Portugiesische Küche : Hallo, Lissabon!
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Sahnetörtchen – Pastéis de Nata

Sie sind die Stars unter den portugiesischen Süßigkeiten

© Alexandra Klobouk

Den Ofen auf 250 bis 260 Grad vorheizen. Mischen Sie für die Creme alle Zutaten (bis auf Blätterteig, Zimt und Puderzucker) in einem Topf mit einem Rührgerät zu einer glatten Masse. Erhitzen Sie das Ganze unter ständigem Rühren, bis es aufkocht und etwas eindickt. Entfernen Sie die Zitronenschale. Lassen Sie die Creme in einer Schüssel auskühlen – wenn Sie Klarsichtfolie darüberspannen, bildet sich dabei keine Haut.

Pastéis-Böden für Anspruchsvolle: Wellen Sie den Teig dünn aus. Rollen Sie ihn dann zu einer dichten Rolle auf. Rollen Sie diese mit kalten Händen weiter, bis sie ungefähr 2,5 cm Durchmesser hat und sich die Teigschichten gut verbunden haben. Das muss schnell gehen, damit der Teig kalt bleibt. Von dieser Rolle schneiden Sie 1,5 cm breite Schnecken ab. Setzen Sie je eine der Schnecken in eine Muffinform, sodass Sie den Anschnitt von oben sehen können. Befeuchten Sie die Hände mit kaltem Wasser, und drücken Sie mit den Daumen die Teigschnecke flach, sodass ein Teigteller entsteht, der sich bis zum Rand der Förmchen schiebt. Drücken Sie von der Mitte nach außen, der Teigteller soll gleichmäßig dick sein. So entsteht der spezielle gedrehte, luftig-knusprige Boden der Pastéis de Nata. (Man sagt: pasteisch de natta.) Wenn nötig, stellen Sie die Förmchen mit Teig vor dem Backen noch mal kalt.

Für Bequeme: Wellen Sie den Teig dünn aus. Schneiden Sie Kreise aus dem Teig, die so groß sind, dass sie die Muffinförmchen bis zum Rand ausfüllen, und legen Sie die Förmchen damit aus. Überstehenden Teig schneiden Sie mit einem scharfen Messer ab.

Portugal bietet unzählige Wahlmöglichkeiten beim Kaffee. Welche, erfahren Sie durch Klicken auf das Bild © Alexandra Klobouk

Die Förmchen müssen nicht gebuttert werden, da der Teig genug Fett enthält. Füllen Sie die erkaltete Creme bis 1 cm unter dem Rand in die Formen. Das Wichtigste: Pastéis müssen schnell und heiß gebacken werden, damit der Blätterteig knusprig wird und die Oberfläche karamellisiert. Die Creme darf aber nicht kochen! Auf mittlerer Schiene bleiben die Pastéis 8 bis 12 Minuten lang im Ofen. Nicht aus den Augen lassen, da die Backdauer je nach Ofen stark variiert. Die Oberfläche der Pastetchen muss dunkel sein wie die einer Crème brûlée. Die Pastéis auskühlen lassen, mit einem Messer aus den Förmchen nehmen und großzügig mit Puderzucker oder Zimt bestreuen. Dazu gibt es einen Kaffee Ihrer Wahl.

Und was passierte eigentlich mit dem übrig gebliebenen Eiweiß? Die Nonnen stärkten damit ihre Hauben, die aus Leinen genäht waren. Das Eigelb war also ursprünglich ein Abfallprodukt, und mit den klösterlichen Backwaren fanden die Nonnen eine köstliche Recyclingmethode.

Für 12 Muffinförmchen:

200 g Zucker
2 EL Mehl
8 Eigelb
½ Liter Sahne
1 Prise Salz
Schale von 1 Biozitrone (am Stück, nicht gerieben)
450 g Blätterteig aus dem Kühlregal
etwas Zimt oder Puderzucker

Kommentare

18 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Feijoada ist DAS brasilianische Nationalgericht

Kommentar meines brasilianischen Freundes: - Was, die Zeit weiß nicht, dass die Feijoada unser brasilianisches Nationalgericht ist-. Berühmt ist die Feijoada in der Welt nicht als portugiesisches Essen, sondern als das Essen der Sklaven in Brasilien. "Gezimmert" aus den "Abfällen" der Herren, mit -schwarzen- Bohnen aufgeppept.

Also, Augen auf bei Begrifflichkeiten.

siehe Wikipedia http://de.wikipedia.org/w...

PS: Ich hoffe mein Freund bleibt Euch gewogen

Nur die halbe Wahrheit..

Es ist richtig, dass die feijoada DAS brasilianische Nationalgericht ist. Was dieser Artikel schildert und zu 100% der Wahrheit entspricht ist, dass die feioada EINES der VIELEN portugiesischen Nationalgerichten ist. Die Liste ist so vielfältig und lang, dass es vor ein paar jahren sogar eine Abstimmung in Portugal dazu gab.
Ich bekräftige nochmal die Aussage von "Dubmaid", dass es sich bei den port. und bras. Teller um zwei komplett verschiedene Gerichte handelt die sogar total unterschiedliche Bohnen beinhalten. Nebenbei: Sogar in Portugal gibt es von Nord bis Süd unterschiedliche rezepte.
Entschuldigen Sie mich, aber dass ihr Freund das nicht weiss ist eher ein Zeugnis davon dass er selber nicht so fähig zum Augen aufmachen ist.
Angesichts der Tatsache, dass es einen enormen kulturellen Austausch hier in Europa zwischen Portugiesen und Brasilianiern gibt ist seine Aussage etwas arm.

Nichtsdestotrotz

Cumprimentos e bom apetite

Feijoada ist sehr wohl ein portugiesisches Gericht. :D

Dass es sich von der brasilianischen Feijoada unterscheidet, weiss auch jeder Portugiese und jede portugiesische Hausfrau. Wird häufig mit großen, weissen Bohnen gekocht. Teilweise sind auch "Kutteln" enthalten, ähnlich wie beim schwäbischen Gericht, doch das mag variieren.
Also, Ohren auf bei Begrifflichkeit. (Vor allem, wenn Brasilianer mal wieder mehr über Portugal wissen wollen, als die Portugiesen selbst.) Peace and Love.