ChinaDie Vermessung des Ichs
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Wer die Erleuchtung sucht, der gehe drei Monate lang

Er war fast noch ein Kind, als er nachts chinesische Medizin lernte, Kampfkunst, Feng-Shui , das Wissen der alten Welt. Das der neuen interessierte ihn nicht, in der Schule fehlte er oft. Mit 16 verbrannte er die geliebten Bücher – "Bücher sind nur Wegschilder, sie hielten mich davon ab, selbst Erfahrungen zu sammeln" – und machte sich auf den Weg. Zu Fuß durch Südchina. "Ich lief zwei Paar Schuhe kaputt, um mich von meinen schlechten Eigenschaften zu lösen, der Oberflächlichkeit und der Flatterhaftigkeit." Er ging durchs moderne China, als wäre es ein viel älteres. Aß wilde Kräuter, kochte sich Schnecken. Für ein bisschen Geld oder eine warme Mahlzeit praktizierte er Kampfkunst, Qigong und chinesische Medizin. Er schlief, wo er gerade landete, auf einem Dachstuhl, einem Baum, einem Friedhof. Irgendwann hatte er genug. "Wie eine Kuh, die zu viel Gras gefressen hat. Ich wollte stehen bleiben und verdauen." So wurde er Eremit."

Der Weg windet sich einen steilen Hang hinauf. Oben liegt, wie ein Nest an den Gipfel eines Berges geschmiegt, die Einsiedelei Shizi Maopeng. Löwenhütte. Eine Stupa, ein Denkmal für Buddha, umringt von windschiefen Hütten, der Blick von hier ist atemberaubend. Es ist die Stupa, die der buddhistische Mönch Benxu drei Monate lang umrundete. Und das ist eine der bewegendsten Geschichten des Zhongnan-Bergs.

Wer den Mönch Benxu, 44, zum ersten Mal trifft, der bemerkt als Erstes: seine Feinheit. Es ist die Art, wie er spricht und gestikuliert, wie er seinen Blick auf dem Gegenüber ruhen lässt. Jede Bewegung ist auf das Wesentliche reduziert, jede ist vollkommen.

Mit 28 zog er in die Einsamkeit, um die Unruhe zu besiegen, Erleuchtung zu erlangen. Jahrelang hatte der einstige Lehrer in buddhistischen Klöstern meditiert. Doch der Geist war ein Vögelchen, das einfach nicht zur Ruhe kommen wollte. Mal flatterte er hierhin, dann dorthin, mal wollte er das eine und dann das Gegenteil. In der Einsamkeit, glaubte Benxu, würde es leichter werden. Das Gegenteil geschah. Sein Geist bäumte sich auf, raste, rebellierte gegen die Einsamkeit. Keine zehn Minuten hielt es Benxu im Lotussitz aus. Verzweifelt nahm er ein Buch zur Hand, das ihm sein Vorgänger in der Löwenhütte, ein lamaistischer Mönch, hinterlassen hatte. Es ist das Bo Zhou San Mei – darin findet sich die härteste Disziplin der buddhistischen "Reines-Land-Schule". Wer die Erleuchtung sucht, heißt es dort, der gehe drei Monate lang. Ohne zu schlafen, ohne auch nur ein Mal anzuhalten. Umrunde die Stupa bei Tag und bei Nacht! Zähme den Geist, indem du den Körper bezwingst! "Wenn du nicht mehr gehen kannst, krieche. Wenn du nicht mehr kriechen kannst, rolle." Benxu nahm einen Pinsel und schrieb Zeichen auf Papier. Das heftete er an seine Hütte, gut sichtbar. "Der Glaube ist so groß wie der Berg, der Körper so leicht wie Staub."

