Stimmt's?: Führt der Winterschlaf bei Tieren zu Muskelschwund?
… fragt Marion Zantow aus Berlin.
© Kaisa Siren/AFP/Getty Images

Dieser männlicher Braunbär erwacht in einem Zoo aus dem Winterschlaf.
Ein Mensch, der seine Muskeln längere Zeit nicht benutzt, etwa weil ihn eine Krankheit ans Bett fesselt, leidet unweigerlich unter Muskelschwund: Die Muskelfasern bilden sich zurück und werden weniger, die Kräfte schwinden. Ein Bär dagegen, der nach mehreren Monaten praktisch ohne Bewegung aus dem Winterschlaf aufwacht, kann gut auf seinen Beinen stehen.

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Das ist von Forschern der University of Wyoming genau gemessen worden: Im Jahr 2000 spannten die Wissenschaftler um Henry Harlow Bären in einen Apparat ein, der die Kraft der Beinmuskulatur maß. Nach 110 Tagen hatte der Bär 29 Prozent seiner Muskelkraft eingebüßt – bei Menschen ist der Kraftverlust etwa doppelt so groß. Vor allem aber scheinen sich die Muskelfasern des Bären nicht abzubauen. Die Forscher, die ihre Ergebnisse in Nature veröffentlichten, vermuten als Grund dafür einen besonders sparsamen Eiweißhaushalt. So recyceln Bären die Harnsäure, die ihr Körper bildet, fast komplett.
Bären haben aber auch einen Stoff im Blut, der den Muskelabbau hemmt. Spanische Forscher von der Universität Barcelona badeten 2007 Rattenmuskeln im Blutplasma verschiedener Bären. Stammte das Plasma von Winterschläfern, dann sank die Muskelabbaurate um 40 Prozent. Was für eine geheimnisvolle Substanz diese hemmende Wirkung hatte, konnten die Forscher nicht sagen. Könnte man sie isolieren, dann bestünde die Hoffnung, sie auch beispielsweise bei bettlägerigen alten Menschen einzusetzen.
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An der Züricher ETH gibt es mehrere wissenschaftliche Forschungen (man kann sie dort nachlesen), die die Wirkung von reinem Kreatin (nicht den Sport-Pansch) untersucht haben. Die Wissenschaftler kamen zum Schluss, dass Monohydrat-Kreatin insbesondere bei älteren Menschen geradezu verjüngend wirkt. Die Muskeln werden aufgebaut, das Gleichgewicht damit wieder gewonnen; die Konzentrationsfähigkeit nimmt zu usw.. Das alles ohne Nebenwirkungen. Es wird leider nicht in der Öffentlichkeit propagiert - es ist nämlich sau-billig und da es ein sog. körpereigenes Produkt ist (ähnlich wie Insulin) darf es von der Pharmaindustrie nicht hergestellt werden. Ich bin fast 72 Jahre alt, nehme das seit 4 Monaten und Freunde, die mich lange nicht gesehen haben sind völlig sprachlos. Ich trage locker 10 kg; mache Kniebeugen und Liegestütz und nehme jede Treppe. Weitersagen!!
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