Wochenmarkt: Bei Frost: Feldsalat mit Quinoa
Feldsalat ist äußerst robust und daher einer der wenigen grünen Farbtupfer im Winteressen. Kombiniert wird er mit Quinoa, einem eiweißreichen südamerikanischen Gemüse.
Dieses Rezept ist zwar ohne Fleisch, dennoch sehr eiweißhaltig. Denn es enthält neben Feldsalat, dem wenigen verfügbaren Grün der kalten Jahreszeit, auch Quinoa. Das ist ein Gewächs aus Südamerika – streng genommen ein Gemüse, welches aber von Menschen mit Furcht vor Eiweißmangel, sprich Vegetariern, wie ein Getreide gegessen wird und auch so ähnlich aussieht, nämlich weizenfarben und körnig. Quinoa schmeckt, wie es im Reformhaus riecht, nussig und ein bisschen staubig. Manche lieben es, manche hassen es.
Der Butternusskürbis wird geschält, in 1 bis 2 cm große Würfel geschnitten und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilt. So kommt er bei 180 Grad in den Ofen, wo er ungefähr 30 Minuten bleibt. (Man sollte ihn dabei beobachten, denn die Garzeit variiert je nach Backofen.) Auf ein anderes Blech legt man – ebenfalls auf ein Backpapier – die Tomaten mit der Hautseite nach unten. Die Kirschtomaten wurden zuvor halbiert, größere Sorten geviertelt. Wer gerade frischen Thymian zur Hand hat, streut etwas darüber. Salzen. Das Blech kommt zum Kürbis in den Ofen und bleibt dort etwa genauso lange. Wem es zu aufwendig ist, Tomaten im Ofen zu backen, nimmt halb getrocknete Tomaten aus dem Glas. (Getrocknete Tomaten sind last season, Tomaten sind jetzt nur noch halb getrocknet.)
Die Quinoasamen werden kurz unter fließendem Wasser abgespült. Dann köcheln sie in gut 200 ml leicht gesalzenem Wasser ungefähr 25 Minuten lang. Man lässt den Quinoa gut abtropfen und auskühlen.
In der Zwischenzeit hat man den Feldsalat geputzt. Für das Dressing verrührt man Öl, Essig und Zitronensaft und schmeckt mit etwas Salz und Pfeffer ab.
Den abgekühlten Kürbis, die abgekühlten Tomaten, Quinoa und Feldsalat gibt man in eine große Salatschüssel. Das Dressing hinzufügen. Dann wird alles vorsichtig vermengt. Schließlich bröselt man den Ziegenkäse darüber.
Feldsalat mit Quiona, Kürbis und Ofentomaten (für 2 Personen)
1 Butternusskürbis
250 g Tomaten (kleine Kirschtomaten oder eine mittelgroße Sorte)
Thymian
100 g Quinoa
120 g Feldsalat
100 g junger Ziegenkäse
Für das Dressing:
3 EL Olivenöl
1 EL Weißweinessig
etwas Zitronensaft
Salz, Pfeffer









Und dazu dann Tomaten aus südspanische Gewächshäusern und Quinoa aus den Anden...
Saisonale Küche sieht für mich anders aus!
"Dieses Rezept ist zwar ohne Fleisch, dennoch sehr eiweißhaltig."
Jaja, im Fleisch ist alles, was man so zum Leben braucht. Eiweiß, Eigelb und ganz viele knackige Mineralien, an denen sich schon der ein oder andere die Zähne ausgebissen hat.
Damit immer mehr Leute merken, dass vegetarische Gerichte lecker sind & Spaß machen und es keine Qual ist auf Fleisch zu verzichten.
Außerdem kenne ich keine Vegetarier, die unter Eiweißmangel leiden oder Angst davor haben, schließlich nehmen Vegetarier durchaus tierisches Eiweiß zu sich.
Quinoa ist eine der wenigen Pflanzen, ähnlich wie die Sojabohne, die in ihren Samen alle essentiellen Aminosäuren in für den menschlichen Gebrauch fast ideal ausgewogenen Anteilen besitzen. Sie ist ein Gänsefussgewächs, wie der Spinat, die Blätter, wesentlich kleiner als Spinatblätter, sind genauso essbar. Glutamin und Lysin geben der Quinoa einen nicht sehr intensiven Eigengeschmack, machen aber den Geschmack der dazu gegessenen Beilagen viel intensiver.