"Der erste Monat war der schlimmste." In seinen Adern pumpte das Blut, Beine und Kopf schwollen an, die Augen waren nur noch Schlitze. Alle Kraft wich aus ihm. Schwindel, Erschöpfung. "Ich wollte nur noch umfallen. Stützte mich an den Wänden ab, irgendwann konnte ich nicht mehr laufen. Ich kroch." Aufgeben, schlafen, vergessen, doch da waren seine Zeichen an der Hüttenwand: "...der Körper so leicht wie Staub." Und tatsächlich, im zweiten Monat fühlte er Leichtigkeit in den Gliedern. Alles geschah wie von selbst. Ein Schritt folgte auf den anderen, das Mantra kam von seinen Lippen, ohne dass er es sagen musste. "Die Gedanken verschwanden. Sie wurden eins, lösten sich im Mantra auf. Wenn du aufhörst zu denken, verbrauchst du auch keine Energie mehr. Bist nicht mehr müde. Die Sinne werden schärfer. Wenn ganz unten am Berg einer etwas sagt, dann hörst du es oben ganz klar. Du entwickelst übersinnliche Kräfte."

Als der Frühling den Berg hinaufkroch, waren die drei Monate vorbei. Benxu legte sich nieder. Kochte Tee. Der Zustand hielt an, es war der kostbarste Moment seines Lebens. Und irgendwann verflog er wieder. Benxu lächelt ein besonderes Lächeln, Melancholie liegt darin, Akzeptanz und Zärtlichkeit. "Jetzt geht es in meinem Kopf wieder ziemlich chaotisch zu. Erst wenn du erleuchtet bist, wird es bleiben."

Wir verlassen Benxu, ziehen weiter. Hinunter ins Tal, über schlammige Abhänge, den ganzen Tag sind wir gelaufen, und noch immer haben wir nichts gegessen, da kommen wir an. Und sind überrascht: Hailian, der zurückgezogenste der Einsiedler, soll ausgerechnet hier leben?

Unten im Tal, gleich an der Straße, auf der am Wochenende die Sommerfrischler im Stau stehen, liegt über einem sprudelnden Wasserfall ein Stein. Er scheint über dem Wasserfall zu schweben, dick und rund wie ein Wal, der auf einer Klippe gestrandet ist. Darin wohnt Hailian. Nie hat man eine Bleibe gesehen wie diese. Um sie zu erreichen, muss man den Bergfluss überqueren, von Stein zu Stein springen, auf einer Leiter balancieren, die Hailian über den Wasserfall legt. Das tut er fast nie. "Ich empfange so gut wie keine Gäste. Ihr müsst wissen, mein Charakter ist nicht gut, ich gerate ziemlich leicht in Wut. Früher habe ich Touristen, die mich fotografieren wollten, die Kamera zerschmissen."

Hailian, 59, ist ein Eremit wie aus wildesten Aussteigerträumen. Lianengleiches Haar, hinten zum Zopf geflochten, der Bart ein wildes Gestrüpp.

Er hat sich eine gigantische zweistöckige Höhle gebaut, einen Felspalast. Obendrauf hat er eine illegale Satellitenschüssel installiert, mit der er 40 Kanäle empfangen kann. Am liebsten sieht er Kriegsfilme, epische Schinken über den Bürgerkrieg zwischen Kommunisten und Nationalisten. Sie zeigten ihm, sagt Hailian, "wie man Krieg vermeiden und Harmonie und Frieden auf der ganzen Welt schaffen kann". Im Hof hat er die chinesische Flagge gehisst, die für ihn alle Länder der Welt repräsentiert. Ein Licht, das plötzlich über seinem Kopf erschienen sei, habe ihm das befohlen. "Das Land zu schützen, Frieden zwischen den Ländern zu bringen."

Hailian hat etwas von einem luziden Verrückten. Er spricht begeistert wie ein Kind, seine Hände fliegen wie aufgescheuchte Schmetterlinge durch die Luft. Einst arbeitete er im Büro für Nationale Sicherheit, das sowohl polizeiliche als auch geheimdienstliche Aufgaben erfüllt, er war Mitglied der Kommunistischen Partei . Als solches hatte er Atheist zu sein, doch es half ja nichts, nachts erschienen ihm Buddha, der Jadekaiser und der Drachenkönig. Eine Zeit lang lebte er in einem daoistischen Kloster, und dann kam es zu diesem mysteriösen Brand, über den sich Hailian nur kryptisch äußert. "Sie wollten mich anzünden. Aber irgendwie dachte die Polizei, ich hätte damit was zu tun gehabt."

