Wochenmarkt Nicht frieren, heiße Schokolade trinken
© Jason Lowe

Gibt der Kälte Zucker: Ins Glas kommen Schokolade, starker Kaffee – und Vanillezucker.
Die grüne Sirene auf dem Starbucks-Becher hat längst das gelbe M von McDonald’s als Symbol für amerikanischen Kulturimperialismus abgelöst. Denn man kann Starbucks vieles vorwerfen: verdrängt in Italien die Espressobars, in Deutschland das Kaffeekränzchen, in Frankreich den Café Crème am Morgen. Der Frappuccino ruinierte nicht nur Britney Spears die Figur. Aber die Idee, Süßes in Tee und Kaffee zu mischen, ist schon viel älter. Starbucks kann nichts dafür. Die Ostfriesen zum Beispiel hätten viel mehr machen können aus ihrer Teetied, der Teezeit, und aus ihrem Lieblingsgetränk Schwarztee mit viel Sahne und Kluntje. Und aus deutschen Wohnzimmervitrinen nicht wegzudenken ist der Kaffeelikör Tia Maria.
Gehen wir also vorurteilsfrei heran an dieses Rezept für eine heiße Schokolade, die sowohl Kaffee als auch Sahne, Vanille und Kardamom enthält. Es stammt von Yvette van Boven, die in einem der kühleren Länder Europas, in Irland, aufgewachsen ist, weshalb sie sich mit wärmenden Getränken auskennt. In ihrem Kochbuch Winter (DuMont) findet man auch ein großartiges Rezept für Glühwein, mit Anis, Lorbeer und Nelken.
Die Schokolade wird gehackt. Die Sahne schlägt man steif, zusammen mit dem Vanillezucker. Den selbst zu machen ist einfach: Eine ausgekratzte Vanilleschote gibt man in einen verschließbaren Behälter mit Zucker und wartet dann ungefähr eine Woche, bis der Zucker nach Vanille schmeckt (statt, wie gekaufter Vanillezucker, nach Aroma).
Die Kardamomsamen werden aus den Kapseln befreit und im Mörser zerstoßen. Jetzt erwärmt man die Milch, sie sollte aber nicht kochen. Man nimmt den Topf vom Herd und rührt die Schokolade ein. Dann wartet man 5 Minuten, bevor man noch mal umrührt. Die Schokolade sollte nun geschmolzen sein. Der heiße Kaffee wird hinzugefügt. Man verteilt die Schoko-Kaffee-Mischung auf 4 Becher und gibt darauf jeweils einen großzügigen Löffel Sahne. Zum Schluss streut man den Kardamom darüber.
Heiße (weiße) Schokolade
(ungefähr für 4 Becher)
100 g weiße Schokolade
500 ml fettarme Milch
400 ml sehr starker Kaffee
150 ml Schlagsahne
1–2 TL Vanillezucker
1 TL Kardamomsamen
- Datum 04.12.2012 - 18:39 Uhr
- Serie Wochenmarkt
- Quelle ZEITmagazin, 29.11.2012 Nr. 49
- Kommentare 19
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Da kann man sich die Mühe mit dem Hacken und Schmelzen sparen und gleich Zucker nehmen. Da spart man sich zudem das Fett.
Da freue ich mich auf ein gutes Rezept für heiße Schokolade, und dann rührt jemand gesüßtes Kakaofett in Kaffee...
Besser den Kaffee weglassen und statt derssen vernünftige Schoki kaufen.
...wenn das ungesüßte gewürzte Kakaogetränk von Amerika aus seinen Weg über Europa nimmt, dort den Zucker bekommt, um dann wieder zurück nach Amerika zu gehen, um bis dort den Kakao zu verlieren.
Eine Lanze für die Kultur der Trinkschokolade:
http://goccus.com/magazin...
Und in obigem Rezept einfach weiße durch Bitterschokolade ersetzen...
"Weiße Schokolade? Da kann man sich die Mühe mit dem Hacken und Schmelzen sparen und gleich Zucker nehmen. Da spart man sich zudem das Fett."
Wer findet, dass weiße Schokolade genauso schmeckt wie Zucker, der braucht sich um's Essen und Trinken sowieso nicht so viele Gedanken zu machen, denn er oder sie schmeckt ja eh nichts.
Da freue ich mich auf ein gutes Rezept für heiße Schokolade, und dann rührt jemand gesüßtes Kakaofett in Kaffee...
Besser den Kaffee weglassen und statt derssen vernünftige Schoki kaufen.
...wenn das ungesüßte gewürzte Kakaogetränk von Amerika aus seinen Weg über Europa nimmt, dort den Zucker bekommt, um dann wieder zurück nach Amerika zu gehen, um bis dort den Kakao zu verlieren.
Eine Lanze für die Kultur der Trinkschokolade:
http://goccus.com/magazin...
Und in obigem Rezept einfach weiße durch Bitterschokolade ersetzen...
"Weiße Schokolade? Da kann man sich die Mühe mit dem Hacken und Schmelzen sparen und gleich Zucker nehmen. Da spart man sich zudem das Fett."
Wer findet, dass weiße Schokolade genauso schmeckt wie Zucker, der braucht sich um's Essen und Trinken sowieso nicht so viele Gedanken zu machen, denn er oder sie schmeckt ja eh nichts.
Und wenn man den Zucker weglässt, spart man sich auch gleich noch den Zucker. Verrückt!
Da freue ich mich auf ein gutes Rezept für heiße Schokolade, und dann rührt jemand gesüßtes Kakaofett in Kaffee...
Besser den Kaffee weglassen und statt derssen vernünftige Schoki kaufen.
... das. Jetzt!
Aber ich tendiere auch zu dunkler Schokolade. Mit Kardamom der Bringer. Und morgen dann die weiße Variante.
Äh, habe ich im Artikel irgendwas von ruinierten Figuren gelesen? Pffft!
In der Jahreszeit, in der man Heißgetränke zum Aufwärmen braucht, sind die Temperaturen in Irland relativ gemäßigt. Aber is ja egal, hauptsache irgendwas daherschreiben.
wird dort nicht mehr geheizt. Das erklärt einiges!
wird dort nicht mehr geheizt. Das erklärt einiges!
...wenn das ungesüßte gewürzte Kakaogetränk von Amerika aus seinen Weg über Europa nimmt, dort den Zucker bekommt, um dann wieder zurück nach Amerika zu gehen, um bis dort den Kakao zu verlieren.
Eine Lanze für die Kultur der Trinkschokolade:
http://goccus.com/magazin...
Und in obigem Rezept einfach weiße durch Bitterschokolade ersetzen...
wird dort nicht mehr geheizt. Das erklärt einiges!
"Weiße Schokolade? Da kann man sich die Mühe mit dem Hacken und Schmelzen sparen und gleich Zucker nehmen. Da spart man sich zudem das Fett."
Wer findet, dass weiße Schokolade genauso schmeckt wie Zucker, der braucht sich um's Essen und Trinken sowieso nicht so viele Gedanken zu machen, denn er oder sie schmeckt ja eh nichts.
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