Titel der Promotion:
Suche nach dem SM Higgs-Boson im Zerfallskanal HW + W −→+ v −− v mit Daten des ATLAS-Experiments am LHC

Was machen Sie da?
Ich erforsche, ganz allgemein gesagt, die elementaren Teilchen und ihre Wechselwirkungen. Dafür gibt es seit vielen Jahren ein theoretisches Modell mit präzisen Vorhersagen. Das sogenannte Higgs-Boson ist das letzte fehlende Teilchen in diesem Standardmodell der Teilchenphysik. Im Juli wurde am europäischen Kernforschungszentrum Cern die Entdeckung eines neuen neutralen Bosons mit einer Masse von rund 126 Gigaelektronenvolt bekannt gegeben – wahrscheinlich das Higgs-Teilchen. Meine Aufgabe ist es, genau zu untersuchen, ob die im Kernforschungszentrum gefundenen Ergebnisse auch zum Modell passen, ob es sich also wirklich um das Higgs-Teilchen handelt. Das mache ich, indem ich Ereignisse analysiere, die ein Teilchenbeschleuniger, der Protonen kollidieren lässt, erzeugt.

Wie und wem kann das nützlich sein?
Meine Doktorarbeit trägt dazu bei, ein neues Teilchen zu entdecken. Nun müssen weitere Studien folgen, um die Eigenschaften dieses Teilchens zu erkunden. Es geht also sprichwörtlich um die Frage, »was die Welt im Innersten zusammenhält«, also darum, aus welchen Bausteinen die Welt und das Universum um uns herum aufgebaut sind und welche Wechselwirkungsmechanismen damit verbunden sind.

Evelyn Schmidt, 30, Physikerin, promoviert an der Universität Freiburg.