Tatsache ist, dass Hailian im Gefängnis landete. Und sich, freigekommen, 1994 zu Fuß auf den Weg durch das halbe Land machte, zu den Zhongnan-Bergen. Anfangs führte nur ein Feldweg an seiner Höhle entlang, bis die Regierung vor ein paar Jahren die Straße baute. Seither brausen die Besuchermassen vorbei. Er zuckt mit den Schultern, als wäre es nur der Regen, der in den Hof vor seiner Höhle prasselt. Wie heißt es doch unter den Einsiedlern? "Der größte Eremit ist der, dem es gelingt, mitten in der Stadt zu leben."

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Leserkommentare
    • ekyrneh
    • 30. November 2012 0:13 Uhr
    1. Fotos

    Wo sind die wunderbaren Fotos aus der gedruckten Ausgabe?

  1. und schön geschrieben.

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  2. Zuerst der Wein:
    Wirklich gut geschrieben, es muss ja jemand theoretisch diese Reisen und Besuche gemacht haben um davon berichten zu können. Auch einen Dank für die ungewöhnlichen Wege, die gegangen werden mussten, sowohl im Berg, als auch in den Köpfen. Schonmal ein wenig Wasser: Nicht alles was in der Zeitung steht gibts auch im richtigen Leben! Weiter den Hahn aufgedreht: Mich wundern immer diese Schikibilder, wo tolle girls up to date die Finger zusammenschließen im Lotussitz auf der Suche nach Erleuchtung. Das gilt wohl heutzutage eher als eines der vielen Minimalziele, die man als Top-Konsummensch so erreichen muss. Wenn aber bei dieser Sitzerei (und dem eventuell tatsächlichen Erreichen der Erleuchtung) ein derart durchgedrehter Mensch herauskommt, wie oben zu lesen, dürfte doch relativ fraglich sein, ob die Mode-Buddhisten in Europa weiter praktizieren sollten. Sie könnten eines Tages auf die Idee kommen, diesen Einsiedlern nach zu eifern und sich in chinesische Berge zu verziehen. Dort gibt es keine Boutiquen, Schnee und Kälte zur genüge und Matsch und Dreck. Der Bericht oben zeigt mir aber auch, dass es viele nette Ziele zu erreichen gäbe, zumindest dem Papier nach. Und es ist schwer zu beurteilen, ob es sich bei diesen Anleitungen um Märchen handelt oder um wirklich fassbares. Wo ist der Übermensch, der dieses auch ausstrahlt? Der nicht halb als göttlich - und halb als Verirrter herumläuft?

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  3. waren sie für mich gestorben.

    Die im Artikel vorgestellten "Eremiten" mit Computer und Satellitenschüssel haben den Weg zu einem schönen, angenehmen Leben ohne Leistungsdruck gefunden, verbunden mit ein wenig eitler Selbstdarstellung.
    Sicher für Manchen erstrebenswert.
    Nicht nur für Chinesen.

    Schön der letzte Satz: »Der größte Eremit ist der, dem es gelingt, mitten in der Stadt zu leben.«

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  4. 5. Danke

    für diesen Blick auf die zwei Facetten - Tourismus hier, Einsiedelei dort - und den Schwerpunkt auf das schwer Faßbare eigentümlich Chinesische. Das ist für Menschen aus den OECD-Staaten besonders schwer faßbar, daß das in dem heutigen - kommunistischen - China weiterlebt. Das liegt natürlich an der Stärke und Faszination dieser Denkrichtung und der in ihr lebenden Menschen.

    "Die Daoisten nennen das Rekonstruktion" - gemeint ist wohl "Rückkehr zum Ursprung" (gui gen, Daodejing, Kap. 16).

