KlimawandelWas die Erde heiß macht

Während ein neuer Weltklimavertrag beraten wird, heizt sich die Erde weiter auf. Wir zeigen, was den Klimawandel weltweit antreibt – billige Kohle und kriminelle Holzfäller zum Beispiel. Es gibt aber auch ein wenig Hoffnung: In grüne Stromerzeugung wird inzwischen mehr investiert als in klimaschädliche Kraftwerke alten Stils. von  und Anne Kunze

Elendes Wachstum

Es ist fast so, als wäre nichts gewesen. Als habe die Konferenz von Rio im Jahr 1992 nicht stattgefunden – und auch nicht das Treffen in Kyoto, wo 1997 das nach der japanischen Kaiserstadt benannte Klimaschutzprotokoll aus der Taufe gehoben wurde. Von wegen Kampf gegen die Erderwärmung: Der Ausstoß von Kohlendioxid (CO₂) steigt, obwohl die Staats- und Regierungschefs fast sämtlicher Länder schon 1992 beschlossen hatten, eine »gefährliche Störung des Klimasystems« zu verhindern. Tatsächlich unterbrach nur die Wirtschaftskrise im Jahr 2009 kurzfristig den verhängnisvollen Trend, weil vorübergehend das Wachstum stockte. Aus Kraftwerken kommt das meiste CO₂, es folgt der Verkehr. Mehr als die Hälfte der Emissionen stammt aus nur wenigen Ländern: aus China, den USA und aus den Mitgliedsstaaten der EU.

© Anne Gerdes

Image-Autos

Seit einiger Zeit heißt es, die jungen Leute wollten kein eigenes Auto mehr. Um ihr Ziel zu erreichen, nutzten sie Busse, Bahnen und das Fahrrad. Und wer doch mal ein Fahrzeug brauche, kaufe es nicht gleich: Teilen sei das neue Besitzen. Als Statussymbol tauge das Auto längst nicht mehr.

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Dass dieser Trend nur für junge Leute in wohlhabenden, westlichen Städten gelten kann, zeigt die Statistik: Weltweit rollen immer mehr Autos auf den Straßen, 2011 gab es erstmals über eine Milliarde Kraftwagen auf der Erde. Allerdings sind sie ungleich verteilt: Am verbreitetsten ist der Autobesitz in Monaco, wo auf 1000 Einwohner mehr als 900 Autos kommen, dicht gefolgt von den USA mit 800 Fahrzeugen auf 1000 Einwohner. Dagegen besitzen nur 3 von 1000 Bangladeschern ein eigenes Auto – Tendenz aber steigend.

© Anne Gerdes

Grün gewinnt

Das ist einer der wenigen Lichtblicke in der Klimadebatte: Weltweit wurde 2011 mehr Geld in Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien investiert als in Kohle-, Öl- oder Gaskraftwerke. Der Vorsprung betrug rund 14 Milliarden Dollar – vorausgesetzt, bei den Fossilen werden die Ersatzinvestitionen nicht gezählt. 44 Prozent der fertiggestellten Kraftwerksleistung waren 2011 bereits erneuerbar; 2010 waren es gerade einmal 34 Prozent, 2004 erst 10 Prozent. China führt das Ranking der Länder an, die am meisten in Wind & Co investiert haben – gefolgt von den USA, Deutschland, Italien und Indien. Weltweit floss das meiste Geld in Solaranlagen. Trotz des spektakulären Vormarschs der Erneuerbaren steuern sie bislang aber nur 6 Prozent zur globalen Stromerzeugung bei.

© Anne Gerdes

Leserkommentare
  1. wenn man sie braucht??

    Markantes Wetter:
    Amtliche WARNUNG vor STRENGEM FROST
    des Deutschen Wetterdienstes - keine Unwetterwarnung!
    für die Region: Kreis Böblingen
    von Mittwoch, 12.12.2012 17:00 Uhr
    bis Donnerstag, 13.12.2012 09:00 Uhr

    Häufig strenger Frost zwischen -10 und -15 Grad, bei längerem Aufklaren auch bis unter -20

  2. wenn man sie braucht.........???

  3. Der Trend weg vom Auto fällt mir in meinem Bekanntenkreis auch immer öfter auf. Leider ziehen nicht alle Städte beim Nahverkehr intensiv genug mit um den Verzicht aufs Auto wirklich angenehm zu gestalten.

  4. 60. Zurück

    zum Pferd........?

  5. :Die NASA warnt: Die Erde könnte in eine Periode „globaler Abkühlung“ eintreten

    NASA: Wir könnten am Rand eines neuen „Mini-Maunder“-Ereignisses stehen.

    (Man erinnere sich: In der Vergangenheit waren Wissenschaftler davon überzeugt, dass es eine neue Eiszeit geben wird. Es gab in den siebziger Jahren sogar Überlegungen, Ruß über der Arktis zu verstreuen, um das Eis zum Schmelzen zu bringen und so die neue Eiszeit zu verhindern. Obamas oberster wissenschaftlicher Berater war einer von denen, der in den siebziger Jahren vor der neuen Eiszeit gewarnt hat.

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