ZEIT MagazinEin Heft über Konkurrenz

Konkurrenz belebt das Geschäft. Aber niemand redet gern über die direkten Rivalen, jedenfalls nicht öffentlich. Regierungschefs vermeiden es, im Wahlkampf den Spitzenkandidaten der Opposition beim Namen zu nennen. Berühmte Schauspielerinnen erzählen nur Freundlichstes über andere berühmte Schauspielerinnen. Und auch Magazine hüten sich davor, auf andere Magazine aufmerksam zu machen.

In diesem Heft ist alles anders. Es widmet sich von der ersten bis zur letzten Seite dem Thema »Konkurrenz«. Was das Ganze einzigartig macht: Wir haben seit dem Sommer die Ausgabe gemeinsam mit unseren engsten Konkurrenten geplant – dann hat sie jede Redaktion für sich umgesetzt. So erscheint diese Woche eine Doppelausgabe von SZ-Magazin (am 7. Dezember) und ZEITmagazin, in der Geschichten sich aufeinander beziehen und miteinander konkurrieren. Denn die Konkurrenz schläft nicht, erst recht nicht diese Woche.

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Wir gehen das Thema auf unterschiedlichste Weise an: Im ZEITmagazin lesen Sie etwa eine Insiderreportage über die Hells Angels in Berlin, im SZ-Magazin ein Porträt der Polizisten, die ihnen die Tour vermasseln. Unsere Reporter Moritz von Uslar aus Berlin (ZEITmagazin) und Alex Rühle aus München (für das SZ-Magazin) haben wir vor die Aufgabe gestellt, von der Stadt der einen Redaktion in die andere zu wandern. Axel Hacke und Harald Martenstein porträtieren sich in ihren Kolumnen gegenseitig. Die Fußballschiedsrichterin Bibiana Steinhaus erzählt im ZEITmagazin von ihrem Traum, im SZ-Magazin ist sie in der Rubrik Sagen Sie jetzt nichts zu sehen. Auf Facebook sind beide Magazine drei Wochen lang in einen Wettbewerb um den erfolgreichsten Internet-Gag getreten. Und beide Hefte stellten sich der größenwahnsinnigen Aufgabe, den Sinn des Lebens auf einer Doppelseite zu erklären.

Nicht alle Geschichten und Rubriken spiegeln sich in beiden Heften, und jede Ausgabe steht natürlich auch für sich. Und natürlich ist jeder von uns überzeugt, das bessere Heft gemacht zu haben. Dennoch empfehlen wir diese Woche ausnahmsweise und unbedingt einen Blick in das jeweils andere Magazin. Und nächste Woche bitte wieder ausschließlich... na, Sie wissen schon.

Übrigens: Falls Sie am Freitag das SZ-Magazin verpassen, können Sie es nachbestellen unter szshop.sueddeutsche.de/sz-magazin.

Die Chefredakteure Christoph Amend (ZEITmagazin) und Timm Klotzek (SZ-Magazin)

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Leserkommentare
  1. Liebe Redaktionen,

    eine super Idee, die sie da hatten! Habe selten so viel geschmunzelt und innerlich gelacht beim Lesen!
    Wiederholung erwünscht!

    In diesem Sinne wünsche ich weiterhin ganz viele Geistesblitze!!!

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  • Schlagworte Axel Hacke | Facebook | Redaktion | Schauspieler | Geschichte | Opposition
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