    Ich hoffe nicht, daß nun sich selbstdefinierende Daoisten aus diesem unserem Lande (oder den Nachbarstaaten) aufmachen, die chinesischen Berge zu bevölkern. Es wäre etwas ganz anderes, sie in diesen unseren Bergen (ja, die gibt es ja auch noch) aufsuchen zu können - oder eben auch nicht. Es gibt da leider große Mißverständnisse darüber, was es heißt den Weg zu gehen.

    Und zuguterletzt: Solche im Wald und in der Stadt lebenden weisen Menschen gibt es auch hier, man sieht sie hierzulande meist als *Penner*. Der Unterschied ist, daß eine Verehrung derjenigen Weisen, die sich bewußt für ein Leben auf der Straße oder im Wald entschieden haben, niemals stattfinden wird. Die letzten, denen das zugutekam waren christliche Mönche, aber die Zeiten sind in Westeuropa vorbei. Darum kann ich nur jedem raten, die Augen aufzumachen und die eigenen Vorurteile abzubauen.

    2 Leserempfehlungen
  5. 6. wow...

    Weißer Fels stürzt in schwindelerregende Abgründe, um wieder in sanften Wellen aufzusteigen. Auf Felsvorsprüngen reiten bizarre Kiefern. Mal frisst sie der Nebel, dann haucht er sie wieder aus.

    wow..... an dieser Stelle begann die "Gaensehaut". Ihr Artikel ist so wunderbar geschrieben. Ihn zu lesen war eine Reise. Vielen Dank.

    Beamte, Maler, Mönche, Sinnsuchende, Poeten, Außenseiter, Spinner zog es hierher.

    Ich hoffe es ist keine Beleidigung fuer Sie, wenn ein Spinner Ihren Artikel wunderbar findet. :)

    »Der größte Eremit ist der, dem es gelingt, mitten in der Stadt zu leben.«

    Ach was ... gesetzlich verordnete Teilnahmemoeglichkeiten an sozialen Events (H-4) vereinfachen es so sehr, dass man zumindest zum pseudo-Eremiten wird.

    Uebrigens, um dem Begriff Spinner alle Ehre zu machen: Ich vermute seit langem, dass viele Woerter, historisch betrachtet, irgendwann einfach "umgedreht" wurden. Ich verbinde mit diesem Gedanken die Moeglichkeit, dass von rechts nach inks lesende/schreibende, wie auch vice versa, so die jeweiligen Begriffe in jeweils ihre Sprachkultur einfuehrten, uebernahmen.

    Eremit z.B. bedeutet, von rechts nach links, timere. Dies entspricht dem lateinischen timere, dass soviel wie "fürchten", und θεός (theós), „Gott“, zu deutsch also so viel wie: „der Gott ehrt“ oder „der Gottesfürchtige“. (Q-wiki)

    Ich habe aus Spass viele Begriffe gesammelt, wo vorwaerts wie rueckwaerts gelesen, eine nahezu identische Wortbedeutung besteht.

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    "Eremit z.B. bedeutet, von rechts nach links, timere. Dies entspricht dem lateinischen timere, dass soviel wie "fürchten", und θεός (theós), „Gott“, zu deutsch also so viel wie: „der Gott ehrt“ oder „der Gottesfürchtige“. (Q-wiki)

    Ich habe aus Spass viele Begriffe gesammelt, wo vorwaerts wie rueckwaerts gelesen, eine nahezu identische Wortbedeutung besteht."

    Finde ich lustig/interessant! Haben Sie ein Blog oder so, wo Sie die Liste veröffentlicht haben?

