ZEIT: Über den Strompreis wird in Deutschland heftig gestritten. Wird der Streit ehrlich geführt?

Terium: Allmählich ja. Im Sommer vergangenen Jahres war der Regierung und dem Parlament nicht wirklich klar, welche Folgekosten ihre Entscheidung zur Energiewende haben würde. Wir haben versucht, darauf aufmerksam zu machen. Das war aber nicht erwünscht. Der Zeitgeist in Deutschland sagte, wir müssen raus aus der Kernenergie, um jeden Preis. Dagegen kommt man mit reinen Kostenargumenten nicht an.

ZEIT: Bedauern Sie das?

Terium: Die Entscheidung ist durch. Es geht jetzt nicht mehr um das »Ob«, sondern um das »Wie« – und jetzt wird langsam klar, was die Wende kostet.

ZEIT: Müssen sich die Verbraucher an immer weiter steigende Preise gewöhnen?

Terium: Nein, das glaube ich nicht – wenn der Staat für den richtigen regulatorischen Rahmen der Energiewende sorgt. Soll der Strompreis nicht durch die Decke gehen, dann muss der Rahmen nicht nur europäisch, er muss auch systemisch sein.

ZEIT: Systemisch?

Terium: Ja, wir müssen überlegen, was wir eigentlich wollen. Wollen wir eine europaweite CO₂-Minderung? Wollen wir die Erneuerbaren ausbauen? Wollen wir bezahlbaren Strom? Oder wollen wir eine Mischung aus allem? Das wird im Moment ausdiskutiert. Daraus wird sich ergeben, wie der Markt in Zukunft aussieht – und welche Rolle wir als Stromkonzern darin spielen.

ZEIT: Strom ist ein merkwürdiges Produkt, Herr Man kann ihn nicht anfassen wie ein Auto, nicht riechen wie Kaffee – warum verkaufen Sie Strom?

Terium: Weil Strom ein spannendes Produkt ist – und weil sich ohne Spannung nichts bewegt. Strom ist ein Produkt, dessen Erzeugung betriebswirtschaftliches Kalkül erfordert, Rücksicht auf die Umwelt und Austausch mit der Politik, die für den regulatorischen Rahmen sorgt. In dieser Intensität hat es keine andere Branche mit diesen drei Dimensionen zu tun.

ZEIT: Das klingt fast wie auswendig gelernt.

Terium: Ist es aber nicht.

ZEIT: Könnten Sie auch etwas anderes als Strom verkaufen?

Terium: Das habe ich ja bereits getan. Ich habe zwölfeinhalb Jahre im Verpackungssektor gearbeitet. Wir haben Verpackungen für Coca-Cola gemacht, für Mineralwasser, aber auch Drehdeckel für Orangensaft und Marmelade. Verpackungen waren für mich interessant, weil sie Teil des Produkts sind, das in ihnen steckt – aber auch, weil sie international sind.

ZEIT: Ihr Vorvorgänger bei RWE, Harry Roels, war ebenfalls Niederländer. Welche Schlüsse haben Sie aus seinem Scheitern gezogen?

Terium: Der damalige Aufsichtsrat hat seinen Vertrag nicht verlängert. Das hatte viele Gründe, die wenigsten davon lassen sich auf heute übertragen. Es ist eine andere Zeit.

ZEIT: Woran könnten Sie scheitern?

Terium: An vielem.

ZEIT: Anders gefragt: Welche Hürde müssen Sie überwinden?

Terium: Das Schwierigste ist, RWE für die Energiewende fit zu machen. Bisher haben wir Großkraftwerke gebaut und betrieben, mit Kapitalrücklaufzeiten von 20, 25 Jahren. Dafür brauchten wir Beständigkeit. Die Beständigkeit der Vergangenheit steht uns im Wege, um die neuen Produkte zu liefern, die die Energiewende in Zukunft braucht. Das ist ein Kulturschock. RWE wird in fünf Jahren ein anderes Unternehmen sein, als es vor fünf Jahren war.

ZEIT: Kommt die Erschütterung auch daher, dass RWE sein Monopol zur Stromerzeugung verliert? Windräder und Solaranlagen betreiben, das können schließlich viele.

Terium: Ja, aber wir können das auch. Wir sind der größte Windparkbetreiber auf dem Festland in Deutschland.

ZEIT: Weil RWE 2009 den niederländischen Versorger Essent übernommen hat.

Terium: Auch deswegen. Aber wir haben obendrein eine große Truppe, die Wind onshore entwickelt. Glauben Sie nicht, dass wir unser Geld nur mit Großkraftwerken verdienen; die steuern nur ein Viertel zum Ergebnis bei. Ein weiteres Viertel kommt aus den Netzen und dem Vertrieb, weitere 25 Prozent jeweils aus dem Handel und dem Öl- und Gasbereich.

ZEIT: Wenn RWE schon so gut aufgestellt ist, warum wollen Sie das Unternehmen trotzdem neu erfinden?

Terium: Wir wissen beispielsweise, dass beim Strom die Marke wichtiger wird – und dass es den Kunden nicht nur um den Strompreis geht, sondern um die Stromrechnung und die Werte, die ein Unternehmen lebt. Deshalb wollen wir allmählich auch Produkte entwickeln, die den Kunden helfen, ihren Stromverbrauch selbst zu managen.

ZEIT: Um Blackouts zu vermeiden, will die Bundesregierung Sie nun zwingen, unwirtschaftlich gewordene Kraftwerke betriebsbereit zu halten.