Nur, seit wann ist den die Quinoa männlich? Spanisch heisst sie LA quinoa. Auch bei den Mapuches ist die Kinwa klar weiblich. (Genauso ist beim entschieden männlichen Haumesser, "el machete" - vom macho abgeleitet- , bei der Eindeutschung eine Genderverwirrung passiert ...) Sicher ist quinhua auch auch im Runasimi weiblich, der Erstimport nach Europa war ja wohl wie bei der Kartoffel aus dem Peru erfolgt, auch wenn Kartoffel und Quinoa seit jeher bis viel weiter in den Süden verbreitet sind.
Gruss aus dem hohen Süden ...
Nun seien Sie doch nicht päpstlicher als der Papst. Das im Französischen sehr weibliche Baguette und das überaus männliche Croissant wurden im Deutschen ihrer Geschlechtlichkeit beraubt und auf ein graues Neutrumsdasein reduziert. "Der" Quinoa kommt vermutlich von der Wahrnehmung als Getreide, und Getreide ist im Deutschen in der Mehrheit (Ausnahmen: Gerste und Hirse) nunmal männlich (Weizen/Roggen/Hafer/Mais/Reis). Auch andere Pseudogetreide (Buchweizen, Amaranth) sind männlich.
Außerdem ist Quinoa noch kein Wort, das in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen ist. Vermutlich wird sich die weibliche Form auf Dauer durchsetzen, weil hippe Fernseh- (oder in Zukunft dann: Internet-)Köche gern ihr Weltbürgertum durch Verwendung des "richtigen" Geschlechts zur Schau stellen.
Nun seien Sie doch nicht päpstlicher als der Papst. Das im Französischen sehr weibliche Baguette und das überaus männliche Croissant wurden im Deutschen ihrer Geschlechtlichkeit beraubt und auf ein graues Neutrumsdasein reduziert. "Der" Quinoa kommt vermutlich von der Wahrnehmung als Getreide, und Getreide ist im Deutschen in der Mehrheit (Ausnahmen: Gerste und Hirse) nunmal männlich (Weizen/Roggen/Hafer/Mais/Reis). Auch andere Pseudogetreide (Buchweizen, Amaranth) sind männlich.
Außerdem ist Quinoa noch kein Wort, das in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen ist. Vermutlich wird sich die weibliche Form auf Dauer durchsetzen, weil hippe Fernseh- (oder in Zukunft dann: Internet-)Köche gern ihr Weltbürgertum durch Verwendung des "richtigen" Geschlechts zur Schau stellen.
Nun seien Sie doch nicht päpstlicher als der Papst. Das im Französischen sehr weibliche Baguette und das überaus männliche Croissant wurden im Deutschen ihrer Geschlechtlichkeit beraubt und auf ein graues Neutrumsdasein reduziert. "Der" Quinoa kommt vermutlich von der Wahrnehmung als Getreide, und Getreide ist im Deutschen in der Mehrheit (Ausnahmen: Gerste und Hirse) nunmal männlich (Weizen/Roggen/Hafer/Mais/Reis). Auch andere Pseudogetreide (Buchweizen, Amaranth) sind männlich.
Außerdem ist Quinoa noch kein Wort, das in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen ist. Vermutlich wird sich die weibliche Form auf Dauer durchsetzen, weil hippe Fernseh- (oder in Zukunft dann: Internet-)Köche gern ihr Weltbürgertum durch Verwendung des "richtigen" Geschlechts zur Schau stellen.
Ich kultiviere Tomaten in Töpfen, quasi im Freiland. Das schmeckt prima. Ich habe auch schon Pflanzen in Kübeln, wenn es kalt wurde, ins Wohnzimmer "umgesiedelt" - funktioniert auch und schmeckt. - Wenn Sie etwas zu Essen möchten, brauchen Sie immer irgendeine Schädlingsbekämpfung - ganz ohne das geht es normalerweise nicht. Dieses Jahr gab es sehr viele Blattläuse hier, zum Beispiel. Die mit Schmierseifenlösung zu bekämpfen, wenn es denn nötig ist, ist absolut bio-konform (empfehle Kreuter: Der Bio-Garten). Gelbtafeln locken aufgrund der Farbe und sind mit Leim beschichtet, also absolut giftfrei.
- Wenn man genug Marienkäfer ansiedeln kann, hilft das auch, zum Beispiel, aber eben nicht immer.
Was glauben Sie eigentlich, was auf Ihren spanischen Supermarkttomaten so alles klebt??
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