Was ist das eigentlich?

Leonardo da Vinci ist ein Programm der Europäischen Union, das den interkulturellen Austausch und die berufliche Bildung der Bürgerinnen und Bürger aller EU-Staaten fördern will. Das Programm gibt es seit 1995. Jedes Jahr gehen damit rund 2.000 Deutsche ins Ausland, um dort für mindestens zwei Wochen bis maximal sechs Monate zu arbeiten. Ziele sind die 27 Mitgliedsstaaten der EU sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Türkei, die Schweiz und Kroatien.

Wer wird gefördert?

Das Programm steht jedem offen, der eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium hat. »Leonardo da Vinci richtet sich an Menschen aller Berufsrichtungen und Branchen«, sagt Berthold Hübers von der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung, der den Bereich Mobilität beim Leonardo-da-Vinci-Programm leitet. Ein Mindest- oder Höchstalter gibt es nicht. »Die meisten der Teilnehmer sind zwischen 20 und 28 Jahren alt, aber wir hatten auch schon einen 58-Jährigen, der noch Auslandserfahrung sammeln wollte.« Auch Arbeitsuchende können mithilfe des Programms eine Zeit lang im Ausland arbeiten.

Wo bewerbe ich mich?

Angebote für Einzelpersonen finden sich auf der Homepage der Nationalen Agentur unter www.na-bibb.de, hier werden alle Projekte vorgestellt. In der sogenannten Poolprojekt-Datenbank gibt man Zielland, Branche und Zeitraum des gewünschten Aufenthalts an, woraufhin passende Angebote und die Kontaktdaten der Projektträger angezeigt werden. Dann bewirbt man sich direkt bei der Firma oder Einrichtung im Ausland.

Unternehmen, die für ein eigenes Projekt EU-Fördermittel beantragen und damit ihre Arbeitnehmer ins Ausland schicken wollen, bewerben sich bei der Nationalen Agentur. Sie unterstützt die Firmen auch dabei, Projekte zu konkretisieren und Anträge für Fördermittel zu stellen. Die Bewerbungsfrist für Unternehmen läuft noch bis zum 1. Februar 2013. Einzelpersonen können sich jederzeit bei einer Einrichtung im Ausland für einen Aufenthalt bewerben.