Keine Angst vor Meeresmonstern, sie schmecken himmlisch

Tintenfisch ist kein Fisch – das mag ja noch angehen. Aber ein Tintenfischsalat, in dem kein Tintenfisch ist? Das ist doch etwas komplizierter. Wer Meeresfrüchte einfach gern isst, sie aber nicht studiert hat, kann schon ein wenig verwirrt sein, wenn er auf die Karte eines portugiesischen Restaurants blickt. Dort finden sich in Sachen Tintenfisch: Lulas, Chocos, Polvo – und das ist nur die grobe Unterteilung. Deshalb geben wir hier Aufklärungsunterricht. Ein Blick auf die vorangehende Seite verrät: Unser Salada de Polvo (gesprochen salada de pulvu – die Endungen werden fast verschluckt), der vermeintliche Tintenfischsalat, ist in Wirklichkeit ein Krakensalat. Aber warum nennen wir Deutschen, wenn wir an der Fischtheke oder im Restaurant bestellen, einen Krakensalat dann nicht einfach Krakensalat? Vielleicht, weil wir bei dem Wort Krake eher an Meeresmonster und Seemannsgarn denken als an ein schmackhaftes Abendessen.

Frischen Kraken einfrieren – so wird er schön zart! Zum Auftauen legen Sie den Kraken in einen Topf mit kaltem Wasser. Fügen Sie eine ganze geschälte Zwiebel hinzu, bringen Sie das Ganze zum Kochen. Wenn die Zwiebel zerfällt, sollte der Krake weich sein (nach ungefähr 30 Minuten). Man sollte mit der Gabel hineinstechen können. Die Zwiebel wegwerfen, den Kraken in 2 cm große Stücke schneiden. Vermischen Sie die warmen Krakenstücke mit den restlichen Zutaten, lassen Sie alles im Kühlschrank für 2 Stunden ziehen. Noch besser schmeckt der Salat nach einer Nacht im Kühlschrank.

Vorspeise für 4–6 Personen:

1 Krake/Oktopus, ca. 1 kg schwer, gefroren oder frisch
2 Zwiebeln, eine davon fein gehackt
½ grüne Paprika, entkernt und gewürfelt
½ rote Paprika, entkernt und gewürfelt
½ Bund Petersilie, gehackt
4 EL Olivenöl
4 EL Rotweinessig
1 TL Salz, etwas Pfeffer