DoktorarbeitenWas machen Sie da eigentlich?
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Noha Abdel-Hady, die Islamwissenschaftlerin

Titel der Promotion:
Islamisch-feministische Theologie im Bereich des fiqh an-nisa’ (frauenbezogene Rechtswissenschaft) zwischen Ablehnung und Popularität

Was machen Sie da?
Ich untersuche, wie weibliche Gelehrte die islamische Jurisprudenz Ägyptens beeinflussen. Als Gelehrter gilt, wer islamische Theologie studiert hat und sich in allen wissenschaftlichen Disziplinen auskennt. Gerade schaue ich mir an, wann weibliche Gelehrte begonnen haben, theologische Rechtsgutachten zu erstellen – die spielen eine wichtige Rolle im Islam, denn sie regeln das zwischenmenschliche Leben. Bislang erstellten meist Männer die Rechtsgutachten, doch heutzutage tun dies immer mehr weibliche Gelehrte, vor allem, indem sie Fernsehen und Internet nutzen. Ich analysiere schriftliche Quellen und mündliche Rechtsgutachten, die weibliche Gelehrte in eigenen Sendungen auf arabischen Satellitenkanälen erteilen. Ich schaue mir an, welche Themen sie behandeln und inwieweit sich ihre Argumentationsmuster von der Sichtweise männlicher Gelehrter unterscheiden. Frauen argumentieren etwa viel praxisorientierter als Männer. Nächstes Jahr werde ich nach Ägypten reisen und dort fünf weibliche und fünf männliche Gelehrte interviewen.

Wie und wem kann das nützlich sein?
Ich decke auf, inwieweit sich die islamische Rechtsprechung und mit ihr die gesamte Gesellschaft verändert, wenn weibliche Gelehrte mehr und mehr dort eingreifen. Das ist nicht unwichtig: Es beeinflusst die ganze Gesellschaft in Ägypten.

Noha Abdel-Hady, 27, Islamwissenschaftlerin, promoviert an der Universität Hamburg.

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Leserkommentare
    • oet
    • 01. Dezember 2012 1:52 Uhr

    “Worüber werden Sie im nächsten Semester lesen?“ “Über einige Anforderungen der Spiritualenbewegung im späten dreizehnten Jahrhundert“, ...
    “Ramon Lull, Olivi und andere.“

  1. Titel der Promotion:

    "Der Bauchnabelfussel im Wandel der Kultur; eine Kausalität zwischen Baumwolle und Filz"

    Was machen Sie da?

    "Durch intensive Nabelschau erforsche ich, wie aus T-Shirts Filz wird und welche Stoff- bzw. Bauchnabelstrukturen für die Entsethung der Bauchnabelfussel verantwortlich sind. Auch untersuche ich die Zusammenhänge zwischen individuellem Wechselverhalten, Körperhygiene und Fusselwachstum."

    Wie und wem kann das nützlich sein?

    "Da gibt es verschiedene Anwendungsbereiche. Die Textilindustrie erhofft sich Hinweise auf den Anspruch bei der Qualität der Stoffe in Abhängigkeit von der Hygiene des Konsumenten. Ebenso haben auch Parteien mit Regierungsaussicht an den Theorien zur Filzbildung bekundet."

  2. ..., die ihren Doktortitel redlich verdient haben. Solche Menschen bringen uns weiter und verbessern unser Leben im Alltag - abgesehen von dem nutzlosen Physiker, der irgendwelche sinnlosen Teilchen nachweisen will. Wozu braucht man überhaupt Teilchenphysik? Mir würde jetzt spontan nichts einfallen, wo mir dieses Wissen irgendwas nützt. Und weil das so ist, ist es auch total sinnlos. Die Auseinandersetzung mit der Wirkung von Horrorfilmen auf ihre Zuschauer dagegen ist von Grundlegender Bedeutung - wer wollte nicht schonmal von jemand anderem erzählt bekommen, wie er sich beim Anschauen eines solchen Filmes fühlt? Man selbst merkt das ja immer gar nicht so richtig...

    PS: Deutschland! Schau auf diese Menschen! Sie sind die Grundlage unseres andauernden wirtschaftlichen Aufschwungs, der geringen Arbeitslosenzahlen und der nahezu ausgeglichenen Gerechtigkeit in diesem Lande!

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    Dazu ein kleines Zitat unter Missachtung jeglicher Zitierregeln: Prof: "..., also kann ich das in meinem Garten einsetzen?" Doktorand "Hm, naja, eher nicht. Dafür gibt es erstmal keine Anwendung, das ist ein rein theoretisches Problem" (Physikprof, Mathedoktor)

    Zum Artikel: Ich steh Doktorarbeiten aller Fächer wirklich wohlmeinend gegenüber, aber bei dieser Kürze kann doch niemand verstehen, wozu die Arbeiten gut sind. Das mit den Horrorfilmen liest sich, als wär die Arbeit völlig banal: Eine (! völlig unempirisch) Person schaut sich 10 Horrorfilme 100 mal an und schreibt auf, was sie dabei fühlt. Ich hoffe doch, da steckt mehr dahinter. Nur was? Im Artikel stehts nicht.

    • R_IP
    • 02. Dezember 2012 22:52 Uhr

    "Wozu braucht man überhaupt Teilchenphysik? Mir würde jetzt spontan nichts einfallen, wo mir dieses Wissen irgendwas nützt."

