Portugiesische Küche : Hallo, Lissabon!
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Fischbällchen – Pataniscas

Es fängt immer gut an: In Portugal sind die unzähligen kleinen Vorspeisen das Wichtigste

Ein gelungener portugiesischer Abend beginnt mit den Petiscos – leckeren Kleinigkeiten, Happen, Tapas, Startern. Am besten bestellt man gleich ganz viele und probiert alle der Reihe nach durch. Es kann sein, dass die Hauptspeise dann daran glauben muss, aber was macht das schon, wenn man wählen kann zwischen Tintenfischsalat, eingelegten Kichererbsen, geräuchertem Schinken, Ziegenkäse oder Paprikawurst, der Chouriço assado? Petiscos sind nicht nur lecker, sondern auch praktisch, denn man kann sie gut im Voraus zubereiten, und die meisten halten sich im Kühlschrank mehrere Tage. Auch unsere Pataniscas (ausgesprochen klingt das etwa wie patanischkasch), feine Fischfrikadellen, kann man am Vorabend machen. Am besten aber schmecken sie, wenn sie warm sind.

Man kann für die Zubereitung entweder den typisch portugiesischen Bacalhau nehmen, gesalzenen Kabeljau, der sich lange hält. Er wird dafür zunächst entsalzen – wie das geht, wird ab Seite 40 beschrieben. Wenn Sie für die Fischbällchen frischen Kabeljau nehmen, entfernen Sie nach dem Kochen sämtliche Gräten und zerrupfen den Fisch in grobe Stücke. (Mit Thunfisch schmecken die Bällchen übrigens auch.) Vermischen Sie alle Zutaten zu einem Teig. Erhitzen Sie eine beschichtete Pfanne, in die Sie 1 bis 2 Esslöffel des Teiges geben. Die Pfanne darf nicht zu heiß sein, damit die Bällchen nicht anbrennen. Sobald eine Seite goldbraun ist, wenden Sie die Bällchen. Die andere Seite noch mal 3 Minuten braten. Wer will, kann Olivenöl zum Ausbacken verwenden. Wenn die Fischbällchen aber ohne Öl gebraten werden, bekommen sie durch die Zwiebeln eine feine Süße. Nicht zu lange in der Pfanne lassen, damit der Fisch saftig bleibt.

Vorspeise für 4–6 Personen:

250 g gekochter entsalzener Bacalhau (portugiesischer Stockfisch aus Kabeljau)
oder 250 g in Salzwasser bissfest gekochtes Kabeljaufilet
oder 250 g Thunfisch im eigenen Saft (aus der Dose)
140 g Mehl
1 TL Backpulver
2 Eier
3 Knoblauchzehen
1 Zwiebel (gehackt)
1 Handvoll gehackte Petersilie
Salz und Pfeffer

Kommentare

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Feijoada ist DAS brasilianische Nationalgericht

Kommentar meines brasilianischen Freundes: - Was, die Zeit weiß nicht, dass die Feijoada unser brasilianisches Nationalgericht ist-. Berühmt ist die Feijoada in der Welt nicht als portugiesisches Essen, sondern als das Essen der Sklaven in Brasilien. "Gezimmert" aus den "Abfällen" der Herren, mit -schwarzen- Bohnen aufgeppept.

Also, Augen auf bei Begrifflichkeiten.

siehe Wikipedia http://de.wikipedia.org/w...

PS: Ich hoffe mein Freund bleibt Euch gewogen

Nur die halbe Wahrheit..

Es ist richtig, dass die feijoada DAS brasilianische Nationalgericht ist. Was dieser Artikel schildert und zu 100% der Wahrheit entspricht ist, dass die feioada EINES der VIELEN portugiesischen Nationalgerichten ist. Die Liste ist so vielfältig und lang, dass es vor ein paar jahren sogar eine Abstimmung in Portugal dazu gab.
Ich bekräftige nochmal die Aussage von "Dubmaid", dass es sich bei den port. und bras. Teller um zwei komplett verschiedene Gerichte handelt die sogar total unterschiedliche Bohnen beinhalten. Nebenbei: Sogar in Portugal gibt es von Nord bis Süd unterschiedliche rezepte.
Entschuldigen Sie mich, aber dass ihr Freund das nicht weiss ist eher ein Zeugnis davon dass er selber nicht so fähig zum Augen aufmachen ist.
Angesichts der Tatsache, dass es einen enormen kulturellen Austausch hier in Europa zwischen Portugiesen und Brasilianiern gibt ist seine Aussage etwas arm.

Nichtsdestotrotz

Cumprimentos e bom apetite

Feijoada ist sehr wohl ein portugiesisches Gericht. :D

Dass es sich von der brasilianischen Feijoada unterscheidet, weiss auch jeder Portugiese und jede portugiesische Hausfrau. Wird häufig mit großen, weissen Bohnen gekocht. Teilweise sind auch "Kutteln" enthalten, ähnlich wie beim schwäbischen Gericht, doch das mag variieren.
Also, Ohren auf bei Begrifflichkeit. (Vor allem, wenn Brasilianer mal wieder mehr über Portugal wissen wollen, als die Portugiesen selbst.) Peace and Love.