Europäische Union : "Manchmal ist Isolation eben der Preis"
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"Freiheit, Sicherheit, freier Handel, Wohlfahrt und gemeinsame Werte"

ZEIT: Was würden wir verlieren, wenn Großbritannien die EU verlassen würde?

Mayer: Wir würden einen sehr wichtigen Partner verlieren. Großbritannien hat die drittgrößte Wirtschaft in der EU, mehr als 50 Prozent der britischen Exporte gehen in die anderen 26 EU-Länder. Ein britischer Austritt wäre auf beiden Seiten des Kanals ein großer Verlust, ich weiß gar nicht, für wen er größer wäre.

Norman: Kann ich Sie etwas fragen? Glauben Sie, dass die EU im Fall eines britischen Austritts bereit wäre, über ein Freihandelsabkommen zu sprechen?

Mayer: Das ist eine sehr hypothetische Frage. Falls Großbritannien austreten sollte, würden wir schon einen Modus Vivendi finden. Wirtschaftlich gesehen, wäre er aber von Nachteil für Großbritannien. Die Briten sollten nicht denselben Status wie die Schweiz oder Norwegen bekommen, finde ich. Dazu sind sie für die EU zu wichtig.

Norman: Ich stelle die Frage, weil sie auf der Hand liegt. Jedes Land, das einen Austritt erwägt, sollte seine Möglichkeiten für die Zeit danach gut kennen.

ZEIT: Wir würden dieses Gespräch gern mit einer deutsch-britischen Gemeinsamkeit beenden. Die erste Strophe Ihrer beider Nationalhymnen besteht aus fünf Wörtern. Können Sie uns Ihre Vorstellung von Europa mit fünf Wörtern beschreiben?

Mayer: Freiheit, Sicherheit, freier Handel, Wohlfahrt und gemeinsame Werte.

Norman: Ich mag all diese Wörter. Aber leider muss ich hinzufügen, dass Europa undurchsichtig und gleichmacherisch ist.

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Kommentare

58 Kommentare Seite 1 von 10 Kommentieren

Das Imperium schlägt zurück

Ich denke , es ist naiv anzunehmen es ginge nach einem Austritt Uk alles weiter wie gehabt.
Ich glaube, die EU würde repressiv reagieren.

Ganz einfach aus der inneren Logik her.
Wenn die europäische Öffentlichkeit sehen würde, daß ein Austritt für einen Nettozahler nur positive Auswirkungen hat und keinerlei negative Aspekte, würden sich noch vor Jahresfrist als Erste wohl Schweden und Dänemark verabschieden .
Das will die EU als Organisation natürlich um jeden Preis verhindern. Sowohl auf Politiker, als auch auf Beamtenebene. Zu viele haben viel zu verlieren.
Das heisst: keine Teilnahme am Binnenmarkt; Neuverhandlungen um alles und jedes und dabei die Briten beständig ab die Wand laufen lassen.
Ähnliches kann man bei den Verhandlungen D - Ch (Steuer, Flugverbotszone...)derzeit ja gut beobachten;
Die Londoner City würde wohl nicht in der Bedeutungslosigkeit versinken, DER Finanzplatz Europas würde sie aber nicht bleiben, den Titel wird sich Frankfurt schnappen.
Ob die Eu mit einer Prügel vor die Füße Politik die derzeit unübersehbaren Fliehkräfte stoppen kann bezweifle ich.
Aber sie wird es versuchen (müssen).

Ich fand den Mayer auch schwach

... typisches Gebofingere: Solidarität, Überzeugung, Höhere Werte, 2. Weltkrieg, am stärksten, wenn man einheitlich ist - also Idee kuscheliger Multi-kulti-Einheitsstaat. Es gibt "gute" und "schlechte" Europäer.

Der Brite: Nüchtern, pragmatisch, gegen EU-Bürokratismus und Wolkenkuckuksheime, weltweite Perspektive und Handel. Europäer ist ein regionaler Begriff.

Wer hat Recht? Wer das nicht beim Lesen merkt, hat den Nordkorea-Einsatzschein.

Nur eine Anmerkung...

...zur angeblichen Erhöhung der administrativen Ausgaben: Der ursprüngliche Vorschlag der EU-Kommission sah eine Kürzung der administrativen Ausgaben von 5% vor. Leider werden solche Fakten durch Pressemeldungen und Politikeraussagen immer wieder ins Gegenteil verzerrt.

Und die Vergabe der Subventionen an die Bauern über den Umweg EU ist für die Mitgliedsstaaten auch eher ein bequemer Weg mit den Finger nach Brüssel zu zeigen und gleichzeitig die eigene Klientel zu bedienen.

Briten reagieren korrekt

auch wenn man ihnen nachsagt das es schlechte Europäer sind haben sie in diesem Punkt recht. Wir sollten als Deutsche endlich aufwachen und ebenso handeln. Wir werden am Ende die Dummen sein und dürfen die schwachen ewig durchschleppen. Wir brauchen ein Europa der starken Regionen und keine schwache Zentralregierung.

Sinnlose Debatte

"Wir brauchen ein Europa der starken Regionen und keine schwache Zentralregierung."
In dieser Frage übersehen Sie eine wichtige Sache. Die starken Regionen sind von den schwachen ebenfalls abhängig und das vor allem im Handel, denn als Exportnation Nr.1 in Europa sind wir auf Importnationen nunmal angewiesen und das wichtigste Problem kommt dann mit der Wirtschaftsflucht, welche innerhalb von Europa problemlos möglich ist.
Ihre Aussagen sind polemisch und nicht konsequent zu ende gedacht.
Die "Starken" brauchen die "Schwachen" und umgekehrt und darum wäre es sinnvoll nach konstruktiven Lösungen zu suchen. Von der humanitären Sicht auf Ihren Beiträg möchte ich lieber nichts schreiben. Mit etwas Abstand kommen Sie vielleicht selbst darauf ...

schön, daß gute alte gedanken wieder modern werden ...

>> Wir werden am Ende die Dummen sein
>> und dürfen die schwachen ewig durchschleppen

gute idee. wer braucht schon, wenn wir mal ganz kurz ihren "gedanken" weiterdenken alte, "verrückte" "krüppel"???

groschen gefallen?

vor etwa 70 jahren wären sie in diesem land "mainstream" gewesen ...

man hat sich dieser "schwachen" dann halt "entledigt", um nicht der "dumme" zu sein, der die durchfüttert

manchmal fragt man sich schon, warum menschen so etwas wie ein gehirn haben, wenn sie es partout nicht verwenden wollen.