WochenmarktBei Frost: Feldsalat mit Quinoa

Feldsalat ist äußerst robust und daher einer der wenigen grünen Farbtupfer im Winteressen. Kombiniert wird er mit Quinoa, einem eiweißreichen südamerikanischen Gemüse. von Elisabeth Raether

Dieses Rezept ist zwar ohne Fleisch, dennoch sehr eiweißhaltig. Denn es enthält neben Feldsalat, dem wenigen verfügbaren Grün der kalten Jahreszeit, auch Quinoa. Das ist ein Gewächs aus Südamerika – streng genommen ein Gemüse, welches aber von Menschen mit Furcht vor Eiweißmangel, sprich Vegetariern, wie ein Getreide gegessen wird und auch so ähnlich aussieht, nämlich weizenfarben und körnig. Quinoa schmeckt, wie es im Reformhaus riecht, nussig und ein bisschen staubig. Manche lieben es, manche hassen es.

Alle Wochenmarkt-Rezepte

Alle Wochenmarkt-Rezepte  |  © Miguel Medina/AFP/Getty Images

Der Butternusskürbis wird geschält, in 1 bis 2 cm große Würfel geschnitten und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilt. So kommt er bei 180 Grad in den Ofen, wo er ungefähr 30 Minuten bleibt. (Man sollte ihn dabei beobachten, denn die Garzeit variiert je nach Backofen.) Auf ein anderes Blech legt man – ebenfalls auf ein Backpapier – die Tomaten mit der Hautseite nach unten. Die Kirschtomaten wurden zuvor halbiert, größere Sorten geviertelt. Wer gerade frischen Thymian zur Hand hat, streut etwas darüber. Salzen. Das Blech kommt zum Kürbis in den Ofen und bleibt dort etwa genauso lange. Wem es zu aufwendig ist, Tomaten im Ofen zu backen, nimmt halb getrocknete Tomaten aus dem Glas. (Getrocknete Tomaten sind last season, Tomaten sind jetzt nur noch halb getrocknet.)

Anzeige

Die Quinoasamen werden kurz unter fließendem Wasser abgespült. Dann köcheln sie in gut 200 ml leicht gesalzenem Wasser ungefähr 25 Minuten lang. Man lässt den Quinoa gut abtropfen und auskühlen.

In der Zwischenzeit hat man den Feldsalat geputzt. Für das Dressing verrührt man Öl, Essig und Zitronensaft und schmeckt mit etwas Salz und Pfeffer ab.

Den abgekühlten Kürbis, die abgekühlten Tomaten, Quinoa und Feldsalat gibt man in eine große Salatschüssel. Das Dressing hinzufügen. Dann wird alles vorsichtig vermengt. Schließlich bröselt man den Ziegenkäse darüber.

Feldsalat mit Quiona, Kürbis und Ofentomaten (für 2 Personen)

1 Butternusskürbis
250 g Tomaten (kleine Kirschtomaten oder eine mittelgroße Sorte)
Thymian
100 g Quinoa
120 g Feldsalat
100 g junger Ziegenkäse

Für das Dressing:

3 EL Olivenöl
1 EL Weißweinessig
etwas Zitronensaft
Salz, Pfeffer

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. Das Vorurteil kann ich ebenfalls entkräften, ich hatte vor zwei(einhalb) Jahren das Glück, an der kanadischen Westküste beim Anlegen eines kleinen Quinoafeldes behilflich zu sein und ein halbes Jahr später das Ergebnis bewundern zu dürfen. Also auch bei sehr gemäßigtem Klima gedeiht er/sie/es ganz prächtig.

    Und mir schmeckts. Ist seit damals fester Bestandteil meiner Ernährung. Der Vorwurf des zur Schau gestellten Weltbürgertums zielte übrigens nicht auf Sie.

    Antwort auf "@Männlich und so."
    • ManuelS
    • 26. November 2012 2:27 Uhr

    aber woher soll ich Quinoa bekommen?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Zuckerrübensamen. Ist immerhin eine Verwandte.