    Erinnert irgendwie an Babel, wenn man so will. Die ganze Welt teilte im Wesentlichen mal 'etwas', verpackte es aber anschliessend in soviele Sprachen, Metaphern, Rituale und Drangedachtes, daß am Ende alle denken, sie wären ja so verschieden und könnten nicht miteinander :)

    • Morein
    • 01. Dezember 2012 21:42 Uhr

    Schön das es mal eine andere Seite von China zu sehen gibt.In dem China das uns sonst täglich präsentiert wird lebt eh nur ein Drittel der Bevölkerung, der Rest steht außen an. Nie werden alle Chinesen in den „Genuss“ dieses kurzen Reichtums kommen, rein aus pyshikalischen Gründen nicht möglich über 1,3 Milliarden Chinesen in dieses „Wunderland“ einzulassen. Auch wird, wie von Chinesischen Wissenschaftler errechnet, all der Gewinn der letzten Jahre durch die immense Umweltzerstörung und dessen dringende Behebung wieder aufgefressen werden. Nein,keine Nullnummer,sondern ein sehr schlechtes Geschäft für die Massen der Chinesen.

    Wer ein wenig in den Geist des alten Chinas und seiner Philosophie praktisch eintauchen möchte, der sollte doch mal sich mit dem I-Ging beschäftigen und die Orakel sprechen lassen.Überraschende Ergebnisse und Einsichten werden die Folge sein. Ich persönlich habe das Buch „I Ging. Das alte chinesische Orakel- und Weisheitsbuch.„ von Peter H. Offermann (ISBN-10: 3442108993) dem Buddhistischen Ausgaben bevorzugt. Viel Spaß beim Orakeln!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Die Zeichentabelle online mit den Texten (ich glaube, es ist die Richard Wilhelm Übersetzung):

    http://www.honc.de/iging/...

    Auf der Hauptseite sind noch ein paar andere alte chinesische Texte verlinkt, ausserdem die Möglichkeit, das Orakel zu befragen (keine Ja-Nein-Fragen).

    Das Wort 'Orakel' schreckt bestimmt manche ab; was aber schade wäre. Die Texte lohnen sich als Denkanstoß. Eigentlich machen sie einen, finde ich zumindest, auf seine innere Stimme aufmerksam. Das schätze ich am I Ging. Es liefert keine 'Antwort', eher wirft es Fragen auf in einem, und indem man darüber nachdenkt findet man in sich selbst das was man gesucht hat.

    Frage an Menschen, die mehr Erfahrung/Wissen darüber haben:
    Wurfzeichen und Spiegelzeichen:
    Was ist der genaue Zusammenhang? Ist das Spiegelzeichen eine Folge vom Wurfzeichen, also eher ein späterer Schritt villeicht, oder quasi der (konträre) Spiegel, vielleicht je nach Kontext ein warnendes Zeichen (während das Wurfzeichen eher einen Weg aufzeigt)?

    Über Aufklärung würde ich mich freuen :) Danke

  6. 8. I Ging

    Die Zeichentabelle online mit den Texten (ich glaube, es ist die Richard Wilhelm Übersetzung):

    http://www.honc.de/iging/...

    Auf der Hauptseite sind noch ein paar andere alte chinesische Texte verlinkt, ausserdem die Möglichkeit, das Orakel zu befragen (keine Ja-Nein-Fragen).

    Das Wort 'Orakel' schreckt bestimmt manche ab; was aber schade wäre. Die Texte lohnen sich als Denkanstoß. Eigentlich machen sie einen, finde ich zumindest, auf seine innere Stimme aufmerksam. Das schätze ich am I Ging. Es liefert keine 'Antwort', eher wirft es Fragen auf in einem, und indem man darüber nachdenkt findet man in sich selbst das was man gesucht hat.

    Frage an Menschen, die mehr Erfahrung/Wissen darüber haben:
    Wurfzeichen und Spiegelzeichen:
    Was ist der genaue Zusammenhang? Ist das Spiegelzeichen eine Folge vom Wurfzeichen, also eher ein späterer Schritt villeicht, oder quasi der (konträre) Spiegel, vielleicht je nach Kontext ein warnendes Zeichen (während das Wurfzeichen eher einen Weg aufzeigt)?

    Über Aufklärung würde ich mich freuen :) Danke

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