Wer an die Opfer von Waffengewalt denkt, der denkt meist an Krieg. Aber jedes Jahr werden auch Hunderttausende von Menschen durch eine der über 600 Millionen Waffen getötet, die in der Hand von Privatleuten sind. In den USA kommen auf 100 Einwohner fast 90 dieser Waffen, in Japan ist es weniger als eine. Wir zeigen die 50 Länder mit den größten Waffenarsenalen und stellen diesen die Zahl der Opfer vorsätzlicher Tötungdelikte (mit und ohne Schusswaffen) gegenüber. Damit sind etwa 95 Prozent der Waffen in Privatbesitz und 75 Prozent der Mordopfer weltweit erfasst.

Geschehen mehr Morde, wenn Waffen leichter verfügbar sind? Dieser einfache Schluss stimmt nicht, wie die Tabelle zeigt. Interessant ist der Vergleich zwischen Deutschland und der Schweiz, die ungefähr gleich viele Tötungsdelikte aufweisen: Während in Deutschland nur ein Viertel der Opfer erschossen werden, sind es in der Schweiz, wo die meisten erwachsenen Männer noch ihr Armeegewehr im Schrank haben, drei Viertel.

Deutsche Firmen verdienen gut am privaten Waffengeschäft: Nach den USA und Italien ist Deutschland der drittgrößte Exporteur von Handfeuerwaffen.