Portugiesische Küche : Hallo, Lissabon!
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Kabeljau mit Kichererbsen – Bacalhau com grão

Fisch zu trocknen ist eine seltsame Idee. Aber er schmeckt köstlich

Für die Kochanleitung klicken Sie bitte hier © Alexandra Klobouk

Wer nach Portugal in den Urlaub fährt und sich ein Mitbringsel mit nach Hause nehmen will, kann eine gute Flasche Portwein kaufen – Anspruchsvolle aber wählen Bacalhau. Bacalhau, gesprochen bakaljao, ist omnipräsent auf den Tellern Portugals, und soll ja, wie wir nun wissen, bereits Christopher Columbus neue Welten eröffnet haben.

Zugegebenermaßen, im trockenen Zustand riecht er ein bisschen streng und gibt Unwissenden Rätsel auf. Da steht man also in der heimischen Küche mit diesem brettharten Stück Fisch und fragt sich: Was tun? Oft landet der Fisch dann am Ende nicht im Topf, sondern in einer dunklen Ecke der Speisekammer. Vielleicht haben Sie auch noch so ein vergessenes Souvenir zu Hause?

Holen Sie es wieder raus – er hält sich ewig, ist ganz einfach zuzubereiten und schmeckt köstlich – wenn man weiß, wie es geht. Durch das Einsalzen wird dem Fisch das Wasser entzogen. Man muss ihm also Zeit geben, wieder saftig zu werden. Dazu wird der Bacalhau über mehrere Tage in reichlich kaltem Wasser eingeweicht, das mehrmals gewechselt werden muss. Für Berufstätige ist es so am praktischsten: den Fisch zwei bis drei Tage in kaltem Wasser einweichen und das Wasser alle sechs bis zehn Stunden wechseln, insgesamt sechs Mal. Ist man unsicher, ob der Fisch wirklich entsalzen ist, kann man auch ein kleines Stückchen probieren (es erinnert an salziges Sushi). Danach schmeckt der Bacalhau tatsächlich wie fester frischer Fisch – es grenzt an ein Wunder. Grundsätzlich können Gerichte mit Bacalhau sparsam gesalzen werden, da das restliche Salz im Fisch ausreicht. Im Allgemeinen, sowie im folgenden Rezept, können Sie Bacalhau ganz einfach durch Kabeljau oder einen anderen festen weißen Fisch ersetzen. Der zerfällt nur schneller als der kompakte Bacalhau, also Vorsicht beim Rühren. Und vorher salzen sollten Sie ihn auch.

Für 4 Personen:

3–4 EL Olivenöl, 1 Zwiebel, in Ringe geschnitten
5 Knoblauchzehen, gehackt
500 g Bacalhau, entsalzen und gekocht
oder 500 g frischer Kabeljau, gesalzen (sämtliche Gräten entfernt)
½ Bund Petersilie, gehackt
1 Dose Kichererbsen, Pfeffer

Wenn der Bacalhau als warmes Gericht gegessen wird:
500 g Tomaten, in Spalten geschnitten, kurz erwärmt

Als Salat (er sollte mehrere Stunden ziehen):
2 EL Rotweinessig

Kommentare

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Feijoada ist DAS brasilianische Nationalgericht

Kommentar meines brasilianischen Freundes: - Was, die Zeit weiß nicht, dass die Feijoada unser brasilianisches Nationalgericht ist-. Berühmt ist die Feijoada in der Welt nicht als portugiesisches Essen, sondern als das Essen der Sklaven in Brasilien. "Gezimmert" aus den "Abfällen" der Herren, mit -schwarzen- Bohnen aufgeppept.

Also, Augen auf bei Begrifflichkeiten.

siehe Wikipedia http://de.wikipedia.org/w...

PS: Ich hoffe mein Freund bleibt Euch gewogen

Nur die halbe Wahrheit..

Es ist richtig, dass die feijoada DAS brasilianische Nationalgericht ist. Was dieser Artikel schildert und zu 100% der Wahrheit entspricht ist, dass die feioada EINES der VIELEN portugiesischen Nationalgerichten ist. Die Liste ist so vielfältig und lang, dass es vor ein paar jahren sogar eine Abstimmung in Portugal dazu gab.
Ich bekräftige nochmal die Aussage von "Dubmaid", dass es sich bei den port. und bras. Teller um zwei komplett verschiedene Gerichte handelt die sogar total unterschiedliche Bohnen beinhalten. Nebenbei: Sogar in Portugal gibt es von Nord bis Süd unterschiedliche rezepte.
Entschuldigen Sie mich, aber dass ihr Freund das nicht weiss ist eher ein Zeugnis davon dass er selber nicht so fähig zum Augen aufmachen ist.
Angesichts der Tatsache, dass es einen enormen kulturellen Austausch hier in Europa zwischen Portugiesen und Brasilianiern gibt ist seine Aussage etwas arm.

Nichtsdestotrotz

Cumprimentos e bom apetite

Feijoada ist sehr wohl ein portugiesisches Gericht. :D

Dass es sich von der brasilianischen Feijoada unterscheidet, weiss auch jeder Portugiese und jede portugiesische Hausfrau. Wird häufig mit großen, weissen Bohnen gekocht. Teilweise sind auch "Kutteln" enthalten, ähnlich wie beim schwäbischen Gericht, doch das mag variieren.
Also, Ohren auf bei Begrifflichkeit. (Vor allem, wenn Brasilianer mal wieder mehr über Portugal wissen wollen, als die Portugiesen selbst.) Peace and Love.