Portugiesische Küche : Hallo, Lissabon!
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Tintenfischsalat – Salada de Polvo

Keine Angst vor Meeresmonstern, sie schmecken himmlisch

Tintenfisch ist kein Fisch – das mag ja noch angehen. Aber ein Tintenfischsalat, in dem kein Tintenfisch ist? Das ist doch etwas komplizierter. Wer Meeresfrüchte einfach gern isst, sie aber nicht studiert hat, kann schon ein wenig verwirrt sein, wenn er auf die Karte eines portugiesischen Restaurants blickt. Dort finden sich in Sachen Tintenfisch: Lulas, Chocos, Polvo – und das ist nur die grobe Unterteilung. Deshalb geben wir hier Aufklärungsunterricht. Ein Blick auf die vorangehende Seite verrät: Unser Salada de Polvo (gesprochen salada de pulvu – die Endungen werden fast verschluckt), der vermeintliche Tintenfischsalat, ist in Wirklichkeit ein Krakensalat. Aber warum nennen wir Deutschen, wenn wir an der Fischtheke oder im Restaurant bestellen, einen Krakensalat dann nicht einfach Krakensalat? Vielleicht, weil wir bei dem Wort Krake eher an Meeresmonster und Seemannsgarn denken als an ein schmackhaftes Abendessen.

Frischen Kraken einfrieren – so wird er schön zart! Zum Auftauen legen Sie den Kraken in einen Topf mit kaltem Wasser. Fügen Sie eine ganze geschälte Zwiebel hinzu, bringen Sie das Ganze zum Kochen. Wenn die Zwiebel zerfällt, sollte der Krake weich sein (nach ungefähr 30 Minuten). Man sollte mit der Gabel hineinstechen können. Die Zwiebel wegwerfen, den Kraken in 2 cm große Stücke schneiden. Vermischen Sie die warmen Krakenstücke mit den restlichen Zutaten, lassen Sie alles im Kühlschrank für 2 Stunden ziehen. Noch besser schmeckt der Salat nach einer Nacht im Kühlschrank.

Vorspeise für 4–6 Personen:

1 Krake/Oktopus, ca. 1 kg schwer, gefroren oder frisch
2 Zwiebeln, eine davon fein gehackt
½ grüne Paprika, entkernt und gewürfelt
½ rote Paprika, entkernt und gewürfelt
½ Bund Petersilie, gehackt
4 EL Olivenöl
4 EL Rotweinessig
1 TL Salz, etwas Pfeffer


Kommentare

18 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Feijoada ist DAS brasilianische Nationalgericht

Kommentar meines brasilianischen Freundes: - Was, die Zeit weiß nicht, dass die Feijoada unser brasilianisches Nationalgericht ist-. Berühmt ist die Feijoada in der Welt nicht als portugiesisches Essen, sondern als das Essen der Sklaven in Brasilien. "Gezimmert" aus den "Abfällen" der Herren, mit -schwarzen- Bohnen aufgeppept.

Also, Augen auf bei Begrifflichkeiten.

siehe Wikipedia http://de.wikipedia.org/w...

PS: Ich hoffe mein Freund bleibt Euch gewogen

Nur die halbe Wahrheit..

Es ist richtig, dass die feijoada DAS brasilianische Nationalgericht ist. Was dieser Artikel schildert und zu 100% der Wahrheit entspricht ist, dass die feioada EINES der VIELEN portugiesischen Nationalgerichten ist. Die Liste ist so vielfältig und lang, dass es vor ein paar jahren sogar eine Abstimmung in Portugal dazu gab.
Ich bekräftige nochmal die Aussage von "Dubmaid", dass es sich bei den port. und bras. Teller um zwei komplett verschiedene Gerichte handelt die sogar total unterschiedliche Bohnen beinhalten. Nebenbei: Sogar in Portugal gibt es von Nord bis Süd unterschiedliche rezepte.
Entschuldigen Sie mich, aber dass ihr Freund das nicht weiss ist eher ein Zeugnis davon dass er selber nicht so fähig zum Augen aufmachen ist.
Angesichts der Tatsache, dass es einen enormen kulturellen Austausch hier in Europa zwischen Portugiesen und Brasilianiern gibt ist seine Aussage etwas arm.

Nichtsdestotrotz

Cumprimentos e bom apetite

Feijoada ist sehr wohl ein portugiesisches Gericht. :D

Dass es sich von der brasilianischen Feijoada unterscheidet, weiss auch jeder Portugiese und jede portugiesische Hausfrau. Wird häufig mit großen, weissen Bohnen gekocht. Teilweise sind auch "Kutteln" enthalten, ähnlich wie beim schwäbischen Gericht, doch das mag variieren.
Also, Ohren auf bei Begrifflichkeit. (Vor allem, wenn Brasilianer mal wieder mehr über Portugal wissen wollen, als die Portugiesen selbst.) Peace and Love.