Terium: Das ist eine gehobene Form der Enteignung. Dafür bietet man uns zwar eine angemessene Vergütung an. Aber was angemessen ist, darüber gibt es natürlich Diskussionsbedarf.

ZEIT: Müssen die Deutschen im kommenden Winter mit Blackouts rechnen?

Terium: Schwierige Frage. Wenn ich dazu was sage, setze ich mich sofort dem Verdacht aus, mit Angstmacherei eigene Interessen zu verteidigen. Fragen Sie besser die Bundesnetzagentur.

ZEIT: Sie haben doch selbst eine Meinung dazu.

Terium: Klar. Im vergangenen Winter war es einige Tage lang ziemlich spannend. Daraus hat man gelernt, gut. Aber der kommende Winter wird anders sein als der letzte. Sicher können wir deshalb nicht sein.

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Leserkommentare
  1. "ZEIT: Herr Terium, wie viel zahlen Sie privat für Strom?

    Terium: Weiß ich nicht genau, weil ich zurzeit in einer Mietwohnung lebe und die Stromkosten Bestandteil der Nebenkostenumlage sind. Ich schätze, dass es knapp 250 Euro sind.

    ZEIT: Im Jahr?

    Terium: Das wäre schön. Nein, monatlich."

    da zeigt sich die geballte inkompetenz und ignoranz, die den gesamten politischen und wirtschaftlichen überbau erfasst.

    der zweitgrösste energiemanager deutschlands hat null peilung in seiner "kernkompetenz".

    fast so gut wie fr. koch mehrin > http://www.youtube.com/wa...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Jedenfalls früher war es üblich, dass Mitarbeiter da gewisse Begünstigungen bei RWE erhielten.

    Ja, sogar nicht nur Mitarbeiter, sondern auch andere wichtige Persönlichkeiten wie z. B. ein Generalsekretär der CDU:

    http://www.spiegel.de/spi...

    Es ist natürlich klar, dass das nicht am Gewinn des Unternehmens abgehen kann, sondern dass die Stromkunden eben ein ganz kleines bisschen mehr bezahlen müssen.

    Solche Inkompetenzvorwürfe können auch nach hinten losgehen...

    "Ich komme nach Hause, habe Licht, gekühlte Speisen und Getränke, eine warme Wohnung [...]"

    Beim Heizen mit Strom wären 12 MWh nicht gerade ungewöhnlich.

  2. Terium: "Wir haben jetzt Kraftwerke, die ihr Geld nicht mehr vollständig einbringen, weil grüner Strom privilegiert ins Netz kommt und den Großhandelspreis senkt. Wir waren mal bei fast 70 Euro pro Megawattstunde, jetzt sind wir bei nur noch rund 50 Euro."

    Heißt das nicht, dass Erneuerbare Energien den Strom billiger gemacht hat? Wie sieht die Gesamtbilanz aus, wenn man den Anstieg der EEG-Umlage mal mit diesem Effekt gegenrechnet?

    Und warum zahle ich bei Lichtblick monatlich nur ein Drittel von Herrn Teriums Stromrechnung? Weil er bei RWE ist? ;-)

  3. Das tolle ist ja, es gab schon vor der schwarzgelben Energievolte einen Konsens über einen langfristigen Ausstieg aus der Atomenergie. Die Konzerne, auch RWE, hätten also jahrelang Zeit gehabt sich darauf einzustellen. Offenbar hat man seine Kräfte aber lieber darauf konzentriert gegen diesen Ausstieg zu lobbyieren. Schade, aber selbst schuld. Nur traurig, dass die Kunden nun die Zeche zahlen müssen.

  4. http://www1.wdr.de/themen...

    Sagen, sie würden was für die Umwelt tun, aber wenn man was kritisches sagt, kommen sie direkt mit der Polizei, die auch noch auf lächerliche weise versucht, die Interessen des Konzern durchzusetzen.

    ausgeCO²hlt!

  5. Ich verstehe deshalb das Nachkarten nicht. Dass man vorher im Vorstand anders agiert hat, hat eben auch etwas mit Zwängen innerhalb einer AG zu tun.
    Vielleicht werden jetzt wieder neue Fehler gemacht, aber man bekommt durch den Beitrag das Gefühl, dass hier jemand an einer klaren Strategie arbeitet, die Zukunft des Konzernes neu zu definieren.
    Vielleicht hilft im sein fleischloses Leben, sich gegen die falschgefalteten Eiweiße im Hirn zu immunisieren. Hoffen wir es im Sinne des Unternehmens, seiner Aktionäre und seiner Kunden.

  6. Jedenfalls früher war es üblich, dass Mitarbeiter da gewisse Begünstigungen bei RWE erhielten.

    Ja, sogar nicht nur Mitarbeiter, sondern auch andere wichtige Persönlichkeiten wie z. B. ein Generalsekretär der CDU:

    http://www.spiegel.de/spi...

    Es ist natürlich klar, dass das nicht am Gewinn des Unternehmens abgehen kann, sondern dass die Stromkunden eben ein ganz kleines bisschen mehr bezahlen müssen.

  7. rwe ist einer der deutschen konzerne, der mit klimaschutz nichts am hütchen hat, sondern fossil weitermachen möchte. aus wirtschaftlichen gründen hätte er auch gern mit atomkraft weitergemacht.

  8. Solche Inkompetenzvorwürfe können auch nach hinten losgehen...

    "Ich komme nach Hause, habe Licht, gekühlte Speisen und Getränke, eine warme Wohnung [...]"

    Beim Heizen mit Strom wären 12 MWh nicht gerade ungewöhnlich.

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