Wochenmarkt : Bei Frost: Feldsalat mit Quinoa

Feldsalat ist äußerst robust und daher einer der wenigen grünen Farbtupfer im Winteressen. Kombiniert wird er mit Quinoa, einem eiweißreichen südamerikanischen Gemüse.

Dieses Rezept ist zwar ohne Fleisch, dennoch sehr eiweißhaltig. Denn es enthält neben Feldsalat, dem wenigen verfügbaren Grün der kalten Jahreszeit, auch Quinoa. Das ist ein Gewächs aus Südamerika – streng genommen ein Gemüse, welches aber von Menschen mit Furcht vor Eiweißmangel, sprich Vegetariern, wie ein Getreide gegessen wird und auch so ähnlich aussieht, nämlich weizenfarben und körnig. Quinoa schmeckt, wie es im Reformhaus riecht, nussig und ein bisschen staubig. Manche lieben es, manche hassen es.

Alle Wochenmarkt-Rezepte © Miguel Medina/AFP/Getty Images

Der Butternusskürbis wird geschält, in 1 bis 2 cm große Würfel geschnitten und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilt. So kommt er bei 180 Grad in den Ofen, wo er ungefähr 30 Minuten bleibt. (Man sollte ihn dabei beobachten, denn die Garzeit variiert je nach Backofen.) Auf ein anderes Blech legt man – ebenfalls auf ein Backpapier – die Tomaten mit der Hautseite nach unten. Die Kirschtomaten wurden zuvor halbiert, größere Sorten geviertelt. Wer gerade frischen Thymian zur Hand hat, streut etwas darüber. Salzen. Das Blech kommt zum Kürbis in den Ofen und bleibt dort etwa genauso lange. Wem es zu aufwendig ist, Tomaten im Ofen zu backen, nimmt halb getrocknete Tomaten aus dem Glas. (Getrocknete Tomaten sind last season, Tomaten sind jetzt nur noch halb getrocknet.)

Die Quinoasamen werden kurz unter fließendem Wasser abgespült. Dann köcheln sie in gut 200 ml leicht gesalzenem Wasser ungefähr 25 Minuten lang. Man lässt den Quinoa gut abtropfen und auskühlen.

In der Zwischenzeit hat man den Feldsalat geputzt. Für das Dressing verrührt man Öl, Essig und Zitronensaft und schmeckt mit etwas Salz und Pfeffer ab.

Den abgekühlten Kürbis, die abgekühlten Tomaten, Quinoa und Feldsalat gibt man in eine große Salatschüssel. Das Dressing hinzufügen. Dann wird alles vorsichtig vermengt. Schließlich bröselt man den Ziegenkäse darüber.

Feldsalat mit Quiona, Kürbis und Ofentomaten (für 2 Personen)

1 Butternusskürbis
250 g Tomaten (kleine Kirschtomaten oder eine mittelgroße Sorte)
Thymian
100 g Quinoa
120 g Feldsalat
100 g junger Ziegenkäse

Für das Dressing:

3 EL Olivenöl
1 EL Weißweinessig
etwas Zitronensaft
Salz, Pfeffer

Kommentare

26 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Mehr vegetarische Rezepte bitte!

Damit immer mehr Leute merken, dass vegetarische Gerichte lecker sind & Spaß machen und es keine Qual ist auf Fleisch zu verzichten.

Außerdem kenne ich keine Vegetarier, die unter Eiweißmangel leiden oder Angst davor haben, schließlich nehmen Vegetarier durchaus tierisches Eiweiß zu sich.

Mal im Ernst.

Feldsalat und Kürbis ergeben natürlich eine prächtige Kombination. Quinoa im Salat kann ich vor allem leicht angeröstet empfehlen. Einfach beim Kochen etwas weniger Wasser nehmen als gewöhnlich, sodass keine Flüssigkeit mehr übrig bleibt, dann hat mans beim Anbraten/Anrösten leichter. Könnte ich mir zu diesem Salat auch sehr gut vorstellen. Zur beginnenden Adventszeit passend macht sich bestimmt auch eine Prise Zimt im Dressing sehr gut, die sich mit der Zitrone, dem Essig, dem Kürbis und dem eventuellen Röstaroma des Quinoa ganz wunderbar verbindet.

Fensterbanktomaten

Tomaten lassen sich, prinzipiell, im Winter auch in der Wohnung auf der Fensterbank ziehen - praktische Sache, man hat wunderbar reife Früchte direkt von der Pflanze und nutzt die Heizung der Wohnung mit. Voraussetzung, damit das funktioniert:
- eher kleinwüchsige Sorten verwenden, ausprobieren, welche das persönliche Raumklima am besten vertragen
- heller Fensterplatz
- nicht zu dicht pflanzen
- Schädlinge konsequent bekämpfen (Gelbtafeln gegen Weiße Fliegen, z.B., Schmierseifenlösung gegen Blattläuse...)
Ich denke, dass das auch noch mit anderen eher wärmeliebenden Pflanzen funktioniert.

Vorstellungen??

Ich kultiviere Tomaten in Töpfen, quasi im Freiland. Das schmeckt prima. Ich habe auch schon Pflanzen in Kübeln, wenn es kalt wurde, ins Wohnzimmer "umgesiedelt" - funktioniert auch und schmeckt. - Wenn Sie etwas zu Essen möchten, brauchen Sie immer irgendeine Schädlingsbekämpfung - ganz ohne das geht es normalerweise nicht. Dieses Jahr gab es sehr viele Blattläuse hier, zum Beispiel. Die mit Schmierseifenlösung zu bekämpfen, wenn es denn nötig ist, ist absolut bio-konform (empfehle Kreuter: Der Bio-Garten). Gelbtafeln locken aufgrund der Farbe und sind mit Leim beschichtet, also absolut giftfrei.
- Wenn man genug Marienkäfer ansiedeln kann, hilft das auch, zum Beispiel, aber eben nicht immer.
Was glauben Sie eigentlich, was auf Ihren spanischen Supermarkttomaten so alles klebt??