    Mir ganz spontan auch nicht, und das ist keine Ironie, wie bei Ihnen. Könnten Sie mir vielleicht erklären, wofür wir Teilchenphysiker wirklich brauchen?

    Aber vielleicht ist die Beantwortung dieser Frage ja auch gar nicht so wichtig. Viel wichtiger ist vielleicht, sich begreifbar zu machen, dass Leute wie Sie es sind, blinde Technokraten, die am liebsten sämtliche Forschungsetats allein in den (vermeintlichen) naturwissenschaftlich-technischen Fortschritt stecken wollen würden, moralisch und intellektuell bereits vollständig abgewirtschaftet haben. Deutschland! Schau auf diese Menschen! Und dann dreh dich bitte angewidert von ihnen ab!

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    • Dirac
    • 03. Dezember 2012 16:21 Uhr

    Wenn Sie das nächste mal im Krankenhaus sind, dann denken Sie sich ohne Teilchenphysik erstmal sämtliche Röntgen-Geräte weg.
    Danach können Sie auch sämtliche Strahlentherapien bei der Krebsbekämpfung vergessen, Radiopharmazeutika etc...

    Von Elektronenmikroskopen haben Sie vielleicht auch schon gehört?
    Auch die Dinger, die ihr Blut beim Arzt analysieren basieren auf Prinzipien der Kern- und Teilchenphysik.

    Einige Rauchmelder basieren auf einem Prinzip mit Alphateilchen.

    Mit Plasmaphysik (was man durchaus noch zur Kern- und Teilchenforschung zählen kann) werden heute extrem glatte Oberflächen erstellt.

    Und das alles war jetzt nur, was mir spontan eingefallen ist.

  3. "Die Auseinandersetzung mit der Wirkung von Horrorfilmen auf ihre Zuschauer dagegen ist von Grundlegender Bedeutung - wer wollte nicht schonmal von jemand anderem erzählt bekommen, wie er sich beim Anschauen eines solchen Filmes fühlt? Man selbst merkt das ja immer gar nicht so richtig..."

    Die Auseinandersetzung mit der Wirkung der Gravitation ist ebenfalls von grundlegender Bedeutung. Wer wollte nicht schon mal von jemand anderem erzählt bekommen, dass Gegenstände, nachdem man sie losgelassen hat, zu Boden fallen? Man selbst merkt das ja immer gar nicht so richtig...

  4. Die Auswirkungen der Doktorarbeiten aller hier vorgestellten Personen auf unsere zukünftige Gesellschaft werden vermutlich sehr gering sein.
    Das ist doch aber garnicht das, worauf es ankommt.
    Schließlich ist der Sinn einer Doktorarbeit sich absolut in ein Thema hineinzudenken und etwas abstraktes und langwieriges umzusetzen.
    Wenn nur Doktorarbeiten zugelassen werden würden, die unsere Gesellschaft mit Sicherheit weiterbringen, dann gäbe es keine DrMeds mehr und auch sonst würden nur noch 1% oder weniger der Leute die jetzt eine Doktorarbeit machen, damit anfangen.

    @R_IP: Der Einfluss theoretischer Physik auf ihr Leben ist vermutlich größer, als sie denken. Das die technische Umsetzung und der Einsatz davon dann einige Zeit dauert, macht sie trotzdem nicht unwichtig.

    @AndreasThum: Das Gravitationsgesetz wurde auch aus den astronomischen Auswertungen eines Kepler etc hergelitten, dass erstaunliche daran war, die gleiche Kraft, mit der die Planten auf ihren Bahnen bleiben, sorgt dafür, dass der Apfel auf die Erde fällt. Das ist das bedeutende.

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    • istmor
    • 03. Dezember 2012 10:36 Uhr

    "Der Einfluss theoretischer Physik auf ihr Leben ist" eine sozialwissenschaftliche Fragestellung, die nach Ansicht "blinder Technokraten" (wie R_IP es so schön ausgedrückt hat) vermutlich vollkommen überflüssig wäre. Mit derartiger Argumentation also die Bedeutung der Physik zu begründen ist höchst paradox ;-)

  5. Dazu ein kleines Zitat unter Missachtung jeglicher Zitierregeln: Prof: "..., also kann ich das in meinem Garten einsetzen?" Doktorand "Hm, naja, eher nicht. Dafür gibt es erstmal keine Anwendung, das ist ein rein theoretisches Problem" (Physikprof, Mathedoktor)

    Zum Artikel: Ich steh Doktorarbeiten aller Fächer wirklich wohlmeinend gegenüber, aber bei dieser Kürze kann doch niemand verstehen, wozu die Arbeiten gut sind. Das mit den Horrorfilmen liest sich, als wär die Arbeit völlig banal: Eine (! völlig unempirisch) Person schaut sich 10 Horrorfilme 100 mal an und schreibt auf, was sie dabei fühlt. Ich hoffe doch, da steckt mehr dahinter. Nur was? Im Artikel stehts nicht.

    • istmor
    • 03. Dezember 2012 10:36 Uhr

    "Der Einfluss theoretischer Physik auf ihr Leben ist" eine sozialwissenschaftliche Fragestellung, die nach Ansicht "blinder Technokraten" (wie R_IP es so schön ausgedrückt hat) vermutlich vollkommen überflüssig wäre. Mit derartiger Argumentation also die Bedeutung der Physik zu begründen ist höchst paradox ;-)

    Antwort auf "Unscharf"

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