Die fleischverliebten Portugiesen kennen auch vegetarische Gerichte

Für die Kochanleitung klicken Sie bitte hier © Alexandra Klobouk

Zugegeben, in Portugal, dem Land des Fischs und der deftigen Fleischgerichte, ist Vegetarismus nicht besonders verbreitet. Vielleicht entstand dieses Gericht an einem Tag, an dem einfach kein frischer Fisch aufzutreiben war – etwa an einem Sonntag, an dem kein Fisch gefangen wird, weil schließlich auch Fischer einen Ruhetag haben. Also ging die findige Köchin in den Garten und angelte dort.

Die knusprigen "Gartenfischchen", was Peixinhos da Horta (peischinjosch da horta) wörtlich bedeutet, sind in Tempurateig gebackene grüne Bohnen, manchmal Okraschoten. Sie sehen aus wie kleine Sardinen, sind aber – Ehrenwort – vegetarisch. "Moment!", wird der eine oder andere jetzt denken, "Tempura kommt doch aus Japan." Falsch. Tempura haben die Portugiesen nicht von den Japanern übernommen – sie haben den Teig nach Japan gebracht. Genauso wie das Brot, das die Japaner dank der portugiesischen Seefahrer kennenlernten. Gartenfischchen schmecken aber auch ohne Geschichtskenntnisse und sind wirklich einfach zuzubereiten:

Vorspeise für 4–6 Personen:

600 g frische Stangenbohnen
½ Liter Milch
1 Ei
100 g Mehl
Salz
Öl zum Ausbacken