    Ich empfehle den nächstgelegenen Supermarkt. (Sowohl bei Kaufland als auch bei Rewe habe ich schon Quinoa gefunden. Falls nicht, hilft Ihnen der nächste dm oder alnatura sicherlich gern weiter.)

    gibt's in jedem besseren Internet alles!

    Ansonsten mal im Supermarkt die Regalreihen mit den Fertiggerichten verlassen und sich in die unbekannten Sphären der Grundnahrungsmittel trauen... ;-)

    Auf dem Wochenmarkt ... – aber nehmen Sie zur Sicherheit den in Cuzco. Den Feldsalat gibt's dann auf dem teutschen ;-)

  2. Zuckerrübensamen. Ist immerhin eine Verwandte.

    Antwort auf "Hört sich gut an,"
  3. 25 Minuten kochen scheint mir für die winzigen Quinoa Kerne doch sehr lang...also bei mir sind sie meist in 10 Minuten weich.

  4. Ich empfehle den nächstgelegenen Supermarkt. (Sowohl bei Kaufland als auch bei Rewe habe ich schon Quinoa gefunden. Falls nicht, hilft Ihnen der nächste dm oder alnatura sicherlich gern weiter.)

    Antwort auf "Hört sich gut an,"
  5. gibt's in jedem besseren Internet alles!

    Ansonsten mal im Supermarkt die Regalreihen mit den Fertiggerichten verlassen und sich in die unbekannten Sphären der Grundnahrungsmittel trauen... ;-)

    Antwort auf "Hört sich gut an,"
  6. Eine kleine Butternut für zwei Personen dünkt mich zuviel des Guten.
    Meine soeben geernteten Butternuts wiegen zwischen zwei und drei Kilos.
    Auch wenn man grosszügig den Abfall abrechnet, schaffen zwei Personen so eine Gemüsebombe nicht.

  7. Tomaten lassen sich, prinzipiell, im Winter auch in der Wohnung auf der Fensterbank ziehen - praktische Sache, man hat wunderbar reife Früchte direkt von der Pflanze und nutzt die Heizung der Wohnung mit. Voraussetzung, damit das funktioniert:
    - eher kleinwüchsige Sorten verwenden, ausprobieren, welche das persönliche Raumklima am besten vertragen
    - heller Fensterplatz
    - nicht zu dicht pflanzen
    - Schädlinge konsequent bekämpfen (Gelbtafeln gegen Weiße Fliegen, z.B., Schmierseifenlösung gegen Blattläuse...)
    Ich denke, dass das auch noch mit anderen eher wärmeliebenden Pflanzen funktioniert.

    Antwort auf "saisonale Küche?"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Das funktioniert wohl nur für jemanden, der noch nie eine reife Freilandtomate geerntet und gegessen hat.
    Mir wird schon bei der "Schädlingsbekämpfung" schlecht.
    Totaler Wahnsinn!

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Serie Wochenmarkt
  • Schlagworte Getreide | Jahreszeit | Fleisch | Glas | Wasser | Südamerika
  • Models present creations from the Felder & Felder Autumn/Winter 2013 collection during London Fashion Week, February 15, 2013. REUTERS/Olivia Harris (BRITAIN - Tags: FASHION)

    Vom Rand des Laufstegs

    Aktuelle Berichte von den Schauen in New York, London, Mailand, Paris und Berlin auf ZEIT ONLINE

    • Kochblog: Nachgesalzen

      Nachgesalzen

      Die Meisterköche Karl-Josef Fuchs, Jürgen Koch und Christian Mittermeier verraten ihre Tipps und Tricks

      • : Hinter der Hecke

        Hinter der Hecke

        Eine Schrebergarten-Kolonie ist ein eigener Kosmos. Unser Kolumnist Ulrich Ladurner erforscht ihn und seine Bewohner mit Demut, Feinsinn und Humor.

        • ZEITmagazin: Heiter bis glücklich

          Heiter bis glücklich

          Oft sind es die einfachen Dinge, die uns heiter bis glücklich stimmen. Im "Heiter bis glücklich"-Blog stellt die ZEITmagazin-Redaktion täglich ihre Entdeckungen vor.

          Service